Autor Thema: Auflassung der ÖBB-Station Hausfeldstraße, Inbetriebnahme der ÖBB-Station Aspern Nord  (Gelesen 17732 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

sheldor

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 583
Wie kommst du auf die Idee das die S80 Gleise blockiert? Das Durchfahrtsgleis (Haidestraße) ist doch immer frei. Wenn wer warten muss ist es der R oder die S80.

Man sieht an diesem Szenario, daß in diesem Falle die Umstellung auf Rechtsverkehr nicht zielführend war, da viele Weichenverbindungen für Links-Verkehr ausgelegt sind.
 
@abc, das Nadelöhr Donauquerung aber konsequent ignorierend:
Was willst du von einer Stadtregierung bzw. zweien Landesregierungen, von einem Verkehrsverbund bzw. von einem Unternehmen wie sich die ÖBB derzeit darstellen, wo sich in all diesen Gremien die Personen gegenseitig versuchen, das Wasser abzugraben bzw. sich permanent Grabenkämpfe (wie es bei Cargo, PV-AG, Traktion, Infra an der Tagesordnung steht) liefern anstatt klar und deutlich an einem Strag zu ziehen und zu sagen: Ja, wir brauchen für eine leistungsstarke Achse zusätzlich ein drittes, viertes Gleis. Die Resultate der Herumeierei daraus spürt der Reisende und auch der Cargo-Bereich, aber nicht nur in diesem Bereich bzw. Region.

Da gebe ich dir voll und ganz Recht. So wie du es aufzählst gibt es schon seit 2000. Und wer war da ....???? Bevor wir da zu politisch werden. lass ich dies lieber. Aufsplittung PV , GZ, INFRA, GU, ... diest stammt noch aus dem Jahr 2000.

Klingelfee

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 9038
Ich würde da schon fast das Karlsruher Vorzeige-Modell einer überregionalen Linie  durch Wien mit den entsprechenden Fahrzeugen andenken,

Wird in Wien niemals kommen.... da würde ich sehr viel Geld drauf verwetten das sowas "neumodisches" jemals
in Österreich fährt.

...diese Wette gewinnst du - bei den derzeit handelnden Personen - leider eindeutig.

Und auf Grund der derzeitigen herrschenden Gesetzeslage kann ich dir eines garantieren. Sollte es doch einmal zu so einer Linie kommen, dann sind es sciher nicht die WL, denn die haben dafür keine Konzession. Wenn, dann könnte die Lokalbahn eine weitere überegionale Linie führen.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

sheldor

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 583
Ich würde da schon fast das Karlsruher Vorzeige-Modell einer überregionalen Linie  durch Wien mit den entsprechenden Fahrzeugen andenken,

Wird in Wien niemals kommen.... da würde ich sehr viel Geld drauf verwetten das sowas "neumodisches" jemals
in Österreich fährt.

...diese Wette gewinnst du - bei den derzeit handelnden Personen - leider eindeutig.

Und auf Grund der derzeitigen herrschenden Gesetzeslage kann ich dir eines garantieren. Sollte es doch einmal zu so einer Linie kommen, dann sind es sciher nicht die WL, denn die haben dafür keine Konzession. Wenn, dann könnte die Lokalbahn eine weitere überegionale Linie führen.

Führen ja, aber wer hat dann die Hand drauf? Stadtwerke alleine? Glaub ich nicht. Wer bleibt dann noch über? Die WL. Punkt setzten

Klingelfee

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 9038
Ich würde da schon fast das Karlsruher Vorzeige-Modell einer überregionalen Linie  durch Wien mit den entsprechenden Fahrzeugen andenken,

Wird in Wien niemals kommen.... da würde ich sehr viel Geld drauf verwetten das sowas "neumodisches" jemals
in Österreich fährt.

...diese Wette gewinnst du - bei den derzeit handelnden Personen - leider eindeutig.

Und auf Grund der derzeitigen herrschenden Gesetzeslage kann ich dir eines garantieren. Sollte es doch einmal zu so einer Linie kommen, dann sind es sciher nicht die WL, denn die haben dafür keine Konzession. Wenn, dann könnte die Lokalbahn eine weitere überegionale Linie führen.

Führen ja, aber wer hat dann die Hand drauf? Stadtwerke alleine? Glaub ich nicht. Wer bleibt dann noch über? Die WL. Punkt setzten

Seid wann haben den die WL die hand auf die WLB? das wäre mir neu
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

sheldor

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 583
Ich würde da schon fast das Karlsruher Vorzeige-Modell einer überregionalen Linie  durch Wien mit den entsprechenden Fahrzeugen andenken,

Wird in Wien niemals kommen.... da würde ich sehr viel Geld drauf verwetten das sowas "neumodisches" jemals
in Österreich fährt.

...diese Wette gewinnst du - bei den derzeit handelnden Personen - leider eindeutig.

Und auf Grund der derzeitigen herrschenden Gesetzeslage kann ich dir eines garantieren. Sollte es doch einmal zu so einer Linie kommen, dann sind es sciher nicht die WL, denn die haben dafür keine Konzession. Wenn, dann könnte die Lokalbahn eine weitere überegionale Linie führen.

Führen ja, aber wer hat dann die Hand drauf? Stadtwerke alleine? Glaub ich nicht. Wer bleibt dann noch über? Die WL. Punkt setzten

Seid wann haben den die WL die hand auf die WLB? das wäre mir neu

Direkt nicht sondern über die Stadtwerke Holding - und dann an die WL. Erzähl ma da bitte nix. Brauchst dir nur anschauen wo die WLB in dem Konstrukt drinnen ist  ;).

fastpage

  • Fahrer
  • ***
  • Beiträge: 311

Der echte Fernverkehr mit Bratislava über diese Strecke wird vermutlich noch einige Zeit auf sich warten lassen, bis das 'Schnürl' Devinska Nova Ves erreicht haben wird.
Dennoch verwundert es mich auch, dass man munter die Strecke nach Bratislava ausbaut und den Ausbau der Nordbahn zumindest vorsieht, das potentielle Nadelöhr Donauquerung aber konsequent ignoriert. Es ist ja nicht nur die Zweigleisigkeit mit völlig verschiedenen Haltemustern, die die Kapazität weiter einschränkt, sondern auch die ungünstige Lage der Bahnsteige. Die S80 Richtung Aspern blockiert im Bereich Simmering gleich zwei Gleise, wenn sie Simmering und Haidestraße bedient.

Seitenbahnsteige sind doch eh optimal, die Schnellbahn steht in der Hst und ein Schnellzug kann diese überholen. Oder wie es derzeit praktisch genutzt wird: Sobald die S80 in der Hst Haidestrasse, fädelt sich ein Güterzug aufs durchgehende Hauptgleis und folgt der S80 bis Stadlau im Blockabstand.
Was wirklich stört, ist die Einfädlerei vom Donaukaibahnhof kommend bzw umgekehrt. Da hat aber der Güterverkehr dank Lückenschluss in Albern stark abgenommen. Hier wäre sogar Platztechnisch eine Brücke für ein 3tes Gleis überd A4 vorgesehen um die Strecke erst im Frachtenbahnhof Erdberger Lände einzubinden.

Klingelfee

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 9038

Direkt nicht sondern über die Stadtwerke Holding - und dann an die WL. Erzähl ma da bitte nix. Brauchst dir nur anschauen wo die WLB in dem Konstrukt drinnen ist  ;).

Das einzige, was die WL der WLB sagen können, ist, wo die Züge der WLB die Gleise der WL benutzen dürfen. Ansonsten können die WL der WLB keinerlei Anordnungen geben. Auch wenn beide Unternehmen der Stadtwerke gehören, so haben beide Unternehmen gegenseitig keine Weisungsbefugnis, sofern es nicht anlassbezogene Verkehrsmaßnahmen sind (Umleitungen nach diversen Vorfällen)
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

Kurzzug

  • Schaffner
  • **
  • Beiträge: 113
Es ist ja nicht nur die Zweigleisigkeit mit völlig verschiedenen Haltemustern, die die Kapazität weiter einschränkt, sondern auch die ungünstige Lage der Bahnsteige. Die S80 Richtung Aspern blockiert im Bereich Simmering gleich zwei Gleise, wenn sie Simmering und Haidestraße bedient.

Seitenbahnsteige sind doch eh optimal, die Schnellbahn steht in der Hst und ein Schnellzug kann diese überholen. Oder wie es derzeit praktisch genutzt wird: Sobald die S80 in der Hst Haidestrasse, fädelt sich ein Güterzug aufs durchgehende Hauptgleis und folgt der S80 bis Stadlau im Blockabstand.

Er meint, dass die S80 zwischen Simmering und Haidestraße das Gleis wechseln muss und man dadurch von der Dreigleisigkeit nicht wirklich profitieren kann. Hielte die S80 in Haidestraße in Richtung Aspern am mittleren Gleis, könnte man Güterzüge aus Kledering eventuell zwischen ein schnelle Trasse und die S80 zwängen, in dem man sie über das Gleis führt, wo die S80 aktuell hält.

denond

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 775

Direkt nicht sondern über die Stadtwerke Holding - und dann an die WL. Erzähl ma da bitte nix. Brauchst dir nur anschauen wo die WLB in dem Konstrukt drinnen ist  ;).

Das einzige, was die WL der WLB sagen können, ist, wo die Züge der WLB die Gleise der WL benutzen dürfen. Ansonsten können die WL der WLB keinerlei Anordnungen geben. Auch wenn beide Unternehmen der Stadtwerke gehören, so haben beide Unternehmen gegenseitig keine Weisungsbefugnis, sofern es nicht anlassbezogene Verkehrsmaßnahmen sind (Umleitungen nach diversen Vorfällen)

Das lachhafte hier in Österreich und speziell Wien ist, daß man immer wieder ettliche - egal jetzt von Wem - Ausreden auch in pkto. von Gesetzeslagen findet um ja nicht moderner, effizienter, um aus allem ein Drama werden zu lassen mit der Endkonsequenz das überhaupt nichts geschieht. Komisch ist nur, Karlsruhe liegt auch innerhalb einer EU und ich glaub', in der BRD ist es keine andere EU als in Österreich. Also: Wo ein Wille, da auch ein Weg...
Da es bei den WL derzeit nur Egozentriker, Bremser und Sparer in den Führungsetagen gibt, die nur auf Billig aus sind, sich von der weit weg von jegilcher Realität-Politik einlulen lassen, der Ausbildungsstandard der Bediensteten, der Fahrzeugbestand und seine Wartung dort dauernd nach unten geschraubt wird, wäre ich sogar dazu geneigt, würde ich die Gelegenheit beim Schopf packen, die komplette Führung des Stadtverkehrs umzustruktuieren und in die Hände der WLB zu legen. Das traue ich den dort amtierenden Führungskräften ohne weiteres zu.

Gerade die WLB wäre dazu prädesteniert, einen solchen Verkehr wie in Karlsruhe zu führen, da ja die Tfzg.-Führer annähernd Vollbahntauglich und auch STRAB-tauglich ausgebildet sind.
Gleiches gilt auch für die ÖBB, wo sämtliche Betriebszweige zusammengelegt gehörten um wieder Eins zu sein, das wieder effizient geplant (Kostentransparenz kann ich auch so trotzdem leben) werden kann um auch als Verhandler/Planer für im Stadtbereich liegenden Strecken klare Strukturen, in Verbindung mit den WL und gegenüber der Stadtpolitik legen zu können. Dann kann so etwas, wie bei der Hausfeldstraße und Aspern Nord, also eine gewisse Konzeptlosigkeit nicht passieren.

pTn

  • Schaffner
  • **
  • Beiträge: 176

Gleiches gilt auch für die ÖBB, wo sämtliche Betriebszweige zusammengelegt gehörten um wieder Eins zu sein, das wieder effizient geplant (Kostentransparenz kann ich auch so trotzdem leben) werden kann um auch als Verhandler/Planer für im Stadtbereich liegenden Strecken klare Strukturen, in Verbindung mit den WL und gegenüber der Stadtpolitik legen zu können. Dann kann so etwas, wie bei der Hausfeldstraße und Aspern Nord, also eine gewisse Konzeptlosigkeit nicht passieren.

Die Organisation ist nicht der entscheidende Faktor, auch lange vor der gesellschaftsrechtichen Trennung im Konzern war das Zusammenspiel bereits, sagen wir mal: interessant.
Die Hausfeldstraße wurde im übrigen auf Wunsch Wiens, also der Stadt, als Halt gestrichen, das ist nicht auf die Bahn zurückzuführen.

denond

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 775
Die Organisation ist nicht der entscheidende Faktor, auch lange vor der gesellschaftsrechtichen Trennung im Konzern war das Zusammenspiel bereits, sagen wir mal: interessant.
Die Hausfeldstraße wurde im übrigen auf Wunsch Wiens, also der Stadt, als Halt gestrichen, das ist nicht auf die Bahn zurückzuführen.

Das das Zusammenspiel innerhalb der ÖBB vor der nichts bringenden gesellschaftsrechtichen Trennung nicht das Beste war, wissen wir alle hier. Es war aber auch zweier absolut schwachen, desinteressierten Führungsperönlichkeiten geschuldet. Auch das die Hausfeldstraße auf Wunsch der Stadt Wien und eines populistischen Bezirksvorstehers als Halt gestrichen wurde, die nur um alles in der Welt das Pestigeprojekt  Seestadt  eindeutig trotz seiner Schwächelung fördern wollen, ist hier bekannt.

Was ich meinte ist, daß durch starkes Auftreten eines in sich geeinten Konzernes (wie es die ÖBB sein könnte) schon massiv darauf Einfluss genommen werden könnte, aus eigenem Interesse ggü. einer inferioren Stadtpolitik eine Station Hausfeldstraße geöffnet zu halten, um so auch einen attraktiven Anschluß durch eine S80 bieten zu können. Das man gleichzeitig durch die Eröffnung der Station  Aspern Nord  die REX-Halte dorthin in die höher bewertete Station verlegt, ist eine andere Geschichte und ist auch ohne jegliche Diskussion nachvollziehbar.

38ger

  • Expeditor
  • **
  • Beiträge: 1270
Die Organisation ist nicht der entscheidende Faktor, auch lange vor der gesellschaftsrechtichen Trennung im Konzern war das Zusammenspiel bereits, sagen wir mal: interessant.
Die Hausfeldstraße wurde im übrigen auf Wunsch Wiens, also der Stadt, als Halt gestrichen, das ist nicht auf die Bahn zurückzuführen.

Das das Zusammenspiel innerhalb der ÖBB vor der nichts bringenden gesellschaftsrechtichen Trennung nicht das Beste war, wissen wir alle hier. Es war aber auch zweier absolut schwachen, desinteressierten Führungsperönlichkeiten geschuldet. Auch das die Hausfeldstraße auf Wunsch der Stadt Wien und eines populistischen Bezirksvorstehers als Halt gestrichen wurde, die nur um alles in der Welt das Pestigeprojekt  Seestadt  eindeutig trotz seiner Schwächelung fördern wollen, ist hier bekannt.

Was ich meinte ist, daß durch starkes Auftreten eines in sich geeinten Konzernes (wie es die ÖBB sein könnte) schon massiv darauf Einfluss genommen werden könnte, aus eigenem Interesse ggü. einer inferioren Stadtpolitik eine Station Hausfeldstraße geöffnet zu halten, um so auch einen attraktiven Anschluß durch eine S80 bieten zu können. Das man gleichzeitig durch die Eröffnung der Station  Aspern Nord  die REX-Halte dorthin in die höher bewertete Station verlegt, ist eine andere Geschichte und ist auch ohne jegliche Diskussion nachvollziehbar.

Das Einzugsgebiet der Station Aspern Nord ist deutlich kleiner, als jenes der Station Hausfeldstraße - und das wird mEn noch mindestens fünf Jahre eindeutig so bleiben. In zehn Jahren mag das Einzugsgebiet von Aspern Nord dann etwas größer sein, als jenes der Hausfeldstraße, man sollte aber nicht vergessen, dass es auch in 15-20 Jahren noch kaum ein Einzugsgebiet nördlich der Bahntrasse geben wird bei der Station Aspern Nord. Die Station Aspern Nord als wichtiger zu bezeichnen, als die Station Hausfeldstraße halte ich also doch für ziemlich gewagt! Selbst in 20 Jahren wären die Stationen in etwa gleich wichtig, wenn etwa alle S- und R-Züge dort halten würden und alle REX dort durchfahren würden. Der sinnvollste Umstiegspunkt S80-U2 bliebe unabhängig von der Diskussion Hausfeldstraße und/oder Aspern Nord ja ohnehin Stadlau, da sich damit die schnellste Verbindung von Bratislava in die Stadt ergeben würde.

Donaufelder

  • Expeditor
  • **
  • Beiträge: 1221
Sobald die Marchegger Ostbahn bis Marchegg durchgehend elektrifiziert ist, könnte die S80 hier die R ersetzen! Die Schnellbahn hält an allen Stationen, für den REX wären ab dem Hbf die Halte in Simmering, Stadlau, Erzherzog Karl Straße und Aspern Nord sinnvoll. Aktuell verstehe ich das "Gezeter" rund um die Station Hausfeldstraße nicht wirklich. Ich bin ab und an mit dem Rad unterwegs und konnte den Fahrgastwechsel bei REX und R beobachten, viele sind das nicht, die hier ein- und ausssteigen!

38ger

  • Expeditor
  • **
  • Beiträge: 1270
Sobald die Marchegger Ostbahn bis Marchegg durchgehend elektrifiziert ist, könnte die S80 hier die R ersetzen! Die Schnellbahn hält an allen Stationen, für den REX wären ab dem Hbf die Halte in Simmering, Stadlau, Erzherzog Karl Straße und Aspern Nord sinnvoll. Aktuell verstehe ich das "Gezeter" rund um die Station Hausfeldstraße nicht wirklich. Ich bin ab und an mit dem Rad unterwegs und konnte den Fahrgastwechsel bei REX und R beobachten, viele sind das nicht, die hier ein- und ausssteigen!

Natürlich nicht - wirklich attraktiv wäre die Station ja auch erst dann, wenn die S80 zumindest täglich von 6-24h im 15'-Intervall unterwegs wäre. Bei der Station Lobau waren wohl noch weniger Fahrgäste und bei der Station Praterkai werden es wohl auch nicht die Massen sein - ebenso wie bei den Stationen Haidstraße und Hirschstetten. Reine Mutmaßung, aber liege ich damit wirklich falsch?
Würde die S45 nur alle 30 Minuten fahren würde abseits der Stationen Hütteldorf und Heiligenstadt wohl auch gähnende Leere herrschen!

T1

  • Verkehrsführer
  • *
  • Beiträge: 2972
  • Lieber Raupe als Wurm!
Die Organisation ist nicht der entscheidende Faktor, auch lange vor der gesellschaftsrechtichen Trennung im Konzern war das Zusammenspiel bereits, sagen wir mal: interessant.
Die Hausfeldstraße wurde im übrigen auf Wunsch Wiens, also der Stadt, als Halt gestrichen, das ist nicht auf die Bahn zurückzuführen.

Das das Zusammenspiel innerhalb der ÖBB vor der nichts bringenden gesellschaftsrechtichen Trennung nicht das Beste war, wissen wir alle hier. Es war aber auch zweier absolut schwachen, desinteressierten Führungsperönlichkeiten geschuldet. Auch das die Hausfeldstraße auf Wunsch der Stadt Wien und eines populistischen Bezirksvorstehers als Halt gestrichen wurde, die nur um alles in der Welt das Pestigeprojekt  Seestadt  eindeutig trotz seiner Schwächelung fördern wollen, ist hier bekannt.

Was ich meinte ist, daß durch starkes Auftreten eines in sich geeinten Konzernes (wie es die ÖBB sein könnte) schon massiv darauf Einfluss genommen werden könnte, aus eigenem Interesse ggü. einer inferioren Stadtpolitik eine Station Hausfeldstraße geöffnet zu halten, um so auch einen attraktiven Anschluß durch eine S80 bieten zu können. Das man gleichzeitig durch die Eröffnung der Station  Aspern Nord  die REX-Halte dorthin in die höher bewertete Station verlegt, ist eine andere Geschichte und ist auch ohne jegliche Diskussion nachvollziehbar.
Geh bitte, glaubst du das wirklich? Das ist doch wieder nur so ein "früher war alles besser"-Geschreibsel.

Die ÖBB als Konzern tritt seit Kern so geschlossen auf wie seit der Aufteilung nicht mehr. Man bemüht sich ja, wie die Franzosen, auch alles unter einer Marke zu halten, ganz im Gegensatz zu Ländern, die eine echte Aufteilung geschafft haben (Slowakei z.B.), wo die Infrastruktur wie selbstverständlich als eigenständiges Unternehmen auftritt. Dass es bei uns nicht so ist, führt übrigens immer wieder zu Problemen, weil natürlich bei so einer integrierten Holdingstruktur der Vorwurf der Bevorzugung der "eigenen" Unternehmen seitens der Privaten (wie der  Westbahn) viel schneller auftritt. Aus dieser Sicht wäre eine klare Trennung daher sogar sinnvoller als die jetzige, typisch österreichische Lösung: Zwar irgendwie, aber nicht ganz.

Und gerade die "alte" ÖBB war im Sich-einsetzen für jegliche Art von Infrastruktur ganz schlecht. Klar, damals waren die Bedingungen noch ganz andere, aber wer den Untergang der verschiedenen Nebenbahnen miterlebt hat, weiß, wie willkommen manche politische Entscheidungen für die Bahn (bzw. ihre Geschäftsführung) doch nur waren. Der Fall hier gehört ganz der Stadt: Die hat Geld in die Hand zu nehmen und dafür zu sorgen, nicht die ÖBB, welche auch immer. Denen können ja logischerweise Stadtverkehrsfahrgäste mehr als egal sein, die Züge sind durch die Marchfeldpendler eh schon voll…