Autor Thema: Der langsame Rückzug der E1 - Ende der E1 am 49er mit Weihnachten 2017?  (Gelesen 34271 mal)

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Bahnpetzi

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Mit'n Säbel bist a Sonderzug - …
Mit welcher Begründung?

Ich nehme an weil die Totmannanlage "deaktiviert" ist und falls dem Fahrer schlecht wird, so fährt der Zug unaufhaltsam weiter.

Aus diesem Grund müssen zum Beispiel die LH immer mit zwei (!) Fahrern besetzt sein.

60er

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Mit welcher Begründung?
Weil du ohne Totmann fährst.

Aus diesem Grund müssen zum Beispiel die LH immer mit zwei (!) Fahrern besetzt sein.
Eigentlich ist es unlogisch, dass man einen E1 mit Säbel alleine bewegen darf. Denn auch als Sonderzug könnte es gefährlich werden, wenn der Zug "außer Kontrolle" gerät.

Ferry

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Ich nehme an weil die Totmannanlage "deaktiviert" ist und falls dem Fahrer schlecht wird, so fährt der Zug unaufhaltsam weiter.

Aus diesem Grund müssen zum Beispiel die LH immer mit zwei (!) Fahrern besetzt sein.

Und wieso darf dann der Fahrer bei deaktivierter Totmanneinrichtung mit einem E1 alleine fahren? Nach dem oben Gesagten müsste er die BI anfunken, die einen zweiten Fahrer schickt, und dürfte erst dann weiterfahren. Aber dennoch fährt er alleine? Irgendwie wirkt das nicht sehr logisch.

Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

mike1163

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Mit welcher Begründung?
Weil du ohne Totmann fährst.

Aus diesem Grund müssen zum Beispiel die LH immer mit zwei (!) Fahrern besetzt sein.
Eigentlich ist es unlogisch, dass man einen E1 mit Säbel alleine bewegen darf. Denn auch als Sonderzug könnte es gefährlich werden, wenn der Zug "außer Kontrolle" gerät.
Wäre dann die Fahrgast Notbremse auch deaktiviert? Wenn nicht, dann seh ich jetzt keine allzu große Gefahr für die Fahrgäste, außer der Fahrer kollabiert um 23 Uhr und die einzigen Fahrgäste sitzen im Beiwagen und bekommen es ned mit...

Klingelfee

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Mit'n Säbel bist a Sonderzug - …
Mit welcher Begründung?

Siehe Betriebsvorschrift für den Fahrbetrieb. Und das hinterfrage ich nicht, sondern nehme es als gegeben.

§70, Abs (2)

Ist bei einem Zug die Einrichtung zur Überwachung des Fahrzeugführers ("Totmanneinrichtung")
gestört, ist der Zug grundsätzlich als Sonderzug einzuziehen.
Befindet sich ein entsprechend geschulter Betriebsbediensteter am Zug,
kann dieser in Ausnahmefällen mit Fahrgästen geführt werden. Dieser entsprechend
geschulte Betriebsbedienstete bedient im Anlassfall die Notbremseinrichtung
in der Nähe des Fahrzeugführers.

Und dieser Paragraf gitl auch, wenn ich mit dem Hilfsschalthebel fahre.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

haidi

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Mit'n Säbel bist a Sonderzug - …
Mit welcher Begründung?

Siehe Betriebsvorschrift für den Fahrbetrieb. Und das hinterfrage ich nicht, sondern nehme es als gegeben.

§70, Abs (2)

Ist bei einem Zug die Einrichtung zur Überwachung des Fahrzeugführers ("Totmanneinrichtung")
gestört, ist der Zug grundsätzlich als Sonderzug einzuziehen.
Befindet sich ein entsprechend geschulter Betriebsbediensteter am Zug,
kann dieser in Ausnahmefällen mit Fahrgästen geführt werden. Dieser entsprechend
geschulte Betriebsbedienstete bedient im Anlassfall die Notbremseinrichtung
in der Nähe des Fahrzeugführers.

Und dieser Paragraf gitl auch, wenn ich mit dem Hilfsschalthebel fahre.
Da ist es aber sicherer, wenn ich mit Fahrgästen fahre und einen der Fahrgäste zur Notbremse stelle und ihm sage: Wenn ich vom Sessel fall, dann zieh dran.
Was sich abspielt, wenn der Fahrer allein ohne Totmanneinrichtung ungebremst auf eine Fahrzeugkolonne auffährt, braucht man sich eh nicht vorstellen.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

hema

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Mit dem Hilfschalthebel darf man eh nur max. 25 km/h fahren. Gilt auch für die Sonderfälle, wo ein Begleiter drauf ist und daher Fahrgäste mitgenommen werden dürfen bzw. müssen, also z.B. mit der Blauen. Tritt so eine Störung in der Ustrab auf freier Tunnelstrecke auf, musst du die Fahrgäste sogar bis zur nächsten Haltestelle mitnehmen, das muss man immer, soweit ein Zug noch fahrfähig ist. Die Geschwindigkeit kannst da ja dementsprechend herabsetzen, wenn du Bedenken hast. Selbst bei plötzlichem Ausfall des Fahrstroms sollst du ja in der Ustrab versuchen die nächste Haltestelle mit Schwung zu erreichen und nicht anzuhalten, wie an der Oberfläche üblich. Gilt auch für Rauch im Fahrzeug oder andere erkannte Probleme (z.B. Erkrankung eines Fahrgastes, Raufhandel oder ein technisches Problem, bei dem sich der Zug nicht automatisch einbremst).

Wenn du an einer gefährlichen Straßenstelle hundert Meter vor der nächsten Haltestelle stehst, ist es wohl allemal sicherer und vernünftiger die Fahrgäste erst dort aussteigen* zu lassen, das erspart auch das umständliche Nachfragen bei der BI um Erlaubnis zum Aussteigen auf freier Strecke. Meist ist ja auch nur ein kleiner Fehler schuld am Ausfall der Geamatic, der sich in der Haltestelle leichter auffinden lässt, als mitten auf einer großen Kreuzung. Besonders "lustig" wenn der Fahrer dann den nachgelaufenen Fahrgästen mitteilt, dass sie jetzt wieder einsteigen können.




*) Das muss man ja nicht an die große Glocke hängen und etwa in der Betriebsmeldung extra anführen! Und wenn du im Rahmen der Vernunft im Sinne der größeren Sicherheit gehandelt hast, könnte dir nur ein großer Sturkopf das vorwerfen, so er das überhaupt mitkriegt.
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95B

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Selbst bei plötzlichem Ausfall des Fahrstroms sollst du ja in der Ustrab versuchen die nächste Haltestelle mit Schwung zu erreichen und nicht anzuhalten, wie an der Oberfläche üblich.

Wieso sollte es an der Oberfläche üblich sein, bei Stromausfall anzuhalten? Die Bremsen des Zuges funktionieren ja unabhängig von der Oberleitung, außerdem merkt man in vielen Fällen ja nicht einmal, dass der Strom ausgefallen ist (es sei denn, die Wagenbatterie ist einem so miserablen Zustand, dass bei Ausfall des Umformers unverzüglich eine Geamaticstörung auftritt – dann bremst sich der Zug aber eh von selber ein).
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benkda01

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Gilt auch für die Sonderfälle, wo ein Begleiter drauf ist und daher Fahrgäste mitgenommen werden dürfen bzw. müssen, also z.B. mit der Blauen.
Warum eigentlich? ???

95B

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Gilt auch für die Sonderfälle, wo ein Begleiter drauf ist und daher Fahrgäste mitgenommen werden dürfen bzw. müssen, also z.B. mit der Blauen.
Warum eigentlich? ???

Weil die Blaue nicht ausfallen darf.
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benkda01

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Du hast meine Frage missverstanden: Ich meinte, warum es eine 25-km/h-Beschränkung gibt, wenn man eh einen Begleiter mithat? ???

158er

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Du hast meine Frage missverstanden: Ich meinte, warum es eine 25-km/h-Beschränkung gibt, wenn man eh einen Begleiter mithat? ???
Vermutlich, weil man die verlängerte Reaktionszeit des Begleiters, erstens eine eventuelle Unpässlichkeit des Fahrers zu überreißen und zweitens die Notbremse zu betätigen, bei höherer Geschwindigkeit als zu risikoreich einschätzt.

benkda01

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Vermutlich, weil man die verlängerte Reaktionszeit des Begleiters, erstens eine eventuelle Unpässlichkeit des Fahrers zu überreißen und zweitens die Notbremse zu betätigen, bei höherer Geschwindigkeit als zu risikoreich einschätzt.
Dann müssten aber alle LH, BH, GP, etc. auch einer 25-km/h-Beschränkung unterliegen. ;)

Klingelfee

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Vermutlich, weil man die verlängerte Reaktionszeit des Begleiters, erstens eine eventuelle Unpässlichkeit des Fahrers zu überreißen und zweitens die Notbremse zu betätigen, bei höherer Geschwindigkeit als zu risikoreich einschätzt.
Dann müssten aber alle LH, BH, GP, etc. auch einer 25-km/h-Beschränkung unterliegen. ;)

Der Hauptgrund ist, weil du nur mit einem Hilfssystem fährst.
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hema

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Wieso sollte es an der Oberfläche üblich sein, bei Stromausfall anzuhalten?
Den tieferen Grund kenne ich nicht, wurde aber immer wieder so unterrichtet und von vielen "Oberg'scheiten" so verlangt*. Lediglich das Anhalten an ungünstigen Stellen (mitten auf der Kreuzung, neben einer Aufgrabung etc.)soll nach Möglichkeit vermieden werden. Auch das Bergabrollen eines Zuges, etwa zum Erreichen eines nahen Trenners, wollen sie nicht bzw. nur über Auftrag. Es gibt zwar stromloses Rollen mit abgesenktem Stromabnehmer (–>"Turmwagenvorschrift"), aber nur auf besondere Anweisung!



*) Gilt natürlich erst, wenn das Fehlen des Fahrstroms erkannt wird!   ;)




Du hast meine Frage missverstanden: Ich meinte, warum es eine 25-km/h-Beschränkung gibt, wenn man eh einen Begleiter mithat? ???
Die prinzipielle Reduktion der erlaubten Höchstgeschwindigkeit ist dadurch bedingt, dass erstens das Bewegen des Schalthebels relativ kraftaufwendig ist und zweitens, weil kaum ein Fahrer mehr (ausreichend) Erfahrung in der rein händischen Führung eines Zuges mit einem Schalthebel hat!
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