Autor Thema: Doppeltraktion 4030er (war: Linie 165 (1924-1962))  (Gelesen 5290 mal)

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haidi

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Doppeltraktion 4030er (war: Linie 165 (1924-1962))
« am: 04. Februar 2011, 17:08:49 »
Warum ist man nicht mit Beiwagen gefahren?

Das erinnert irgendwie an die ersten Doppeltraktionen mit 4030 auf der Schnellbahn - am hinteren Führerstand der führenden Garnitur war ein Mechanismus aufgesteckt, an der der Tfzf der zweiten Garnitur sehen konnte, welche FAhrstufe der andere eingestellt hatte um sie auch einzustellen. Vielfachsteuerung über Human Device.

Hannes
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Linie 41

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Re: Doppeltraktion 4030er (war: Linie 165 (1924-1962))
« Antwort #1 am: 04. Februar 2011, 17:23:07 »
Es gab auch Doppeltraktionsversuche mit gemischten Wagentypen?
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

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Re: Doppeltraktion 4030er (war: Linie 165 (1924-1962))
« Antwort #2 am: 04. Februar 2011, 18:03:18 »
Es gab auch Doppeltraktionsversuche mit gemischten Wagentypen?
???

Linie 41

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Re: Doppeltraktion 4030er (war: Linie 165 (1924-1962))
« Antwort #3 am: 04. Februar 2011, 18:14:39 »
Ah, sorry. Ich dachte zuerst an diese Vielfachsteuerungszüge von denen Du mir letztens erzählt hast, aber das sind ja nur Einzeltriebwagen, die knapp hintereinander stehen.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

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Re: Doppeltraktion 4030er (war: Linie 165 (1924-1962))
« Antwort #4 am: 04. Februar 2011, 21:05:56 »
Das erinnert irgendwie an die ersten Doppeltraktionen mit 4030 auf der Schnellbahn - am hinteren Führerstand der führenden Garnitur war ein Mechanismus aufgesteckt, an der der Tfzf der zweiten Garnitur sehen konnte, welche FAhrstufe der andere eingestellt hatte um sie auch einzustellen. Vielfachsteuerung über Human Device.
Mechanismus ist aber sicher die falsche Bezeichnung. Das war lediglich ein transportables Voltmeter, für das auf dem Führerstand eine Steckdose existierte und das auf dem hinteren Führerstand der führenden Garnitur so aufgesteckt wurde, daß der Triebfahrzeugführer des zweiten Zuges die Motorspannung des führenden Triebwagens ablesen konnte

E2

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Re: Doppeltraktion 4030er (war: Linie 165 (1924-1962))
« Antwort #5 am: 04. Februar 2011, 23:36:32 »
Was ist der Grund der "Doppeltraktion"?

haidi

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Re: Doppeltraktion 4030er (war: Linie 165 (1924-1962))
« Antwort #6 am: 05. Februar 2011, 03:41:00 »
Mechanismus ist aber sicher die falsche Bezeichnung. Das war lediglich ein transportables Voltmeter, für das auf dem Führerstand eine Steckdose existierte und das auf dem hinteren Führerstand der führenden Garnitur so aufgesteckt wurde, daß der Triebfahrzeugführer des zweiten Zuges die Motorspannung des führenden Triebwagens ablesen konnte

So genau war das nicht erklärt, nur dass die Schaltstufe abgelesen werden konnte - auf  Grund deiner Erklärung wird das wohl so sein, dass die Spannung im direkten Zusammenhang mit der Schaltstufe steht - oder?

Hannes
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Re: Doppeltraktion 4030er (war: Linie 165 (1924-1962))
« Antwort #7 am: 05. Februar 2011, 09:21:06 »
So genau war das nicht erklärt, nur dass die Schaltstufe abgelesen werden konnte - auf  Grund deiner Erklärung wird das wohl so sein, dass die Spannung im direkten Zusammenhang mit der Schaltstufe steht - oder?
Bei ständiger Beobachtung des Voltmeters konnte man sicher ablesen, wann das Schaltwerk der führenden Garnitur weitergeschaltet hat. Vielleicht war die Skala des Voltmeters auch nicht mit Volt, sondern mit Fahrstufen beschriftet.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
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Re: Doppeltraktion 4030er (war: Linie 165 (1924-1962))
« Antwort #8 am: 05. Februar 2011, 12:46:40 »
Ich nehme an, daß das Schaltwerk bei den 4030ern (und auch 4020ern) einfach verschiedene Abgriffe des Trafos durchschaltet, insofern dürfte tatsächlich ein linearer Zusammenhang Spannung - Fahrstufe bestehen.
"Sollte dies jedoch der Parteilinie entsprechen, werden wir uns selbstverständlich bemühen, in Zukunft kleiner und viereckiger zu werden!"

(aus einer Beschwerde über viel zu weit und kurz geschnittene Pullover in "Good Bye Lenin")

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Re: Doppeltraktion 4030er (war: Linie 165 (1924-1962))
« Antwort #9 am: 05. Februar 2011, 13:03:03 »
Ihr dürft euch das ganze nicht komplizierter vorstellen, als es war. Hauptsächlich ging es dabei, laut Aussage eines ehemaligen Triebfahrzeugführers, der diese Einrichtung selbst noch erlebt hat, darum, beim Anfahren ohne Verständigung durch Hornsignale den Zeitpunkt des Einschaltens beim führenden Triebwagen sofort am zweiten Zug zu erkennen und ebenfalls die halbautomatische Steuerung zu betätigen. Eine Kontrolle des Voltmeters während der Fahrt zur Ermittlung einer bestimmten Fahrstufe ist einfach Quatsch. Jeder Triebfahrzeugführer ist streckenkundig und kennt die jeweils zulässige Streckenhöchstgeschwindiglkeit.

Beim Fahren mit Vorspannlokomotiven war das damals ja auch kein Problem, obwohl da Maschinen unterschiedlichster Leistung und Höchstgeschwindigkeit zusammenarbeiten mußten. Und das alles ohne Verständigungseinrichtungen zwischen den Lokführern außer dem Signalhorn.

Linie 41

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Re: Doppeltraktion 4030er (war: Linie 165 (1924-1962))
« Antwort #10 am: 05. Februar 2011, 13:22:25 »
Beim Fahren mit Vorspannlokomotiven war das damals ja auch kein Problem, obwohl da Maschinen unterschiedlichster Leistung und Höchstgeschwindigkeit zusammenarbeiten mußten. Und das alles ohne Verständigungseinrichtungen zwischen den Lokführern außer dem Signalhorn.
Vor allem aber funktioniert das Fahren mit Vorspann (und Nachschub) auch bei Dampf- und Diesellokomotiven. ;)
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Re: Doppeltraktion 4030er (war: Linie 165 (1924-1962))
« Antwort #11 am: 13. Februar 2018, 09:19:06 »
Eine Kontrolle des Voltmeters während der Fahrt zur Ermittlung einer bestimmten Fahrstufe ist einfach Quatsch. Jeder Triebfahrzeugführer ist streckenkundig und kennt die jeweils zulässige Streckenhöchstgeschwindiglkeit.
Eine richtige Eisenbahn ist keine Modellbahn, wo die Spannung die Motordrehzahl vorgibt. Ich denke, der hintere Tf braucht nicht wirklich aufzupassen. Der vordere Tf schaltet auf, der Zug setzt sich langsam in Bewegung. Der hintere Tf merkt das und schaltet auch auf. Er weiß auch ungefähr, wie schnell gefahren werden darf -  ;) jedenfalls spätestens dann, wenn die Bremsen zupacken, sollte er abschalten.

haidi

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Re: Doppeltraktion 4030er (war: Linie 165 (1924-1962))
« Antwort #12 am: 13. Februar 2018, 11:31:21 »
Beim Fahren mit Vorspannlokomotiven war das damals ja auch kein Problem, obwohl da Maschinen unterschiedlichster Leistung und Höchstgeschwindigkeit zusammenarbeiten mußten. Und das alles ohne Verständigungseinrichtungen zwischen den Lokführern außer dem Signalhorn.
Vor allem aber funktioniert das Fahren mit Vorspann (und Nachschub) auch bei Dampf- und Diesellokomotiven. ;)
Funktioniert auch bei E- und Dieselloks ohne 2. Tfzf.

Eine Frage zur Doppeltraktion: Es wurde behauptet, dass wenn zwei Personenzüge zusammen gespannt fahren (z.B. Wien - Wiener Neustadt wo sie dann geflügelt), die zweite Lok mit einem Tfzf besetzt sein muss. Stimmt das und wenn ja, warum muss das sein?
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Re: Doppeltraktion 4030er (war: Linie 165 (1924-1962))
« Antwort #13 am: 13. Februar 2018, 11:49:21 »
Beim Fahren mit Vorspannlokomotiven war das damals ja auch kein Problem, obwohl da Maschinen unterschiedlichster Leistung und Höchstgeschwindigkeit zusammenarbeiten mußten. Und das alles ohne Verständigungseinrichtungen zwischen den Lokführern außer dem Signalhorn.
Vor allem aber funktioniert das Fahren mit Vorspann (und Nachschub) auch bei Dampf- und Diesellokomotiven. ;)
Funktioniert auch bei E- und Dieselloks ohne 2. Tfzf.

Eine Frage zur Doppeltraktion: Es wurde behauptet, dass wenn zwei Personenzüge zusammen gespannt fahren (z.B. Wien - Wiener Neustadt wo sie dann geflügelt), die zweite Lok mit einem Tfzf besetzt sein muss. Stimmt das und wenn ja, warum muss das sein?

Das kann mehrere Gründe haben. Einerseits, dass die Wagen nicht alle durchsteuern und somit keine Vielfachsteuerung haben und anderseits, dass bedingt durch die Dienstpläne der 2. Lokführer schon in Wien und nicht in Wiener Neustadt anfängt und somit sowieso auf diesem Zug sein muss.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

60er

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Re: Doppeltraktion 4030er (war: Linie 165 (1924-1962))
« Antwort #14 am: 13. Februar 2018, 12:07:41 »
Die von haidi angesprochenen City-Shuttle-Garnituren verfügen doch alle über Vielfachsteuerung. Wenn die zweite Lok bei diesen Zügen besetzt ist, dann vermutlich nur aus dienstplantechnischen Gründen.