Autor Thema: Störungen und Fahrtbehinderungen (U-Bahn)  (Gelesen 722755 mal)

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Linie 41

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (U-Bahn)
« Antwort #45 am: 26. September 2011, 21:30:40 »
Bemerkenswert ist aber, dass man aus dem SV (lt. @E2) in Kaisermühlen in der Pressemitteilung einen schweren Unfall macht...
Du weißt doch eh, daß das diese "Es gibt keine Selbstmörder"-Propaganda ist. Angeblich steigt ja die Selbstmordrate, wenn Selbstmorde in den Medien vorkommen – ob das allerdings ein Grund sein soll Unwahrheiten zu verbreiten, sei dahingestellt.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

13er

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (U-Bahn)
« Antwort #46 am: 26. September 2011, 21:35:29 »
Angeblich steigt ja die Selbstmordrate, wenn Selbstmorde in den Medien vorkommen
Nicht nur angeblich, der sog. Werther-Effekt ist durchaus belegt.
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Tatra83

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (U-Bahn)
« Antwort #47 am: 26. September 2011, 22:56:02 »
Angeblich steigt ja die Selbstmordrate, wenn Selbstmorde in den Medien vorkommen
Nicht nur angeblich, der sog. Werther-Effekt ist durchaus belegt.
Es gibt einen bemerkenswerten Leitfaden zum Medien-Umgang mit Suiziden: http://www.suizidforschung.at/leitfaden.pdf
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13er

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (U-Bahn)
« Antwort #48 am: 26. September 2011, 23:36:24 »
Angeblich steigt ja die Selbstmordrate, wenn Selbstmorde in den Medien vorkommen
Nicht nur angeblich, der sog. Werther-Effekt ist durchaus belegt.
Es gibt einen bemerkenswerten Leitfaden zum Medien-Umgang mit Suiziden: http://www.suizidforschung.at/leitfaden.pdf
Spannend zu lesen, danke!
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E2

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (U-Bahn)
« Antwort #49 am: 27. September 2011, 09:17:41 »
Korrekterweise sollte man vom Suizidversuch sprechen. Bemerkenswert ist aber, dass man aus dem SV (lt. @E2) in Kaisermühlen in der Pressemitteilung einen schweren Unfall macht...

SMV bzw. SV wie du schreibst war meine erste Info. Was es denn nun wirklich war, kann ich erst am Abend verifizieren.

E2

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (U-Bahn)
« Antwort #50 am: 03. Oktober 2011, 14:56:43 »
Wieder mal die U4.
Nahe Hütteldorf ist eine Garnitur gestrandet (Ober St Veit)
Man evakuiert.

E2

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (U-Bahn)
« Antwort #51 am: 11. Oktober 2011, 16:03:34 »
U6 derzeit zwischen Längenfeldgasse und Philadelphiabrücke eingestellt.
Grund: tödlicher Personenunfall.

13er

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (U-Bahn)
« Antwort #52 am: 11. Oktober 2011, 16:05:33 »
U6 derzeit zwischen Längenfeldgasse und Philadelphiabrücke eingestellt.
Grund: tödlicher Personenunfall.
Qando sieht die Info gleich doppelt:
*** U6 Niederstoßen (auf unbestimmte Zeit)
*   Aufgrund eines Rettungseinsatzes in der Station Niederhofstraße, ist derzeit ein Fahrbetrieb der Linie U6 zwischen Längenfeldgasse und Philadelphiabrücke nicht möglich. Wir ersuchen die FG auf die Linien 63A,10A,15A,U4 auszuweichen.

*** Betriebstörung U6 (auf unbestimmte Zeit)
*   Durch eine Betriebsstörung ist ein Fahrbetrieb der Linie U6 zwischen Längenfaldgasse und Philadelphiabrücke nicht möglich
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ULF

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (U-Bahn)
« Antwort #53 am: 11. Oktober 2011, 17:04:45 »
*** U6 Niederstoßen (auf unbestimmte Zeit)
(...)
U6 Niederstoßen? Auf unbestimmte Zeit? Was soll das denn bitte bedeuten?!
Ist das eine neue Volkssportart? Hört sich irgendwie so an... ::)
Das U6-Niederstoßen, bei dem derjenige gewinnt, der (auf unbestimmte Zeit) mit seinem Team die meisten Type T-Wagen umstößt?  ;D
Oder ist man innerhalb der WL gar etwas sadistisch veranlagt!?

SCNR

Wer solche Sachen bitte schreibt..!? :blank:

13er

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (U-Bahn)
« Antwort #54 am: 11. Oktober 2011, 17:20:25 »
Wer solche Sachen bitte schreibt..!? :blank:
Das auf unbestimmte Zeit ist von meinem Programm, sorry (Qando hätte Felder für Anfang und Ende einer Störung; wenn beides nicht angegeben wird, schreibt mein Programm "auf unbestimmte Zeit" hin; ich habe übrigens AFAIR noch nie erlebt, dass diese Felder tatsächlich gefüllt waren).

Das "U6 Niederstoßen" kam allerdings aus den WL-Quellen... die Längenfaldgasse gibt's ja auch nicht ;)

Edit: War übrigens doch kein Unfall, sondern "freiwillig" (wenn man das so nennen kann)...
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haidi

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (U-Bahn)
« Antwort #55 am: 11. Oktober 2011, 23:31:57 »
U6 derzeit zwischen Längenfeldgasse und Philadelphiabrücke eingestellt.
Grund: tödlicher Personenunfall.
Qando sieht die Info gleich doppelt:
*** U6 Niederstoßen (auf unbestimmte Zeit)
*   Aufgrund eines Rettungseinsatzes in der Station Niederhofstraße, ist derzeit ein Fahrbetrieb der Linie U6 zwischen Längenfeldgasse und Philadelphiabrücke nicht möglich. Wir ersuchen die FG auf die Linien 63A,10A,15A,U4 auszuweichen.

*** Betriebstörung U6 (auf unbestimmte Zeit)
*   Durch eine Betriebsstörung ist ein Fahrbetrieb der Linie U6 zwischen Längenfaldgasse und Philadelphiabrücke nicht möglich

Sind ja auch zwei Störungen:
Einmal kein Betrieb zwischen Längenfeldgasse und Philadelphia und
einmal kein Betrieb zwischen Längenfaldgasse und Philadelphia.

Hannes
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

Tatra83

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (U-Bahn)
« Antwort #56 am: 12. Oktober 2011, 09:36:33 »
Das "U6 Niederstoßen" kam allerdings aus den WL-Quellen... die Längenfaldgasse gibt's ja auch nicht ;)
Bemerkenswert ist, dass man für die Störungsmeldungen in Qando nichtmal ein auf die Grunddaten des Netzes zurückgreift, in dem bspw. der Störungsabschnitt aus der Hst.-Liste der U6 ausgewählt wird, um solche unnötigen Flüchtigkeitsfehler zu vermeiden.  :o

Und "U6-Niederstoßen" ist leider ein trauriger Volkssport, denn zwei bis drei Menschen unternehmen täglich in Ö den Versuch, so ihrem Leben ein Ende zu setzen. Da kann man nur hoffen, dass die psychologische Nachbetreuung für den Zugfahrer gleich zur Stelle ist.
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13er

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (U-Bahn)
« Antwort #57 am: 12. Oktober 2011, 09:51:00 »
Und "U6-Niederstoßen" ist leider ein trauriger Volkssport, denn zwei bis drei Menschen unternehmen täglich in Ö den Versuch, so ihrem Leben ein Ende zu setzen. Da kann man nur hoffen, dass die psychologische Nachbetreuung für den Zugfahrer gleich zur Stelle ist.
Ja, diese Menschen wissen gar nicht (oder tun es in voller Absicht), was sie da dem Fahrer/Lokführer antun! Es ist ja seltsam, weil eigentlich ist man nicht schuld daran, da man ohnehin nicht mehr bremsen kann (gerade bei der Bundesbahn), aber man fühlt sich doch irgendwie schuldig.
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moszkva tér

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (U-Bahn)
« Antwort #58 am: 12. Oktober 2011, 10:26:01 »
Ja, diese Menschen wissen gar nicht (oder tun es in voller Absicht), was sie da dem Fahrer/Lokführer antun!
Ein Suizid passiert aus einer ultimativen Verzweiflung heraus. Jemand, der sich vor einen Zug schmeißt, was den sicheren Tod bedeutet, denkt ja, dass sein Leben bzw. seine Person total insignifikant sind. Also warum sollte jemand unter seinem Ableben leiden? Dass man damit Freunde und Familie ins Unglück stürzt und den Fahrer sowie einige dutzend zufällig anwesende Passanten traumatisiert, können sich diese tragischen Persönlichkeiten daher gar nicht vorstellen.
Es ist leider so... man kann da gar nichts mehr machen, wenn der Entschluss zum Suizid gefasst ist. Übrigens auch interessant: Wenn ein Todeskandidat seinen Suizidentschluss gefasst hat, ist er sehr gelöst und entspannt. Bezugspersonen reagieren oft erleichtert ("endlich ist er besser drauf, hat seine Krise überwunden") und sind nach dem Suizid umso mehr schockiert.
"Er" gilt übrigens auch als "sie", da viele Schienensuizide auch von Frauen begangen werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Schienensuizid

coolharry

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (U-Bahn)
« Antwort #59 am: 12. Oktober 2011, 11:10:41 »
Ein Suizid passiert aus einer ultimativen Verzweiflung heraus. Jemand, der sich vor einen Zug schmeißt, was den sicheren Tod bedeutet, denkt ja, dass sein Leben bzw. seine Person total insignifikant sind. Also warum sollte jemand unter seinem Ableben leiden? Dass man damit Freunde und Familie ins Unglück stürzt und den Fahrer sowie einige dutzend zufällig anwesende Passanten traumatisiert, können sich diese tragischen Persönlichkeiten daher gar nicht vorstellen.

Wenn sich einer vor die Lokomotive schmeißt, ist es meißt auch kein schöner Anblick mehr. Ein Bekannter, der ein Pensionierter Dorfpolizist ist, hatte damals (70iger, 80iger, 90iger) ca. 1-2mal im Monat mit einem Selbstmörder vor der Eisenbahn zu tun. Da waren alle Polizisten nicht grad motiviert in den oft nächtlichen Wald hinaus zu fahren und entlang der Bahnstrecke, mit Taschenlampen, einen zerstückelten zu suchen. Auch kein grad angenehmer Job. Vorallem wenn man dann keinen findet und dann eher durch zufall feststellt das der noch wo anders "feststeckt". Grauslich.
Mittlerweile ist die Bahnstrecke eingestellt und abgebaut. Aber nicht wegen der Suizide.
Das Glück ist ein Vogerl. Wenns knallt ist es weg.