Autor Thema: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat  (Gelesen 99326 mal)

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Klingelfee

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #60 am: 05. Februar 2021, 12:54:10 »
Grundsätzlich ist es eine gute Idee. Ich fürchte nur, dass diese Aktion den Pendler nichts bringt. Denn wenn man eine P&R-Anlage im unmittelbaren Bereich des Flughafen baust, da werden die ganzen Flughafenbenutzer dorthin ausweichen, da ein stehen in einer P&R-Anlage wesentlich günstiger ist, als am Flughafen.

Das lässt sich durch entsprechende Preispolitik ganz einfach verhindern: günstige Nutzung mit Zeitkarte, extrem teure Einzeltarife.

Du bedenkst aber schon, das viele die derzeit über Schwechat einpendeln, nicht unbedingt an der Strecke nach Wolfsthal wohnen

Natürlich bedenke ich das. Deshalb schreibe ich ja auch, dass man die früher zur Bahn bringen muss als in Schwechat, wo sie ihr Ziel ohnehin schon fast erreicht haben.

Nur musst du eben bedenken, dass es vielen Pendlern nicht wirklich etwas bringt, wenn sich zuerst zur Bahn fahren müssen, wenn sie mit der gleichen Fahrzeit schon in Schwechat, bzw Simmering sind. Ihr seht immer nur die Pendler, die wirklich aus dem Osten kommen. Ihr müsst auch an diejenigen denken, die jetzt über die B10 kommen, die werden kaum im Vorfeld nach rechts abbiegen, damit sie dann in Fischamend in die Bahn umsteigen.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

38ger

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #61 am: 05. Februar 2021, 13:09:15 »
Der Erfolg der drei VOR-Buslinien nach Simmering ist die kurze Farhrzeit, die eine Bim nicht schafft, solange man nicht endlich den Streckenabschnitt durch weniger Haltestellen (zB 1.Tor, 4.Tor) und bessere 'Ampelschaltungen beschleunigt. Und die Betriebszeiten und Intervalle der Buslinien können noch deutlich verbessert werden.

Gerade dieser Streckenabschnitt ist eigentlich einer jener, die am positivsten im Netz zu bewerten sind. Selbstständiger Gleiskörper, 60 km/h Höchstgeschwindigkeit, keine ungeregelten Kreuzungen, großteils Ampelbeeinflussung und bereits jetzt lange (aber sinnvolle) Stationsabstände.

Noch dazu sind das selbstverständlich alles Bedarfshaltestellen: Bestünde also kein Bedarf, müsste der Zug ohnehin nicht stehenbleiben.

Um aber wieder ernsthaft zum Thema zurückzukehren: Gibt es eigentlich Untersuchungen, wie stark die Nachfrage einer Verbindung zwischen Simmering und Schwechat ist? Intervallmäßig brauchbare Direktverbindungen gibt es nicht, die Regionalbusse fahren ca. alle 15 bis 35 Minuten in einem unregelmäßigen Taktschema, sodass nur die Verbindung 71A – 11/71 bleibt. Der 71A fährt alle 15 Minuten, das spricht auch nicht gerade für hohen Bedarf bzw. eine Straßenbahn. Zudem ist das Einzugsgebiet zwischen Zentralfriedhof und Schwechat Zentrum auch nicht gerade ein Frequenzbringer, wenn man sich die Bebauungsstruktur anschaut. Die Verkehrsströme haben sich seit Einstellung des alten 72ers verändert. Damals gab es keine Schnellstraßen und keine S7 und auch keinen Pendlerverkehr in den heutigen Dimensionen.

Ich war einmal in Schwechat und habe beim Nachhausefahren die S7 verpasst. Da hatte ich die Idee, stattdessen über Simmering zu fahren. Es war letztlich eine Schnapsidee, denn hätte ich die halbe Stunde auf die nächste Schnellbahn gewartet, wäre ich trotzdem schneller gewesen. Und sehr viel schneller kann es durch den Wegfall des Umsteigens beim Zentralfriedhof nicht werden. Eine Konzentration der planenden Zunft auf innerhalb Wiens gelegene, viel wichtigere Straßenbahnstrecken wäre wünschenswert (selbst wenn ich mir darüber vollkommen im Klaren bin, dass ohnehin weder das eine noch das andere je kommen wird).

Naja, Angebot schafft Nachfrage...unabhängig vom Schienenbonus der Straßenbahn sind halt die Betriebszeiten und Intervalle der Regionalbusse mit ständig wechselnden Haltemustern wohl nicht das gelbe vom Ei. Dasselbe hat man ja im Raum Mödling, wo S-Bahn, REX und WLB übergehen, während Citybusse und Regionalbusse eher leer sein dürften. Das Problem ist da schon mal grundsätzlich, dass die Buslinien zick-zack fahren, keine Anbindung an die unterschiedlichen Schnellverkehrsmittel haben, die Betriebszeiten eingeschränkt sind und viele Kurse von der Stammstrecke abweichen.
Im Raum Mödling sollte etwa jeder Regionalbus schnellstmöglich S-Bahn und WLB anbinden bzw. auch die U6 falls wir von den Linien im Raum Liesing sprechen.
Im Falle von Schwechat ist ein ganz großes Manko sicher, dass man bei der Bahnunterführung der Simmeringer Hauptstraße nicht umsteigen kann zur S7 (Kaiserebersdorf). Auch der Umsteigezwang beim 71A nach Simmering U/S zum 71er frisst wohl Potential für ÖV-Kunden.
Würde man auf der S7 einen regelmäßigen 15'-Takt auf Kosten des CAT durchsetzen und bei der Unterführung eine zugegeben nicht ganz unaufwändige Umsteigemöglichkeit zur S7 schaffen, dann hätte man wohl schon sehr viel gewonnen!

71er

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #62 am: 05. Februar 2021, 14:59:42 »
Um aber wieder ernsthaft zum Thema zurückzukehren: Gibt es eigentlich Untersuchungen, wie stark die Nachfrage einer Verbindung zwischen Simmering und Schwechat ist? Intervallmäßig brauchbare Direktverbindungen gibt es nicht, die Regionalbusse fahren ca. alle 15 bis 35 Minuten in einem unregelmäßigen Taktschema, sodass nur die Verbindung 71A – 11/71 bleibt. Der 71A fährt alle 15 Minuten, das spricht auch nicht gerade für hohen Bedarf bzw. eine Straßenbahn.
Ich war früher ständig in der Gegend unterwegs.

Der 71A ist bis vor ein paar Jahren im 10 Minuten Intervall gefahren und war selbst da in der HVZ gut gefüllt. Außerhalb der HVZ war aber oft tote Hose. Das Intervall wurde ja wsl. primär reduziert, weil der (damalige FPÖ Feind-)Bezirk eine Buslinie in das Industriegebiet hinter dem Zentralfriedhof wollte und die Stadt sicher kein zusätzliches Geld dafür investieren wollte.

Bei den Regionalbussen waren auch einige Kurse stark ausgelastet, einige sind aber auch komplett leer herumgefahren.

Allgemein war die Öffi Situation in der Gegend einfach eine Katastrophe. Der 71A war ständig verspätet, die Haltestellen an der Simmeringer Hauptstraße sind unattraktiv (schlecht einsehbar, Radweg vor der Haltestelle, keine Schutzwege über die Simmeringer Hauptstraße, die wichtigste Umsteigestation beim 3. Tor hat nichtmal einen Bussteig), Anschluss an die Straßenbahn gibts sowieso nicht. Das Highlight war aber immer im Winter am Abend Richtung Wien, wenn 71A und 6er gleichzeitig am 4. Tor waren: Der 6er hält dank der 100% Ampelbevorzugung den 71A auf, der muss dann beim 3. Tor auch noch links abbiegen, also sieht man nur noch die Rücklichter vom 6er und darf in der Kälte warten :bh:. Das sich das niemand der auch ein Auto besitzt antut muss einen dann nicht wundern.

Die Regionalbusse hatten einen komplett verwirrenden Fahrplan, ohne regelmäßigen Takt und mit wechselnden Zwischenhalten. Am Abend ist es auch öfter vorgekommen, dass Richtung Wien einige Fahrer wenn sie vor Schwechat schon eine Fahrgäste mehr hatten offensichtlich als Sonderwagen durch Schwechat gefahren sind und niemand mehr mitgenommen haben. Richtung Schwechat gab es oft das Problem, dass 3 Regionalbusse im Konvoi gefahren sind, ab dem 3. Tor wurden sie dann zusätzlich zum Stau noch vom 71A blockiert und der wiederum von den querenden Straßenbahnen beim 4. Tor.

Nachdem sich das selbst unter diesen Bedingungen noch Leute antun ist bei einem besseren Angebot sicher einiges an Fahrgastpotential vorhanden.

Ich war einmal in Schwechat und habe beim Nachhausefahren die S7 verpasst. Da hatte ich die Idee, stattdessen über Simmering zu fahren. Es war letztlich eine Schnapsidee, denn hätte ich die halbe Stunde auf die nächste Schnellbahn gewartet, wäre ich trotzdem schneller gewesen.
Die Frage ist einfach von wo in Schwechat man wohin in Wien will. Primär ist die Verbindung natürlich nur für Verbindungen zwischen dem 11. Bezirk und Schwechat interessant.

DieTram

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #63 am: 05. Februar 2021, 19:34:11 »
Zitat

[...] Zudem ist das Einzugsgebiet zwischen Zentralfriedhof und Schwechat Zentrum auch nicht gerade ein Frequenzbringer, wenn man sich die Bebauungsstruktur anschaut. Die Verkehrsströme haben sich seit Einstellung des alten 72ers verändert. Damals gab es keine Schnellstraßen und keine S7 und auch keinen Pendlerverkehr in den heutigen Dimensionen. [...]

Die Badner Bahn fährt auch parallel zu Südbahn, Triester Straße und Südautobahn durch Gebiete, die sicher nicht dichter bebaut sind als Schwechat.

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #64 am: 05. Februar 2021, 20:10:24 »
Die Badner Bahn fährt auch parallel zu Südbahn, Triester Straße und Südautobahn durch Gebiete, die sicher nicht dichter bebaut sind als Schwechat.

Ich beziehe mich auf den Bereich zwischen dem Zentralfriedhof und Schwechat. Dort ist auf der einen Seite Industriegebiet und auf der anderen Seite lockere Bebauung bzw. teilweise auch Brachland. Die Lokalbahn mit ihren weiten Stationsabständen zwischen den Siedlungen kann man mit einer Straßenbahn, die eine ganz andere Erschließungsfunktion hat, kaum vergleichen.
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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #65 am: 05. Februar 2021, 20:57:32 »
Die Badner Bahn fährt auch parallel zu Südbahn, Triester Straße und Südautobahn durch Gebiete, die sicher nicht dichter bebaut sind als Schwechat.

Ich beziehe mich auf den Bereich zwischen dem Zentralfriedhof und Schwechat. Dort ist auf der einen Seite Industriegebiet und auf der anderen Seite lockere Bebauung bzw. teilweise auch Brachland. Die Lokalbahn mit ihren weiten Stationsabständen zwischen den Siedlungen kann man mit einer Straßenbahn, die eine ganz andere Erschließungsfunktion hat, kaum vergleichen.


Dann hätte eine Verlängerung nach Schwechat aber ebenfalls Lokalbahncharakter, da in dem Abschnitt zwischen Zentralfriedhof und
Schwechat nur eine (komplizierte) Haltestelle bei der Schnellbahn nötig wäre und die Haltestellenabstände entlang des Zentralfriedhofes recht
lang sind.

Die Badner Bahn hat im Überlandabschnitt sehr unterschiedliche Haltestellenabstände von unter 500 m bis mehrere km; meist sind die
Abstände aber tatsächlich länger. Um so erstaunlicher ist die gute Auslastung der BB in doch eher schütter besiedelten
Stadtrandgebieten. Als besonders schnell wird die BB niemand empfinden, da würde eine längere Fahrzeit wegen ein paar
weiterer Haltestellen wahrscheinlich gar nicht auffallen, vielleicht sogar mehr Fahrgäste bringen als kosten.

Werner1981

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #66 am: 05. Februar 2021, 21:48:17 »
BTW. Eine Tramway nach Schwechat ist eher weniger dazu geeignet einen Pendler nach Wien zu bringen als Menschen die im Bereich der ehemaligen Brauereigründe wohnen bzw. bei der Csokorgasse, besser an Simmering anzubinden. Z. B. wäre das näherste Einkaufszentrum das Zentrum Simmering. Ist aber nur mit umsteigen erreichbar und das macht es unattraktiv.

Das näheste (und deutlich größere) Einkaufszentrum ist der huma eleven. Aber auch das ist (mit Ausnahme des vom Einkaufszentrum selbst beauftragten stündlichen Direktbusses) nur mit zweimaligen Umsteigen (obwohl es keine vier Kilometer vom Schwechater Hauptplatz entfernt ist) erreichbar...

martin8721

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #67 am: 21. August 2021, 09:26:54 »
Hier ein aktueller Artikel aus der Bezirkszeitung zu den Planungen nach Schwechat:

https://www.meinbezirk.at/simmering/c-lokales/der-72er-faehrt-bis-nach-schwechat_a4828126

Hauptbahnhof

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #68 am: 21. August 2021, 09:42:48 »
Die größte Herausforderung dürfte wirklich die Unterführung unter der S 7 sein, wo ein großer Umbau notwendig wäre.

Fraglich ist für mich die Endstation in Wien. Die erste Möglichkeit wäre Fickeysstraße, das ist zu früh. Beim Enkplatz spießt es sich mit dem 15A. St. Marx wäre wieder recht weit im Norden...
Wer weiß, vielleicht kommt es ja zu einer Zusammenlegung mit der Linie 6 Burggasse - Schwechat.  >:D

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #69 am: 21. August 2021, 10:27:44 »
Die größte Herausforderung dürfte wirklich die Unterführung unter der S 7 sein, wo ein großer Umbau notwendig wäre.
Das verstehe wer will. Wenn dort unten eine Busspur Platz hat, dann auch ein Straßenbahngleis.

(Lösbare) Herausforderungen gibt es nur, wenn man dort unter den Bahngleisen eine Haltestelle mit direktem Zugang zur Bahn machen möchte.

44er

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #70 am: 21. August 2021, 12:02:56 »
Das wäre höchst sinnvoll, weil es beide Verkehrsmittel aufwertet.

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #71 am: 21. August 2021, 12:06:42 »
Wenn ich mir die Situation so auf dem Luftbild ansehe - wer ist denn eigentlich die "Kundschaft" für den 72er? Wenn ich von Schwechat RI Wien will wäre eigentlich die S7 meine Wahl, mit ihren beiden Stationen (Wien-KE und Schwechat). Zwischen 3. Tor und ZW ist nicht rasend viel, danach bis zur Awarenstraße aber auch nicht wirklich, dann kommt schon die Unterführung. Ins Schwechater Zentrum will man anscheinend nicht fahren (wieso?), Richtung Süden / Rannersdorf wären wohl paar Fahrgäste zu holen, aber ob man dann da vielleicht auch nur Zubringer zur S7 wäre? Wer will wirklich von Schwechat nach Simmering (und zwar nicht zur U3 als Pendlerstrecke, weil da ist man mit der S7 besser bedient)?

Gefühlsmäßig wäre eine Führung nach Schwechat rein bis zur Volksbank und dann 90° nach rechts in die Friedhofstraße und weiter Richtung Rannersdorf wohl das g'scheiteste. Eine Umsteigstation zur S7 halte ich eigentlich garnicht für so wichtig, wenn man FG bis Simmering haben will.

Was denkt Ihr?
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #72 am: 21. August 2021, 15:20:09 »
Was denkt Ihr?

Ich bin zunächst einmal der Meinung, dass eine Straßenbahn nach Schwechat sowieso nicht ernsthaft geplant wird, also alle Überlegungen in diese Richtung ohnehin den Charakter von Luftschlössern haben.

Mit dem aktuellen Tempo der Wiener Zuckeltramway wird man keinen Schwechater begeistern können, Richtung Wien zu fahren. Für den Bereich Schwechat wäre es wichtiger, das lokale Busnetz engmaschiger zu gestalten und einen komfortableren Anschluss an die S7 zu bieten. Außerdem muss man sich überlegen, ob man die S7 nicht doch verdichten kann, wenn schon nicht alle 15, dann vielleicht alle 20 Minuten. Der Halbstundentakt ist einer benachbarten Millionenstadt schlicht und ergreifend unwürdig und sorgt dafür, dass viele Pendler beim Auto bleiben.

Wenn man eine attraktive Tramway aus Rannerdorf Richtung Wien haben will, dann muss die als Expresslinie ausgebaut werden: Wenige Halte in Rannersdorf und Schwechat und ab der Unterführung ohne Halt zumindest entlang des Zentralfriedhofs, wo genügend Platz wäre, ein drittes Gleis zu legen, das jeweils in der Lastrichtung als Schnellgleis dient. Gegen die Lastrichtung kann man ja langsam mit den Linienzügen mitschwimmen.
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haidi

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #73 am: 21. August 2021, 15:35:14 »
Gegen die Lastrichtung mitschwimmen wird auch der Express-Straßenbahn den Nimbus Langsam verleihen.

Die Frage ist, ob sie dort notwendig und sinnvoll ist oder ob es andere Linienführungen gibt, wo man nicht einem anderen Verkehrsmittel Konkurrenz macht, sondern ausreichende Fahrgastzahlen zu erwarten sind und es noch keine leistungsstarke und schnelle Verbindung nach Wien gibt.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

contra

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #74 am: 21. August 2021, 21:58:57 »
Zitat
Ich bin zunächst einmal der Meinung, dass eine Straßenbahn nach Schwechat sowieso nicht ernsthaft geplant wird, also alle Überlegungen in diese Richtung ohnehin den Charakter von Luftschlössern haben.

Ich kann dir versichern, dass zumindestens die Planung auf Wiener Seite komplett fertig ist. Es spießt sich derzeit an der Haltestelle in der Unterführung und an der Linienführung auf Nö Seite!