Autor Thema: [PM] Fahrgäste schreiben Briefe an Wiener Linien  (Gelesen 10339 mal)

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Kálvin tér

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Re: [PM] Fahrgäste schreiben Briefe an Wiener Linien
« Antwort #15 am: 02. Januar 2017, 19:50:42 »
Da würde mich aber auch die Anfrage/Beschwerde von dir wissen. Denn nur so kann man feststellen, ob da nicht andere Antworten besser gewesen wäre
Zu Antwort 6: ein Fahrer der Linie 14A fährt trotz guter Sichtbarkeit an der Station, an der ich warte, vorbei ohne anzuhalten. Er ist aber immerhin so nett, mir noch freundlich zuzuwinken. Ist schon 10 Jahre her, heute würde ich mir vermutlich nicht mehr ärgern, damals kam ich mir jedoch - nicht zuletzt aufgrund des Starkregens an dem Tag - eher gepflanzt vor.

Zu Antwort 7: ebenfalls einige Jahre her, man hatte seinerzeit ein offenbar harnstoffbasiertes Auftaumittel zur Schneeräumung bei den Haltestellen im Einstz. In Folge dessen roch es in allen Bussen und Zügen so, als wäre ein gut eingenässter und mehrfach getrockneter Sandhase mit an Bord. Mein (wenn auch unrealistischer) Vorschlag war, statt dem stinkenden Mittel wieder Streusplitt zu verwenden.

Zu Antwort 8: ein mit dem Handy spielender Wagenbeweger der Linie 9 überfährt mich samt Kinderwagen fast auf dem Zebrastreifen in der Station Beingasse.

Klingelfee

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Re: [PM] Fahrgäste schreiben Briefe an Wiener Linien
« Antwort #16 am: 02. Januar 2017, 20:22:00 »
Zu 6: Auch hier hat der Lenker sich zumindest einmal rechtfertigen müssen, wieso er nicht stehen geblieben ist und die Handbewegung gemacht hat. Vielleicht konnte er seine Handbewegung anders rechtfertigen und es war aus seiner Sicht kein winken. Keine Entschuldigung

Zu 7: Was hättest du dir denn als Antwort erwartet, wenn du selber feststellst, das es unrealistisch wieder auf Streusplit umzusteigen

Zu 8: Da kommt es auf die Personalakte an. Denn wenn der Mitarbeiter schon einige Beschwerden in der Richtung hat, dann wird er sicherlich nicht nur ein Gespräch haben, sondern auch einige Male die ZK am Zug haben.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

T1

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Re: [PM] Fahrgäste schreiben Briefe an Wiener Linien
« Antwort #17 am: 02. Januar 2017, 20:25:33 »
Bei den ÓBB war das leider ganz anders - hier habe ich auf meine Mails bisher nur automatisierte Antworten erhalten - wenn überhaupt. :ugvm:
Seit Kern hat sich das deutlich gebessert.

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Re: [PM] Fahrgäste schreiben Briefe an Wiener Linien
« Antwort #18 am: 02. Januar 2017, 20:38:37 »
Meine bisher einzige Nachricht an den Kundendienst der WL war folgende:
Warum kann der 56B in Atzgersdorf nicht die Haltestelle der Linien 60A und 66A mitbenützen damit die Fahrgäste nach Mauer nicht immer bei der Ampel am Eck schauen müssen, welcher Bus zuerst kommt?
Antwort: Die Haltestelle sei zu kurz für 3 Buslinien und könne nicht verlängert werden.
Dies entspricht jedoch nicht der Wahrheit; durch Auflassung von 10m Parkplätzen könnte diese Hst um eben jene 10m verlängert werden. Die bestehende Doppelhaltestelle (!) vom 56B könnte damit aufgelassen werden und es würden ca 30m neue Parkplätze entstehen. Aber man muss halt auch wollen.

Kálvin tér

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Re: [PM] Fahrgäste schreiben Briefe an Wiener Linien
« Antwort #19 am: 02. Januar 2017, 20:46:04 »
Zu 7: Was hättest du dir denn als Antwort erwartet, wenn du selber feststellst, das es unrealistisch wieder auf Streusplit umzusteigen
Das weiß ich heute, damals war ich noch jung und der Meinung, die Welt verbessern zu können/müssen... Im nächsten Jahr hat man dann tatsächlich wieder ein anderes Auftaumittel verwendet, ich glaube aber nicht, dass meine Anregung kausal dafür war. :P

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Re: [PM] Fahrgäste schreiben Briefe an Wiener Linien
« Antwort #20 am: 02. Januar 2017, 22:00:10 »
Bei den ÓBB war das leider ganz anders - hier habe ich auf meine Mails bisher nur automatisierte Antworten erhalten - wenn überhaupt. :ugvm:
Seit Kern hat sich das deutlich gebessert.
Das war leider in der Ära Kern (mindestens einmal 2011 und nochmal 2012 oder 2013). Jeweils nie eine persönliche Antwort erhalten.
"das korrupteste Nest auf dem weiten Erdenrund"
Mark Twain über die Wienerstadt.

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Re: [PM] Fahrgäste schreiben Briefe an Wiener Linien
« Antwort #21 am: 02. Januar 2017, 22:17:29 »
Ob das sinnvoll ist, ist eine andere Geschichte und dazu enthalte ich mich jeder Aussage.

Das musst du als WL-Bediensteter gezwungenermaßen... ;D. Ich aber lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, die Mehrheit der User hält das nicht für sinnvoll ::). Die genannte Abteilung Gu gehörte zugunsten anderer, die unmittelbar dem Betrieb dienen, (personell) abgespeckt 8).
D.o.a.

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Re: [PM] Fahrgäste schreiben Briefe an Wiener Linien
« Antwort #22 am: 03. Januar 2017, 01:03:35 »
Ob das sinnvoll ist, ist eine andere Geschichte und dazu enthalte ich mich jeder Aussage.

Das musst du als WL-Bediensteter gezwungenermaßen... ;D. Ich aber lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, die Mehrheit der User hält das nicht für sinnvoll ::). Die genannte Abteilung Gu gehörte zugunsten anderer, die unmittelbar dem Betrieb dienen, (personell) abgespeckt 8).
Eine personell gut ausgestattete und auch budgetmäßig sinnvoll ausgestattete Kommunikationsabteilung ist für einen öffentlichen Verkehrsbetrieb (egal, was die Mehrheit der User hier denkt?!) auf jeden Fall sinnvoll, wenn nicht gar unabdinglich, schließlich ist die Konkurrenz (= Autohersteller und Car-Sharing-Anbieter) budgetmäßig mehr denn gut besetzt – da ist es schon wichtig, dass der ÖV auch in der allgemeinen Wahrnehmung vorkommt.

Das Problem ist viel mehr, dass die anderen Abteilungen zu wenig Geld haben…

Klingelfee

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Re: [PM] Fahrgäste schreiben Briefe an Wiener Linien
« Antwort #23 am: 03. Januar 2017, 04:30:57 »
Meine bisher einzige Nachricht an den Kundendienst der WL war folgende:
Warum kann der 56B in Atzgersdorf nicht die Haltestelle der Linien 60A und 66A mitbenützen damit die Fahrgäste nach Mauer nicht immer bei der Ampel am Eck schauen müssen, welcher Bus zuerst kommt?
Antwort: Die Haltestelle sei zu kurz für 3 Buslinien und könne nicht verlängert werden.
Dies entspricht jedoch nicht der Wahrheit; durch Auflassung von 10m Parkplätzen könnte diese Hst um eben jene 10m verlängert werden. Die bestehende Doppelhaltestelle (!) vom 56B könnte damit aufgelassen werden und es würden ca 30m neue Parkplätze entstehen. Aber man muss halt auch wollen.

Ich kenne die Örtlichkeit jetzt nicht. Aber du bedenkst aber schon, dass eine Bushaltestelle nicht 10m sondern 30m haben sollte. Und ob die Haltestelle verlängert werden kann, wurde auch sicherlich schon das eine andere Mal mit dem Bezirk abgesprochen.

Weiters gebe ich dir zu bedenken, wenn ich dort aus der Einfach, eine Doppelhaltestelle mache, dann verlängere ich auch den Umsteigeweg der Fahrgäste zur Schnellbahn, weil die Busse dann weiter nach vor fahren müssen. Weitere Problem ist, Was machst du mit den Bussen der Linie 58A ? Diese Busse aus welchen Grund auch immer in Atzgersdorf eine Ausgleichszeit haben. Ich weis allerdings nicht, ob sie diese in der gleichen Haltestelle halten. Wo sollen sie dann diese halten? Es ist leider nicht immer so einfach, wie es sich der Fahrgast vorstellt.

Aber das ist eigentlich auch ein Thema, welches im Autobusforum weiter diskudiert werden sollte.
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moszkva tér

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Re: [PM] Fahrgäste schreiben Briefe an Wiener Linien
« Antwort #24 am: 03. Januar 2017, 07:50:02 »
Ich finde es insgesamt eher bestürzend, dass derartige Banalitäten, wie der Kundenservice der WL macht seine Arbeit oder der 240. ULF wurde geliefert, immer wieder zu irgendwelchen "Meldungen" hochstilisiert werden.

Das ist aber nicht das Kundenservice, sondern die Öffentlichkeitsabteilung. das sind 2 ganz verschiedene Abteilungen. Diese Info gibt Gu heraus und für die Kundenanfragen ist V43 zuständig.

Und das solche Meldungen veröffentlicht werden, ist bei den Verkehrsunternehmen nun mal schon Standard. Ob das sinnvoll ist, ist eine andere Geschichte und dazu enthalte ich mich jeder Aussage.

Dass die PR-Abteilung Pressemeldungen macht, ist deren Aufgabe.
Was die Medien draus machen, ist dann die andere Geschichte. Offensichtlich war an dem Tag sonst nix los, sodass die Kundendienstgeschichte es bei orf.at soweit hinaufgeschafft hat.

Noch was zu den häufigsten Antworten:
10. Bitte bedenke, dass die Temperatur von jedem Menschen subjektiv anders empfunden wird.

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Re: [PM] Fahrgäste schreiben Briefe an Wiener Linien
« Antwort #25 am: 03. Januar 2017, 08:13:01 »
Was ich aber durchaus spannend finde und wo der ORF eine gerechtfertigt kritische Überschrift genommen hat:
Zitat
Daten, wie viele Personen sich etwa über Essen oder lautes Telefonieren in den „Öffis“ beschweren, gab es nicht.
Die passende Überschrift:
Zitat
Kampagne ohne Datenhintergrund
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Klingelfee

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Re: [PM] Fahrgäste schreiben Briefe an Wiener Linien
« Antwort #26 am: 03. Januar 2017, 08:26:15 »
Noch was zu den häufigsten Antworten:
10. Bitte bedenke, dass die Temperatur von jedem Menschen subjektiv anders empfunden wird.

Die ist aber eine Antwort, die tatsächlich verwendet wird.

Denn ich habe schon einmal, ohne dass ich etwas an der Heizung gemacht hatte binnen kurzen Abstand das Ersuchen von 2 Fahrgästen gehabt, dass ich die Heizung ein, bzw ausschalten soll.

Die richtige Temperatur in einem Fahrzeug einzurichten, so dass es für alle Fahrgäste angenehm ist, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Egal welche Temperatur du wählst. Du wirst immer jemanden haben, der sich darüber darüber beschwert, dass die Temperatur nicht passt.
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Re: [PM] Fahrgäste schreiben Briefe an Wiener Linien
« Antwort #27 am: 03. Januar 2017, 08:31:57 »
In den meisten ULFen ist man von einer gleichmäßigen Temperatur weit entfernt. Ein Modul kühlt, eines heizt, ein anderes ist komplett kalt, eines komplett warm. Alles schon erlebt, wenn man von vorne bis hinten durch den Zug geht. Also so absurd ist es nicht, wenn die Fahrgäste zu dir kommen und unterschiedliche Temperaturen wünschen.
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Tatra83

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Re: [PM] Fahrgäste schreiben Briefe an Wiener Linien
« Antwort #28 am: 03. Januar 2017, 08:46:53 »
Die richtige Temperatur in einem Fahrzeug einzurichten, so dass es für alle Fahrgäste angenehm ist, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Egal welche Temperatur du wählst. Du wirst immer jemanden haben, der sich darüber darüber beschwert, dass die Temperatur nicht passt.

Und was ist die Konsequenz aus diesen wirren Ansichten aus der Tintenburg? Schlussendlich resultieren die vom 13er beschriebenen Probleme aus der durch dein Unternehmen mangelhaft ausgeführten Wartung der entsprechenden Anlagen. Hör also endlich auf, von den wirklichen Ursachen mit dieser aus Erdberg stammenden infantilen "Wir sind nicht schuld"-Mentalität ablenken zu wollen!
Wer nichts fürchtet ist nicht weniger mächtig als der, den alles fürchtet. (F. Schiller)

coolharry

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Re: [PM] Fahrgäste schreiben Briefe an Wiener Linien
« Antwort #29 am: 03. Januar 2017, 08:53:01 »
In den meisten ULFen ist man von einer gleichmäßigen Temperatur weit entfernt. Ein Modul kühlt, eines heizt, ein anderes ist komplett kalt, eines komplett warm. Alles schon erlebt, wenn man von vorne bis hinten durch den Zug geht. Also so absurd ist es nicht, wenn die Fahrgäste zu dir kommen und unterschiedliche Temperaturen wünschen.

Das war der "ich versuchs allen recht zu machen" Ulf.  >:D
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