Autor Thema: Projekt 2020: Straßenbahn Kaltenleutgeben  (Gelesen 1532 mal)

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Projekt 2020: Straßenbahn Kaltenleutgeben
« am: 28. November 2020, 19:29:00 »
Nachdem ich nun hörte, dass das Projekt ernsthafter untersucht wird als wir bisher dachten, eröffne ich hier mal einen passenden Thread.
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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Lerchenfelder

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn Kaltenleutgeben
« Antwort #1 am: 29. November 2020, 10:53:57 »
Nun, die Diskussion dazu haben wir ja schon in anderen Threads, etwa in jenem zur rot-pinken Verkehrspolitik begonnen. Ich halte von dem Projekt wirklich sehr wenig, es gibt zweifelsohne wichtigeres. Aber zumindest dieses NÖ-Projekt ist für nicht sowieso das Papier nicht wert auf dem es steht. Das ist halt genauso ein Lippenbekenntnis sei wie 2015 im Koalitionsprogramm gestanden ist, dass man Machbarkeitsstudien zur Umstellung des 48A und des 62A auf Straßenbahn erstellen lassen will! Hat man dann jemals wieder was davon gehört?...

Hauptbahnhof

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn Kaltenleutgeben
« Antwort #2 am: 29. November 2020, 11:15:03 »
Ich frage mich bei diesem Projekt, wie man da die Anbindung ans übrige Netz der WLB bzw. Wiener Linien erreichen will?  :D

Halbstarker

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn Kaltenleutgeben
« Antwort #3 am: 29. November 2020, 11:16:47 »
Nachdem ich nun hörte, dass das Projekt ernsthafter untersucht wird als wir bisher dachten, eröffne ich hier mal einen passenden Thread.
Aus dem zweiten von Dir verlinkten Dokument (Sima):

Zitat Biach:
Quote:
Wien hat die einmalige Chance zur Welthauptstadt der Straßenbahnen zu werden, wenn weiter klug investiert wird.
Unquote.
Immerhin!  :D

Weiter aus dem Dokument - Quote:
Geplant ist der Betrieb in Form des bereits seit vielen Jahrzehnten auf der Badner Bahn bewährten Tram-Train-Systems ...
Unquote.

Ist es für einen Tram-Train nicht typisch, dass dieser unter verschiedenen Stromsystemen (Gleich- und Wechselstrom) und nicht nur unter verschiedenen Gleichspannungen verkehrt? Deshalb wäre mir die Bezeichnung "Tram-Train" für die WLB nie eingefallen.

Ceterum censeo autocineta omnibus delenda esse!

KSW

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn Kaltenleutgeben
« Antwort #4 am: 29. November 2020, 11:24:37 »
Ist es für einen Tram-Train nicht typisch, dass dieser unter verschiedenen Stromsystemen (Gleich- und Wechselstrom) und nicht nur unter verschiedenen Gleichspannungen verkehrt? Deshalb wäre mir die Bezeichnung "Tram-Train" für die WLB nie eingefallen.
Naja, in erster Linie würde ich sagen, dass die Bahn sowohl unter den rechtlichen (wie auch technischen) Bedingungen Strab und Eisenbahn verkehrt - die unterschiedlichen Stromsysteme sind dann die logische Konsequenz daraus. Ich würde die Nordhausener Combino Duo ebenso als TramTrain bezeichnen, auch wenn diese 600V DC und Diesel haben.
Insofern stimmt die WLB schon, denn sie verkehrt ja ab Schedifkaplatz als Eisenbahn, hat das Lichtraumprofil und die Gleisgeometrie dafür.

Halbstarker

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn Kaltenleutgeben
« Antwort #5 am: 29. November 2020, 11:47:40 »
Ok., Danke, so hab ich's noch gar nicht betrachtet.
Ob AC oder DC ist letztendlich sekundär.
Ceterum censeo autocineta omnibus delenda esse!

43er

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn Kaltenleutgeben
« Antwort #6 am: 29. November 2020, 12:14:58 »
Im Jahr 2010 pendelten aus den Wiener Umlandgemeinden ca. 185.000 Personen an einem Wertagsmorgen (zw. 6-9 Uhr) in die Stadt Wien hinein.

Davon waren 4800 Pers. aus dem Raum Breitenfurt (also inkl. Kaltenleutgeben).
Dabei ist die Verteilung ÖV- MIV 18%(ca. 850 Pers.) zu 82%(ca. 4000 Pers.)

Ob sich das Auszahlt....?


Klingelfee

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn Kaltenleutgeben
« Antwort #7 am: 29. November 2020, 12:30:58 »

Ob sich das Auszahlt....?

Ich würde eher sagen, da gibt es irgendeinen wichtigen Mitbürger, der unbedingt ein Schienenfahrzeug vor der Haustür haben will.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

t12700

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn Kaltenleutgeben
« Antwort #8 am: 29. November 2020, 12:36:48 »

Ob sich das Auszahlt....?

Ich würde eher sagen, da gibt es irgendeinen wichtigen Mitbürger, der unbedingt ein Schienenfahrzeug vor der Haustür haben will.
Sprichst du da von einem gewissen Forenmitglied? >:D >:D

LG t12700
Auf dass uns die E1 noch lange erhalten bleiben!

Katana

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn Kaltenleutgeben
« Antwort #9 am: 29. November 2020, 14:42:12 »
Im Jahr 2010 pendelten aus den Wiener Umlandgemeinden ca. 185.000 Personen an einem Wertagsmorgen (zw. 6-9 Uhr) in die Stadt Wien hinein.

Davon waren 4800 Pers. aus dem Raum Breitenfurt (also inkl. Kaltenleutgeben).

Für die weitere Diskussion Zahlen der Statistik Austria zu den Erwerbspendlern für die Gemeinde zum Stichtag 1.10.2018

Breitenfurt (5872 EW)
Einpendler 775
Auspendler 2104
davon 298 (14 %) nach Wien Liesing, 230 nach Wien Innere Stadt, 114 nach Wien Favoriten, 99 nach Wien Hietzing, 98 nach Wien Landstraße, 84 nach Wien Meidling, 76 nach Perchtoldsdorf, 76 nach Wien Leopoldstadt, 60 nach Brunn am Gebirge, 53 nach Wien Simmering, etc.

Kaltenleutgeben (3312 EW)
Einpendler 191
Auspendler 1410
davon 191 nach Wien Liesing (14 %), 171 nach Wien Innere Stadt, 79 nach Wien Favoriten, 73 nach Wien Landstraße, 66 nach Perchtoldsdorf, 52 nach Brunn a. Gebirge, 51 nach Mödling, 48 nach Wien Leopoldstadt, 47 nach Wien Hietzing, 39 nach Vösendorf, etc.

MK

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn Kaltenleutgeben
« Antwort #10 am: 30. November 2020, 08:57:36 »
Ok., Danke, so hab ich's noch gar nicht betrachtet.
Ob AC oder DC ist letztendlich sekundär.

Man darf auch nicht vergessen, dass in anderen Ländern teilweise der "Train" auch mit Gleichstrom verkehrt.
So vergeht Jahr um Jahr, und es ist mir längst klar, dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war.