Autor Thema: Ähnlichkeit von Reihe 400 (WLB) mit T1 (WL)  (Gelesen 7598 mal)

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Ähnlichkeit von Reihe 400 (WLB) mit T1 (WL)
« am: 23. Februar 2024, 10:39:26 »
Angenommen die 34 500er wären bereits ausgeliefert:

Gäbe es eine Option für weitere 500er als Ersatz für die 400er?
Könnte man die 400er zu T1 umbauen (alternativ als T2 (da Zweirichtungsfahrzeuge)), um für die U6 weitere Fahrzeuge bereitzustellen?

Die 400er sind um einiges schmaler als die T/T1. Da müssten die Fahrgäste einen ordentlichen Spalt in jeder Station überbrücken. Türe gibts auch eine weniger. Möglich wäre es bestimmt, jedoch mit einem riesigen finanziellen Aufwand verbunden. Mit Hinblick auf die nächste Fahrzeuggeneration für die U6 ist diese Idee alles andere als optimal

Elin Lohner

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Re: Ähnlichkeit von Reihe 400 (WLB) mit T1 (WL)
« Antwort #1 am: 23. Februar 2024, 10:42:27 »
Gäbe es eine Option für weitere 500er als Ersatz für die 400er?
Könnte man die 400er zu T1 umbauen (alternativ als T2 (da Zweirichtungsfahrzeuge)), um für die U6 weitere Fahrzeuge bereitzustellen?
Ist das ein ernst gemeinter Vorschlag? Unabhängig davon dass das finanziell nicht vertretbar ist, gibt es zwischen den 400er und T so viele technische Unterschiede dass das einfach Schwachsinn ist.
Weswegen glaubst du, habe ich vorher nachgefragt, ob die WLB 400er wie die T(1) aufgebaut sind? (Unabhängig von der fehlenden Mitteltür der WLB 400er)
Ich bin der Meinung, dass man eine neue Remise am Gelände des ehemaligen Nordwestbahnhofes bauen, und dann die bestehende Remise Brigittenau dem VEF/WTM übergeben sollte.

60er

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Re: Ähnlichkeit von Reihe 400 (WLB) mit T1 (WL)
« Antwort #2 am: 23. Februar 2024, 10:46:37 »
Die 400er sind um einiges schmaler als die T/T1. Da müssten die Fahrgäste einen ordentlichen Spalt in jeder Station überbrücken.
Den Spalt könnte man überbrücken, wie man das bei den E6/c6 mit dem Einbau von Trittbrettern gemacht hat. Das viel gravierendere Problem ist die fehlende dritte Tür. Die Lokalbahn-Fahrzeuge sind völlig ungeeignet für einen Einsatz auf der U6.

Ferry

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Re: Ähnlichkeit von Reihe 400 (WLB) mit T1 (WL)
« Antwort #3 am: 23. Februar 2024, 11:20:39 »
Die 400er sind doch, nehme ich mal an, wie die Type T(1) aufgebaut, oder?
Wieso schickt dann die WLB ihre 400er nicht zur Hauptwerkstätte?

Kommt darauf an, was man unter "gleich aufgebaut" versteht. Lass dich von der äußeren Ähnlichkeit nicht täuschen. Ich vermute, dass sich zumindest die Steuerungstechnik der 400er stark von der der T(1) unterscheidet.

Und einen großartigen Umbau der Fahrzeuge für einen allfälligen Betrieb auf der U6 halte ich aufgrund deren Alter für wirtschaftlich nicht mehr vertretbar. Abgesehen davon, dass es auf der U6 keinen Bedarf für weitere Fahrzeuge gibt; soviel ich weiß, sind von den 144 verfügbaren Fahrzeugen jeweils nur etwa 120 maximal im Einsatz, es gibt also auch noch eine ausreichende Reserve.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

MK

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Re: Ähnlichkeit von Reihe 400 (WLB) mit T1 (WL)
« Antwort #4 am: 23. Februar 2024, 11:21:54 »
Weil sie ihre eigene Werkstätte haben.
Die Frage ist auch, was muss ständig repariert werden. Gibt es einen oder einige Fehler, die gehäuft auftreten oder geht das quer durch den Krautgarten?
Die 400er wurden jahrelang im Mischbetrieb mit 100ern eingesetzt, was offenbar zu höherem Verschleiß geführt hat. War ja bei E6 und T ähnlich.

Wobei es den T wenig geschadet hat, den E6 aber stark. Vergleichbar wäre also, wenn die 100er jetzt kaputt wären und die 400er in Ordnung.
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Elin Lohner

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Re: Ähnlichkeit von Reihe 400 (WLB) mit T1 (WL)
« Antwort #5 am: 23. Februar 2024, 11:26:26 »
Die 400er sind doch, nehme ich mal an, wie die Type T(1) aufgebaut, oder?
Wieso schickt dann die WLB ihre 400er nicht zur Hauptwerkstätte?

Kommt darauf an, was man unter "gleich aufgebaut" versteht. Lass dich von der äußeren Ähnlichkeit nicht täuschen. Ich vermute, dass sich zumindest die Steuerungstechnik der 400er stark von der der T(1) unterscheidet.

Und einen großartigen Umbau der Fahrzeuge für einen allfälligen Betrieb auf der U6 halte ich aufgrund deren Alter für wirtschaftlich nicht mehr vertretbar. Abgesehen davon, dass es auf der U6 keinen Bedarf für weitere Fahrzeuge gibt; soviel ich weiß, sind von den 144 verfügbaren Fahrzeugen jeweils nur etwa 120 maximal im Einsatz, es gibt also auch noch eine ausreichende Reserve.
Verstehe.

Selbst als Ersatzteilspender würden die 400er wohl nicht in Frage kommen, da man dafür die T(1) selbst hernehmen könnte.
Ich bin der Meinung, dass man eine neue Remise am Gelände des ehemaligen Nordwestbahnhofes bauen, und dann die bestehende Remise Brigittenau dem VEF/WTM übergeben sollte.

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Re: Ähnlichkeit von Reihe 400 (WLB) mit T1 (WL)
« Antwort #6 am: 23. Februar 2024, 11:48:53 »
Wobei es den T wenig geschadet hat, den E6 aber stark. Vergleichbar wäre also, wenn die 100er jetzt kaputt wären und die 400er in Ordnung.

Es hat den E6 so stark geschadet, dass sie nach Umbauten (die aber nicht den Antrieb betrafen, sondern nur den Kasten) auch heute noch als EU8N völlig problemlos im täglichen Einsatz stehen ... ;)
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t12700

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Re: Ähnlichkeit von Reihe 400 (WLB) mit T1 (WL)
« Antwort #7 am: 23. Februar 2024, 12:31:01 »
Wobei es den T wenig geschadet hat, den E6 aber stark. Vergleichbar wäre also, wenn die 100er jetzt kaputt wären und die 400er in Ordnung.

Es hat den E6 so stark geschadet, dass sie nach Umbauten (die aber nicht den Antrieb betrafen, sondern nur den Kasten) auch heute noch als EU8N völlig problemlos im täglichen Einsatz stehen ... ;)
Die E6 wollte man aus politischen Gründen loswerden, deshalb wurden sie von einem zum anderen Tag abgestellt, und der Fahrplan so ausgedünnt, dass man (viel zu spät) wieder dichtere Intervalle anbieten musste.

Ferry

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Re: Ähnlichkeit von Reihe 400 (WLB) mit T1 (WL)
« Antwort #8 am: 23. Februar 2024, 12:49:00 »
Die E6 wollte man aus politischen Gründen loswerden, deshalb wurden sie von einem zum anderen Tag abgestellt, und der Fahrplan so ausgedünnt, dass man (viel zu spät) wieder dichtere Intervalle anbieten musste.

Welche Gründe waren das?
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Bimdose

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Re: Ähnlichkeit von Reihe 400 (WLB) mit T1 (WL)
« Antwort #9 am: 23. Februar 2024, 13:04:29 »
Arbeitsplatzsicherung durch T-Neubauten? Hat glaube ich Häupl in einem Interview einmal sogar offen genannt.

MK

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Re: Ähnlichkeit von Reihe 400 (WLB) mit T1 (WL)
« Antwort #10 am: 23. Februar 2024, 13:16:50 »
Die U6 auf 100% T/T1 umzustellen, war schon eine gute Idee. Die Kapazität wurde dadurch um 160 Fahrgäste pro Zug (der nicht schon vorher rein Niederflur war) gesteigert, die Klimaanlagen bieten im Sommer mehr Komfort, und man konnte endlich auf den Außenstrecken den Fahrplan auf 80 km/h auslegen.

Andererseits hat man so die E6 nach teilweise nur 17 Jahren Betrieb aus dem Verkehr gezogen und der Verkauf war auch nicht einfach. Es war halt das Problem, dass man noch bis in die 90er eigentlich schon veraltete Mannheimer bestellt hat.
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Katana

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Re: Ähnlichkeit von Reihe 400 (WLB) mit T1 (WL)
« Antwort #11 am: 23. Februar 2024, 15:59:27 »
Die 400er sind doch, nehme ich mal an, wie die Type T(1) aufgebaut, oder?
Wieso schickt dann die WLB ihre 400er nicht zur Hauptwerkstätte?
Ich habe mal mit jemandem geredet, der beide Stücklisten verglichen hat. Demnach sollen die Gleichteile an den zehn Fingern abzählbar gewesen sein.
Wieder ein Hinweis darauf, dass man aus der Optik eines Fahrzeugs wenig bis nichts über die Technik bzw. den Zustand der Fahrzeuge ablesen kann.

T1

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Re: Ähnlichkeit von Reihe 400 (WLB) mit T1 (WL)
« Antwort #12 am: 23. Februar 2024, 16:25:41 »
Die T haben im Gegensatz zu den 400ern ja auch ein Midlife-Upgrade erhalten (u.a. mit neuer Antriebstechnik), das hat natürlich auch ein Einfluss auf die Zuverlässigkeit.

MK

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Re: Ähnlichkeit von Reihe 400 (WLB) mit T1 (WL)
« Antwort #13 am: 23. Februar 2024, 16:29:58 »
Laut Straßenbahnjournal-Wiki kommt noch dazu, dass die T ein Bombardier- (bzw. Lohner-)Projekt waren, die 400er aber ein Bombardier-Adtranz-Elin-Siemens-Projekt. Vermutlich durfte jeder ein paar Teile beitragen.
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Re: Ähnlichkeit von Reihe 400 (WLB) mit T1 (WL)
« Antwort #14 am: 23. Februar 2024, 19:00:53 »
Laut Straßenbahnjournal-Wiki kommt noch dazu, dass die T ein Bombardier- (bzw. Lohner-)Projekt waren, die 400er aber ein Bombardier-Adtranz-Elin-Siemens-Projekt. Vermutlich durfte jeder ein paar Teile beitragen.
Dann gestaltet sich wohl die Ersatzteilbeschaffung schwierig.