Autor Thema: Immer wieder Fahrtbehinderungen durch Falschparker im 18.ten und 19.ten  (Gelesen 2537 mal)

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U4

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Ich beobachte seit längerer Zeit die Störungsmeldungen und sehe, dass die Falschparker und damit Störungen entlang der Straßenbahnlinien n den Bezirken 18 und 19 stark überwiegen. Woran liegt das ???
Straßen zu eng, oder zu große Fahrzeuge ?
🥒 Haltestelle NEU -  die schlechteste Version seit Beginn der Haltestellen, Stangln die fast nicht zu sehen sind im Bild der Stadt

95B

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Ich beobachte seit längerer Zeit die Störungsmeldungen und sehe, dass die Falschparker und damit Störungen entlang der Straßenbahnlinien n den Bezirken 18 und 19 stark überwiegen. Woran liegt das ???
Straßen zu eng, oder zu große Fahrzeuge ?

Autos, vor allem teure, werden immer breiter, Straßen hingegen nicht. Die Entfernung der über die Jahrzehnte zu schmal gewordenen Stellplätze passiert nur äußerst zögernd.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

Ferry

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Autos, vor allem teure, werden immer breiter, Straßen hingegen nicht. Die Entfernung der über die Jahrzehnte zu schmal gewordenen Stellplätze passiert nur äußerst zögernd.

Das kann man auch gut in Garagen beobachten, wo breite SUVs mittlerweile so abgestellt werden (müssen), dass das Einsteigen nur mehr von der Fahrerseite oder Beifahrerseite aus möglich ist.

Bei uns in Alterlaa soll es auch schon vorgekommen sein, dass Mietern von Garagenplätzen diese gekündigt wurden, weil ihre viel zu großen Fahrzeuge zu weit in die Fahrbahn hineingeragt haben. Mir ist persönlich zwar kein Fall bekannt, aber ich kann mir das gut vorstellen - unser Sicherheitsdienst geht regelmäßig durch die Garagen und meldet solche Fälle der Hausverwaltung.

Das ist eben das Problem mit neuen Autos - diese werden größer, die Parkplätze nicht...  ::)
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

abc

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Leider tut die Politik nichts dagegen, diese Entwicklung in irgendeiner Form einzuschränken. Selbst der Lokalpolitik sind ja nicht völlig die Hände gebunden. Wieso sollte man das Parkpickerl und auch Parkgebühren von Breite und Länge des Autos abhängig machen, bei spürbar höheren Preisen für große Autos? Wieso sollte man gewisse Stellplätze nicht in Länge und/oder Breite begrenzen, oder bei der Breite sogar bestimmte Straßen? Wieso sollte man für die Blockade einer Bim nicht horrende Gebühren nehmen, vielleicht ein dreistelliger Betrag pro verursachter Verspätungsminute? (Entsprechende Berichterstattung in Heute & Co. wäre zur Vorbeugung weiterer Vorfälle sicher hilfreich...) Wieso nicht Fahrzeuge, die in den Radweg hineinragen, konsequent abschleppen (und bitte im Waldviertel ohne ÖV-Anbindung abstellen, abholbar einmal am 2. Dienstag im Monat [außer an Feiertagen] von 3 bis 4 Uhr morgens)?

Der Trend zeigt aber auch, wie selbstverständlich viele Autofahrende den öffentlichen Raum als ihr Eigentum betrachten, und überhaupt kein Problem damit haben, noch mehr Platz einzunehmen. Schuld an wegfallenden Parkplätzen sind dann natürlich (wie in den Kreisen üblich) nicht die immer breiteren und längeren Autos, sondern Bims, Radfahrende oder Zu-Fuß-Gehende.

Bus

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  • Der Bushase
Leider tut die Politik nichts dagegen, diese Entwicklung in irgendeiner Form einzuschränken. Selbst der Lokalpolitik sind ja nicht völlig die Hände gebunden. Wieso sollte man das Parkpickerl und auch Parkgebühren von Breite und Länge des Autos abhängig machen, bei spürbar höheren Preisen für große Autos? Wieso sollte man gewisse Stellplätze nicht in Länge und/oder Breite begrenzen, oder bei der Breite sogar bestimmte Straßen? Wieso sollte man für die Blockade einer Bim nicht horrende Gebühren nehmen, vielleicht ein dreistelliger Betrag pro verursachter Verspätungsminute? (Entsprechende Berichterstattung in Heute & Co. wäre zur Vorbeugung weiterer Vorfälle sicher hilfreich...) Wieso nicht Fahrzeuge, die in den Radweg hineinragen, konsequent abschleppen (und bitte im Waldviertel ohne ÖV-Anbindung abstellen, abholbar einmal am 2. Dienstag im Monat [außer an Feiertagen] von 3 bis 4 Uhr morgens)?

Der Trend zeigt aber auch, wie selbstverständlich viele Autofahrende den öffentlichen Raum als ihr Eigentum betrachten, und überhaupt kein Problem damit haben, noch mehr Platz einzunehmen. Schuld an wegfallenden Parkplätzen sind dann natürlich (wie in den Kreisen üblich) nicht die immer breiteren und längeren Autos, sondern Bims, Radfahrende oder Zu-Fuß-Gehende.

Wenn man sich ansieht, wie die Generation Elektroscooter ihre Mietobjekte am Gehtsteig abstellen, dann ist die Rücksichtlosigkeit bei dieser Gruppen momentan leider am größten. Das das so geduldet wird vom Dicken im Rathaus, wundert mich sowieso.


coolharry

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Wieso sollte man das Parkpickerl und auch Parkgebühren von Breite und Länge des Autos abhängig machen, bei spürbar höheren Preisen für große Autos?

Tübingen in Deutschland hat das eingeführt. Der Aufschrei war groß. Allerdings nur übers Gewicht der Fahrzeuge. War vielleicht mit der höheren Abnützung besser argumentierbar.
Ich wäre ja für ein Parkpickerl mit Quadratmeterpreis. Dimensionen des Autos sind der Zulassungsbehörde ja bekannt. Einfach darüber die höhe Ermitteln. Z.B: 1,50€ pro m². Würde ein Up auf ~8,71€ und ein neuer Polo auf rund 10,60 im Monat kommen. Ein VW Bus auf ~14,50 im Monat. Ein VW Touareg auf ca. 14,52€. Zumindest das Parkpickerl könnte man damit anpassen. Jährlich wäre das eine Spanne von 104,52 - 174,24 (zzgl. Bearbeitungsgebühr).
Weil ein menschlicher Hühnerstall nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann.

abc

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Leider tut die Politik nichts dagegen, diese Entwicklung in irgendeiner Form einzuschränken. Selbst der Lokalpolitik sind ja nicht völlig die Hände gebunden. Wieso sollte man das Parkpickerl und auch Parkgebühren von Breite und Länge des Autos abhängig machen, bei spürbar höheren Preisen für große Autos? Wieso sollte man gewisse Stellplätze nicht in Länge und/oder Breite begrenzen, oder bei der Breite sogar bestimmte Straßen? Wieso sollte man für die Blockade einer Bim nicht horrende Gebühren nehmen, vielleicht ein dreistelliger Betrag pro verursachter Verspätungsminute? (Entsprechende Berichterstattung in Heute & Co. wäre zur Vorbeugung weiterer Vorfälle sicher hilfreich...) Wieso nicht Fahrzeuge, die in den Radweg hineinragen, konsequent abschleppen (und bitte im Waldviertel ohne ÖV-Anbindung abstellen, abholbar einmal am 2. Dienstag im Monat [außer an Feiertagen] von 3 bis 4 Uhr morgens)?

Der Trend zeigt aber auch, wie selbstverständlich viele Autofahrende den öffentlichen Raum als ihr Eigentum betrachten, und überhaupt kein Problem damit haben, noch mehr Platz einzunehmen. Schuld an wegfallenden Parkplätzen sind dann natürlich (wie in den Kreisen üblich) nicht die immer breiteren und längeren Autos, sondern Bims, Radfahrende oder Zu-Fuß-Gehende.

Wenn man sich ansieht, wie die Generation Elektroscooter ihre Mietobjekte am Gehtsteig abstellen, dann ist die Rücksichtlosigkeit bei dieser Gruppen momentan leider am größten. Das das so geduldet wird vom Dicken im Rathaus, wundert mich sowieso.

Wer soll denn "die Generation Elektroscooter" sein? Je nach Tageszeit und Ort sehe ich zwischen Jugendlichen und Menschen Mitte 50 eigentlich alle Altersgruppen. Außerdem macht der eine Missstand den anderen ja nicht besser.

Wieso sollte man das Parkpickerl und auch Parkgebühren von Breite und Länge des Autos abhängig machen, bei spürbar höheren Preisen für große Autos?

Tübingen in Deutschland hat das eingeführt. Der Aufschrei war groß. Allerdings nur übers Gewicht der Fahrzeuge. War vielleicht mit der höheren Abnützung besser argumentierbar.
Ich wäre ja für ein Parkpickerl mit Quadratmeterpreis. Dimensionen des Autos sind der Zulassungsbehörde ja bekannt. Einfach darüber die höhe Ermitteln. Z.B: 1,50€ pro m². Würde ein Up auf ~8,71€ und ein neuer Polo auf rund 10,60 im Monat kommen. Ein VW Bus auf ~14,50 im Monat. Ein VW Touareg auf ca. 14,52€. Zumindest das Parkpickerl könnte man damit anpassen. Jährlich wäre das eine Spanne von 104,52 - 174,24 (zzgl. Bearbeitungsgebühr).

 :up:

contra

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Zitat
Autos, vor allem teure, werden immer breiter, Straßen hingegen nicht. Die Entfernung der über die Jahrzehnte zu schmal gewordenen Stellplätze passiert nur äußerst zögernd.

Nur zum Vergleich die Maße eines VW Polo aus 1977 und Heute:
Polo 1977: Länge :360 cm, Breite :156 cm
Polo 2022: Länge :407.4 cm, Breite :175.1 cm

Und ich würde einen Polo nicht zu den teuren Autos zählen!


haidi

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Wieso sollte man für die Blockade einer Bim nicht horrende Gebühren nehmen, vielleicht ein dreistelliger Betrag pro verursachter Verspätungsminute?
Gebührenkann man nicht verlangen, nur Strafen im Verwaltungsstrafverfahren. Dabei müssen auch Grenzen eingehalten werden, man kann einem Autofahrer, der die Straßenbahn blockiert nicht die höchstmögliche Strafe geben, dazu müssen etliche gleichartige Verfehlungen und eventuell noch andere Begleitumstände sein, wie z.B. dass der Straßenbahnfahrer den Einpakrenden auf die Blockade aufmerksam gemacht hat und der Parkende trotzdem nicht weggefahren ist.

Man könnte es so wie die Münchner(?) machen, die bei einer Blockade den Abschleppwagen verständigen und sofort Taxis rufen, die die Weiterbeförderung der Fahrgäste übernehmen. Diese Taxikosten werden vom Falschparker eingetrieben, da kommen empfindliche Summen zusammen.
Die Wiener Linien bräuchten nur einmal ein derartiges Vorgehen bis zum OGH durchziehen, eventuell in einem getürkten Verfahren, d.h. sie lassen einen WL-Mitarbeiter falsch parken und kommen für die gesamten Kosten bis zum OGH auf.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

abc

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Wieso sollte man für die Blockade einer Bim nicht horrende Gebühren nehmen, vielleicht ein dreistelliger Betrag pro verursachter Verspätungsminute?
Gebührenkann man nicht verlangen, nur Strafen im Verwaltungsstrafverfahren. Dabei müssen auch Grenzen eingehalten werden, man kann einem Autofahrer, der die Straßenbahn blockiert nicht die höchstmögliche Strafe geben, dazu müssen etliche gleichartige Verfehlungen und eventuell noch andere Begleitumstände sein, wie z.B. dass der Straßenbahnfahrer den Einpakrenden auf die Blockade aufmerksam gemacht hat und der Parkende trotzdem nicht weggefahren ist.

Man könnte es so wie die Münchner(?) machen, die bei einer Blockade den Abschleppwagen verständigen und sofort Taxis rufen, die die Weiterbeförderung der Fahrgäste übernehmen. Diese Taxikosten werden vom Falschparker eingetrieben, da kommen empfindliche Summen zusammen.

Das zeigt leider, wie sehr die aktuelle Rechtslage auf das Auto zugeschnitten ist. :(

Die Wiener Linien bräuchten nur einmal ein derartiges Vorgehen bis zum OGH durchziehen, eventuell in einem getürkten Verfahren, d.h. sie lassen einen WL-Mitarbeiter falsch parken und kommen für die gesamten Kosten bis zum OGH auf.

Naja, ein getürktes Verfahren sicher nicht, aber an sich klingt das Vorgehen gut. Es dauert wahrscheinlich sowieso nicht allzu lange, bis der Fall mal wieder eintritt.

haidi

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Wieso sollte man für die Blockade einer Bim nicht horrende Gebühren nehmen, vielleicht ein dreistelliger Betrag pro verursachter Verspätungsminute?
Gebührenkann man nicht verlangen, nur Strafen im Verwaltungsstrafverfahren. Dabei müssen auch Grenzen eingehalten werden, man kann einem Autofahrer, der die Straßenbahn blockiert nicht die höchstmögliche Strafe geben, dazu müssen etliche gleichartige Verfehlungen und eventuell noch andere Begleitumstände sein, wie z.B. dass der Straßenbahnfahrer den Einpakrenden auf die Blockade aufmerksam gemacht hat und der Parkende trotzdem nicht weggefahren ist.

Man könnte es so wie die Münchner(?) machen, die bei einer Blockade den Abschleppwagen verständigen und sofort Taxis rufen, die die Weiterbeförderung der Fahrgäste übernehmen. Diese Taxikosten werden vom Falschparker eingetrieben, da kommen empfindliche Summen zusammen.

Das zeigt leider, wie sehr die aktuelle Rechtslage auf das Auto zugeschnitten ist. :(
Das ist wieder einmal eine Smombies-Aussage. Es zeigt nicht, dass die Rechtslage auf das Auto zugeschnitten ist, sondern dass im Verwaltungsstrafverfahren für das Auto keine strengere Rechtslage herrscht als für anderen Fälle.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

38ger

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Also grundsätzlich ist es illegal mit dem Reifen auch nur einen mm über die Linie der Parkmarkierung hinauszuragen. Ob das in Wien genauso streng kontrolliert wird, wie das Parkpickerl weiß ich nicht, sinnvoll wäre es - natürlich auch dort, wo keine Straßenbahn daneben fährt, denn nur so könnte man die Autofahrer dahinfehend erziehen, dass sie auch in Schienenstraßen auf die Parkmarkierungen achten. Natürlich gibt es auch unmarkierte Parkplätze, zumindest neben Straßenbahngleisen dürfte das aber eine seltene Ausnahme sein.

hema

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Also grundsätzlich ist es illegal mit dem Reifen auch nur einen mm über die Linie der Parkmarkierung hinauszuragen.
In Wohn- und Spielstraßen.
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

MK

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Das ist wieder einmal eine Smombies-Aussage. Es zeigt nicht, dass die Rechtslage auf das Auto zugeschnitten ist, sondern dass im Verwaltungsstrafverfahren für das Auto keine strengere Rechtslage herrscht als für anderen Fälle.

Doch, natürlich. Wenn sich eine Person auf die Straße setzt und damit den Verkehr blockiert, wird sie verhaftet. Wenn dieselbe Person ihr Auto so abstellt, dass das Auto den Verkehr blockiert, wird das Auto höchstens abgeschleppt und es gibt eine Verwaltungsstrafe.

Was das mit Smombies zu tun haben soll, weiß ich aber nicht.
So vergeht Jahr um Jahr, und es ist mir längst klar, dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war.

coolharry

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Doch, natürlich. Wenn sich eine Person auf die Straße setzt und damit den Verkehr blockiert, wird sie verhaftet. Wenn dieselbe Person ihr Auto so abstellt, dass das Auto den Verkehr blockiert, wird das Auto höchstens abgeschleppt und es gibt eine Verwaltungsstrafe.

Nein. Wenn sich eine Person auf die Straße setzt und den Verkehr blockiert, dann tut sie das im ersten Moment. Kommt ein Polizist und sagt, dass sie weg gehen soll und sie tut es dann auch passiert, genau, nichts. Ausser eventuell eines Verwaltungsverfahrens wegen Verkehrsbehinderung. Kommt sie der Aufforderung der Polizei nicht nach (was bei Demos eigentlich immer der Grund ist warum Verhaftungen ausgesprochen werden), dann wird sie verhaftet. Weil sie sich eben der Anordnung der Polizei widersetzt. Analog der Missachtung von Anhaltezeichen bei einer Verkehrskontrolle.
Weil ein menschlicher Hühnerstall nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann.