Autor Thema: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr  (Gelesen 77428 mal)

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Operator

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Ich möchte  hier eine Diskussion beginnen zum Thema Corona...
Was denkt Ihr? Wie wird sich das auf unsere öffentlichen Verkehrsmittel auswirken und wie reagieren die Wiener Linien?

Klingelfee

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1 am: 10. März 2020, 14:04:13 »
Also solange kein generelles Ausgangsverbot kommt, kann ich mir nicht vorstellen, daß es zu einem geplanten Angebot kommt.

Was natürlich schwieriger wird, offene Dienste nach zu besetzen.

Denn bei der jetzigen Situation werden einige Mitarbeiter keine Überstunden leisten, um so dass Ansteckrisiko für sich zu minimieren.

Ich zähle mich offen und ehrlich auch dazu.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

Bus

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #2 am: 10. März 2020, 14:08:59 »
In der Schweiz werden in den Postautos keine Fahrkarten mehr verkauft, die Vordertüre bleibt geschlossen. Diese Maßnahme wäre bei den WL nicht wirklich notwendig.

Operator

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #3 am: 10. März 2020, 14:10:12 »
In der Schweiz werden in den Postautos keine Fahrkarten mehr verkauft, die Vordertüre bleibt geschlossen. Diese Maßnahme wäre bei den WL nicht wirklich notwendig.
Wie schaut es derzeit in den betroffenen italenischen Städten aus? Gibt's da Informationen?

S. Böck

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #4 am: 10. März 2020, 14:25:18 »
Denn bei der jetzigen Situation werden einige Mitarbeiter keine Überstunden leisten, um so dass Ansteckrisiko für sich zu minimieren.

Ich zähle mich offen und ehrlich auch dazu.

Setzt das Unternehmen Maßnahmen, um die Ansteckungsgefahr für Mitarbeiter im Dienst zu minimieren (Desinfektionsmittelspender, gründliche Reinigung von Pausenräumen, WC's, etc., Anleitung zu mehr Hygiene & zum Reduzieren direkter Kontakte wie zb. Händeschütteln unterlassen, Umgang mit Fahrgästen,...)?

In den Fahrerkabinen ist das Personal wahrscheinlich gut geschützt, aber in den alten Hochflurfahrzeugen... ::)

Bus

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #5 am: 10. März 2020, 14:42:14 »
In der Schweiz werden in den Postautos keine Fahrkarten mehr verkauft, die Vordertüre bleibt geschlossen. Diese Maßnahme wäre bei den WL nicht wirklich notwendig.
Wie schaut es derzeit in den betroffenen italenischen Städten aus? Gibt's da Informationen?

Zumindest in Bozen/Meran ist dieselbe Maßnahme.

U4

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #6 am: 10. März 2020, 14:45:21 »
Denn bei der jetzigen Situation werden einige Mitarbeiter keine Überstunden leisten, um so dass Ansteckrisiko für sich zu minimieren.

Ich zähle mich offen und ehrlich auch dazu.

Setzt das Unternehmen Maßnahmen, um die Ansteckungsgefahr für Mitarbeiter im Dienst zu minimieren (Desinfektionsmittelspender, gründliche Reinigung von Pausenräumen, WC's, etc., Anleitung zu mehr Hygiene & zum Reduzieren direkter Kontakte wie zb. Händeschütteln unterlassen, Umgang mit Fahrgästen,...)?

In den Fahrerkabinen ist das Personal wahrscheinlich gut geschützt, aber in den alten Hochflurfahrzeugen... ::)
Meines Wissens in Erdberg NEIN - Motto Kopf in den Sand - und durchtauchen derzeit
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schaffnerlos

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #7 am: 10. März 2020, 14:53:28 »
In den Fahrerkabinen ist das Personal wahrscheinlich gut geschützt, aber in den alten Hochflurfahrzeugen... ::)

Das macht wohl keinen sehr großen Unterschied. Zur Not den vorderen Türflügel verriegeln.

Tatra83

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #8 am: 10. März 2020, 15:24:07 »
Meines Wissens in Erdberg NEIN - Motto Kopf in den Sand - und durchtauchen derzeit

Oh, ganz im Gegenteil, die Teamleiter telefonieren ihre Schäfchen durch, damit die wichtige Information weitergegeben wird, dass es nach einer möglichen Erkrankung/Absonderung/Quarantäne nach einer Reise in ein Risikogebiet keine Entgeltfortzahlung gibt.  :lamp:
Und ich dachte, mit der Straßenbahn bin ich schneller als zu Fuß.

Alex

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #9 am: 10. März 2020, 15:45:54 »
Meines Wissens in Erdberg NEIN - Motto Kopf in den Sand - und durchtauchen derzeit

Oh, ganz im Gegenteil, die Teamleiter telefonieren ihre Schäfchen durch, damit die wichtige Information weitergegeben wird, dass es nach einer möglichen Erkrankung/Absonderung/Quarantäne nach einer Reise in ein Risikogebiet keine Entgeltfortzahlung gibt.  :lamp:

Auf Basis welcher rechtlichen Grundlage? Wenn bei Reiseantritt keine Reisewarnung für die Gebiete seitens BMeiA bestanden hat, dann kann die Entgeltfortzahlung nicht ausgesetzt werden.
Bezogen auf öffentliche Verkehrsmittel hat Kurz heute in der PK verkündet, dass diese weiterhin fahren werden, um Mobilität für Personen, die kein Auto besitzen auch weiterhin zu gewährleisten. Heißt das im Umkehrschluss, dass jeder, der ein Auto besitzt damit jetzt innerhalb Wiens zur Arbeit fahren muss? Werden dann auch die Kurzparkregelungen außer Kraft gesetzt?

schaffnerlos

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #10 am: 10. März 2020, 16:00:44 »
dass es nach einer möglichen Erkrankung/Absonderung/Quarantäne nach einer Reise in ein Risikogebiet keine Entgeltfortzahlung gibt.
Auf Basis welcher rechtlichen Grundlage? Wenn bei Reiseantritt keine Reisewarnung für die Gebiete seitens BMeiA bestanden hat, dann kann die Entgeltfortzahlung nicht ausgesetzt werden.

Das nicht, aber der Arbeitsnehmer muss auch außer Dienst alle Möglichkeiten ausschöpfen, seine Arbeitsfährigkeit zu erhalten. Das heißt, keinen Reiseantritt in ein Gebiet mit Reisewarnung, ggf. vorzeitige Heimkehr (derzeit für Italien der Fall). Im Krankheitsfall darf er keine Maßnahmen setzen bzw. unterlassen, welche die Gesundung verhindern oder hinauszögern. In diesem Fall besteht kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung.

Alex

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #11 am: 10. März 2020, 16:41:20 »
dass es nach einer möglichen Erkrankung/Absonderung/Quarantäne nach einer Reise in ein Risikogebiet keine Entgeltfortzahlung gibt.
Auf Basis welcher rechtlichen Grundlage? Wenn bei Reiseantritt keine Reisewarnung für die Gebiete seitens BMeiA bestanden hat, dann kann die Entgeltfortzahlung nicht ausgesetzt werden.

Das nicht, aber der Arbeitsnehmer muss auch außer Dienst alle Möglichkeiten ausschöpfen, seine Arbeitsfährigkeit zu erhalten. Das heißt, keinen Reiseantritt in ein Gebiet mit Reisewarnung, ggf. vorzeitige Heimkehr (derzeit für Italien der Fall). Im Krankheitsfall darf er keine Maßnahmen setzen bzw. unterlassen, welche die Gesundung verhindern oder hinauszögern. In diesem Fall besteht kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung.
Das ist aber dann eigentlich das Gegenteil von dem, was Tatra83 geschrieben hat. Sprich, selbst wenn er so schnell wie möglich heimkommt, dann MUSS er in Quarantäne bzw. sich komplett auskurieren, bevor er wieder am Arbeitsplatz erscheinen darf. Damit hat er ein Anrecht auf Entgeltfortzahlung. Das Anrecht verliert er nur, wenn er fahrlässig handelt, also zum Zeitpunkt einer Reisewarnung in ein betroffenes Gebiet fährt (zählt Tirol nicht auch schon dazu?) oder eben nicht umgehend von dort abreist.

denond

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #12 am: 10. März 2020, 16:51:08 »
In den Fahrerkabinen ist das Personal wahrscheinlich gut geschützt, aber in den alten Hochflurfahrzeugen... ::)

Das macht wohl keinen sehr großen Unterschied. Zur Not den vorderen Türflügel verriegeln.

Der vorderste Türflügel darf nicht verriegelt sein, da der Fahrer jederzeit schnellstens aus dem Zug sein muß. Außerdem steht dieser Türflügel jederzeit unter Beobachtung des Fahrers.

Seit Samstag gilt auch die Maxime, bei allen Fahrzeugen, die zentrales Öffnen eingebaut haben, diese Einrichtung zu verwenden: Folgende Typen kommen in Frage: A A1, B B1, D, T T1, v/V-Züge.
Das dient dazu, daß Fahrgäste die Türtaster - zumindest von außen - nicht berühren müssen und somit eine der möglichen Übertragungsquellen wegfällt.

schaffnerlos

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #13 am: 10. März 2020, 16:53:04 »
Sprich, selbst wenn er so schnell wie möglich heimkommt, dann MUSS er in Quarantäne bzw. sich komplett auskurieren, bevor er wieder am Arbeitsplatz erscheinen darf. Damit hat er ein Anrecht auf Entgeltfortzahlung. Das Anrecht verliert er nur, wenn er fahrlässig handelt, also zum Zeitpunkt einer Reisewarnung in ein betroffenes Gebiet fährt (zählt Tirol nicht auch schon dazu?) oder eben nicht umgehend von dort abreist.

Nichts anderes habe ich behauptet. Wie das mit den betroffenen Gebieten in Österreich ist, weiß ich nicht, weil ja das Außenministerium wohl keine Reisewarnung für Tirol herausgeben wird. Das Deutsche Auswärtige Amt zählt Österreich nicht zu den Risikogebieten.

Wagenbeweger

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #14 am: 10. März 2020, 16:53:41 »
In den Fahrerkabinen ist das Personal wahrscheinlich gut geschützt, aber in den alten Hochflurfahrzeugen... ::)

Das macht wohl keinen sehr großen Unterschied. Zur Not den vorderen Türflügel verriegeln.

Der vorderste Türflügel darf nicht verriegelt sein, da der Fahrer jederzeit schnellstens aus dem Zug sein muß. Außerdem steht dieser Türflügel jederzeit unter Beobachtung des Fahrers.

Seit Samstag gilt auch die Maxime, bei allen Fahrzeugen, die zentrales Öffnen eingebaut haben, diese Einrichtung zu verwenden: Folgende Typen kommen in Frage: A A1, B B1, D, v/V-Züge.
Das dient dazu, daß Fahrgäste die Türtaster - zumindest von außen - nicht berühren müssen und somit eine der möglichen Übertragungsquellen wegfällt.

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