Autor Thema: Sperre Reichsbrücke  (Gelesen 1628 mal)

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win22

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Sperre Reichsbrücke
« am: 04. Februar 2019, 21:56:58 »
Weiss jemand welche Pläne vorbereitet sind, falls die Reichsbrücke aus Sicherheitsgründen gesperrt werden muss.
Also Schiff rammt den Strompfeiler oder auch die drei Hochhausbaustellen neben der Reichsbrücke verursachen Setzungen.
Kann die U1 bis Vorgartenstrasse bzw. Kaisermühlen pendeln?
Gibt es dann Ersatzbuslinien zur U 6 und U 2, falls auch der Auto- und Fussgängerverkehr auf der Reichsbrücke
gesperrt werden muss?
Da derzeit drei Hochhäuser neben der Reichsbrücke gebaut werden ist sowas nicht unwahrscheinlich.
Eine Totalsperre der Reichsbrücke wäre für Wien verkehrstechnisch eine Katastrophe.

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Re: Sperre Reichsbrücke
« Antwort #1 am: 04. Februar 2019, 22:02:16 »
Bis Kaisermühlen wäre glaube ich schon möglich, bis Vorgartenstraße aber mangels Gleiswechsel davor wohl eher nicht. Wahrscheinlich würde man die Züge bis Praterstern führen, denn dort gibt es sogar eine Wendeanlage.

win22

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Re: Sperre Reichsbrücke
« Antwort #2 am: 04. Februar 2019, 22:10:57 »
Vorgartenstrasse wäre sinnvoller. Ein Ersatzbus könnte Vorgartenstrasse<>Brigittenauer Brücke<>Kaisermühlen fahren, sofern die Brücke befahrbar wäre bei einem Stau.
Sinnvoller wäre eine Pendelbusverbindung Kaisermühlen Richtung U 6 Neue Donau oder U 2, weil diese Linien die einzigen Ersatzlinien über die Donau wären.

T-Dog18

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Re: Sperre Reichsbrücke
« Antwort #3 am: 04. Februar 2019, 22:18:11 »
Ich glaube eher, dass man bei solchen Ereignissen auf eine Großräumige Umfahrung setzen wird. Die meisten Leute steigen Leopoldau, Kagraner Platz ind Kagran in die U-Bahn ein.

Als erste Maßnahme würde ich (ich bin kein Verkehrsexperte oder sonst irgendwas) den 25er und 26er dichter führen und bewerben sowie alle in Floridsdorf endenden S-Bahnen nach Leopoldau senden.

Ich glaube dass es bei der U-Bahn mehr um den Erhalt der restlichen Linie gehen würde als um eine Station mehr oder weniger. Ich würde den Bus auf jeden Fall bis Praterstern schicken, dort hat der Fahrgast auch Umstiegsmöglichkeiten in U1, U2 und S-Bahn.

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Re: Sperre Reichsbrücke
« Antwort #4 am: 05. Februar 2019, 06:20:56 »
Also dedaillierte Pläne gibt es sicherlich nicht. Denn bei so einen Vorfall muss man ja dann erst einmal schauen, wie man wirklich fahren kann.

Aber einen Pendelbus zur U2 wird es sicherlich nicht geben, da es wesentlich sinnvoller ist, die Fahrgäste schon am Praterstern auf die Uu2 zu verweisen.

Ich kann mir ehrlich auch gar nicht vorstellen, dass man bei einer Sperre der Reichsbrücke noch bis Vorgartenstraße fährt, da diese Station gar nicht für eine Endstation ausgelegt ist. Und bedingt durch den Seitenbahnsteig wirst du kaum haben, dass Züge von Leopoldau kommen abwechselnd beide Bahnsteige benutzen. Somit hast du zwischen Praterstern und Vorgartenstraße immer nur einen Zug.

Das wahrscheinlichste ist daher, dass man die Fahrgäste vom Süden kommend bereits am Praterstern auf U2 und Schnellbahn verweist. Wie man aber die Alternativen vom Norden kommend sinnvoll macht, da müsste man wirklich erst schauen, wie man einen eventuelle Erstzbus führt. Die Britttabrücke ist zwar sicherlich eine Alternative, nur glaube ich, dass man dann zu Fuß schneller ist, da diese dann sicherlich komplett verstopft ist.

Die Schnellbahn nach Leopoldau verlängern ist zwar eine gute Idee, ist aber die Frage, ob die ÖBB so schnell zusätzliches Wagenmaterial und Personal stellen kann. Da dies ein anderes Verkehrsunternehmen ist, können die Wl nicht so einfach sagen und jetzt fährt die Schnellbahn bis Leopoldau. Ob das wirklich so eine große Entlastung wäre, bezweifle ich im übrigen.
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Re: Sperre Reichsbrücke
« Antwort #5 am: 05. Februar 2019, 07:10:26 »
Weiss jemand welche Pläne vorbereitet sind, falls die Reichsbrücke aus Sicherheitsgründen gesperrt werden muss.
Also Schiff rammt den Strompfeiler oder auch die drei Hochhausbaustellen neben der Reichsbrücke verursachen Setzungen.
Kann die U1 bis Vorgartenstrasse bzw. Kaisermühlen pendeln?
Gibt es dann Ersatzbuslinien zur U 6 und U 2, falls auch der Auto- und Fussgängerverkehr auf der Reichsbrücke
gesperrt werden muss?
Da derzeit drei Hochhäuser neben der Reichsbrücke gebaut werden ist sowas nicht unwahrscheinlich.
Eine Totalsperre der Reichsbrücke wäre für Wien verkehrstechnisch eine Katastrophe.

Also sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass die Reichsbrücke gesperrt werden muss, muss sie für alle gesperrt werden.
Von Norden kommend würde der Verkehr, wenn er nicht eh einfach in der Schnellbahn sitzen bleibt wohl mittels 25er und 26er Richtung Floridsdorf bzw. mittels 26A zur U2 gebracht werden. Ein Ersatzbus entlang der Wagramer Straße wird zwar sicher eingerichtet aber bleibt dieser mangels Kapazität eben nur ein Notbus.
Die Brigittenauer Brücke wird sicher gar nicht so zur Ersatzbrücke mutieren. Die meisten PKW Lenker werden über die Prater Brücke bzw. Floridsdorfer und Nordbrücke ausweichen weil sie leichter zu erreichen sind. Kaisermühlen wird dann am besten über die U2 erreichbar sein. Natürlich würde eine gesperrte Reichsbrücke ein ordentliches durcheinander im Verkehr verursachen aber nach ein paar Tagen hat sich das eingespielt und es läuft wahrscheinlich genauso schlecht weiter, wie vorher. Für die Bewohner entlang der U1 heißt es halt ein paar Minuten mehr einplanen. Je nach Fahrziel wohl maximal eine halbe Stunde. Die S-Bahn fährt sowieso nach Leopoldau und die Züge werden dann halt etwas voller sein. Was aber sicher auch noch eingerichtet werden könnte wäre eine Pendellinie zwischen Floridsdorf und Kagran/Donauzentrum um den 25er und 26er zu verstärken.
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Re: Sperre Reichsbrücke
« Antwort #6 am: 05. Februar 2019, 09:07:01 »
Das Problem mit einer Verdichtung der S-Bahn nach Leopoldau wäre eher der Mangel an nicht eh schon verplanten Trassen nördlich von Floridsdorf. Da wird nur wenig zu holen sein. Außer man macht einen Shuttle Leopoldau - Floridsdorf.

95B

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Re: Sperre Reichsbrücke
« Antwort #7 am: 05. Februar 2019, 09:13:54 »
Ich kann mir ehrlich auch gar nicht vorstellen, dass man bei einer Sperre der Reichsbrücke noch bis Vorgartenstraße fährt, da diese Station gar nicht für eine Endstation ausgelegt ist. Und bedingt durch den Seitenbahnsteig wirst du kaum haben, dass Züge von Leopoldau kommen abwechselnd beide Bahnsteige benutzen. Somit hast du zwischen Praterstern und Vorgartenstraße immer nur einen Zug.

Man könnte maximal am Praterstern kurzwenden und zwischen Praterstern und Vorgartenstraße einen Pendelzug einsetzen. Das ist aber durch die getrennte Lage der U1-Bahnsteige am Praterstern auch eher ungünstig. Die hohe Frequenz der Station Vorgartenstraße kommt hauptsächlich von den Umsteigern der Linien 11A/11B. Die sind daher sicher besser bedient, wenn sie zur U2 weiterfahren. Eine mögliche Ersatzmaßnahme wäre beispielsweise die Verlängerung des 11B zum Stadion, sodass alle Busse die U2 erreichen.

Auf der anderen Seite der Donau braucht man starke Querverbindungen, um die mit der U2 ankommenden Massen ins U1-Einzugsgebiet zu bringen. Es werden also vor allem die Buslinien ab Donaustadtbrücke verstärkt werden müssen, beispielsweise durch einen Non-stop-Zubringer U1Z. 25 und 26 sollten das zusätzliche Fahrgastaufkommen mit leichten Verstärkungen verkraften können.

Wie schon gesagt: Nach einiger Zeit werden sich die Verkehrsströme großräumig verlagern, sodass sich das System wieder einpendelt. Das ist beim Autoverkehr genau so: Menschen sind halt einmal distanzsensibel (in Bezug auf räumliche wie auf zeitliche Distanz) und unterliegen subjektivem Empfinden, sodass sie sich aus dem verfügbaren Angebot den für sie bequemsten Weg aussuchen.
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Re: Sperre Reichsbrücke
« Antwort #8 am: 05. Februar 2019, 10:35:11 »
Die Britttabrücke ist zwar sicherlich eine Alternative, nur glaube ich, dass man dann zu Fuß schneller ist, da diese dann sicherlich komplett verstopft ist.

Du meinst die Brigittenauer Brücke. Und die war noch nie verstopft, nicht einmal wenn der VCM ist.

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Re: Sperre Reichsbrücke
« Antwort #9 am: 05. Februar 2019, 10:47:13 »
Die Britttabrücke ist zwar sicherlich eine Alternative, nur glaube ich, dass man dann zu Fuß schneller ist, da diese dann sicherlich komplett verstopft ist.

Du meinst die Brigittenauer Brücke. Und die war noch nie verstopft, nicht einmal wenn der VCM ist.

Das einzige, was dann leicht verstopft ist, ist die Arbeiterstrandbadstraße. Aber im Fall einer Reichsbrückensperre würden die meisten wahrscheinlich eh über A22 – UNO-City ausweichen.
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Re: Sperre Reichsbrücke
« Antwort #10 am: 05. Februar 2019, 10:57:47 »
Das Problem mit einer Verdichtung der S-Bahn nach Leopoldau wäre eher der Mangel an nicht eh schon verplanten Trassen nördlich von Floridsdorf. Da wird nur wenig zu holen sein. Außer man macht einen Shuttle Leopoldau - Floridsdorf.

Naja das glaube ich auch nicht, Züge mit Trasse auf der Stammstrecke haben auch eine Trasse auf der Nordbahn bis Leopoldau, und dort gibts bekanntlich eine (ungenutzte) Wendeanlage. Also die in Floridsdorf endenden Züge zu verlängern wär schon möglich, sofern diese nicht in den Stützpunkt müssen.

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Re: Sperre Reichsbrücke
« Antwort #11 am: 05. Februar 2019, 10:58:39 »
Die Britttabrücke ist zwar sicherlich eine Alternative, nur glaube ich, dass man dann zu Fuß schneller ist, da diese dann sicherlich komplett verstopft ist.

Du meinst die Brigittenauer Brücke. Und die war noch nie verstopft, nicht einmal wenn der VCM ist.

Es war einmal ein Unfall am Handelskai höhe Innstraße. Da war die Kreuzung nur Richtung Innstraße befahrbar. Da hat sich es ordentlich bis auf die Brücke gestaut, weil über die Innstraße und Engerthstraße nicht sehr viel abfliessen konnte.  ;)
Und der VCM findet selten Mittwochs vor Christi Himmerfahrt oder Fronleichnam statt. Die, meiner Meinung nach, stärksten Verkehrstage des ganzen Jahres.
Wobei, wenn nicht irgendein Unfall ist, die Brigittenauer Brücke auch an diesen Tagen wahrscheinlich nicht verstaut ist. Der Handelskai aber mit sicherheit.
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Re: Sperre Reichsbrücke
« Antwort #12 am: 05. Februar 2019, 11:21:31 »
Die Britttabrücke ist zwar sicherlich eine Alternative, nur glaube ich, dass man dann zu Fuß schneller ist, da diese dann sicherlich komplett verstopft ist.

Du meinst die Brigittenauer Brücke. Und die war noch nie verstopft, nicht einmal wenn der VCM ist.

Es war einmal ein Unfall am Handelskai höhe Innstraße. Da war die Kreuzung nur Richtung Innstraße befahrbar. Da hat sich es ordentlich bis auf die Brücke gestaut, weil über die Innstraße und Engerthstraße nicht sehr viel abfliessen konnte.  ;)
Und der VCM findet selten Mittwochs vor Christi Himmerfahrt oder Fronleichnam statt. Die, meiner Meinung nach, stärksten Verkehrstage des ganzen Jahres.
Wobei, wenn nicht irgendein Unfall ist, die Brigittenauer Brücke auch an diesen Tagen wahrscheinlich nicht verstaut ist. Der Handelskai aber mit sicherheit.

Nur dass da die meisten Autofahrer schon im vorhinein den Bereich großräumigst meiden. Und wer am Tag des Marathon in den Bezirken 2-9  mit dem Auto unterwegs ist, ist sowieso ein Masochist. Aber solche tage kannst du mit einem Spontangebrechen nicht vergleichen.

Aber man braucht ja auch nur schauen, was sich in Wien verkehrstechnisch abspielt, wenn einmal die Praterbrücke wegen einem Verkerhsunfall eine Totalsperre hat. Da kannst du alle Donaubrücken in Wien vergessen.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

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Re: Sperre Reichsbrücke
« Antwort #13 am: 05. Februar 2019, 12:42:17 »
Das Problem mit einer Verdichtung der S-Bahn nach Leopoldau wäre eher der Mangel an nicht eh schon verplanten Trassen nördlich von Floridsdorf. Da wird nur wenig zu holen sein. Außer man macht einen Shuttle Leopoldau - Floridsdorf.

Naja das glaube ich auch nicht, Züge mit Trasse auf der Stammstrecke haben auch eine Trasse auf der Nordbahn bis Leopoldau, und dort gibts bekanntlich eine (ungenutzte) Wendeanlage. Also die in Floridsdorf endenden Züge zu verlängern wär schon möglich, sofern diese nicht in den Stützpunkt müssen.

In der Theorie richtig, in der Praxis gibt es aber in der HVZ (und die ist ja die kritische Zeit) fast keine Züge, die in Floridsdorf enden. Das meinte ich mit "da wird nur wenig zu holen sein". Ohne jetzt im Detail zu schauen, mehr als 2 zusätzliche Züge in der Stunde in der HVZ wird schwer.

T-Dog18

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Re: Sperre Reichsbrücke
« Antwort #14 am: 05. Februar 2019, 15:59:40 »
Das Problem mit einer Verdichtung der S-Bahn nach Leopoldau wäre eher der Mangel an nicht eh schon verplanten Trassen nördlich von Floridsdorf. Da wird nur wenig zu holen sein. Außer man macht einen Shuttle Leopoldau - Floridsdorf.

Naja das glaube ich auch nicht, Züge mit Trasse auf der Stammstrecke haben auch eine Trasse auf der Nordbahn bis Leopoldau, und dort gibts bekanntlich eine (ungenutzte) Wendeanlage. Also die in Floridsdorf endenden Züge zu verlängern wär schon möglich, sofern diese nicht in den Stützpunkt müssen.

In der Theorie richtig, in der Praxis gibt es aber in der HVZ (und die ist ja die kritische Zeit) fast keine Züge, die in Floridsdorf enden. Das meinte ich mit "da wird nur wenig zu holen sein". Ohne jetzt im Detail zu schauen, mehr als 2 zusätzliche Züge in der Stunde in der HVZ wird schwer.

Ich habe bei der Verlängerung nicht so die HVZ gemeint. Zur HVZ fahrt eh alle 6-9 min ein Zug nach Leopoldau. Ich mein da eher die großen Löcher unter Tags