Autor Thema: Linie U2/U4 - das kurze Leben einer U-Bahn-Linie  (Gelesen 3654 mal)

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Paulchen

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Re: Linie U2/U4 - das kurze Leben einer U-Bahn-Linie
« Antwort #15 am: 24. April 2019, 21:13:27 »
Ich habe leider nichts darüber im Archiv, kann aber noch diese Übertür-Tafel beisteuern:
Lustig, die Tafel der Linie U2/U4 gab's offenbar in zumindest 2 Varianten (hier mein Original)->

Meines Wissens gab es jede dieser Tafeln in zwei Varianten, eine für die linke Wagenseite und eine für die rechte. Wenn man eine dieser Tafeln betrachtete, sollte der Zug die Linie immer in der Richtung abfahren, wie sie auf der Tafel zu sehen war, und nicht genau verkehrt herum.

Das war halt so lang eine gute Idee, bis man feststellte, dass man die Züge zwecks gleichmäßiger Abnutzung immer wieder umdrehen sollte.

pascal

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Re: Linie U2/U4 - das kurze Leben einer U-Bahn-Linie
« Antwort #16 am: 25. April 2019, 00:11:21 »
Ich bin leider nie mitgefahren, aber dass am schottenring die Brosebänder umgestellt wurden, lese ich hier zum ersten Mal.
Wurden sie auch nicht. Mir ist das Foto einer U2/U4 in der Station Pilgramgasse FR Hietzing in Erinnerung.

Vielleicht war es bei mir ein Einzelfall. Jedenfalls beobachtete ich mindestens einmal, dass sich die inneren Brosebänder (die ja nur die Linienbezeichnung anzeigten) vor der Station Schottenring (FR Hietzing) von "U2 U4" (untereinander gedruckt) auf U4 umstellten. Ich nahm an, dass sich synchron damit auch die Außenanzeigen änderten. Das muss aber nicht stimmen …

denond

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Re: Linie U2/U4 - das kurze Leben einer U-Bahn-Linie
« Antwort #17 am: 25. April 2019, 07:40:24 »
Vielleicht war es bei mir ein Einzelfall. Jedenfalls beobachtete ich mindestens einmal, dass sich die inneren Brosebänder (die ja nur die Linienbezeichnung anzeigten) vor der Station Schottenring (FR Hietzing) von "U2 U4" (untereinander gedruckt) auf U4 umstellten. Ich nahm an, dass sich synchron damit auch die Außenanzeigen änderten. Das muss aber nicht stimmen …

Die Linienumstellung innen erfolgte mit der Tonbandansage jeweils vor der Station Schottenring in beiden FR, da es keine Linienbezeichnung U2/U4 auf diesen Anzeigen gab. Die eigentliche Zugzielanzeige an der Zugspitze/ Zugende stellte sich nicht um. Außer der Fahrer stellte es per Hand selbsttätig um.

MK

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Re: Linie U2/U4 - das kurze Leben einer U-Bahn-Linie
« Antwort #18 am: 25. April 2019, 11:23:35 »
Wobei auch die Züge auf der alten Stadtbahn nicht wirklich auf andere Linien übergangsfähig waren, da die Wiental- und Gürtellinie mEn anders konfiguriert waren.

Es gab aber doch Linien, die sowohl die Wiental- als auch die Gürtellinie befuhren? (GD in der HVZ z.B.)
So vergeht Jahr um Jahr, und es ist mir längst klar, dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war.

Z-TW

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Re: Linie U2/U4 - das kurze Leben einer U-Bahn-Linie
« Antwort #19 am: 25. April 2019, 12:42:03 »
Wobei auch die Züge auf der alten Stadtbahn nicht wirklich auf andere Linien übergangsfähig waren, da die Wiental- und Gürtellinie mEn anders konfiguriert waren.

Es gab aber doch Linien, die sowohl die Wiental- als auch die Gürtellinie befuhren? (GD in der HVZ z.B.)

Natürlich gab es den GD und DG - und nicht nur in der HVZ.

Ferry

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Re: Linie U2/U4 - das kurze Leben einer U-Bahn-Linie
« Antwort #20 am: 25. April 2019, 15:21:36 »
Wobei auch die Züge auf der alten Stadtbahn nicht wirklich auf andere Linien übergangsfähig waren, da die Wiental- und Gürtellinie mEn anders konfiguriert waren.

Schmarrn. Das Stadtbahnnetz war ein einheitliches Netz, bei dem problemlos von einer Strecke (z.B. Wiental) auf die andere (z.B. Gürtel) gewechselt werden konnte. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Linien GD (Meidling - Gürtel - Donaukanal - Unteres Wiental - Hietzing) und DG (selbe Strecke in andere Richtung) und von 1976 bis 1978 an WG und GW (gleiche Strecken, aber bis und ab Hütteldorf). Der heute von der Nußdorfer Straße zur Station Spittelau führende Bogen war ursprünglich ein Verbindungsbogen von der Gürtel- zur Donaukanalstrecke (Station Friedensbrücke).

Der einzige Unterschied der Wiental/Donaukanalstrecke zur Gürtelstrecke war der, dass letztere bis 1976 nur mit Achtwagenzügen befahrbar war, erstere aber mit Neunwagenzügen. Als im Mai 1976 die Strecke Friedensbrücke - Heiligenstadt für den U-Bahn-Probebetrieb freigegeben und statt dem WD die Linien WG und GW (mit Neunwagenzügen) in Betrieb genommen wurden, wurden die Stationen entlang der Gürtelstrecke vorher entsprechend adaptiert. Von da an gab es zwischen Gürtel- und Wiental/Donaukanalstrecke in betrieblicher Hinsicht keine Unterschiede mehr.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

denond

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Re: Linie U2/U4 - das kurze Leben einer U-Bahn-Linie
« Antwort #21 am: 25. April 2019, 22:10:01 »
Als im Mai 1976 die Strecke Friedensbrücke - Heiligenstadt für den U-Bahn-Probebetrieb freigegeben und statt dem WD die Linien WG und GW (mit Neunwagenzügen) in Betrieb genommen wurden, wurden die Stationen entlang der Gürtelstrecke vorher entsprechend adaptiert. Von da an gab es zwischen Gürtel- und Wiental/Donaukanalstrecke in betrieblicher Hinsicht keine Unterschiede mehr.

Ist richtig, da zu diesem Zeitpunkt, bzw. 1979/1980 die Remise Hütteldorf (wegen Verringerung der Abstellmöglichkeiten in Hf) bereits Züge der Linie W an Michelbeuern abgeben mußte und somit 9-Wagen-Züge aus Michelbeuern im Frühauslauf in Ri Hütteldorf ausfuhren, natürlich dort auch in der Nacht eingezogen wurden.
Ich glaub', 4 Züge waren es damals und ab 13. März 1981 sämtliche Züge für den W, da mit diesem Datum der Betriebsbahnhof Hütteldorf aufgelassen wurde.