Autor Thema: Begrünte Wartehäuschen  (Gelesen 2458 mal)

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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #15 am: 16. August 2019, 11:23:02 »
Weil für die Betreuung kein Geld da ist. Beton kostet halt fast nix. Aber das checkt die SPÖ Wien halt nicht.

Bimdose

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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #16 am: 19. August 2019, 12:36:06 »
Die PR-Abteilung aus dem Rathaus hat etwas Neues entdeckt. Wir bauen zwar keine Rasengleise, aber grüne Wartehütteln. Hier die Presseaussendung. Mein Wunsch: Ein starkes Echo in der Öffentlichkeit, warum es nicht entsprechend Grün auch zwischen den Schienen gibt.

Sima: Begrünte Wartehäuschen als weiterer Beitrag im Kampf gegen Hitzeinseln

Utl.: Pilotprojekt mit kühlenden Blätterdächern aus 5 m langen
      Kletterpflanzen =

Wien (OTS) - Mit einer Vielzahl von Maßnahmen kämpft die Stadt Wien gegen klimawandelbedingte Hitzeinseln in der Stadt. Im Frühjahr hat Umwelt-Stadträtin Ulli Sima ein Maßnahmenpaket in der Höhe von rund 3 Millionen Euro auf den Weg gebracht: 2,3 Millionen Euro Klima-Förderung stehen für Bezirke zur Verfügung. Damit können zahlreiche Maßnahmen, wie die Pflanzung größerer Stadtbäume, Nebelduschen, Wasserfontänen oder Pergolen finanziert werden. Für Fassaden-, Dach und Innenhofbegrünungen wurden die bestehenden Fördermittel um rund 500.000 Euro erhöht. Zusätzlich gibt es ein 8 Mio. Euro Sonderbudget für großflächige Baumpflanzungen. Neben der Aufstockung des Budgets für Vertikalbegrünungen, Innen- und Dachbegrünungen sowie dem weiteren Ausbau von Grünflächen, gibt es nun einen Pilotversuch mit begrünten Wartehäuschen: „Die Wiener Stadtgärten waren hier erneut innovativ. Gemeinsam mit den Wiener Linien und Gewista haben sie ein System entwickelt und umgesetzt das mit schnellwüchsigen Pflanzen ein dichtes Blätterdach bildet. Damit wird das Wartehäuschen beschattet und die Umgebungstemperatur gesenkt. Zudem ist die Begrünung eine optische Aufwertung für die Umgebung“, so Öffi-Stadträtin Ulli Sima, die heute den Prototypen bei der Straßenbahnhaltestelle der Linie 1 am Franz Josefs Kai präsentiert hat. Zu Beginn werden fünf Wartehäuschen begrünt. Weitere Standorte sind am Julius-Raab-Platz gegenüber der Urania, am Parkring 12 A, der Vorgartenstraße bei U-Bahn-Station-Krieau, am Universitätsring Ecke Stadiongasse geplant. Das Pilotprojekt wird ein Jahr lang evaluiert.

Zwtl.: 5 m lange „Mauerkatzen“ bilden kühlendes Gründach

   Konkret werden dazu je zwei Stück 120 cm breite und 60 cm hohe Pflanztröge an der Rückseite der Wartehäuschen aufgestellt, die den Pflanzen ausreichend Lebensraum bieten und mit einem Wasserspeicher und einem wasserspeichernden, humosen Substrat ausgestattet sind. Sie werden mit rund fünf Meter langen Parthenocissus tricuspidata 'Veitchii' – auf Deutsch „Mauerkatze“ – bepflanzt. „Die Besonderheit ist, dass hier nicht nur die Vertikale begrünt wird, sondern sich die schnellwüchsigen Pflanzen aufs Dach legen und mit ihren großen, glänzenden Blättern in kurzer Zeit ein kühlendes Blätterdach bilden“, erklärt Joachim Chen, Stv. Leiter der Wiener Stadtgärten. Nach dem Sommer erfreut dann die prachtvolle, rote Herbstfärbung der Pflanzen das Auge der Öffi-Nutzerinnen und Nutzer. Die Pflege der begrünten Wartehäuschen aus dem Pilotversuch übernehmen die Wiener Stadtgärten. Vor einigen Monaten wurde parallel dazu gemeinsam mit drei Schülern der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau in Schönbrunn ein Begrünungsprojekt umgesetzt. Eine Haltestelle des 62A in Meidling wurde als Teil einer Diplomarbeit, die zur Aufgabe hatte, die Luftverschmutzung und den Klimawandel zu verringern, mit duftenden Kräutern begrünt. Eine direkte Bepflanzung am Dach ist bei den älteren Modellen der Wartehäuschen aus statischen Gründen und aufgrund der gebogenen Dachform schwierig. Bei den Wiener Linien gibt es rund 2.200 Wartehäuschen, die von der Gewista betrieben werden.

Zwtl.: Ideen-Challenge: Neue Begrünungsprojekte für Wartehäuschen gesucht

   Bei Neubauten von Wartehäuschen soll die Begrünung künftig bereits in die Planung einfließen. Dafür haben die Wiener Linien gemeinsam mit der innovationsfördernden öffentlichen Beschaffung (IÖB) eine Ideen-Challenge ins Leben gerufen. „Der öffentliche Verkehr ist nicht nur die Lebensader der Stadt, sondern schafft auch neue Lebensräume. Wir wollen innovative Architektinnen und Architekten, GärtnerInnen und anderen Unternehmen aktiv die Möglichkeit geben, ihre Ideen einzubringen“, so Günter Steinbauer, Geschäftsführer der Wiener Linien, über den Ideenwettbewerb. Bis 10. Oktober 2019 können die Ideen unter [http://innovationspartnerschaft.at/challenges] (http://innovationspartnerschaft.at/challenges) eingereicht werden. „Wir sind schon gespannt darauf, welche kreativen Konzepte am Markt sind. Nächstes Jahr wird es für das beste Konzept eine Ausschreibung geben.“ Die Öffis noch klimaschonender zu machen, steht derzeit klar im Fokus.

Zwtl.: Maßnahmenpaket „Cooles Wien“: Kampf gegen die urbanen Hitzeinseln

   Die Stadt Wien kämpft seit Jahren gegen den Klimawandel. Zentraler Hebel dabei ist der weitere Ausbau der Öffis oder die umweltfreundliche Energieversorgung. Neben den vielen aktiven Klimaschutzmaßnahmen müssen aber auch Maßnahmen gegen die bereits spürbaren Auswirkungen gesetzt werden. So gibt es in der ganzen Stadt an heißen Sommertagen „Sofortmaßnahmen“ mit cooling-Angeboten: Diese reichen von intervallgeschaltenen Sprühnebelduschen der Wiener Stadtgärtner an rund 50 Plätzen, über Sprühschläuche (insgesamt 600 Meter) auf besonders heißen Plätzen wie dem Schwarzenbergplatz oder dem Praterstern bis hin zum schon legendären „Sommerspritzer“ – der Innovation der Experten von Wiener Wasser. Dabei handelt es sich um 3 m hohe Aufsätze mit 34 feinen Sprüh-Düsen auf Hydranten inklusive Trinkvorrichtung. Aktuell befinden sich die Sommerspritzer am Praterstern, am Präuscherplatz, im Resselpark, im Votivpark und in der Arbeiterstrandbadstraße. Ein weiterer Ausbau  erfolgt im nächsten Jahr.

   In der ganzen Stadt gibt es über 1.000 Trinkbrunnen mit kühlem Gratis-Nass und die 25 über 3 m hohen mobilen Trinkbrunnen sind ebenfalls mit Sprühduschen versehen und kühlen die Umgebung. Wiener Wasser hat auch einen 12 m2 großen Wasservorhang im Einsatz, der für Freude und Abkühlung bei Alt und Jung sorgt.

Zwtl.: Nachhaltige Kühlungs-Offensiven – Förderung für die Bezirke

   Neben diesen „Sofortmaßnahmen“ an heißen Tagen setzt die Stadt Wien ein umfassendes Maßnahmenpaket „Cooles Wien“ um. Es wurde ein eingangs schon erwähntes 2,3 Mio. Euro schweres Förderpaket beschlossen, im Rahmen dessen die Bezirke kühlende und klimafreundliche Schritte kofinanziert bekommen:  Von Pflanzung größerer Stadtbäume und Staudenbeeten, über Maßnahmen fürs Wasserspeichern unter Bäumen im Rahmen des sogenannten „Schwammstadt-Projekts“, bis hin zur Entsiegelung befestigter Flächen zugunsten von Grünflächen und begrünte Pergolen, die Schatten und Verdunstungskühle spenden. Auch Wasserspiele, Sprühnebel und Trinkbrunnen können gefördert werden. Für Privatpersonen wurden die Förderungen für alle Vertikal-, Innenhof- und Dachbegrünungen auf 500.000 Euro aufgestockt und die Stadt Wien will heuer und nächstes Jahr 150 begrünte Häuser umsetzen.

   Alle Infos zu den Klima- und cooling-Maßnahmen auf: [https://www.wien.gv.at/umwelt/cooleswien/] (https://www.wien.gv.at/umwelt/cooleswien/)

   rk-Fotoservice: <a>www.wien.gv.at/presse/bilder</a>

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schaffnerlos

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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #17 am: 19. August 2019, 12:53:46 »
Zitat
Mit einer Vielzahl von Maßnahmen kämpft die Stadt Wien gegen klimawandelbedingte Hitzeinseln in der Stadt.
Zitat
Zu Beginn werden fünf Wartehäuschen begrünt. Weitere Standorte sind am Julius-Raab-Platz gegenüber der Urania, am Parkring 12 A, der Vorgartenstraße bei U-Bahn-Station-Krieau, am Universitätsring Ecke Stadiongasse geplant.

Und deshalb hat man fünf Standorte gewählt, welche auf der Hitzekarte im Bereich zwischen Blau und sanftem Gelb liegen. Dort, wo es Richtung Rot geht, wird nix aufgestellt.

Elin Lohner

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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #18 am: 19. August 2019, 14:10:30 »
Das pikante hierbei bei den begrünten Wartehäusern: Laut Radio Wien werden diese von der MA42 betreut.
Wieso geht plötzlich die Betreuung der begrünten Wartehäusern durch die MA42, jedoch nicht bei den Rasengleisen, wo nach wie vor gestritten wird, wer es machen soll? Weil der Gewista 99% der Wartehäusern gehört und nicht den Wiener Linien? ::)
Ich bin der Meinung, dass man eine neue Remise am Gelände des ehemaligen Nordwestbahnhofes bauen, und dann die bestehende Remise Brigittenau dem VEF/WTM übergeben sollte.

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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #19 am: 19. August 2019, 14:29:52 »
Das pikante hierbei bei den begrünten Wartehäusern: Laut Radio Wien werden diese von der MA42 betreut.
Wieso geht plötzlich die Betreuung der begrünten Wartehäusern durch die MA42, jedoch nicht bei den Rasengleisen, wo nach wie vor gestritten wird, wer es machen soll? Weil der Gewista 99% der Wartehäusern gehört und nicht den Wiener Linien? ::)

Der große Unterschied ist mMn, dass die Betreuung der grünen Wartehallen bei weiten nicht so intensiv ist. Und auch die Errichtungkosten sind ein Bruchteil von dem eines Rasengleises.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

WVB

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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #20 am: 19. August 2019, 15:00:16 »
Und deshalb hat man fünf Standorte gewählt, welche auf der Hitzekarte im Bereich zwischen Blau und sanftem Gelb liegen. Dort, wo es Richtung Rot geht, wird nix aufgestellt.
Ist ja der gleiche Unsinn wie mit der "coolen Straße" wo man sich die ohnehin schon relative kühle und schattige Hasnerstraße ausgesucht hat.

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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #21 am: 19. August 2019, 15:47:09 »
Ulli Sima holding things, heute: ein Blättchen
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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #22 am: 19. August 2019, 17:02:18 »
Und deshalb hat man fünf Standorte gewählt, welche auf der Hitzekarte im Bereich zwischen Blau und sanftem Gelb liegen. Dort, wo es Richtung Rot geht, wird nix aufgestellt.
Ist ja der gleiche Unsinn wie mit der "coolen Straße" wo man sich die ohnehin schon relative kühle und schattige Hasnerstraße ausgesucht hat.
Angesichts der zweifelhaften Methodik der Hitzekarte sollte man selbige nicht allzu ernst nehmen. Da bei der Ermittlung der Werte versucht wurde, das Hitzeempfinden der Bevölkerung entsprechend dem Alter und dem Gesundheitszustand miteinzubeziehen, gibt es einerseits dichtverbaute Stadtgebiete in Blautönen, andererseits Gebiete am Stadtrand mit viel Grün, die auf der Karte rot eingefärbt sind. Wenn man näher ranzoomt, wird's stellenweise vollkommen absurd: Da erscheinen Wohnhäuser in unmittelbarer Umgebung großer Grünflächen rot, die Grünflächen selbst blau.
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schaffnerlos

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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #23 am: 19. August 2019, 17:09:41 »
Das ist schon klar, dass man die Karte nicht 1:1 ernst nehmen darf, nichtsdestotrotz sind die geplanten Standorte alles andere als Hitzehotspots.

71er

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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #24 am: 19. August 2019, 17:51:15 »
Wenn man das Thema ernst nehmen würde, dann könnte man z.b. die Knöllgasse als Pilotprojekt für eine "Grüne Öffi Zone" hernehmen mit:
- Rasengleis bergauf
- durchgehend begrünte Wartehäuschen
- einigen Sträuchern oder kleinen Bäumen zwischen den Parkplätzen

Daraus könnte man dann auch wissenschaftlich relevante Daten ablesen.

Hubi

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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #25 am: 19. August 2019, 19:00:56 »
Zitat
Und auch die Errichtungkosten sind ein Bruchteil von dem eines Rasengleises.

Naja, bei 5000€ Begrünungskosten pro Wartehäuschen bezweifle ich das! :bh:

Tatra83

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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #26 am: 19. August 2019, 20:42:02 »
Weil das ja irgendwann wieder verschwindet. Hier die Ausschreibung der IÖB zur "Challenge: Greener Linien: Neue Wege mit begrünten Wartehäuschen". Ich persönlich finde diese Kriegsrhetorik ("sagt die Stadt den Kampf an") in dieser Sache eher abstoßend...

Zitat
Herausforderung
Wien sagt den Hitzeinseln im Sommer in der Stadt den Kampf an. Zu den Maßnahmen zählt die Schaffung von Grünflächen, die einen kühlenden Effekt auf das städtische Klima haben.

Einen Beitrag dazu leisten auch die Wiener Linien – unter anderem mit Grüngleisen beim verlängerten D-Wagen. Auch neue Wartehäuschen sollen in Zukunft nach Möglichkeit teilweise mit Begrünung gebaut werden.

So sieht die Situation derzeit aus: An zahlreichen Haltestellen von Bus- oder Straßenbahnlinien der Wiener Linien gibt es Unterstände. Im August spenden sie den Wartenden Schatten, im November halten sie trocken und im Februar schützen sie vor eiskaltem Wind. In den Wartehäuschen sind Sitzgelegenheiten, damit sich müde oder ältere Fahrgäste während der Wartezeit – oder auch Passanten – ausruhen können. Bei jedem Wartehäuschen gibt es Informationsvitrinen und Werbeflächen. Ein paar Exemplare sind historisch wertvoll und denkmalgeschützt. Aber im Grunde galt bis dato: Wartehäuschen sind funktionale Bauten und vornehmlich grau oder transparent.

Nun soll die Fläche, auf der neue Wartehäuschen errichtet werden, städtebaulich einen zusätzlichen Wert erhalten. Denn auch mit kleinen Grünflächen oder vertikalen grünen Wandelementen kann ein Beitrag zur Abkühlung von Hitzeinseln erfolgen. Damit würden die Wartehäuschen sich in die Kampagne Greener Linien einfügen.

Die Herausforderung besteht darin, dass das neu entwickelte Wartehäuschen für Bus- und Straßenbahnhalteständen zwar teilweise begrünt sein soll, jedoch gleichsam die Funktionen bisheriger Bauten erfüllen muss.

Die Wiener Linien wollen mit dieser IÖB-Challenge das Verständnis verschiedener Zugänge zur Thematik vertiefen und einen Überblick potentieller späterer Auftragnehmer gewinnen. Die Challenge richtet sich daher an Unternehmen, die für die Umsetzung in Frage kommen: innovative Architekten, Gärtner, Landschaftsplaner; Hersteller grüner Bauteile, Ausgründungen von Hochschulen etc.

Fragestellung
Welche spannenden Zugänge zur Entwicklung eines begrünten Wartehäuschens gibt es und wer sind potentielle Auftragnehmer für die Umsetzung eines Prototypen?
Gewünschtes Ergebnis
Ein Blick in die Zukunft: Das neue Wartehäuschen wertet den öffentlichen Raum auf. Der Unterstand sorgt durch die gewonnene grüne Fläche für eine angenehme Atmosphäre. Er trägt durch natürliche klimatische Effekte zur Senkung der gefühlten Temperatur in der Umgebung bei. Fahrgäste und Passanten fühlen sich wohl.

Die klassischen Funktionen und Anforderungen an Wartehäuschen sind nicht eingeschränkt. Grün bedeutet weiterhin auch:

- Sitzgelegenheiten, Überdachung und Wetterschutz für die Fahrgäste
- Barrierefreier Zugang und Nutzung
- Prävention gegen Vandalismus (um Verletzungsgefahr durch Bruchstücke zu verringern)
- keine Angsträume
- Gewährleistung der guten Sichtbarkeit von Werbeflächen– Formate für Werbeflächen entsprechend der Gewista-Formatbroschüre für City Light- Wartehallen sind berücksichtigt: https://www.gewista.at/de/services-fuer-produktion
- Einhaltung der gesetzlichen Normen, wie Mindestgehsteigbreiten, Sicherheitsabstände zur Straße oder Einhaltung des Lichtraumprofils
- Ein paar wichtige Voraussetzungen, um die Wartehäuschen potentiell an vielen Standorten realisieren zu können:
- Die Stabilität und Standfestigkeit muss gegeben sein. Die Nutzungszeit ist mit 20 Jahren bemessen.
- Für die Wartung reicht ein jährliches Intervall und eine künstliche Wasserzuleitung ist nicht notwendig.
- Die Kosten für die Errichtung der gesamten begrünten Konstruktion (inkl. Begrünung sowie Fundamentierungs- und Montagekosten, exkl. Einbau der Werbeflächen) sollen im Rahmen von etwa 40.000 € bleiben.

Aufruf zur Einreichung
Sie sind ein großes oder kleines Unternehmen bzw. eine Arbeitsgemeinschaft und kommen als Auftragnehmer für die Entwicklung des grünen Wartehäuschens oder von Teilen davon in Frage?

Klicken Sie auf den Button „Lösung einreichen“ und gestalten Sie Ihren Beitrag zu dieser Markterkundung. Halten Sie bereit:

Ein Titelbild:
Für die Anzeige Ihres Beitrags braucht es ein ansprechendes (Symbol-) Bild

Eine Beschreibung:
Gehen Sie vor allem darauf ein, wie Sie als Unternehmen/Arbeitsgemeinschaft zum gewünschten Ergebnis beitragen könnten. Was ist das spezielle/innovative an Ihrem Zugang? Welche Projekte haben Sie umgesetzt, die relevante Erfahrung bedeuten? Warum sind Sie nicht nur die Richtigen für ansprechendes grünes Design, sondern auch um die klassischen Funktionen und Anforderungen des Wartehäuschens umzusetzten?

Eine Zusammenfassung des Mehrwerts:
Bringen Sie Ihre wesentlichen Alleinstellungsmerkmale auf den Punkt!

Optional: Vertrauliche Informationen (nur für die Jury)

Optional: Eine Datei als Upload
Diese soll die Beschreibung ergänzen aber nicht ersetzen! Nutzen Sie sie z.B. für Fotos zu beschriebenen Projekten.

HINWEIS: Einreichungen im Konsortium sind möglich. Halten Sie sich kurz (Richtwert: maximal drei A4-Seiten oder zehn Präsentationsfolien insgesamt). Wir befinden uns mit der Challenge in der Markterkundung. Deshalb ist Folgendes noch nicht notwendig, um das Interesse zu wecken: völlig neu und extra für diese Challenge ausgearbeitete Konzepte, technische Entwürfe oder Machbarkeitsstudien.

Nutzen der Challenge und weiterer Projektverlauf
Durch die Beteiligung an der Challenge gelangen Sie auf das Radar des öffentlichen Auftraggebers. Die Jurymitglieder vergeben den Einreichungen Punkte. Dies führt zu einer Gesamtreihung und zeigt, welche Einreichungen bei einzelnen Kriterien besonders hervorstechen. Auf Basis dieser beiden Erkenntnisse entscheidet die Jury in einer Sitzung gemeinsam, welche 3-5 Unternehmen sie zu einem Innovationsdialog in Wien einladen möchte.

Sind Sie unter diesen Gewinnern und werden eingeladen, dann tauschen Sie sich beim Marktgespräch direkt mit den Projektverantwortlichen aus. Halten Sie sich dafür bitte vorsorglich den 29. November 2019 frei.

Durch Ihre Teilnahme entstehen auf Seiten des öffentlichen Auftraggebers neue Erkenntnisse und inhaltliches Verständnis. Dies ist wichtig, damit der öffentliche Auftraggeber nach der Markterkundung innovative Zugänge beim allfälligen Einkaufsprojekt nach dem Bundesvergabegesetz gut berücksichtigen kann.

Die Teilnehme kann noch mehr: Ihre Einreichung ist bis auf markierte Felder öffentlich einsehbar und bleibt auch nach Abschluss der Challenge als Ihre Visitenkarte einsehbar. Überzeugen Sie damit weitere interessierte öffentliche Auftraggeber oder mögliche Kooperationspartner.

Abhängig von den Ergebnissen sieht der weitere Projektplan folgendes vor:

Abhängig von den Ergebnissen könnte es nach dem Innovationsdialog der Challenge so weitergehen:
Vergabe eines Auftrag zur Gestaltung eines Wartehäuschens; Erprobung von Bau, Wartung, Alltagstauglichkeit anhand eines Prototypen über einen Jahreszyklus hinweg; später eine allfällige Umsetzung an mehreren Standorten

Q: https://www.ioeb-innovationsplattform.at/challenges/detail/greener-linien-neue-wege-mit-begruenten-wartehaeuschen/
Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. (Karl Lagerfeld)

tramway.at

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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #27 am: 19. August 2019, 23:15:38 »
In dem Zusammenhang ist evtl. interessant, was man sich anderswo zu den Haltestellen der Zukunft gedacht hat - obwohl dann nicht allzu viel realisiert wurde und die Pariser mit dem neuen Standard-Unterstand nicht ganz zufrieden sind. Aber man kann sich Ansätze abschauen:

http://www.tramway.at/fachartikel/2014-05-03-RS-Osmose.pdf

Es wäre ja eigentlich an der Zeit, die gut gelungene und zum WiLi-CI passende Haltestelle von Luigi Blau entsprechend weiter zu entwickeln, ursprünglich war sie eh als modulares System mit Erweiterungsmöglichkeiten gedacht. Die Begrünung zu integrieren sollte kein allzu großes Problem sein.
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #28 am: 20. August 2019, 07:20:04 »
In Wien wird das nicht mehr als ein PR-Gag werden. Man kann sich vorstellen, dass das Stadtgartenamt die Pflege für einen gewissen Zeitraum übernimmt (bis nach der Wahl oder bis der Medienrummel abgeklungen ist). Dann wird das Gestrüpp sich selbst überlassen und verdorrt innerhalb kürzester Zeit. Der mangelhaft ausgeführte Pflanztrog korrodiert schließlich und irgendwann wird das baufällige Wartehäuschen durch ein gewöhnliches neues ersetzt.

So wird man das Problem der urbanen Hitzeinseln jedenfalls nicht lösen können, da braucht es zunächst einmal ein kräftiges Umdenken in der Bodenversiegelungspolitik der Stadt. Man braucht sich ja nur die Stadterweiterungsgebiete der letzten Jahre und deren Betonorgien im Straßenraum anschauen. Wen wundert es noch, dass es von Jahr zu Jahr im Stadtsommer immer heißer wird? Die "dagegen" installierten Sprühnebelduschen sind eine Verhöhnung der leidtragenden Stadtbewohner. Sie wirken, als würde man eine kapitale U-Bahn-Störung beheben, indem man auf den Infoscreens Bilder von Ersatzbussen anzeigt.

Unterm Strich kann man auch sagen: Sobald die 7A irgendwas in die Kamera hält, ist jede weitere ernsthafte Beschäftigung mit dem zugrundeliegenden Anlass sinn- und zwecklos. :-\
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

Rodauner

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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #29 am: 20. August 2019, 08:35:16 »
Sobald die 7A irgendwas in die Kamera hält, ist jede weitere ernsthafte Beschäftigung mit dem zugrundeliegenden Anlass sinn- und zwecklos. :-\

Solange es die 7A in ihrer derzeitigen Funktion gibt. :lamp:
Du sollst hinter der gelben Linie bleiben, Wappler!