Autor Thema: Neue Garnituren (war: Änderung der Linien 10/60)  (Gelesen 434594 mal)

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Schienenchaos

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Re: Neue Garnituren (war: Änderung der Linien 10/60)
« Antwort #1005 am: 21. Juni 2025, 14:35:48 »
Die 400er werden außer für Schrotthändler kaum interessant sein. Mir fällt kein anderer Betrieb ein, der die Wagen sinnvoll einsetzen könnte (Spurweite, Stromsystem, Wagenbreite, Einstiegshöhe, nur zwei Türen pro Seite, Kleinserie mit vierzehn zwischen 15 und 25 Jahre alten Wagen).
Wären die 400er nicht für die Vorchdorferbahn interessant?
NAch Vorchdorf kommen nach der Lieferung der VDV-Tram-Train für die LiLo die GTW 2/6.

Straßenbahn Graz

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Re: Neue Garnituren (war: Änderung der Linien 10/60)
« Antwort #1006 am: 21. Juni 2025, 14:41:06 »
Wären die 400er nicht für die Vorchdorferbahn interessant?

Die bekommen "gratis" die alten GTW der LILO.

MK

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Re: Neue Garnituren (war: Änderung der Linien 10/60)
« Antwort #1007 am: 21. Juni 2025, 14:42:16 »
Grundsätzlich kompatibel dürften sie tatsächlich sein (abgesehen von der Bahnsteighöhe, die ich nicht gefunden habe), aber 60 cm zu schmal. Man bräuchte also lange "Blumenbretter", und 14 Wagen wären deutlich zu viele. Die Kompatibilität mit der LILO wäre auch nicht mehr gegeben, weil die LILO bei Linz Hbf einen Wechselstromabschnitt hat.
o_O

Paulchen

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Re: Neue Garnituren (war: Änderung der Linien 10/60)
« Antwort #1008 am: 22. Juni 2025, 18:49:35 »
534 ist laut aktuellem Instagram-Post auf der WLB-Seite bereits da.

... und dreht heute gemeinsam mit 525 seine Runden.

T1

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Re: Neue Garnituren (war: Änderung der Linien 10/60)
« Antwort #1009 am: 22. Juni 2025, 23:10:27 »
Mit geschicktem Management meinte ich, daß ich nicht gleich auf einen Schlag alle 400er abgebe, sondern mit einem ev. potentiellem Käufer das so ausverhandle, daß ich die 400er mit dem kürzesten zurückliegendem Revisionsdatum als letztere abgebe, um so bis zum Schluß ein 100+400er - Gespann zur Verfügung zu haben.
Wie gesagt, eine Management-Sache auch bezüglich der Einlieferung von neuen Garnituren, wo auch die involvierte Waggonbaufirma mit einbezogen gehörte, daß sie punktgenau (incl. gültiger Betriebsbewilligung) liefert.
Also das was du unter geschicktem Management verkaufst dürfte heißen die Fahrzeuge entweder quasi zu verschenken oder den Käufer über den Tisch ziehen. Potentielle Käufer sind ja auch nicht uninformiert und der Markt für unüberholte Mittelflur-Stadtbahnen der 1. Generation ist sehr sehr überschaubar, wenn er überhaupt vorhanden ist. Da wirst du einem Neufahrzeug nicht viel gegenrechnen können, außer vielleicht zu vermeidende Kosten zur Überholung der Fahrzeuge (die Wiener Linien haben die T ja steuerungstechnisch und meines Wissens nach auch die mechanischen Teile überholt, die Saarbahn hingegen sich für einen Komplettersatz entschieden – ohne etwas zu tun geht es aber offenbar nicht).

Technische Fakten lassen sich halt mit Management auch nicht glätten (dort, wo das versucht wurde, sind die Ergebnisse bekannt). Eine Möglichkeit wäre vielleicht noch eine konzerninterne Nutzung als Baustellenzweirichtungswagenpark, keine Ahnung, wo 100+400 im WL-Netz fahren dürfen, aber in Kombination mit dem (wieso auch immer gescheiterten) Projekt Kletterweiche neu könnte sich sowas, wenn nicht zu viel Wartung anfällt, im Sinne des Fahrgastes zumindest für einige Jahre noch lohnen, wenn die Fahrzeuge eh schon da sind. So billig sind SEV-Leistungen ja offenbar auch nicht, da ständig welche vermieden werden.

Warum sind die 400er eigentlich so fehleranfällig? Liegt das am jahrelangen Mischbetrieb mit den 100ern?

Ähnlich war es ja auch bei der U6, solange es den Mischbetrieb mit E6/c6 gab, kam es häufiger zu Störungen. Im Reinbetrieb haben sich die T jedoch als äußerst zuverlässige Fahrzeuge erwiesen und nach ihrem Update werden sie noch für längere Zeit gute Dienste erweisen.
Die T wurden ja, wie oben erwähnt, steuerungstechnisch komplett erneuert und mWn auch mechanisch überholt. Das würde den 400ern wohl auch nicht schaden.

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Re: Neue Garnituren (war: Änderung der Linien 10/60)
« Antwort #1010 am: Heute um 13:21:10 »
Ist das nur Einbildung meinerseits oder treten bei den meisten TW500 während der Fahrt starke Vibrationen auf (samt dröhnendem Geräusch in den Ohren)? Beim D der WL passiert das zwar bei einer handvoll Zügen auch, jedoch laufen die meisten Züge sehr ruhig über die Gleise.


Fahzeug Technik

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Re: Neue Garnituren (war: Änderung der Linien 10/60)
« Antwort #1011 am: Heute um 19:18:37 »
Das kann zB an veriffelten Schienen liegen. Vermutlich liegt die Ursache eher bei den Radreifen, die auf der Räderdrehbank bearbeitet  (oder getauscht) werden müssen.

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Re: Neue Garnituren (war: Änderung der Linien 10/60)
« Antwort #1012 am: Heute um 20:00:21 »
Das kann zB an veriffelten Schienen liegen. Vermutlich liegt die Ursache eher bei den Radreifen, die auf der Räderdrehbank bearbeitet  (oder getauscht) werden müssen.

Bin kein Techniker, deswegen die Frage: Unebenheiten/Flachstellen auf den Rädern machen sich ja, logisch gesehen, durch ein „Klacken“, welches mit zunehmender Geschwindigkeit in kürzeren Abständen auftritt, bemerkbar. Wenn „hochfrequente“ Vibrationen aber schon bei niedrigen Geschwindigkeiten auftreten, dann muss das ja einen anderen Grund als den Radreifen haben, oder?

An den Gleisen liegt es natürlich auch, aber es ist schon ein ziemlicher Unterschied, ob man dieselbe Strecke mit einem TW500 oder einem D abfährt. Ich bin heute deswegen testweise die Ustrab ein paar mal abgefahren.

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Re: Neue Garnituren (war: Änderung der Linien 10/60)
« Antwort #1013 am: Heute um 20:26:12 »
Ist das nur Einbildung meinerseits oder treten bei den meisten TW500 während der Fahrt starke Vibrationen auf (samt dröhnendem Geräusch in den Ohren)? Beim D der WL passiert das zwar bei einer handvoll Zügen auch, jedoch laufen die meisten Züge sehr ruhig über die Gleise.
Hast du das zufällig auch beim Karlsplatz/Gleis in Richtung Oper kurz vor der Zweierlinie bemerkt?
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Re: Neue Garnituren (war: Änderung der Linien 10/60)
« Antwort #1014 am: Heute um 21:05:05 »
Das kann zB an veriffelten Schienen liegen. Vermutlich liegt die Ursache eher bei den Radreifen, die auf der Räderdrehbank bearbeitet  (oder getauscht) werden müssen.

Bin kein Techniker, deswegen die Frage: Unebenheiten/Flachstellen auf den Rädern machen sich ja, logisch gesehen, durch ein „Klacken“, welches mit zunehmender Geschwindigkeit in kürzeren Abständen auftritt, bemerkbar. Wenn „hochfrequente“ Vibrationen aber schon bei niedrigen Geschwindigkeiten auftreten, dann muss das ja einen anderen Grund als den Radreifen haben, oder?

An den Gleisen liegt es natürlich auch, aber es ist schon ein ziemlicher Unterschied, ob man dieselbe Strecke mit einem TW500 oder einem D abfährt. Ich bin heute deswegen testweise die Ustrab ein paar mal abgefahren.
Eine Flachstelle hörst du alle ca. 2 Meter (je nach Raddurchmesser, ich gehe hier von 600  - 700 mm aus). Wenn das Rad aber ein Zehneck sein sollte, fährst du bei 10 km/h 15 Mal pro Sekunde über so eine kleine Unrundheit. Polygonbildung ist nichts unbekanntes, die gibt es bei vielen Fahrzeugtypen in vielen Städten.
https://www.innotec-systems.de/index.php/stadtbahnen-metros-u-bahnen.html
https://vbzonline.ch/alles-rund-im-radkasten/

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Re: Neue Garnituren (war: Änderung der Linien 10/60)
« Antwort #1015 am: Heute um 21:28:15 »
Eine Flachstelle hörst du alle ca. 2 Meter (je nach Raddurchmesser, ich gehe hier von 600  - 700 mm aus). Wenn das Rad aber ein Zehneck sein sollte, fährst du bei 10 km/h 15 Mal pro Sekunde über so eine kleine Unrundheit. Polygonbildung ist nichts unbekanntes.
https://www.innotec-systems.de/index.php/stadtbahnen-metros-u-bahnen.html
https://vbzonline.ch/alles-rund-im-radkasten/

Die Möglichkeit von vielen kleineren „Flachstellen“ auf einem Rad ist mir gar nicht in den Sinn gekommen.  :up:

Die TW500 dürften also scheinbar tatsächlich mehr Ausflüge zur Drehbank vertragen.


Hast du das zufällig auch beim Karlsplatz/Gleis in Richtung Oper kurz vor der Zweierlinie bemerkt?

Den direkten Vergleich habe ich nur in der Ustrab gemacht. Mit einem Flexity am 1er war ich bisher noch garnicht unterwegs. Aber mir geht es nicht um gleiszustandsabhängige Vibrationen (die Gleisanlagen im Bereich Karlsplatz und der Akademiestraße sind komplett hinüber), sondern um Vibrationen, die dem Fahrzeug geschuldet sind.