Autor Thema: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)  (Gelesen 6590 mal)

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tramway.at

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Klassische und autonome PKW sind schon kompatibel. Die Hauptattraktion der autonomen Fahrzeuge, wie sie derzeit u.A. von Google entwickelt werden, ist ja, dass sie problemlos im Mischverkehr fahren können und dass auch keine zusätzliche Infrastruktur geschaffen werden muss (z.B. Sensoren unter dem Asphalt).

Auf den ersten Blick, ja. Aber neben den schwächeren Hindernissen im Straßenraum, über die immer diskutiert wird (Passanten etc.) gibt es auch die stärkeren, die unvorhersehbar auftreten können. Der SUV-Panzer, der unvorhersehbar die Spur wechselt, der LKW... diese Panzer schrotten die eher zart aufgebauten selbstständigen Elektrofahrzeuge zuverlässig. Wenn erst mal eine Flotte an Ruftaxis unterwegs ist, dazu eine nennenswerte Menge privater Autonomer, wird, man beginnen, den heutigen Normalverkehr einzuschränken. Oldtimerfahrten etc. wird man mit immer höheren Auflagen einschränken und schlussendlich auf gesperrte Kurse zurückdrängen. Mit den Autonomen sind einfach so viele Vorteile verbunden, dass man seitens der Behörden darauf nicht verzichten wird wollen.

Ich glaube, dass wir immer noch zu konservativ denken. Es ist erst 20 Jahre her, dass das Internet für Private interessant wurde, heute ist die Welt undenkbar ohne. Oder die Mobiltelefone - 1989 war es eine Sensation, dass es in manchen Zügen Telefonzellen gab. Nachdem sich die Entwicklung eher beschleunigt, glaube ich, dass wir uns noch wundern werden (Wenn halt nicht ganz andere Entwicklungen den Fortschritt bremsen).
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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58er

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Sorgen sollte einem mehr die Hacker machen...

Schienenfreak

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Ich glaube, dass wir immer noch zu konservativ denken. Es ist erst 20 Jahre her, dass das Internet für Private interessant wurde, heute ist die Welt undenkbar ohne. Oder die Mobiltelefone - 1989 war es eine Sensation, dass es in manchen Zügen Telefonzellen gab. Nachdem sich die Entwicklung eher beschleunigt, glaube ich, dass wir uns noch wundern werden (Wenn halt nicht ganz andere Entwicklungen den Fortschritt bremsen).
So ist es! Man darf sich dem Fortschritt nicht verschließen, nur weil man das Neue noch nicht gewohnt ist.
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ULF oder nicht ULF, das ist hier die Frage!

hema

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Wenn halt nicht ganz andere Entwicklungen den Fortschritt bremsen.
Ich glaube auch, dass unsere tatsächlichen Probleme ganz woanders liegen und liegen werden!  :-[
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

13er

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Ich glaube, dass wir immer noch zu konservativ denken. Es ist erst 20 Jahre her, dass das Internet für Private interessant wurde, heute ist die Welt undenkbar ohne. Oder die Mobiltelefone - 1989 war es eine Sensation, dass es in manchen Zügen Telefonzellen gab. Nachdem sich die Entwicklung eher beschleunigt, glaube ich, dass wir uns noch wundern werden (Wenn halt nicht ganz andere Entwicklungen den Fortschritt bremsen).
So ist es! Man darf sich dem Fortschritt nicht verschließen, nur weil man das Neue noch nicht gewohnt ist.
Und wie man heute gesehen hat, ist für dich ein für Kinder gedachter Fahrerstand modern 8)
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Tatra83

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Und schon ist die Gewerkschaft am Meckern!
http://wien.orf.at/news/stories/2841356/
Und warum ist sie dagegen?
* ...ein Schritt, den der Zentralbetriebsrat nicht nachvollziehen könne.
* Seitens der Geschäftsführung habe niemand mit der Personalvertretung gesprochen.
* "...Naja, auf das könnte ich verzichten“, sagte Bauer.

Mit uns hat niemand g'redt, wir wissen nicht, worum's da geht, brauchen tamma des a net, weu zawos? Aber sachliche Argumente dagegen?

Also in einem Betrieb wie den WiLi halte ich es für absolut ausgeschlossen, dass niemand von der Arbeitgeber-Gewerkschaft über ein derartiges Projekt informiert wurde. Das ist wieder mal eine der typischen Nebelkerzen für die Fahrdienst-Schlafschafe, die sich in der Sicherheit ihres Arbeitsplatzes wiegen sollen. Die Arbeitgeber-Gewerkschaft wird da - wie mittlerweile üblich - einen Scheinkampf führen, nur um nachher zu sagen, wir haben alles versucht, aber ihr seid trotzdem am Arsch. Wählt uns wieder!
Wer nichts fürchtet ist nicht weniger mächtig als der, den alles fürchtet. (F. Schiller)

Schienenfreak

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Und wie man heute gesehen hat, ist für dich ein für Kinder gedachter Fahrerstand modern 8)
???
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moszkva tér

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Die Arbeitgeber-Gewerkschaft wird da - wie mittlerweile üblich - einen Scheinkampf führen, nur um nachher zu sagen, wir haben alles versucht, aber ihr seid trotzdem am Arsch. Wählt uns wieder!
Aber die Essensmarkerln haben wir gehalten. Die wollten's euch auch wegnehmen, aber wir haben für euch gekämpft wie die Löwen!

tramway.at

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hema

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Hat Tesla überhaupt schon einmal Gewinn gemacht?
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moszkva tér

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https://derletztefuehrerscheinneuling.com/2017/04/21/wie-sich-der-kollaps-der-deutschen-autoindustrie-abspielen-wird/

Also ehrlich jetzt: Spannend und reißerisch geschrieben, aber eher der Kategorie Sage als Realität zuzuordnen. Alleine wegen diesem Satz
Zitat
Es gibt [um 2030] keine öffentlichen Nahverkehrsmittel mehr, diese werden zurück gebaut und vollständig durch Robotaxis abgedeckt.
Wie soll das in europäischen Großstädten funktionieren, die Leute alle autonom und individuell von Haustür zu Haustür zu führen? Welche Straßen sollen denn für solche Mengen an Autos Platz haben? Natürlich wird man weiterhin Massenverkehrsmittel mit großer Kapazität brauchen. Das autonome Taxi wird das heutige Taxi (mit unfreundlichem, rassistischem Fahrer) komplett ersetzen und wahrscheinlich in Randgebieten von Großstädten den Pimperlbus im 30-Minuten-Intervall ersetzen. Aber selbst unter Ausnutzung der besten Computer-Algorytmen mit Gemeinschaftsbelegungen von Taxis usw. sehe ich keine Möglichkeit, eine vollbesetzte U-Bahn mit 800 Menschen (alle 3 Minuten!) durch Roboterautos zu substituieren.

Bus

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Abgesehen davon, dass Feinstaub auch durch Reifenabrieb entsteht. So das gelbe vom Ei ist Elektromobilität auch nicht.

Z-TW

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Auch interessant: Der Rückbau von Parkplätzen beginnt - wohin dann mit den unzähligen Robotaxis wenn es auch keinen öffentlichen Verkehr mehr gibt?

coolharry

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Auch interessant: Der Rückbau von Parkplätzen beginnt - wohin dann mit den unzähligen Robotaxis wenn es auch keinen öffentlichen Verkehr mehr gibt?

Na die fahren den ganzen Tag und brauchen keine Parkplätze. Bei nicht gebrauch, also über Nacht, lösen sie sich dann in wohlgefallen auf um sich am nächsten Morgen wieder zu materialisieren.  8)

Lasst doch jedem mal sein Stückchen Utopie an die er/sie/es glauben kann.

Btw. liest sich der Text wie die Fantasie eines Tesla Aktionärs der bis heute daran glaubt damit reich zu werden.
Das Glück ist ein Vogerl. Wenns knallt ist es weg.

95B

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Das Wichtigste wurde hier völlig außer Betracht gelassen: Wie schaut es mit der Ladeinfrastruktur für private Elektroautos aus? Ich schätze, dass sich momentan der Anteil der für Elektroautoladung geeigneten Pkw-Stellplätzen (öffentlich und privat) bei weniger als 1 ‰ bewegt. (Eine 230-V-Steckdose für den Staubsauger im Carport wird nicht reichen, da die Anschlussleitung nicht entsprechend dimensioniert ist – da wird es bei weiterem Ausbau der Elektromobilität noch ganz schön viele Brände geben, weil sich die Leute keine Ladestation leisten wollen!)

Solange da nichts gemacht wird, sind einem großzügigen Ausbau der privaten Elektromobilität die Hände gebunden. Aber wer soll das zahlen? Der durchschnittliche Privatmann, der sich ohnehin schon verschulden muss, um das Elektroauto zu kaufen? Die Wohnbaugenossenschaft oder Wohnungseigentümergemeinschaft, die dafür den halben Keller und die ganze Elektroinstallation umbauen lassen muss, weil im Haus solche Stromanschlüsse in der Garage freilich nicht vorgesehen waren? Die öffentliche Hand, damit entlang unserer Straßen noch mehr Stangln wachsen, weil die Laterndlgaragen mit Stromanschlüssen ausgestattet sind? (Kupferdiebe nicht vergessen, die dann in der Nacht reihenweise die Ladekabel kappen!)

Die Mobilität von morgen ist keine Elektromobilität, denn Elektromobilität löst kein einziges Verkehrsproblem. Die Mobilität von morgen ist auch kein autonomes Fahren, denn auch hiermit werden jene Probleme, die unsere Siedlungen zu lebensfeindlichen Räumen gemacht haben, nicht gelöst, sondern sogar noch verschärft (weil man zum Schutz der autonomen Autos die Fußgänger wieder einzäunen wird). Nein, die Mobilität von morgen ist eine Mobilität der kurzen Wege und geringerem Einsatz von mechanischen Bewegungshilfen. Dazu gehören halt auch verkehrsberuhigte Bereiche in Dimensionen, die den durchschnittlichen langgedienten bürgerfernen Apparatschik aus dem Parteikader wahrscheinlich umgehend zum Rotieren bringen würden. Aber das wird alles kommen (Politik hin oder her), weil sich die Gesellschaft die ausufernde Mobilität irgendwann einfach nicht mehr leisten kann.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!