Und mit ein wenig vorausschauenden Fahrens und ohne Vorrang durchsetzen um jeden Preis sollte man nicht vertrauenswürdigen Verkehrsteilnehmer entsprechend vorsichtig verhalten. Und da fällt schon auf, dass es leider immer mehr Fahrer gibt, die glauben das nur weils eine Straßenbahn fahren sie immer mit Vollgas ihren Vorrang durchsetzen können. Genau danach sieht auch dieser Unfall aus.
Wenn ich einen solchen UNSINN lese, geht mir das geimpfte auf. Der Fahrer soll mit seiner Straßenbahn der StVo entsprechend fahren und nicht vor jeder möglichen Konfliktstelle Angst haben. Und das so schnell wie möglich. Als ich noch Fahrer bei den WL war (lange ist es her) bin ich grundsätzlich immer mit der an der Stelle erlaubten Höchstgeschwindigkeit gefahren. Und durchaus auch am Ring gegen die Fahrtrichtung. Natürlich muss man aufpasen und auf alle möglichen Vorfälle gefasst sein, aber deshalb dauernd nachgebend unterwegs zu sein, dürfte heute LEIDER die Normalität sein. Und dann gab es manchmals eben einen Zusammenstoß. In meiner Zeit bei den WL (1979 bis 2000) hatte ich im Schnitt 3-4 Karambolagen pro Jahr. Die Schuld wurde IMMER beim anderen Beteiligten festgestellt. Zumindest damals gab es mit einer solchen Bilanz keinerlei Probleme. Warum sollte jetzt der Fahrer einer Straßenbahn nicht den lt. StVo ermöglichten Vorrang nutzen. Der Andere hat ja dementsprechend IMMER Wartepflicht. Und hält dieser sich nicht daran, dann ist es nicht das Problem des Fahrers.
Natürlich braucht man dazu auch eine gewisse Routine und auch Härte. Und natürlich geht das auch auf die Nerven und aufs Gemüt. Das war auch der Grund, warum ich nach einem spektakulären Frontalcrash mit einem Linienbus dann nicht mehr weiter diesen Job machen wollte und letztlich zu einem anderen öffentlichen Arbeitgeber gewechselt bin.
Wenn ich heute als Fahrgast unterwegs bin, geht mir meist die zuckelnde Fahrweise gründlich auf die Nerven, weil heute oft dadurch nichts weitergeht.