Autor Thema: Wiener Linien testen Schranken gegen Bimgleis-Unfälle  (Gelesen 3801 mal)

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Klingelfee

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Re: Wiener Linien testen Schranken gegen Bimgleis-Unfälle
« Antwort #15 am: 09. August 2022, 15:24:52 »
Ist dort nicht ein selbstständiger Gleiskörper? Dort haben Autos usw. eh nix verloren.
Auch Einsatzfahrzeuge landen in Wien in Gleisbaustellen.
Ich denke, man will einmal schauen, wie zuverlässig der Schranken ist.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

95B

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Re: Wiener Linien testen Schranken gegen Bimgleis-Unfälle
« Antwort #16 am: 09. August 2022, 15:25:35 »
Ist dort nicht ein selbstständiger Gleiskörper? Dort haben Autos usw. eh nix verloren.
Auch Einsatzfahrzeuge landen in Wien in Gleisbaustellen.
Ich denke, man will einmal schauen, wie zuverlässig der Schranken ist.

Hoffentlich zuverlässiger als die Kletterweiche.
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T1

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Re: Wiener Linien testen Schranken gegen Bimgleis-Unfälle
« Antwort #17 am: 09. August 2022, 15:37:05 »
Beim ersten Beispiel sind aber nicht die Fahrgäste schuld... :blank:

Doch, die HST hat das Kreuz, und eine große gelbe Tafel sagt, dass die Züge am 5er-Bahnsteig fahren. Das KO sollte die FG eigentlich informieren, tut aber nx. Dass das RBL Quatsch anzeigt bzw nicht verhüllt wurde, ist halt  :luck:
Beim ersten Beispiel sind aber nicht die Fahrgäste schuld... :blank:
Ähm…doch?!
Nein, woher soll der Fahrgast wissen, welche der widersprechenden Infos korrekt ist?

95B

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Re: Wiener Linien testen Schranken gegen Bimgleis-Unfälle
« Antwort #18 am: 09. August 2022, 16:11:16 »
Nein, woher soll der Fahrgast wissen, welche der widersprechenden Infos korrekt ist?

De Leit merkn eh, waun nix daherkummt. (Zumindest damals noch, heute sind Intervalllücken ja an der Tagesordnung.)

Auch auf den Bildern 2 und 3 ist die Information widersprüchlich. Die große gelbe Tafel sagt, die vordere Haltestelle sei wegen Bauarbeiten vorübergehend aufgelassen. (Natürlich könnte man einwenden, dass das logisch korrekt ist, weil über die hintere Haltestelle ja keine falsche Aussage getroffen wird ...) Das Kleingedruckte am Avisozettel (wo vermutlich zielführende Dinge stehen) wird niemand lesen, wenn es groß sichtbare Information gibt.
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Re: Wiener Linien testen Schranken gegen Bimgleis-Unfälle
« Antwort #19 am: 09. August 2022, 16:27:15 »
Aber ich möchte nur bemerken, dass die Bilder von tramway.at bereits vor 20 Jahren gemacht wurden   2002-x-xx >:D
🥒 Haltestelle NEU -  die schlechteste Version seit Beginn der Haltestellen, Stangln die fast nicht zu sehen sind im Bild der Stadt

95B

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Re: Wiener Linien testen Schranken gegen Bimgleis-Unfälle
« Antwort #20 am: 09. August 2022, 16:39:09 »
Aber ich möchte nur bemerken, dass die Bilder von tramway.at bereits vor 20 Jahren gemacht wurden   2002-x-xx >:D

Was hat sich seither verändert? Die großen gelben Tafeln gibt es nicht mehr, sondern nur mehr windkanalgeprüfte Pfosten mit kleinem "i" und einem Fahrplankasten, in dem ein A3-Avisozettel steckt. Und bei der Haltestelle der Zukunft ist der "AUFGELASSEN"-Hinweis aus der Ferne sowieso nicht zu erkennen.
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Re: Wiener Linien testen Schranken gegen Bimgleis-Unfälle
« Antwort #21 am: 09. August 2022, 17:20:23 »
Ist dort nicht ein selbstständiger Gleiskörper? Dort haben Autos usw. eh nix verloren.
Auch Einsatzfahrzeuge landen in Wien in Gleisbaustellen.
Ich denke, man will einmal schauen, wie zuverlässig der Schranken ist.
Hoffentlich zuverlässiger als die Kletterweiche.
Kommt drauf an, ob man den Schranken weiter haben will oder nicht. Je nach dem wird das Experiment ausgehen. Hat man doch bei der Kletterweiche gesehen.  :P

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Re: Wiener Linien testen Schranken gegen Bimgleis-Unfälle
« Antwort #22 am: 09. August 2022, 19:54:56 »
Ich habe schon vor vielen Jahren etwas Ähnliches, aber viel Einfacheres in Amsterdam beobachtet: zwei Kunststoff-Gitter, die wie die Schwingtüren in den klassischen Western-Saloons funktionieren. Die Bim fährt ganz langsam in die Baustelle ein, dann gleiten die Türln am Straßenbahnfahrzeug entlang und schwingen danach wieder in die geschlossene Stellung. Die Dinger stehen in je einem Betonfuß wie ein Baustellenzaun, kann also die Baufirma ohne Probleme (und vor allem ohne technische Fachkenntnisse) aufstellen. (Wenn man den lack der Fahrzeuge schonen will, könnte man noch horizontale Rollen an den Türkanten anbringen.) Die Dinger kosten sicher keinen "niedrigen fünfstelligen Euro-Betrag" und benötigen auch keine Datenfunk-Telegramme.

Auch wenn eine korrekte Beschilderung eigentlich reichen sollte, sind doch die Folgen von deren Missachtung auch für die WiLi selbst überproportional unangenehm, daher finde ich das Vorhaben prinzipiell richtig. Allerdings sollten die Anlagen konsequenter Weise aus dem Straßenbau- und nicht aus dem WiLi-Budget bezahlt werden.

haidi

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Re: Wiener Linien testen Schranken gegen Bimgleis-Unfälle
« Antwort #23 am: 09. August 2022, 20:02:45 »
Ich habe schon vor vielen Jahren etwas Ähnliches, aber viel Einfacheres in Amsterdam beobachtet: zwei Kunststoff-Gitter, die wie die Schwingtüren in den klassischen Western-Saloons funktionieren. Die Bim fährt ganz langsam in die Baustelle ein, dann gleiten die Türln am Straßenbahnfahrzeug entlang und schwingen danach wieder in die geschlossene Stellung. Die Dinger stehen in je einem Betonfuß wie ein Baustellenzaun, kann also die Baufirma ohne Probleme (und vor allem ohne technische Fachkenntnisse) aufstellen. (Wenn man den lack der Fahrzeuge schonen will, könnte man noch horizontale Rollen an den Türkanten anbringen.) Die Dinger kosten sicher keinen "niedrigen fünfstelligen Euro-Betrag" und benötigen auch keine Datenfunk-Telegramme.

Auch wenn eine korrekte Beschilderung eigentlich reichen sollte, sind doch die Folgen von deren Missachtung auch für die WiLi selbst überproportional unangenehm, daher finde ich das Vorhaben prinzipiell richtig. Allerdings sollten die Anlagen konsequenter Weise aus dem Straßenbau- und nicht aus dem WiLi-Budget bezahlt werden.
Klar wäre das die einfachere Lösung, aber du wirst ja auch schon drauf gekommen sein, dass die WL gerne und mit Vergnügen so umständlich wie möglich agieren, in irgendeiner Disziplin muss man ja weltbester Betrieb werden.

Zu den Schranken selbst: Bei der Bauverhandlung sollte die Baufirma verpflichtet werden, auf eigene Kosten derartige Schranken aufstellen zu lassen, die WL kassieren dann für die Einrichtung (Aufstellung, Datenfunkangleichung etc.) und die Abtragung und eien zeitabhängige Überlassungsgebühr. Zahlen muss es im Endeffekt der Kunde der Baufirma.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

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Re: Wiener Linien testen Schranken gegen Bimgleis-Unfälle
« Antwort #24 am: 09. August 2022, 22:01:41 »
Diesem Unternehmen fehlt das Geld in allen möglichen Bereichen, oder es werden falsche Prioritäten gesetzt. Dann kommt u. a. sowas raus. Wieso muss man unbedingt auf eigene Kosten Personen, die hier konkret mit den WL nicht das Geringste zu tun haben, vor ihrer eigenen Blödheit samt finanziellem Schaden bewahren, nachdem es ohnehin eine vorschriftenkonforme Absicherung der Baustelle geben muss?  :fp:

Ist halt die Frage, was auf Dauer, auch volkswirtschaftlich gesehen, günstiger ist: die Schranke oder ständige Betriebsstörungen.

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Re: Wiener Linien testen Schranken gegen Bimgleis-Unfälle
« Antwort #25 am: 09. August 2022, 22:07:39 »
In Belgien oder Niederlande wird das ganz einfach mit nicht motorisch/elektrisch angetriebenen Schranken gemacht - die Tram drückt den Schranken einfach auf.
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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Re: Wiener Linien testen Schranken gegen Bimgleis-Unfälle
« Antwort #26 am: 10. August 2022, 00:53:16 »
Im Sinne des Betriebs sicher eine gute Wahl, aber ich bin der Meinung, wer sich an Verkehrsschilder nicht halten will oder sie gar nicht erst sieht, sollte auch kein Auto fahren dürfen.
Da sind Ochsen besser als Autofahrer.
Man fasst es kaum, Menschen machen Fehler.
Köchen brennt was an, Tramwayfahrer übersehen falsch gestellte Weichen, Tramwayfahrer verschlafen Kurven, Stellwerker stellen Weichen falsch, Fahrdienstleiter stellen Signale falsch, Lokführer vergessen das Anhalten in Haltestellen und Bahnhöfen (sogar beim ICE), Chirurgen vergessen Operationsbesteck im Patienten.
Und Autofahrer, sogar Lenker von Einsatzfahrzeugen übersehen Fahrverbotstafeln. Schlimm, aber solange keine Menschen zu Schaden kommen, ...

Diesem Unternehmen fehlt das Geld in allen möglichen Bereichen, oder es werden falsche Prioritäten gesetzt. Dann kommt u. a. sowas raus. Wieso muss man unbedingt auf eigene Kosten Personen, die hier konkret mit den WL nicht das Geringste zu tun haben, vor ihrer eigenen Blödheit samt finanziellem Schaden bewahren, nachdem es ohnehin eine vorschriftenkonforme Absicherung der Baustelle geben muss?  :fp:
Ist es nicht zu begrüßen, wenn die WL etwas zur Vermeidung von Störungen und somit zur Attraktivierung des Verkehrsmittels Straßenbahn beitragen?

Ich habe schon vor vielen Jahren etwas Ähnliches, aber viel Einfacheres in Amsterdam beobachtet: zwei Kunststoff-Gitter, die wie die Schwingtüren in den klassischen Western-Saloons funktionieren. Die Bim fährt ganz langsam in die Baustelle ein, dann gleiten die Türln am Straßenbahnfahrzeug entlang und schwingen danach wieder in die geschlossene Stellung. Die Dinger stehen in je einem Betonfuß wie ein Baustellenzaun, kann also die Baufirma ohne Probleme (und vor allem ohne technische Fachkenntnisse) aufstellen. (Wenn man den lack der Fahrzeuge schonen will, könnte man noch horizontale Rollen an den Türkanten anbringen.) Die Dinger kosten sicher keinen "niedrigen fünfstelligen Euro-Betrag" und benötigen auch keine Datenfunk-Telegramme.
Wenn man das System in Wien übernehmen würde, gäbe es sicher eine Menge Leute, die sich über den technologischen Stillstand beschweren würde. Ich nehme an, dass auch die Geschwindigkeit, mit der die Schranken passiert werden können unterschiedlich ist.

Zu den Schranken selbst: Bei der Bauverhandlung sollte die Baufirma verpflichtet werden, auf eigene Kosten derartige Schranken aufstellen zu lassen, die WL kassieren dann für die Einrichtung (Aufstellung, Datenfunkangleichung etc.) und die Abtragung und eien zeitabhängige Überlassungsgebühr. Zahlen muss es im Endeffekt der Kunde der Baufirma.
Wäre das nicht pure Arbeitsplatzschaffung? Sind nicht zu 90 % die WL selber der Auftraggeber bei Baustellen im Gleis?

haidi

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Re: Wiener Linien testen Schranken gegen Bimgleis-Unfälle
« Antwort #27 am: 10. August 2022, 01:12:21 »
Zu den Schranken selbst: Bei der Bauverhandlung sollte die Baufirma verpflichtet werden, auf eigene Kosten derartige Schranken aufstellen zu lassen, die WL kassieren dann für die Einrichtung (Aufstellung, Datenfunkangleichung etc.) und die Abtragung und eien zeitabhängige Überlassungsgebühr. Zahlen muss es im Endeffekt der Kunde der Baufirma.
Wäre das nicht pure Arbeitsplatzschaffung? Sind nicht zu 90 % die WL selber der Auftraggeber bei Baustellen im Gleis?
Das Argument hat was für sich.
Ich stell mich a Stund ins Winkerl, weil ich net dacht hab.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

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Re: Wiener Linien testen Schranken gegen Bimgleis-Unfälle
« Antwort #28 am: 10. August 2022, 08:39:55 »
Ich habe schon vor vielen Jahren etwas Ähnliches, aber viel Einfacheres in Amsterdam beobachtet: zwei Kunststoff-Gitter, die wie die Schwingtüren in den klassischen Western-Saloons funktionieren. Die Bim fährt ganz langsam in die Baustelle ein, dann gleiten die Türln am Straßenbahnfahrzeug entlang und schwingen danach wieder in die geschlossene Stellung. Die Dinger stehen in je einem Betonfuß wie ein Baustellenzaun, kann also die Baufirma ohne Probleme (und vor allem ohne technische Fachkenntnisse) aufstellen. (Wenn man den lack der Fahrzeuge schonen will, könnte man noch horizontale Rollen an den Türkanten anbringen.) Die Dinger kosten sicher keinen "niedrigen fünfstelligen Euro-Betrag" und benötigen auch keine Datenfunk-Telegramme.
Wenn man das System in Wien übernehmen würde, gäbe es sicher eine Menge Leute, die sich über den technologischen Stillstand beschweren würde. Ich nehme an, dass auch die Geschwindigkeit, mit der die Schranken passiert werden können unterschiedlich ist.

Egal was man macht - die Wahrscheinlichkeit, dass sich niemand beschwert, scheint mir heutzutage gering zu sein.
Die elektrischen Schranken kann man bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten testen, aber wenn dort wirklich Baustelle ist, muss ohnehin langsam gefahren werden.

Bus

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Re: Wiener Linien testen Schranken gegen Bimgleis-Unfälle
« Antwort #29 am: 10. August 2022, 09:20:44 »
Lange wird so ein Schranken sowieso nicht überleben, auch in Parkgaragen wird der ständig umgefahren.

Komischerweise nicht auf Bahnübergängen, da bleiben die Leute brav stehen zwischen den Schranken, verstehe das wer will.