Autor Thema: Linie 52  (Gelesen 391535 mal)

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Nulltarif

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Re: Linie 52
« Antwort #750 am: Gestern um 10:22:45 »
Selbst bei großen Umbauten und Gleisverlegungen wurde der Betrieb aufrecht erhalten und mit Provisorien gearbeitet. Heute stellt man bereits bei kleinsten Bauarbeiten den Betrieb ein.

Die Anforderungen an den Fahrweg sind heute aber auch ungleich höher.
Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. (Dalai Lama)

tramway.at

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Re: Linie 52
« Antwort #751 am: Gestern um 10:50:43 »
Selbst bei großen Umbauten und Gleisverlegungen wurde der Betrieb aufrecht erhalten und mit Provisorien gearbeitet. Heute stellt man bereits bei kleinsten Bauarbeiten den Betrieb ein.

Die Anforderungen an den Fahrweg sind heute aber auch ungleich höher.

Wieso? Außer gelegentlicher Gummiummantelung der Schienen seh ich keinen Unterschied. Es geht eher um die Lohnkosten und darum, möglichst keine Nachtarbeiten zu haben. Es gibt zwar eine Betriebspflicht, aber ich denke, das ist dehnbar und eine Einstellung leicht zu argumentieren. Und es fallen dann ja auch die Arbeitsstunden fürs Fahrpersonal weg.
Harald A. Jahn, www.tramway.at

60er

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Re: Linie 52
« Antwort #752 am: Gestern um 13:01:44 »
Wieso? Außer gelegentlicher Gummiummantelung der Schienen seh ich keinen Unterschied. Es geht eher um die Lohnkosten und darum, möglichst keine Nachtarbeiten zu haben. Es gibt zwar eine Betriebspflicht, aber ich denke, das ist dehnbar und eine Einstellung leicht zu argumentieren. Und es fallen dann ja auch die Arbeitsstunden fürs Fahrpersonal weg.
Sehe ich auch so. Es ist eine reine Kostenfrage.

Katana

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Re: Linie 52
« Antwort #753 am: Gestern um 21:01:49 »
Selbst bei großen Umbauten und Gleisverlegungen wurde der Betrieb aufrecht erhalten und mit Provisorien gearbeitet. Heute stellt man bereits bei kleinsten Bauarbeiten den Betrieb ein.

Die Anforderungen an den Fahrweg sind heute aber auch ungleich höher.
Und ist es nicht so, dass in den letzten Jahrzehnten die Intervalle bei praktisch allen Linien deutlich verdichtet wurden, so dass die Effizienz der parallelen Bauarbeiten schlechter wurde?

31/5

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Re: Linie 52
« Antwort #754 am: Gestern um 21:14:18 »
Selbst bei großen Umbauten und Gleisverlegungen wurde der Betrieb aufrecht erhalten und mit Provisorien gearbeitet. Heute stellt man bereits bei kleinsten Bauarbeiten den Betrieb ein.

Die Anforderungen an den Fahrweg sind heute aber auch ungleich höher.
Und ist es nicht so, dass in den letzten Jahrzehnten die Intervalle bei praktisch allen Linien deutlich verdichtet wurden, so dass die Effizienz der parallelen Bauarbeiten schlechter wurde?

37, 38, 40, 41und 62 wurden nach Corona noch immer nicht auf die früheren Intervalle zurückgestellt. Das sollte man nicht vergessen.

MK

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Re: Linie 52
« Antwort #755 am: Gestern um 21:19:44 »
Und je nach der Definition von "letzte Jahrzehnte" fuhren früher deutlich mehr Linien auf einer Strecke.
Wanderer, kommst du nach Liechtenstein,
tritt nicht daneben, tritt mitten rein!

Katana

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Re: Linie 52
« Antwort #756 am: Heute um 06:57:38 »
Und ist es nicht so, dass in den letzten Jahrzehnten die Intervalle bei praktisch allen Linien deutlich verdichtet wurden, so dass die Effizienz der parallelen Bauarbeiten schlechter wurde?

37, 38, 40, 41und 62 wurden nach Corona noch immer nicht auf die früheren Intervalle zurückgestellt. Das sollte man nicht vergessen.
Ich meine aber nicht die letzten 5 oder 6 Jahre, sondern die angeblich "gute alte Zeit", die z.B. in #747 abgebildet ist.

Und je nach der Definition von "letzte Jahrzehnte" fuhren früher deutlich mehr Linien auf einer Strecke.
Und auf manchen Strecken fuhren früher weniger Linien und auf vielen hat sich hinsichtlich der Linienzahl nichts geändert.

60er

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Re: Linie 52
« Antwort #757 am: Heute um 10:11:30 »
Ich meine aber nicht die letzten 5 oder 6 Jahre, sondern die angeblich "gute alte Zeit", die z.B. in #747 abgebildet ist.
Auf der Mariahilfer Straße waren die Intervalle in den 50er-Jahren aber sicher nicht länger als heute. Sie waren sogar deutlich kürzer, da es neben 52er und 58er noch den L-Wagen und die HVZ-Linie 59 gegeben hat.

fr3

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Re: Linie 52
« Antwort #758 am: Heute um 13:02:28 »
Das Bild zeigt ein heutiges Problem deutlich: Selbst bei großen Umbauten und Gleisverlegungen wurde der Betrieb aufrecht erhalten und mit Provisorien gearbeitet. Heute stellt man bereits bei kleinsten Bauarbeiten den Betrieb ein.
Damals gab es kaum Alternativen zur Straßenbahn
- keine U-Bahn
- noch keine Massenmotorisierung
- keinen SEV mit Autobussen

Die Bedeutung der Straßenbahn war essenziell für die Mobilität.

Auf der Mariahilfer Straße waren die Intervalle in den 50er-Jahren aber sicher nicht länger als heute. Sie waren sogar deutlich kürzer, da es neben 52er und 58er noch den L-Wagen und die HVZ-Linie 59 gegeben hat.
Dafür war die Gefäßgröße wesentlich kleiner. Wie viele Fahrgäste fanden in einem 2-Wagenzug Platz? 130 Personen? Zum Vergleich - Flexity 211 Personen. Wie viel mehr Straßenbahnen müssten unterwegs sein, um die gleiche Menge Personen zu transportieren?