Autor Thema: Seestadt  (Gelesen 35406 mal)

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Beutetiroler

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Re: Seestadt
« Antwort #30 am: 23. April 2018, 22:55:09 »
Was den Anschluß eines Neubaugebiets anbelangt, ist da nicht der Ablauf des 64er`s mit Transformation
zur U6 der ideale Weg? Zuerst solange nicht viele Bewohner sind eine schnelle Straßenbahn.
Und dann wenn genug Leute sind Umstellung zur U-Bahn. Natürlich so kostengünstig wie möglich ????

Auch wenn ich jetzt wieder von einigen gesteinigt werde, aber

Davon halte ich nichts.

Begründung: Meine Erfahrung bei der Umstellung der Linie 64 auf die U6. Das waren 2 Jahre Behinderung und eine mehrmonatige Sperre mit SEV. Und wenn ich auf Straßenbahn auf Silberpfeil umstelle, dann habe ich das Problem, dass sofern ich bei der Straßenbahn schon die Stationsgebäude der U-Bahn benutze (Was sinnvoll wäre) dann muss ich bei der Umstellung sowohl die Aufzüge, als auch sofern vorhanden die Fahrtreppen umbauen muss, weil ich sonst dem Behindertengesetz nicht Rechnung trage. Zwischen Straßenbahn und U-Bahn hast du ein Niveauunterschied von 60 cm. Die Treppenbahnsteige, wie es seinerzeit bei der Umstellung von Stadtbahn auf U-Bahn in Verwendung waren, sind heutzutage eben wegen dem Behindertengesetz nicht zulässig.
Na ja, wenn man die Straßenbahn als Hochstrecke (oder im Tunnel) plant, kann man nachher ohne so grobe Änderungen auf U6-Material (Txx oder Nachfolger) umstellen. Das kostet sicher weniger als Umstellung auf "Siberpfeile". Und für den Neubau könnte man ja bei den Flexitys Zweirichtungswagen vorsehen- die kann man wirklich kaufen  8)

Damit könnten die WL bei Hoch- oder Tiefstationen im Neubau doch glatt Mittelbahnsteige bauen und würden sich pro Station je eine Treppe, Rolltreppe und Lift ersparen. Kostet nicht nur im Bau,sondern auch in der Wartung und im Energieverbrauch - Beleuchtung ect.. weniger als 2 Seitenbahnsteige.  :lamp:

haidi

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Re: Seestadt
« Antwort #31 am: 24. April 2018, 00:38:52 »
Was den Anschluß eines Neubaugebiets anbelangt, ist da nicht der Ablauf des 64er`s mit Transformation
zur U6 der ideale Weg? Zuerst solange nicht viele Bewohner sind eine schnelle Straßenbahn.
Und dann wenn genug Leute sind Umstellung zur U-Bahn. Natürlich so kostengünstig wie möglich ????

Auch wenn ich jetzt wieder von einigen gesteinigt werde, aber

Davon halte ich nichts.

Begründung: Meine Erfahrung bei der Umstellung der Linie 64 auf die U6. Das waren 2 Jahre Behinderung und eine mehrmonatige Sperre mit SEV. Und wenn ich auf Straßenbahn auf Silberpfeil umstelle, dann habe ich das Problem, dass sofern ich bei der Straßenbahn schon die Stationsgebäude der U-Bahn benutze (Was sinnvoll wäre) dann muss ich bei der Umstellung sowohl die Aufzüge, als auch sofern vorhanden die Fahrtreppen umbauen muss, weil ich sonst dem Behindertengesetz nicht Rechnung trage. Zwischen Straßenbahn und U-Bahn hast du ein Niveauunterschied von 60 cm. Die Treppenbahnsteige, wie es seinerzeit bei der Umstellung von Stadtbahn auf U-Bahn in Verwendung waren, sind heutzutage eben wegen dem Behindertengesetz nicht zulässig.

Ausserdem war mit Ausnahme der Teilstrecke Ausfahrt Schöpfwerk - Wohnpark Alterlaa ein Neubau. Bei jeder Station gab es Langsamfahrstellen, weil die Stationsgebäude umfahren wurden.

Bei der U2 hättest du auch das Problem, dass du eigen Fahrzeuge benötigen würdest, weil du sowohl Seiten-, als Mittelbahnsteige hast. Und wenn bei so einer Strecke ein Tunnel dabei ist, dann kannst du gleich eine Zugsicherungsanlage a`la U6 einbauen, da eine Signalanlage a`la USTRAB bei einem Neubau nicht mehr bewilligt wird.
Aber einige Jahre Busbetrieb bis Aspern hätte den FAhrgastzahlen entsprochen und viel rausgeschmissenes Geld erspart, aber die Stadtpolitiker haben sich ja in diesen beiden Projekten - Seestadt und Ubahn in der Seestadt suhlen müssen, egal wie viel Geld uns das gekostet hat.
Mir ist die Seestadt im Prinzip egal, wer dort wohnen will, soll dort wohnen und zufrieden sein, ich ziehe da eher die beiden Extreme vor, entweder im Grünen weitab von jedem Stadtstress oder mitten drin, in diesem Sinn halte ich die Seestadt weder für Fisch noch für Fleisch. Was mich daran stört ist die halt die oben angeführte Geldverschwendung.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

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Re: Seestadt
« Antwort #32 am: 24. April 2018, 06:34:04 »

Na ja, wenn man die Straßenbahn als Hochstrecke (oder im Tunnel) plant, kann man nachher ohne so grobe Änderungen auf U6-Material (Txx oder Nachfolger) umstellen. Das kostet sicher weniger als Umstellung auf "Siberpfeile". Und für den Neubau könnte man ja bei den Flexitys Zweirichtungswagen vorsehen- die kann man wirklich kaufen  8)

Damit könnten die WL bei Hoch- oder Tiefstationen im Neubau doch glatt Mittelbahnsteige bauen und würden sich pro Station je eine Treppe, Rolltreppe und Lift ersparen. Kostet nicht nur im Bau,sondern auch in der Wartung und im Energieverbrauch - Beleuchtung ect.. weniger als 2 Seitenbahnsteige.  :lamp:

Deine Idee ist grundsätzlich richtig.

Nur bedingt durch die Donaustadtbrücke war war es nicht möglich dort Mittelbahnsteige zu errichten.

Denn eben wegen den Erhaltungskosten hast du ja zum Beispiel beim Gewerbepark bei der Linie 26 Linksverkehr.

Dein Vorschlag mit den Txxx ist auch nicht schlecht, jedoch nicht wirklich machbar, denn die T haben zum Gegensatz von den U/V eine andere Einstiegshöhe. Schau einmal in die Längenfeldgasse und du wirst es sehen.

Und zu dem Argument von Haidi.

Dazu sage ich nur, dass dann einige Leute, und dazu zähle ich mich auch, sicher nicht in die Seestadt gezogen wären. Denn mit ein Grund, dass ich mir die Wohnung genommen habe, war einfach die Nähe zur U-Bahn. Ich hatte mir im Vorfeld auch andere Wohnungen dort angeschaut, nur da war mir der Weg zur U-Bahn zu weit.

Und dann gebe ich noch zu bedenken, würde die U-Bahn nur bis Aspernstraße fahren, dann hättest du nicht nur den 84A, denn du dann wesentlich dichter und womöglich mit Gelenksbussen führen müsstest, sondern noch jede Menge andere Buslinien, die du dann bis zur Aspernstraße führen müsstest.

Und wenn mir jetzt jemand erklärt, es wäre auch nicht notwendig, dass die U-Bahn bis Aspernstraße fährt, dann soll er sich einmal in der früh in jene Station stellen und schauen, was da schon in der U-bahn sitzt, bzw was da dann zusteigt.



Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

coolharry

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Re: Seestadt
« Antwort #33 am: 24. April 2018, 09:47:37 »
Na ja, wenn man die Straßenbahn als Hochstrecke (oder im Tunnel) plant, kann man nachher ohne so grobe Änderungen auf U6-Material (Txx oder Nachfolger) umstellen. Das kostet sicher weniger als Umstellung auf "Siberpfeile". Und für den Neubau könnte man ja bei den Flexitys Zweirichtungswagen vorsehen- die kann man wirklich kaufen  8)

Damit könnten die WL bei Hoch- oder Tiefstationen im Neubau doch glatt Mittelbahnsteige bauen und würden sich pro Station je eine Treppe, Rolltreppe und Lift ersparen. Kostet nicht nur im Bau,sondern auch in der Wartung und im Energieverbrauch - Beleuchtung ect.. weniger als 2 Seitenbahnsteige.  :lamp:

Wenn ich eine Straßenbahn wie eine U-Bahn baue, was spar ich mir dann?
Heutige Tunnelstrecken müssen auch bei der Tram zumindest Signal gedeckt sein. (Nein nicht so wie am Gürtel)
Die Fahrzeuge sind etwas günstiger aber die Stromkosten machen im Vergleich zur Errichtung einen Nasenrammel aus.


60er

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Re: Seestadt
« Antwort #34 am: 24. April 2018, 09:52:58 »
Wenn ich eine Straßenbahn wie eine U-Bahn baue, was spar ich mir dann?
Heutige Tunnelstrecken müssen auch bei der Tram zumindest Signal gedeckt sein. (Nein nicht so wie am Gürtel)
Die Fahrzeuge sind etwas günstiger aber die Stromkosten machen im Vergleich zur Errichtung einen Nasenrammel aus.
Baukosten vermutlich fast nichts, aber die Betriebskosten sind schon günstiger. Da kommt über die Jahre sicher eine stolze Summe zusammen, die man einsparen könnte.

luki32

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Re: Seestadt
« Antwort #35 am: 24. April 2018, 09:59:02 »
Das sind diesselben Leute, die dann angstschlotternd über den Praterstern oder Reumannplatz gehen würden, wenn sie da einmal hinkommen würden.  :bh:

Danke, ich war erst wieder unter Tags am Praterstern, und ich verstehe, daß sich manche Leute dort fürchten. Und ich muß Dich enttäuschen, ich lese keine Kronen Zeitung.
Aber in einem hast Du recht, der Reumannplatz ist nicht zum Fürchten, aber das beim Praterstern in der derzeitigen Form zu bestreiten ist nichts anderes als ein gefärbte Brille.
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abc

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Re: Seestadt
« Antwort #36 am: 24. April 2018, 10:20:21 »
Aber einige Jahre Busbetrieb bis Aspern hätte den Fahrgastzahlen entsprochen und viel rausgeschmissenes Geld erspart, aber die Stadtpolitiker haben sich ja in diesen beiden Projekten - Seestadt und Ubahn in der Seestadt suhlen müssen, egal wie viel Geld uns das gekostet hat.

Das Problem ist allerdings, dass Bewohner bei Einzug in die Seestadt sehr grundsätzliche Entscheidungen zu ihrer Mobilität treffen, die dann nur sehr schwer und langfristig korrigierbar sind. Sind erstmal ein, zwei Autos pro Haushalt angeschafft, wird auch eine später eröffnete U-Bahn die Leute nicht zwangsläufig zurück in die Öffis locken. Autos, die dann da sind, sind das eine, viel schwieriger (da kaum zu ändern) sind die Gewohnheiten, die zwischenzeitlich entstanden sind. Wer gleich bei Einzug eine U-Bahn in der Nähe hat und sich an deren Nutzung gewöhnt, nützt sie in der Regel auch langfristig.

Und da ist die Frage, was langfristig günstiger ist: ein paar Jahre länger Betriebskosten tragen und vielleicht ein paar Jahre eher sanieren müssen - oder auf Dauer weniger Nutzer im Nahverkehr haben, auch wenn die U-Bahn dann einmal fährt, und dementsprechend auch mehr Straßeninfrastruktur (auch in anderen Stadtteilen) vorhalten müssen.

Man sollte auch nicht vergessen, dass die U-Bahn ja nicht ausschließlich der Seestadt dient. Durch die U2 hat sich auch die Öffi-Anbindung des zweitgrößten Spitals Wiens und des Opelwerks stark verbessert. Und Jahrzehnte nach ihrem Bau haben nun auch die Gemeindebauten in Hirschstetten (z.B. der Karl-Kautsky-Hof) mal eine gescheite Nahverkehrsanbindung. Auch für Alt-Aspern, Eßling und sogar Groß-Enzersdorf verkürzte sich die Fahrzeit deutlich. (Hier würde ich sogar noch weiteres Beschleunigungspotential sehen, da der 26A m.E. eine der wenigen Linien in Wien ist, die einen ergänzenden Expressbus vertragen könnte.)

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Re: Seestadt
« Antwort #37 am: 24. April 2018, 10:42:47 »
Aber in einem hast Du recht, der Reumannplatz ist nicht zum Fürchten

Dann passiere ihn einmal bei Dunkelheit! Ein Ort zum Verweilen und Wohlfühlen ist das nicht. Das wird sich aber hoffentlich mit dem Umbau bessern, weil der Platz dadurch an Übersichtlichkeit gewinnt. Alle Fleckerln, wo man sich in Ecken verziehen kann, ziehen Randgruppen an. (Der Praterstern ist dafür mit seinen wenig frequentierten Bahnunterführungen ideal.)
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
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Re: Seestadt
« Antwort #38 am: 24. April 2018, 10:49:13 »
Das Problem ist allerdings, dass Bewohner bei Einzug in die Seestadt sehr grundsätzliche Entscheidungen zu ihrer Mobilität treffen, die dann nur sehr schwer und langfristig korrigierbar sind. Sind erstmal ein, zwei Autos pro Haushalt angeschafft, wird auch eine später eröffnete U-Bahn die Leute nicht zwangsläufig zurück in die Öffis locken. Autos, die dann da sind, sind das eine, viel schwieriger (da kaum zu ändern) sind die Gewohnheiten, die zwischenzeitlich entstanden sind. Wer gleich bei Einzug eine U-Bahn in der Nähe hat und sich an deren Nutzung gewöhnt, nützt sie in der Regel auch langfristig.

Und da ist die Frage, was langfristig günstiger ist: ein paar Jahre länger Betriebskosten tragen und vielleicht ein paar Jahre eher sanieren müssen - oder auf Dauer weniger Nutzer im Nahverkehr haben, auch wenn die U-Bahn dann einmal fährt, und dementsprechend auch mehr Straßeninfrastruktur (auch in anderen Stadtteilen) vorhalten müssen.

Zum ersten: Die Leute haben ja trotzdem einen Blechkübel und verwenden ihn. Schließlich ziehen da von irgendwo dort hin. Es stimmt aber, das die U-Bahn einen positiven Einfluss auf die Nutzung der Öffis (gesamt) hat. Je näher die U-Bahn, je eher fahren die Leute auch damit. Hat aber trotzdem nicht gerechtfertigt, dass die U-Bahn gut 2 Jahre in einen nicht besiedelten Stadtteil gefahren ist. Jetzt hat sie ihre Nutzer und es passt auch.

Zum zweiten: Straßeninfrastruktur muss ich immer vorhalten. Gibt ja auch Infrastruktur die nichts mit Verkehr zu tun hat und trotzdem überall sein sollte.

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Re: Seestadt
« Antwort #39 am: 24. April 2018, 10:55:10 »
Und dann wenn genug Leute sind Umstellung zur U-Bahn. Natürlich so kostengünstig wie möglich ????

Auch wenn ich jetzt wieder von einigen gesteinigt werde, aber

Davon halte ich nichts.

Begründung: Meine Erfahrung bei der Umstellung der Linie 64 auf die U6. Das waren 2 Jahre Behinderung und eine mehrmonatige Sperre mit SEV.

Das alles war, weil - wie Du ja auch richtig schreibst, im Zuge der Umstellung auf U6 so ziemlich alles neu gebaut wurde, was ursprünglich bereits für die U6 tauglich gebaut (besser: vorbereitet) wurde. Warum wurden die Stationen von Schöpfwerk an neu gebaut? Gerade die U6 hätte ebenerdig Bahnübergänge haben können, wie es ein paar "Meter" weiter östlich die Badner Bahn vorzeigt.

Aber wahrscheinlich wollte unbedingt jemand Aufzüge und Rolltreppen verkaufen ...

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Re: Seestadt
« Antwort #40 am: 24. April 2018, 10:58:57 »
Warum wurden die Stationen von Schöpfwerk an neu gebaut?

Weil die Hochtrasse die einzige bauliche Vorleistung für einen späteren U-Bahn-Betrieb war. Der Rest war nur Trassenfreihaltung durch Straßenbahngleise.
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Re: Seestadt
« Antwort #41 am: 24. April 2018, 11:00:32 »
Und dann wenn genug Leute sind Umstellung zur U-Bahn. Natürlich so kostengünstig wie möglich ????

Auch wenn ich jetzt wieder von einigen gesteinigt werde, aber

Davon halte ich nichts.

Begründung: Meine Erfahrung bei der Umstellung der Linie 64 auf die U6. Das waren 2 Jahre Behinderung und eine mehrmonatige Sperre mit SEV.

Das alles war, weil - wie Du ja auch richtig schreibst, im Zuge der Umstellung auf U6 so ziemlich alles neu gebaut wurde, was ursprünglich bereits für die U6 tauglich gebaut (besser: vorbereitet) wurde. Warum wurden die Stationen von Schöpfwerk an neu gebaut? Gerade die U6 hätte ebenerdig Bahnübergänge haben können, wie es ein paar "Meter" weiter östlich die Badner Bahn vorzeigt.

Aber wahrscheinlich wollte unbedingt jemand Aufzüge und Rolltreppen verkaufen ...

Ich weis nicht, ob bei der Planung nicht noch vorgesehen war, dass man mit Silberpfeile nach Siebenhirten fährt.

Und dann stelle ich mir das lustig vor, wenn alle 150sec pro Richtung ein Zug kommt. Ich weis nicht, ob da dann noch eine Freiphase für den IV möglich gewesen wäre. Ganz zu schweigen von den Fahrgäste, die dann meinen, sie müssen dann noch über die Gleise laufen, damit sie ihre U-Bahn erwischen.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

abc

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Re: Seestadt
« Antwort #42 am: 24. April 2018, 11:04:32 »
Das Problem ist allerdings, dass Bewohner bei Einzug in die Seestadt sehr grundsätzliche Entscheidungen zu ihrer Mobilität treffen, die dann nur sehr schwer und langfristig korrigierbar sind. Sind erstmal ein, zwei Autos pro Haushalt angeschafft, wird auch eine später eröffnete U-Bahn die Leute nicht zwangsläufig zurück in die Öffis locken. Autos, die dann da sind, sind das eine, viel schwieriger (da kaum zu ändern) sind die Gewohnheiten, die zwischenzeitlich entstanden sind. Wer gleich bei Einzug eine U-Bahn in der Nähe hat und sich an deren Nutzung gewöhnt, nützt sie in der Regel auch langfristig.

Zum ersten: Die Leute haben ja trotzdem einen Blechkübel und verwenden ihn. Schließlich ziehen da von irgendwo dort hin. Es stimmt aber, das die U-Bahn einen positiven Einfluss auf die Nutzung der Öffis (gesamt) hat. Je näher die U-Bahn, je eher fahren die Leute auch damit. Hat aber trotzdem nicht gerechtfertigt, dass die U-Bahn gut 2 Jahre in einen nicht besiedelten Stadtteil gefahren ist. Jetzt hat sie ihre Nutzer und es passt auch.

Das ist eben nicht gesagt. Wer vorher in einer bestens vom Nahverkehr erschlossenen Gegend wohnt und dann in eine "vorerst" nur von Bussen erschlossene Gegend zieht, kauft sich vielleicht bald ein Auto (und wenn es erstmal ein Gebrauchtwagen ist). Oder ein zweites, wenn bisher "nur" eines vorhanden war.

Wenn die Bahn schon vor der Bebauung da ist, erspart man sich idealerweise auch Probleme mit NIMBYs, wenn eine alt(bekannt)e Planung tatsächlich umgesetzt werden soll.

Und da ist die Frage, was langfristig günstiger ist: ein paar Jahre länger Betriebskosten tragen und vielleicht ein paar Jahre eher sanieren müssen - oder auf Dauer weniger Nutzer im Nahverkehr haben, auch wenn die U-Bahn dann einmal fährt, und dementsprechend auch mehr Straßeninfrastruktur (auch in anderen Stadtteilen) vorhalten müssen.

Zum zweiten: Straßeninfrastruktur muss ich immer vorhalten. Gibt ja auch Infrastruktur die nichts mit Verkehr zu tun hat und trotzdem überall sein sollte.

Es ist schon ein Unterschied, ob man (im Worst Case) Straßeninfrastruktur für mehrere zehntausend zusätzliche Autofahrten pro Tag vorhalten muss oder auch nicht.

Und dann stelle ich mir das lustig vor, wenn alle 150sec pro Richtung ein Zug kommt. Ich weis nicht, ob da dann noch eine Freiphase für den IV möglich gewesen wäre. Ganz zu schweigen von den Fahrgäste, die dann meinen, sie müssen dann noch über die Gleise laufen, damit sie ihre U-Bahn erwischen.

Bei den üblichen Wiener Ampelschaltungen müsste die Bahn eh 3 min vor dem Bahnübergang warten.  >:D

Z-TW

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Re: Seestadt
« Antwort #43 am: 24. April 2018, 11:07:13 »
Danke, ich war erst wieder unter Tags am Praterstern, und ich verstehe, daß sich manche Leute dort fürchten

OT: Wovor oder vor wem muss man sich dort fürchten?

coolharry

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Re: Seestadt
« Antwort #44 am: 24. April 2018, 11:09:22 »
Danke, ich war erst wieder unter Tags am Praterstern, und ich verstehe, daß sich manche Leute dort fürchten

OT: Wovor oder vor wem muss man sich dort fürchten?

Das man seine Schnellbahn nicht erreicht und die nachfolgende Aufgrund einer Störung nicht daher kommt.  ;)