Autor Thema: Abenteuerliche Reparaturpraxis bei Weichen und Gleiskreuzungen  (Gelesen 8603 mal)

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B6462

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Re: Abenteuerliche Reparaturpraxis bei Weichen und Gleiskreuzungen
« Antwort #15 am: 22. Februar 2017, 18:51:58 »
Durch das Einbringen von Wärme beim Schweißen findet eine Gefügeveränderung statt,die sich leider nicht vermeiden läßt und darum bricht nicht die Schweißnaht sondern das Material knapp neben dieser.Auch ist oft der Unterbau nicht mehr in Ordnung und der Achsdruck des ULFs ist wesentlich größer.

Tatra83

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Re: Abenteuerliche Reparaturpraxis bei Weichen und Gleiskreuzungen
« Antwort #16 am: 22. Februar 2017, 18:59:43 »
Es hat nichts mit schlechter oder falscher Schweißtechnik zu tun wenn die Schienen durch lange Benutzung abgefahren und durch Rost oder andere Umwelteinflüsse geschwächt werden.Auch werden die Schienen immer härter um längere Benutzung zu ermöglichen,mit dem Nachteil,daß der Stahl immer spröder wird und die Schienen nicht in,sondern neben der Schweißnaht und auch horizontal brechen.
Mit einem zeitgemäßen Gleisbau könnte man diese Probleme möglicherweise auch lösen...
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hema

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Re: Abenteuerliche Reparaturpraxis bei Weichen und Gleiskreuzungen
« Antwort #17 am: 22. Februar 2017, 19:45:22 »
. . . . und der Achsdruck des ULFs ist wesentlich größer.
Die Achslast der alten Zweiachser war auch nicht kleiner und ein Schienenbruch war trotzdem ein sehr seltenes Ereignis. Und wie macht das die Eisenbahn mit ihren noch schwereren Fahrzeugen?  ;)
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HLS

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Re: Abenteuerliche Reparaturpraxis bei Weichen und Gleiskreuzungen
« Antwort #18 am: 23. Februar 2017, 15:28:55 »
Durch das Einbringen von Wärme beim Schweißen findet eine Gefügeveränderung statt,die sich leider nicht vermeiden läßt und darum bricht nicht die Schweißnaht sondern das Material knapp neben dieser.Auch ist oft der Unterbau nicht mehr in Ordnung und der Achsdruck des ULFs ist wesentlich größer.
Und diese Brüche sind dann zum Großteil auf mangelnde oder gänzlich fehlende Nachbehandlungen zurückzuführen.
"Grüß Gott"

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Rodauner

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Re: Abenteuerliche Reparaturpraxis bei Weichen und Gleiskreuzungen
« Antwort #19 am: 23. Februar 2017, 15:55:39 »
Das ist keine "Aufsichtsbehörde", also kein polizeiähnliches Kontrollorgan oder was man sich immer so vorstellt.

Dann wär's aber schön langsam Zeit für ein solches!
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Re: Abenteuerliche Reparaturpraxis bei Weichen und Gleiskreuzungen
« Antwort #20 am: 24. Februar 2017, 18:19:15 »
Jo eh, aber aufgrund der Häufigkeit, mit der dieses Phänomen inzwischen in Wien vorkommt, sollte die Behörde schön langsam reagieren. Z.b. die Schweißtechnik genauer unter die Lupe nehmen, Fristen zur rascheren Behebung setzen, etc...
Wäre wohl auch ein Fall für den Rechnungshof - Rechtzeitig warten bzw. tauschen ist üblicherweise billiger als Spontangebrechen.
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E1-c3

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Re: Abenteuerliche Reparaturpraxis bei Weichen und Gleiskreuzungen
« Antwort #21 am: 03. Mai 2018, 22:18:56 »
Ist hier zwar etwas OT, ich wollte aber deswegen keinen neuen Thread eröffnen:
Beim Matzleinsdorfer Platz wurde mWn vor einigen Jahren das Gleisdreieck "zugemacht", also mit Großflächenplatten versehen. Weiß jemand, warum das gemacht wurde?

Geamatic

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Re: Abenteuerliche Reparaturpraxis bei Weichen und Gleiskreuzungen
« Antwort #22 am: 03. Mai 2018, 22:58:05 »
Ist hier zwar etwas OT, ich wollte aber deswegen keinen neuen Thread eröffnen:
Beim Matzleinsdorfer Platz wurde mWn vor einigen Jahren das Gleisdreieck "zugemacht", also mit Großflächenplatten versehen. Weiß jemand, warum das gemacht wurde?

Damit bei einer Evakuierung eines Zuges die Sturzgefahr minimiert wird. So wurde es mir mal erklärt. Für so manchen Fahrgast ist es jedoch eine willkommene Abkürzung zu einem anderen Bahnsteig - die neue Begegnungszone am Matz halt :(

E1-c3

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Re: Abenteuerliche Reparaturpraxis bei Weichen und Gleiskreuzungen
« Antwort #23 am: 03. Mai 2018, 23:23:22 »
@Geamatic: Danke :up:

hema

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Re: Abenteuerliche Reparaturpraxis bei Weichen und Gleiskreuzungen
« Antwort #24 am: 04. Mai 2018, 02:18:35 »
Es wurde gemacht, damit die Konrollorgane leichter zu ihrem Glaskobel gehen können, ohne Stolpergefahr im Dunkel.
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