Autor Thema: Linie H2 (1910-1980)  (Gelesen 99699 mal)

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ncc1701c

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Re: Linie H2 (1910-1980)
« Antwort #255 am: 08. November 2022, 23:24:06 »
Es ist sicher ein NSU Prinz.

Nulltarif

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Re: Linie H2 (1910-1980)
« Antwort #256 am: 09. November 2022, 11:16:15 »
Interessant auch die Türen der Beiwagen: der zweite hat noch die ursprünglichen mit den unterschiedlich großen Fenstern. Diese Türen waren so dünn bzw. leicht, dass sie bei schnellerer Fahrt gern "geflattert" haben. Beim Umbau auf schaffnerlos wurden sie daher durch die Düwag-Türen (wie hier beim ersten Beiwagen) oder durch erheblich dickere mit gleich breiten (oder besser: schmalen) Fenstern ersetzt.

Ferry

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Re: Linie H2 (1910-1980)
« Antwort #257 am: 10. November 2022, 07:50:50 »
Beim Umbau auf schaffnerlos wurden sie daher durch die Düwag-Türen (wie hier beim ersten Beiwagen) oder durch erheblich dickere mit gleich breiten (oder besser: schmalen) Fenstern ersetzt.

Nein, die Fenster der neuen Türen waren noch etwas schmäler als die der Alten.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

Nulltarif

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Re: Linie H2 (1910-1980)
« Antwort #258 am: 10. November 2022, 09:18:32 »
Da habe ich mich missverständlich ausgedrückt: ich habe gemeint, dass die Fenster in allen Türsegmenten gleich breit waren, nicht unbedingt gleich breit wie die in den alten Türen.

N1

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Re: Linie H2 (1910-1980)
« Antwort #259 am: 10. November 2022, 13:22:22 »
Die "neuen" Türen waren Umbauten der alten Türen, die verstärkt worden sind. Dabei wurde die Breite der breiteren Türfenster auf die der schmäleren reduziert, so dass seitdem alle Türfenster der betreffenden Türen gleich breit sind.
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MK

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Re: Linie H2 (1910-1980)
« Antwort #260 am: 11. November 2022, 12:32:14 »
Genau, und zwar war die Geschichte bei den l3 so:

1701-1706 wurden mit DÜWAG-Türen ausgeliefert, 1707-1900 mit den "Schweizer Türen" (nach Lizenz eines Schweizer Unternehmens), da diese billiger waren. Das waren die mit den unterschiedlich großen Fenstern.

1900 sollte aber von Anfang an schaffnerlos fahren, und das wurde mit den dünnen Türen nicht zugelassen. Also hat er vor dem Ersteinsatz die DÜWAG-Türen vom 1706 bekommen und der 1706 die Schweizer Türen vom 1900.

Als der Rest auf schaffnerlosen Betrieb umgebaut wurde, erfolgte das "von hinten", beginnend mit 1899. Dabei erhielten alle bis 1880 neue DÜWAG-Türen und beim Rest bis auf 1701-1705 wurden die Schweizer Türen umgebaut und verstärkt, dann hatten sie gleich große Fenster.
So vergeht Jahr um Jahr, und es ist mir längst klar, dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war.

nord22

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Re: Linie H2 (1910-1980)
« Antwort #261 am: 24. November 2022, 23:45:55 »
K 2385 + kx beim Verkehrsbüro zwischen Rechter und Linker Wienzeile (Foto: Dr. Werner Frank, Archiv Dr. Peter Standenat, 11.06.1951). K 2385 hatte versuchsweise zusätzliche Fahrwerkswiderstände. Was damit bezweckt wurde, ist fraglich, weil ja die im Auslieferungszustand bei allen 262 K vorhandenen Fahrwerkswiderstände durch Dachwiderstände ersetzt wurden.

LG nord22 

michael-h

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Re: Linie H2 (1910-1980)
« Antwort #262 am: 25. November 2022, 23:58:05 »
Das Foto zeigt den K 2294 auf der Linie H2 an der Einsteigstelle der Schleife Prater Hauptallee. Fotograf und genaues Datum der Aufnahme sind mir leider nicht bekannt. Das Foto entstand aber sicher zwischen März 1953 und Juli 1958. Der Triebwagen ist mit einer Signalscheibe der 1. Ausführung besteckt, die noch die Abdeckklappe für den Index 2 trägt.
Der K 2294 wurde im März 1912 von der Grazer Waggonfabrik geliefert. Er war der erste Triebwagen dieser Type im Linieneinsatz: Am Montag, den 16. September 1912 setzte man den Triebwagen ab 21 Uhr solo fahrend auf der Linie 57 und ab dem Folgetag mit Beiwagen ganztägig ein.
1927 erhielt der Wagen von der Firma Lohner eine Kastenerneuerung, Klapptüren und Dachwiderstände.
Im März 1953 wurde in der Hauptwerkstätte Rudolfsheim ein neuer Wagenkasten mit geraden Seitenwänden und Zweisicht-Dachsignalen aufgebaut.
Im Juli 1958 baute Gräf&Stift Elin-Dosen, gummigefasste Frontscheiben mit Scheibenwischer sowie Schienenbremsen ein.
Ende der 60er-Jahre war der Triebwagen im Bahnhof Ottakring und zuletzt 1972 in Floridsdorf beheimatet und schließlich am 30. Juni 1972 ausgemustert.

LG Michi

Erdberg

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Re: Linie H2 (1910-1980)
« Antwort #263 am: 26. November 2022, 09:09:29 »
Ich finde es echt toll, wenn es Leute gibt, die anhand solcher technischer Sachen einen Aufnahmezeitpunkt eingrenzen können. Mit all den technischen Veränderungen beschäftige ich mich ja überhaupt nicht.
vielen Dank also!