Autor Thema: Eindämmung der Mitarbeiterfluktuation  (Gelesen 114503 mal)

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13er

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Eindämmung der Mitarbeiterfluktuation
« am: 05. Mai 2014, 20:49:51 »
Anstatt den Fahrern ein ordentliches (und, inzwischen muss man das leider betonen, korrektes und pünktliches) Gehalt und einen komfortablen, sicheren Arbeitsplatz zu bieten, weil das zu viel Geld kostet, werden jetzt andere Wege eingeschlagen, um die Fluktuation einzudämmen.

Zitat
Aller Anfang ist schwer. Der Um- oder Einstieg in einen neuen Job ist oft mit Unsicherheiten und Fragen verbunden. Das muss nicht sein, wenn einem jemand mit Rat und Tat zur Seite steht. Im Juli startet deshalb das Patinnen und Paten-Programm der Wiener Stadtwerke, das Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern diesen Start erleichtern soll.

Als Pate/Patin unterstützen Sie die Kolleginnen und Kollegen, sich besser und schneller zu integrieren. Melden Sie sich jetzt bei Ihrer Personalabteilung und werden Sie Pate/Patin!

Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fühlen sich in den ersten Wochen oft unsicher und überflutet von Regeln und Gepflogenheiten, die in einem Unternehmen herrschen. Mit einem Paten/einer Patin, der/die sich in den ersten drei Monaten um den Neuankömmling kümmert, fällt das Einleben in soziale und organisatorische Strukturen leichter.

Zu den zentralen Aufgaben der Patinnen und Paten gehört es, unternehmensspezifisches Wissen sowie wichtige Elemente der Unternehmenskultur weiter zu geben und die „Neuen“ bei der sozialen Eingliederung zu unterstützen. Die Patinnen und Paten werden in einer halbtägigen Schulung auf die wesentlichsten Inhalte und den Ablauf des Programms vorbereitet.

Wenn auch Sie Interesse daran haben, Pate/Patin zu werden, dann holen Sie sich das OK von Ihrer Führungskraft und melden Sie sich bei den zuständigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner Ihrer Personalabteilung.

Mit freundlichen Grüßen,

Gabriele Domschitz & Andreas Jöst

Weitere Informationen finden Sie im Intranet

Zitat
Mischarbeit für den Fahrdienst bedeutet, anstatt nur zu fahren, auch einen regelmäßigen, fixen Einsatz in der Werkstätte.

Im Herbst startet ein Probebetrieb vorerst exklusiv für Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter des Fahrdiensts Hernals. Immer die gleiche Arbeit zu machen kann auf Dauer belastende sein. Mischarbeit – das ist die Kombination der angestammten mit einer anderen Tätigkeit – ist eine Möglichkeit, etwas Abwechslung und Ausgleich in den Arbeitsalltag zu bringen.

Ansätze in diese Richtung gibt es ja bereits. Etwa Fahrerinnen und Fahrer, die auch als Fahrscheinprüferinnen und Fahrscheinprüfer eingesetzt werden oder Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter aus dem Verwaltungsbereich, die auch gelegentlich im Fahrdienst arbeiten. Bei Mischarbeit als Arbeitszeitmodell ist der Wechsel der Tätigkeit bereits im Berufsbild fix verankert. Mischarbeit für den Fahrdienst bedeutet, anstatt nur zu fahren, auch regelmäßig in der Werkstätte mitzuarbeiten.

Probebetrieb ab Herbst 2014

Der Probebetrieb wird im Herbst im Sektor Mitte starten und vorerst bis Ende 2015 dauern.  Jetzt suchen die Wiener Linien Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter, die Interesse haben, bei diesem Probetrieb mit zu machen. Ab September 2014 sollen 20 Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter des Fahrbetriebs in ihrem Normaldienst nicht nur fahren, sondern jeweils zwei Halbschichten im Monate in der Werkstätte mitarbeiten. Mitmachen können alle Fahrerinnen und Fahrer, aller Altersgruppen der Dienststelle BSm.

Welche Tätigkeiten werden in der Werkstätte verrichtet!

Anfangs sind es vor allem Verschubhilfsdienste. Das heißt beispielsweise Tauschzüge am richtigen Ort, auf der richtigen Linie und zur richtigen Zeit bereitzustellen oder Züge in die Hauptwerkstätte oder an einen anderen Bahnhof zu überstellen. Später werden auch kleinere Wartungs- und Reparaturarbeiten am Fahrzeug gemeinsam mit Mitarbeitern aus dem Team der Revisionswerkstätte durchgeführt.

Der fachlich Vorgesetzte in dieser Zeit ist der erste Verschubfahrer bzw. die Werkstättenleitung. Schutzausrüstung und Arbeitskleidung werden durch die Dienstgeberin zur Verfügung gestellt.

Entlohnung

Im Probebetrieb bis Ende 2015 gilt das bestehende Besoldungsrecht. Die Halbschicht in der Werkstätte wird durch Fortzahlung der Rolldienstzulage [80% (KV) bzw. 75% (PWS)] abgegolten. Langfristig soll die Tätigkeit in einer Mischverwendung als eigene „Profession“ im neuen Kollektivvertrag bzw. in der Funktionsmatrix abgebildet werden.

Arbeitszeiten

Die Halbschicht in der Werkstätte schließt unmittelbar an die Halbschicht des Fahrdienstes – davor oder danach - an. Der Zeitliche Rahmen für Schichten in der Werkstätte liegt zwischen 6.00 Uhr und 22.00 Uhr. Die Endzeiten der Dienstschicht werden an die Werkstätte angepasst, d.h. 14.00 Uhr im Frühdienst und 22.00 Uhr im Mitteldienst. Freie Tage ändern sich nicht. Ziel dieses Modells ist es, Unterbrecherdienst zu vermeiden.

Wer kann sich bewerben?

Angesprochen sind alle Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter des Fahrdienstes des Sektors Mitte. Es gibt keine Einschränkung hinsichtlich Alter bzw. Dienstzugehörigkeit.

Wie kann man sich bewerben?

Bewerbungsformulare liegen auf der Dienststelle und in den Expediten auf. Bitte den ausgefüllten Bewerbungsbogen bis 30. Mai bei der/dem Teamleiter/in abgeben!

Wie funktioniert die Auswahl?

Die 20 Positionen werden auf fünf Altersgruppen aufgeteilt:

•20 bis 30 Jahre: 5 Plätze
•31 bis 40 Jahre: 5 Plätze
•41 bis 50 Jahre: 5 Plätze
•Über 50 Jahre: 5 Plätze

Wenn es mehr Bewerberinnen und Bewerber als freie Plätze gibt, erfolgt die Reihung nach Dienstalter.

Wenn es weniger Bewerberinnen und Bewerber als freie Plätze gibt, ergeht der freie Platz an den/die Mitarbeiterin oder Mitarbeiter mit längster Dienstzugehörigkeit.

Wird während des Probebetriebs ein Platz frei, rückt der/die nächstgereihte Mitarbeiterin oder Mitarbeiter nach.

Gibt es so etwas wie ein Rücktrittsrecht?

Fahrer und Vorgesetzte können den Einsatz in der Werkstätte widerrufen. Innerhalb von zwei Wochen ist der/die Mitarbeiterin oder Mitarbeiter wieder ausschließlich im Fahrdienst eingesetzt. Der freie Platz wird an die/den nächstgereihte/n Mitarbeiterin oder Mitarbeiter vergeben.
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

hema

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Re: Eindämmung der Mitarbeiterfluktuation
« Antwort #1 am: 05. Mai 2014, 21:03:38 »
Dazu wurden ja eigentlich die Teamleiter geschaffen. Kriegt jetzt jeder Teamleiter seine "Hilfsteamleiter"?  ???


Wird lustig, wenn man dann doppelt so viele Fahrer braucht, damit die Hälfte (um das Fahrergehalt!) spazieren geht oder Wagen auskehrt. Auch ist es eine Frage, wann die (neuen) Fahrer die nötige Routine erwerben sollen, wenn sie ständig was anderes machen. Naja, bis zur Penson kann es sich schon ausgehen, dass sie sich genug Routine aneignen um sicher und zuverlässig fahren zu können.  8)


Irgendwie komisch, wenn wer als Straßenbahnfahrer anheuert und dann gar nicht fahren will. Da werden jetzt wohl auch die Speditionen ihre Lkw-Lenker halbtags im Büro sitzen oder im Lager rumlungern lassen. Die Polizei könnte man ja mit der Post fusionieren, dann können die Polizisten zur Erholung jeden zweiten Tag am Postschalter arbeiten!
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

Linie 41

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Re: Eindämmung der Mitarbeiterfluktuation
« Antwort #2 am: 05. Mai 2014, 21:10:14 »
Wenn es weniger Bewerberinnen und Bewerber als freie Plätze gibt, ergeht der freie Platz an den/die Mitarbeiterin oder Mitarbeiter mit längster Dienstzugehörigkeit.
Was soll das heißen? Wenn es zu wenig Bewerber gibt, wird einer dazu gezwungen?
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

Klingelfee

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Re: Eindämmung der Mitarbeiterfluktuation
« Antwort #3 am: 05. Mai 2014, 21:13:43 »
Dazu wurden ja eigentlich die Teamleiter geschaffen. Kriegt jetzt jeder Teamleiter seine "Hilfsteamleiter"?  ???


Wird lustig, wenn man dann doppelt so viele Fahrer braucht, damit die Hälfte (um das Fahrergehalt!) spazieren geht oder Wagen auskehrt. Auch ist es eine Frage, wann die (neuen) Fahrer die nötige Routine erwerben sollen, wenn sie ständig was anderes machen. Naja, bis zur Penson kann es sich schon ausgehen, dass sie sich genug Routine aneignen um sicher und zuverlässig fahren zu können.  8)


Irgendwie komisch, wenn wer als Straßenbahnfahrer anheuert und dann gar nicht fahren will. Da werden jetzt wohl auch die Speditionen ihre Lkw-Lenker halbtags im Büro sitzen oder im Lager rumlungern lassen. Die Polizei könnte man ja mit der Post fusionieren, dann können die Polizisten zur Erholung jeden zweiten Tag am Postschalter arbeiten!

Und was ist schlecht gegen das System?

Erstens brauchst du da nicht mehr Personal, denn auch das Verschub- und Werkstättenpersonal muss ja zum Erhalt der Fahrberechtigung immer wieder in den Fahrdienst wechseln. Und wieso sollen nicht auch Fahrbedienstete in den Werkstättendienst wechseln dürfen. Und da sich die Gesamtanzahl an Arbeitsstunden nicht verändert werden, wird sich auch der Personalstand deshalb nicht erhöhen. Im Gegenteil, es wird ein lang bestehende Forderung umgesetzt - Nämlich, das Fahrbedienstete auch in anderen Funktionen eingesetzt werden.
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hema

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Re: Eindämmung der Mitarbeiterfluktuation
« Antwort #4 am: 05. Mai 2014, 21:25:19 »
Ich sehe das halt ganz naiv und mit begrenztem Hausverstand und nicht so unternehmensstrategisch wie du!
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Klingelfee

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Re: Eindämmung der Mitarbeiterfluktuation
« Antwort #5 am: 06. Mai 2014, 09:38:08 »
Ich sehe das halt ganz naiv und mit begrenztem Hausverstand und nicht so unternehmensstrategisch wie du!

Mag sein, das ich das zu strategisch sehe, nur seitens der Gewerkschaft wird seit langen gefordert, dass man dem Fahrpersonal etwas Abwechslung im Dienst bietet und ihnen eben auch andere Tätigkeiten anbietet. Und da ist einmal der Verschub und Werkstättendienst ein guter Anfang. Noch dazu bekommt der Fahrbetrieb so einen gewissen Einblick in den Ablauf der Werkstätte und vielleicht verbessert sich auch so das Verhältnis Fahrbetrieb - Werkstätte, bzw wird das Fahrpersonal so auch sensibilisiert, dass sie Fehlermeldungen am Wagenpass vermerkt, mit dem das Werkstättenpersonal auch etwas damit anfängt. Denn oft steht bei einer Türstörung nur drauf - Tür X defekt - Nicht einmal, ob die Türe nicht öffnet oder nicht schließt. Wie soll da die Werkstätte dann zum Beispiel den Fehler suchen, bzw nachstellen, wenn bei einem Funktionstest die Türe wieder funktioniert.

Daher wieder einmal meine Bitte, verdammt nicht einen Versuch der WL, bevor noch der erste Mitarbeiter dafür ausgesucht, und schon gar nicht bevor der erste Testtag stattgefunden hat.

Wie sinnvoll das Angebot ist, wird man schon daran sehen, wie viele Mitarbeiter sich bei diesem Projekt bewerben.
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Klingelfee

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Re: Eindämmung der Mitarbeiterfluktuation
« Antwort #6 am: 06. Mai 2014, 09:41:34 »
Wenn es weniger Bewerberinnen und Bewerber als freie Plätze gibt, ergeht der freie Platz an den/die Mitarbeiterin oder Mitarbeiter mit längster Dienstzugehörigkeit.
Was soll das heißen? Wenn es zu wenig Bewerber gibt, wird einer dazu gezwungen?

Ich würde eher sagen, dann wird der Mitarbeiter mit dem höchsten Dienstalter gefragt, ob er das machen will, egal ob er sich bewirbt oder nicht.

Ausserdem gibt es ja sowohl seitens des Werkmeisters, als auch des Mitarbeiters ein Rücktrittsrecht. Ich glaube jedoch kaum, dass es zu wenig Bewerber geben wird, sondern eher, das es viel zu viele Bewerber geben wird. Daher finde ich es auch gut, dass man bei der Erstauswahl die Posten auf alle Altersgruppen aufteilt.
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95B

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Re: Eindämmung der Mitarbeiterfluktuation
« Antwort #7 am: 06. Mai 2014, 09:44:03 »
@Klingelfee: Vor ein paar Jahren hast du zu mir noch gemeint, so eine Mehrfachverwendung ginge unter gar keinen Umständen, weil das erstens in der Ausbildung viel zu teuer sei, außerdem der Mitarbeiter für die weniger qualifizierte der beiden Tätigkeiten überbezahlt wäre und eine solche Personaleinsatzplanung dem Bedarf nicht gerecht werde.

Wieso auf einmal dieser Sinneswandel? Nur, weil die Idee jetzt vom Unternehmen selbst stammt und nicht von einem, der selbiges gern kritisiert? ;)
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
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E2

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Re: Eindämmung der Mitarbeiterfluktuation
« Antwort #8 am: 06. Mai 2014, 09:46:53 »
nur seitens der Gewerkschaft wird seit langen gefordert

GLB

Klingelfee

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Re: Eindämmung der Mitarbeiterfluktuation
« Antwort #9 am: 06. Mai 2014, 09:54:29 »
@Klingelfee: Vor ein paar Jahren hast du zu mir noch gemeint, so eine Mehrfachverwendung ginge unter gar keinen Umständen, weil das erstens in der Ausbildung viel zu teuer sei, außerdem der Mitarbeiter für die weniger qualifizierte der beiden Tätigkeiten überbezahlt wäre und eine solche Personaleinsatzplanung dem Bedarf nicht gerecht werde.

Wieso auf einmal dieser Sinneswandel? Nur, weil die Idee jetzt vom Unternehmen selbst stammt und nicht von einem, der selbiges gern kritisiert? ;)

Mit der Mehrfachverwendung habe ich gemeint, dass es äußerst schwierig ist, Personal in Funktionen, wie Vorverkauf, Info, Leitstelle, Revisor zu schulen, da dies eine längere Ausbildung erfordert und dann einen sehr regelmäßigen Dienst, da einem sonst die Routine fehlt. Außerdem sind diese Posten nicht gerade üppig im Unternehmen verteilt.

Nur was braucht man als Betriebsfahrer beim Verschub - Dort sollen die Mitarbeiter in erster Linie eingesetzt werden - für eine Zusatzausbildung? Im Prinzip kannst du da JEDERZEIT eingesetzt werden. Und das ist auch der große Unterschied. Ich brauche für das keine wirkliche Zusatzausbildung.
Einzig die Ausbildung für den LH - die dauert 6 Tage und man hat denn den Vorteil, das diese Fahrer dann auch für den Streudienst im Winter eigesetzt werden können.
Ebenso, wenn diese Mitarbeiter, dann als Helfer in der Werkstätte eingesetzt werden. Wenn jemand einen technische Vorbildung habt, bzw technisch interessiert ist, dann wird auch für diese Tätigkeiten kaum eine Ausbildung brauchen
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moszkva tér

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Re: Eindämmung der Mitarbeiterfluktuation
« Antwort #10 am: 06. Mai 2014, 10:01:18 »
Also ich finde das Patensystem nicht schlecht. Ein erfahrener Kollege kümmert sich um einen Jungspund; es ist am Anfang einer neuen Arbeit - egal wo - wichtig, in die Gruppe integriert zu werden und nicht immer als "der Neue" abgekanzelt zu werden. Sowas kostet ja nix....

In kleinen Betrieben geht man einfach ein paar Mal gemeinsam Mittag essen, in größeren Betrieben ist es sicher kein Nachteil, das ein bisschen zu strukturieren.

Abwechslung am Arbeitsplatz ist generell auch nichts Negatives.

Gute Idee, aber umsetzen muss man sie halt entsprechend.

95B

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Re: Eindämmung der Mitarbeiterfluktuation
« Antwort #11 am: 06. Mai 2014, 10:26:46 »
Nur was braucht man als Betriebsfahrer beim Verschub - Dort sollen die Mitarbeiter in erster Linie eingesetzt werden - für eine Zusatzausbildung? Im Prinzip kannst du da JEDERZEIT eingesetzt werden. Und das ist auch der große Unterschied. Ich brauche für das keine wirkliche Zusatzausbildung.

Bei dem Fahrpersonal, das derzeit unterwegs ist, würde ich eine intensive Nachschulung ansetzen, bevor ich sie für den Verschub einteile. Verschub schaut zwar einfach aus, ist aber eine Tätigkeit, wo gute Beherrschung der Fahrzeuge absolute Voraussetzung darstellt, schließlich muss zentimetergenau gefahren werden.

Ebenso, wenn diese Mitarbeiter, dann als Helfer in der Werkstätte eingesetzt werden. Wenn jemand einen technische Vorbildung habt, bzw technisch interessiert ist, dann wird auch für diese Tätigkeiten kaum eine Ausbildung brauchen

Der technisch Interessierte wird zig Sachen sehen, die gemacht gehören. Aber entweder sind keine Ersatzteile da oder der Werkmeister sagt "des brauch ma ned mochn" oder er sagt "des derfst ned mochn, davo host jo ka Auhnung". Ich denke, das wird sich nach einiger Zeit totlaufen.
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HLS

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Re: Eindämmung der Mitarbeiterfluktuation
« Antwort #12 am: 06. Mai 2014, 10:29:45 »
Also ich finde das Patensystem nicht schlecht. Ein erfahrener Kollege kümmert sich um einen Jungspund; es ist am Anfang einer neuen Arbeit - egal wo - wichtig, in die Gruppe integriert zu werden und nicht immer als "der Neue" abgekanzelt zu werden. Sowas kostet ja nix....

In kleinen Betrieben geht man einfach ein paar Mal gemeinsam Mittag essen, in größeren Betrieben ist es sicher kein Nachteil, das ein bisschen zu strukturieren.

Abwechslung am Arbeitsplatz ist generell auch nichts Negatives.

Gute Idee, aber umsetzen muss man sie halt entsprechend.
Ich kann mich da nur anschließen.  :up:

Auch das mit dem Verschub/Werkstattdienst finde ich eine gute Idee, denn es ist auch mal für das Fahrpersonal angenehm einen Sonderzug quer durch Wien zu fahren(zumindestens gehts da mir so).
Auch fand ich das Fehlersuchen mit dem Werkmeister sehr aufschlußreich und deutlich intressanter als damals in der Fahrerfach.
Grad beim Ulf wo man fast nichts "suchen" kann, sondern man eigentlich strikte Displayanweisungen abhandeln muß, dabei wäre manch ein Fehler auch mit weniger Aufwand behebbar und somit vermeidbar und im Endeffekt spart man sich so den einen oder anderen Sonderzug bzw. Zugtausch.
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr

martin8721

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Re: Eindämmung der Mitarbeiterfluktuation
« Antwort #13 am: 06. Mai 2014, 10:44:52 »
Auch fand ich das Fehlersuchen mit dem Werkmeister sehr aufschlußreich und deutlich intressanter als damals in der Fahrerfach.

Tja, klassischer Fall von Theoretiker vs. Praktiker.  ;)

HLS

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Re: Eindämmung der Mitarbeiterfluktuation
« Antwort #14 am: 06. Mai 2014, 11:16:05 »
Auch fand ich das Fehlersuchen mit dem Werkmeister sehr aufschlußreich und deutlich intressanter als damals in der Fahrerfach.

Tja, klassischer Fall von Theoretiker vs. Praktiker.  ;)
Deshalb kann ich auch keine Schippe berechnen sondern nur damit arbeiten.  >:D
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr