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Öffentlicher Verkehr national und international => Technik und Innovationen => Thema gestartet von: Werner1981 am 04. Mai 2017, 20:31:36

Titel: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: Werner1981 am 04. Mai 2017, 20:31:36
Wien bekommt ersten Bus ohne Fahrer:
http://wien.orf.at/news/stories/2841026/ (http://wien.orf.at/news/stories/2841026/)
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: haidi am 04. Mai 2017, 22:07:15
Zitat
„Noch steckt der Bus in den Kinderschuhen, in Wien soll er erwachsen werden“
Wenn das die F59 macht dauert es bis die Sonne zum roten Riesen wird.

Dass der Bus in Wien erwachsen werden soll ist schon eine Überheblichkeit, die die der Roten um Potenzen übertrifft.
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: Klingelfee am 05. Mai 2017, 05:20:29
Zitat
„Noch steckt der Bus in den Kinderschuhen, in Wien soll er erwachsen werden“
Wenn das die F59 macht dauert es bis die Sonne zum roten Riesen wird.

Dass der Bus in Wien erwachsen werden soll ist schon eine Überheblichkeit, die die der Roten um Potenzen übertrifft.

Vielleicht liegt es auch daran, dass die Entwicklungsfirma in Wien ist(Nur eine Vermutung)?
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: moszkva tér am 05. Mai 2017, 06:20:35
Vielleicht liegt es auch daran, dass die Entwicklungsfirma in Wien ist(Nur eine Vermutung)?
Der Bus kommt aus Frankreich, steht eh im Artikel  :lamp:

Aber eine Linie durch die Seestadt (wahrscheinlich Rundkurs) zwei autonome Busse zu je 11 Sitzplätzen ernsthaft als "ÖV" zu bezeichnen ist schon Chuzpe! Na aber die Leut sollen sich nicht aufregen. Jetzt haben sie endlich ein Wartehüttel bekommen, dann bekommen sie auch noch selbstfahrende Busse; ist doch eh super!
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: coolharry am 05. Mai 2017, 06:26:33
Vielleicht liegt es auch daran, dass die Entwicklungsfirma in Wien ist(Nur eine Vermutung)?
Der Bus kommt aus Frankreich, steht eh im Artikel  :lamp:

Aber eine Linie durch die Seestadt (wahrscheinlich Rundkurs) zwei autonome Busse zu je 11 Sitzplätzen ernsthaft als "ÖV" zu bezeichnen ist schon Chuzpe! Na aber die Leut sollen sich nicht aufregen. Jetzt haben sie endlich ein Wartehüttel bekommen, dann bekommen sie auch noch selbstfahrende Busse; ist doch eh super!
Das Ding ist kein Bus sondern ein selbstfahrendes Wartehüttl.
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: Klingelfee am 05. Mai 2017, 06:38:02
Vielleicht liegt es auch daran, dass die Entwicklungsfirma in Wien ist(Nur eine Vermutung)?
Der Bus kommt aus Frankreich, steht eh im Artikel  :lamp:

Aber eine Linie durch die Seestadt (wahrscheinlich Rundkurs) zwei autonome Busse zu je 11 Sitzplätzen ernsthaft als "ÖV" zu bezeichnen ist schon Chuzpe! Na aber die Leut sollen sich nicht aufregen. Jetzt haben sie endlich ein Wartehüttel bekommen, dann bekommen sie auch noch selbstfahrende Busse; ist doch eh super!

Das habe ich überlesen.

Jedoch ist/wird in der Seestadt ein Technologiezentrum eingerichtet. Und kann es nicht sein, dass dieses Zentrum sich unter anderem mit selbstfahrenden Fahrzeugen beschäftigt? Daher kam meine Vermutung, dass die Entwicklungsabteilung für das Fahrzeug in Wien angesiedelt ist  und diese an die Wl heran getreten sind, dieses Fahrzeug dann praktisch zu testen.

Ich persönlich kann mir solche Fahrzeuge in einem Siedlungsgebiet, bzw in ländlichen Gegenden, wo sich ein Linienbus nicht wirklich für einen Betreiber rechnet vorstellen. In einem Ballungszentrum, bzw auch in der Wiener Innenstadt als Ersatz für die jetzt eingesetzten Busse 2A/3A ehrlich gestanden nicht. Da sind mir zumindest nach heutiger Sicht zuviele Störfaktoren vorhanden.
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: moszkva tér am 05. Mai 2017, 06:48:53
...dass dieses Zentrum sich unter anderem mit selbstfahrenden Fahrzeugen beschäftigt?
Autonome Fahrzeuge, bitte.
Das selbstfahrende Automobil ist ein Pläonasmus (kalter Frost, weißer Schimmel, heiße Hitze).
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: Ferry am 05. Mai 2017, 08:45:01
Autonome Fahrzeuge, bitte.
Das selbstfahrende Automobil ist ein Pläonasmus (kalter Frost, weißer Schimmel, heiße Hitze).

Nein, ist es nicht. Mit "Automobil" ist gemeint, dass sich ein Fahrzeug aus eigener Kraft bewegt, d.h., dass es nicht geschleppt oder geschoben werden muss. Es ist damit nicht gemeint, dass es selbst lenkt und von alleine fährt (im Sinne von Beschleunigen und Bremsen).
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: 95B am 05. Mai 2017, 09:07:52
Das selbstfahrende Automobil ist ein Pläonasmus (kalter Frost, weißer Schimmel, heiße Hitze).

Pleonasmus, wenn schon! ;)
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: hema am 05. Mai 2017, 15:37:02
Zitat
„Noch steckt der Bus in den Kinderschuhen, in Wien soll er erwachsen werden“
Wenn das die F59 macht dauert es bis die Sonne zum roten Riesen wird.

Dass der Bus in Wien erwachsen werden soll ist schon eine Überheblichkeit, die die der Roten um Potenzen übertrifft.

Vielleicht liegt es auch daran, dass die Entwicklungsfirma in Wien ist(Nur eine Vermutung)?
Es liegt wohl daran, dass man die damit verbundenen Fördergelder einstreifen will. Güterbim lässt grüßen, da war es nicht anders, erst viel Tamtam  und am Ende der Projektzeit wird alles feierlich zu Grabe getragen!  :-[
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: Hubi am 05. Mai 2017, 18:29:01
Und schon ist die Gewerkschaft am Meckern!
http://wien.orf.at/news/stories/2841356/ (http://wien.orf.at/news/stories/2841356/)
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: 13er am 05. Mai 2017, 18:40:14
Das war aber eh 1:1 zu erwarten...
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: hema am 05. Mai 2017, 19:54:36
Er braucht keine Angst haben, unterm Strich wird/würde* es sogar mehr Personal sein, nur halt keine Buslenker. Und mehr kosten wird/würde es auch, also profitiert sogar die Wirtschaft!  8)



*) "Würde" deshalb, weil es sicher am Ende des Projekts und des Fördergeldes sanft entschlafen wird!  ;)
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: tramway.at am 05. Mai 2017, 22:53:21
Jedoch ist/wird in der Seestadt ein Technologiezentrum eingerichtet. Und kann es nicht sein, dass dieses Zentrum sich unter anderem mit selbstfahrenden Fahrzeugen beschäftigt? Daher kam meine Vermutung, dass die Entwicklungsabteilung für das Fahrzeug in Wien angesiedelt ist  und diese an die Wl heran getreten sind, dieses Fahrzeug dann praktisch zu testen.

Ich persönlich kann mir solche Fahrzeuge in einem Siedlungsgebiet, bzw in ländlichen Gegenden, wo sich ein Linienbus nicht wirklich für einen Betreiber rechnet vorstellen. In einem Ballungszentrum, bzw auch in der Wiener Innenstadt als Ersatz für die jetzt eingesetzten Busse 2A/3A ehrlich gestanden nicht. Da sind mir zumindest nach heutiger Sicht zuviele Störfaktoren vorhanden.

Absolut. Und ein Betrieb wie die Wiener Linien kann es sich nicht leisten, auf diesem Gebiet keine Erfahrungen zu sammeln, auch wenn sie negativ sind. Die Passivität im Straßenbahnsektor ist schon schlimm genug (trotz Siemens & Bombardier in der Stadt!). Die selbstfahrenden Fahrzeuge (auch PKW) sind die Zukunft, ich denke, wir erleben es noch, dass das selbst Steuern in manchen Bereichen verboten wird. Mit den Minibussen kommt endlich in Sichtweite, wovon seit den 1970er Jahren geträumt wird (selbstfahrende Kabinenbahnen). Im Endeffekt wird das die selbstgelenkten PKW verdrängen, da die nicht kompatibel mit den automatischen Fahrzeugen sind, aber das wissen die Autofahrer noch nicht...
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: moszkva tér am 06. Mai 2017, 06:47:57
Und schon ist die Gewerkschaft am Meckern!
http://wien.orf.at/news/stories/2841356/ (http://wien.orf.at/news/stories/2841356/)
Und warum ist sie dagegen?
* ...ein Schritt, den der Zentralbetriebsrat nicht nachvollziehen könne.
* Seitens der Geschäftsführung habe niemand mit der Personalvertretung gesprochen.
* "...Naja, auf das könnte ich verzichten“, sagte Bauer.

Mit uns hat niemand g'redt, wir wissen nicht, worum's da geht, brauchen tamma des a net, weu zawos? Aber sachliche Argumente dagegen?

Im Endeffekt wird das die selbstgelenkten PKW verdrängen, da die nicht kompatibel mit den automatischen Fahrzeugen sind, aber das wissen die Autofahrer noch nicht...
Klassische und autonome PKW sind schon kompatibel. Die Hauptattraktion der autonomen Fahrzeuge, wie sie derzeit u.A. von Google entwickelt werden, ist ja, dass sie problemlos im Mischverkehr fahren können und dass auch keine zusätzliche Infrastruktur geschaffen werden muss (z.B. Sensoren unter dem Asphalt).
Selbstlenkung wird noch lange existieren. Einerseits über Oldtimer und Classic Cars, andererseits will man sich den Spaß des Autofahrens auch nicht nehmen lassen (Panoramastraßen z.B.).

Selbstfahren wird irgendwann jedoch fast aussterben, nicht weil das autonome Fahren angenehmer, sicherer, billiger oder besser ist, sondern weil eines Tages die Kinder und Jugendlichen nicht mehr lernen werden, ein Auto zu fahren. Es wird nicht mehr nötig sein, das zu können und somit werden sich nur mehr ganz wenige junge Leute diese teure Ausbildung antun. Das Auto fahren ist eine Fähigkeit, die dann mit den alten Generationen einfach ausstirbt. Auto fahren ist wahrscheinlich ums Jahr 2100 so etwas spezielles wie heute einen Pferdeschlitten zu fahren.
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: tramway.at am 06. Mai 2017, 07:10:28
Klassische und autonome PKW sind schon kompatibel. Die Hauptattraktion der autonomen Fahrzeuge, wie sie derzeit u.A. von Google entwickelt werden, ist ja, dass sie problemlos im Mischverkehr fahren können und dass auch keine zusätzliche Infrastruktur geschaffen werden muss (z.B. Sensoren unter dem Asphalt).

Auf den ersten Blick, ja. Aber neben den schwächeren Hindernissen im Straßenraum, über die immer diskutiert wird (Passanten etc.) gibt es auch die stärkeren, die unvorhersehbar auftreten können. Der SUV-Panzer, der unvorhersehbar die Spur wechselt, der LKW... diese Panzer schrotten die eher zart aufgebauten selbstständigen Elektrofahrzeuge zuverlässig. Wenn erst mal eine Flotte an Ruftaxis unterwegs ist, dazu eine nennenswerte Menge privater Autonomer, wird, man beginnen, den heutigen Normalverkehr einzuschränken. Oldtimerfahrten etc. wird man mit immer höheren Auflagen einschränken und schlussendlich auf gesperrte Kurse zurückdrängen. Mit den Autonomen sind einfach so viele Vorteile verbunden, dass man seitens der Behörden darauf nicht verzichten wird wollen.

Ich glaube, dass wir immer noch zu konservativ denken. Es ist erst 20 Jahre her, dass das Internet für Private interessant wurde, heute ist die Welt undenkbar ohne. Oder die Mobiltelefone - 1989 war es eine Sensation, dass es in manchen Zügen Telefonzellen gab. Nachdem sich die Entwicklung eher beschleunigt, glaube ich, dass wir uns noch wundern werden (Wenn halt nicht ganz andere Entwicklungen den Fortschritt bremsen).
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: 58er am 06. Mai 2017, 08:20:18
Sorgen sollte einem mehr die Hacker machen...
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: Schienenfreak am 06. Mai 2017, 10:08:25

Ich glaube, dass wir immer noch zu konservativ denken. Es ist erst 20 Jahre her, dass das Internet für Private interessant wurde, heute ist die Welt undenkbar ohne. Oder die Mobiltelefone - 1989 war es eine Sensation, dass es in manchen Zügen Telefonzellen gab. Nachdem sich die Entwicklung eher beschleunigt, glaube ich, dass wir uns noch wundern werden (Wenn halt nicht ganz andere Entwicklungen den Fortschritt bremsen).
So ist es! Man darf sich dem Fortschritt nicht verschließen, nur weil man das Neue noch nicht gewohnt ist.
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: hema am 06. Mai 2017, 12:16:20
Wenn halt nicht ganz andere Entwicklungen den Fortschritt bremsen.
Ich glaube auch, dass unsere tatsächlichen Probleme ganz woanders liegen und liegen werden!  :-[
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: 13er am 06. Mai 2017, 23:33:31

Ich glaube, dass wir immer noch zu konservativ denken. Es ist erst 20 Jahre her, dass das Internet für Private interessant wurde, heute ist die Welt undenkbar ohne. Oder die Mobiltelefone - 1989 war es eine Sensation, dass es in manchen Zügen Telefonzellen gab. Nachdem sich die Entwicklung eher beschleunigt, glaube ich, dass wir uns noch wundern werden (Wenn halt nicht ganz andere Entwicklungen den Fortschritt bremsen).
So ist es! Man darf sich dem Fortschritt nicht verschließen, nur weil man das Neue noch nicht gewohnt ist.
Und wie man heute gesehen hat, ist für dich ein für Kinder gedachter Fahrerstand modern 8)
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: Tatra83 am 07. Mai 2017, 13:17:57
Und schon ist die Gewerkschaft am Meckern!
http://wien.orf.at/news/stories/2841356/ (http://wien.orf.at/news/stories/2841356/)
Und warum ist sie dagegen?
* ...ein Schritt, den der Zentralbetriebsrat nicht nachvollziehen könne.
* Seitens der Geschäftsführung habe niemand mit der Personalvertretung gesprochen.
* "...Naja, auf das könnte ich verzichten“, sagte Bauer.

Mit uns hat niemand g'redt, wir wissen nicht, worum's da geht, brauchen tamma des a net, weu zawos? Aber sachliche Argumente dagegen?

Also in einem Betrieb wie den WiLi halte ich es für absolut ausgeschlossen, dass niemand von der Arbeitgeber-Gewerkschaft über ein derartiges Projekt informiert wurde. Das ist wieder mal eine der typischen Nebelkerzen für die Fahrdienst-Schlafschafe, die sich in der Sicherheit ihres Arbeitsplatzes wiegen sollen. Die Arbeitgeber-Gewerkschaft wird da - wie mittlerweile üblich - einen Scheinkampf führen, nur um nachher zu sagen, wir haben alles versucht, aber ihr seid trotzdem am Arsch. Wählt uns wieder!
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: Schienenfreak am 07. Mai 2017, 21:18:07

Ich glaube, dass wir immer noch zu konservativ denken. Es ist erst 20 Jahre her, dass das Internet für Private interessant wurde, heute ist die Welt undenkbar ohne. Oder die Mobiltelefone - 1989 war es eine Sensation, dass es in manchen Zügen Telefonzellen gab. Nachdem sich die Entwicklung eher beschleunigt, glaube ich, dass wir uns noch wundern werden (Wenn halt nicht ganz andere Entwicklungen den Fortschritt bremsen).
So ist es! Man darf sich dem Fortschritt nicht verschließen, nur weil man das Neue noch nicht gewohnt ist.
Und wie man heute gesehen hat, ist für dich ein für Kinder gedachter Fahrerstand modern 8)
???
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: moszkva tér am 08. Mai 2017, 06:28:14
Die Arbeitgeber-Gewerkschaft wird da - wie mittlerweile üblich - einen Scheinkampf führen, nur um nachher zu sagen, wir haben alles versucht, aber ihr seid trotzdem am Arsch. Wählt uns wieder!
Aber die Essensmarkerln haben wir gehalten. Die wollten's euch auch wegnehmen, aber wir haben für euch gekämpft wie die Löwen!
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: tramway.at am 08. Mai 2017, 23:55:44
Grad einen interessanten Artikel gefunden:
https://derletztefuehrerscheinneuling.com/2017/04/21/wie-sich-der-kollaps-der-deutschen-autoindustrie-abspielen-wird/
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: hema am 09. Mai 2017, 00:44:59
Hat Tesla überhaupt schon einmal Gewinn gemacht?
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: moszkva tér am 09. Mai 2017, 06:00:26
Grad einen interessanten Artikel gefunden:
https://derletztefuehrerscheinneuling.com/2017/04/21/wie-sich-der-kollaps-der-deutschen-autoindustrie-abspielen-wird/

Also ehrlich jetzt: Spannend und reißerisch geschrieben, aber eher der Kategorie Sage als Realität zuzuordnen. Alleine wegen diesem Satz
Zitat
Es gibt [um 2030] keine öffentlichen Nahverkehrsmittel mehr, diese werden zurück gebaut und vollständig durch Robotaxis abgedeckt.
Wie soll das in europäischen Großstädten funktionieren, die Leute alle autonom und individuell von Haustür zu Haustür zu führen? Welche Straßen sollen denn für solche Mengen an Autos Platz haben? Natürlich wird man weiterhin Massenverkehrsmittel mit großer Kapazität brauchen. Das autonome Taxi wird das heutige Taxi (mit unfreundlichem, rassistischem Fahrer) komplett ersetzen und wahrscheinlich in Randgebieten von Großstädten den Pimperlbus im 30-Minuten-Intervall ersetzen. Aber selbst unter Ausnutzung der besten Computer-Algorytmen mit Gemeinschaftsbelegungen von Taxis usw. sehe ich keine Möglichkeit, eine vollbesetzte U-Bahn mit 800 Menschen (alle 3 Minuten!) durch Roboterautos zu substituieren.
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: Bus am 09. Mai 2017, 08:30:16
Abgesehen davon, dass Feinstaub auch durch Reifenabrieb entsteht. So das gelbe vom Ei ist Elektromobilität auch nicht.
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: Z-TW am 09. Mai 2017, 08:54:35
Grad einen interessanten Artikel gefunden:
https://derletztefuehrerscheinneuling.com/2017/04/21/wie-sich-der-kollaps-der-deutschen-autoindustrie-abspielen-wird/

Auch interessant: Der Rückbau von Parkplätzen beginnt - wohin dann mit den unzähligen Robotaxis wenn es auch keinen öffentlichen Verkehr mehr gibt?
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: coolharry am 09. Mai 2017, 09:06:06
Grad einen interessanten Artikel gefunden:
https://derletztefuehrerscheinneuling.com/2017/04/21/wie-sich-der-kollaps-der-deutschen-autoindustrie-abspielen-wird/

Auch interessant: Der Rückbau von Parkplätzen beginnt - wohin dann mit den unzähligen Robotaxis wenn es auch keinen öffentlichen Verkehr mehr gibt?

Na die fahren den ganzen Tag und brauchen keine Parkplätze. Bei nicht gebrauch, also über Nacht, lösen sie sich dann in wohlgefallen auf um sich am nächsten Morgen wieder zu materialisieren.  8)

Lasst doch jedem mal sein Stückchen Utopie an die er/sie/es glauben kann.

Btw. liest sich der Text wie die Fantasie eines Tesla Aktionärs der bis heute daran glaubt damit reich zu werden.
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: 95B am 09. Mai 2017, 09:21:55
Das Wichtigste wurde hier völlig außer Betracht gelassen: Wie schaut es mit der Ladeinfrastruktur für private Elektroautos aus? Ich schätze, dass sich momentan der Anteil der für Elektroautoladung geeigneten Pkw-Stellplätzen (öffentlich und privat) bei weniger als 1 ‰ bewegt. (Eine 230-V-Steckdose für den Staubsauger im Carport wird nicht reichen, da die Anschlussleitung nicht entsprechend dimensioniert ist – da wird es bei weiterem Ausbau der Elektromobilität noch ganz schön viele Brände geben, weil sich die Leute keine Ladestation leisten wollen!)

Solange da nichts gemacht wird, sind einem großzügigen Ausbau der privaten Elektromobilität die Hände gebunden. Aber wer soll das zahlen? Der durchschnittliche Privatmann, der sich ohnehin schon verschulden muss, um das Elektroauto zu kaufen? Die Wohnbaugenossenschaft oder Wohnungseigentümergemeinschaft, die dafür den halben Keller und die ganze Elektroinstallation umbauen lassen muss, weil im Haus solche Stromanschlüsse in der Garage freilich nicht vorgesehen waren? Die öffentliche Hand, damit entlang unserer Straßen noch mehr Stangln wachsen, weil die Laterndlgaragen mit Stromanschlüssen ausgestattet sind? (Kupferdiebe nicht vergessen, die dann in der Nacht reihenweise die Ladekabel kappen!)

Die Mobilität von morgen ist keine Elektromobilität, denn Elektromobilität löst kein einziges Verkehrsproblem. Die Mobilität von morgen ist auch kein autonomes Fahren, denn auch hiermit werden jene Probleme, die unsere Siedlungen zu lebensfeindlichen Räumen gemacht haben, nicht gelöst, sondern sogar noch verschärft (weil man zum Schutz der autonomen Autos die Fußgänger wieder einzäunen wird). Nein, die Mobilität von morgen ist eine Mobilität der kurzen Wege und geringerem Einsatz von mechanischen Bewegungshilfen. Dazu gehören halt auch verkehrsberuhigte Bereiche in Dimensionen, die den durchschnittlichen langgedienten bürgerfernen Apparatschik aus dem Parteikader wahrscheinlich umgehend zum Rotieren bringen würden. Aber das wird alles kommen (Politik hin oder her), weil sich die Gesellschaft die ausufernde Mobilität irgendwann einfach nicht mehr leisten kann.
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: 13er am 09. Mai 2017, 09:25:35
Das Wichtigste wurde hier völlig außer Betracht gelassen: Wie schaut es mit der Ladeinfrastruktur für private Elektroautos aus? Ich schätze, dass sich momentan der Anteil der für Elektroautoladung geeigneten Pkw-Stellplätzen (öffentlich und privat) bei weniger als 1 ‰ bewegt. (Eine 230-V-Steckdose für den Staubsauger im Carport wird nicht reichen, da die Anschlussleitung nicht entsprechend dimensioniert ist – da wird es bei weiterem Ausbau der Elektromobilität noch ganz schön viele Brände geben, weil sich die Leute keine Ladestation leisten wollen!)
Da gibt es aktuell eh schon einiges - das wird in Zukunft nicht mehr per Netzstecker, sondern kabellos erfolgen. Bei Handys und Notebooks klappt das schon. Ich denke, die Parkplätze der Zukunft haben so eine Ladefunktion schon eingebaut.
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: luki32 am 09. Mai 2017, 09:37:56
Das autonome Taxi wird das heutige Taxi (mit unfreundlichem, rassistischem Fahrer) komplett ersetzen [...]

Nachdem Du ja wieder einmal polemisch bist, kann ich es aber auch sein, der Fahrer ist nicht rassistisch, sondern sagt: "Du sagen, ich fahren."  :down:

Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: moszkva tér am 09. Mai 2017, 09:48:06
Das Wichtigste wurde hier völlig außer Betracht gelassen: Wie schaut es mit der Ladeinfrastruktur für private Elektroautos aus? Ich schätze, dass sich momentan der Anteil der für Elektroautoladung geeigneten Pkw-Stellplätzen (öffentlich und privat) bei weniger als 1 ‰ bewegt. (Eine 230-V-Steckdose für den Staubsauger im Carport wird nicht reichen, da die Anschlussleitung nicht entsprechend dimensioniert ist – da wird es bei weiterem Ausbau der Elektromobilität noch ganz schön viele Brände geben, weil sich die Leute keine Ladestation leisten wollen!)
Da gibt es aktuell eh schon einiges - das wird in Zukunft nicht mehr per Netzstecker, sondern kabellos erfolgen. Bei Handys und Notebooks klappt das schon. Ich denke, die Parkplätze der Zukunft haben so eine Ladefunktion schon eingebaut.
Neubauten ab 2020 werden das vielleicht haben. Aber die alten Straßen müsste man dann alle umbauen, ein Wahnsinn. Das kostet eine Lawine und dauert auch mehrere Jahrzehnte. Man muss sich ja nur anschauen, wieviele Straßen es in Wien gibt, wo der Belag noch aus der Vorkriegszeit ist.
Sicher... technisch machbar ist alles (z.B. Ladeschleifen bei Ampelkreuzungen). Aber warum soll die Allgemeinheit für die Individualmobilität noch mehr zahlen?

Na die fahren den ganzen Tag und brauchen keine Parkplätze. Bei nicht gebrauch, also über Nacht, lösen sie sich dann in wohlgefallen auf um sich am nächsten Morgen wieder zu materialisieren.  8)
Es kann tatsächlich passieren, dass die auch die ganze Nacht fahren. Angenommen, Parken kostet Geld - das kann man mit den autonomen Fahrzeugen sehr einfach verrechnen. Angenommen, die Durchfahrt bzw. Zufahrt durch Stadtviertel oder Straßenzüge kostet unterschiedlich viel Geld - auch das kann man dann leicht verrechnen. Leerfahrten kosten auch Geld (Strom, Abnutzung). Mit diesen Variablen errechnet sich der autonome Pilot blitzschnell die kostengünstigste Variante, wo er sich bei Nichtbenutzung aufräumen soll.

Also: Kreisen, Parken (nah oder fern), usw. So kann es passieren, dass der Autopilot bei einem Zweistundentermin einfach rund um den Ring kutschiert. Oder über Nacht findet er keinen Parkplatz und in der Früh sagt er dann: Abholung erst in 40 Minuten, stehe in Raasdorf.

Die warmen Eislutscher der Autobesitzer sind dann auch: Wenn ich den Wagen nicht brauche, lasse ich ihn halt in der Zeit Taxi fahren  >:D

Nicht vergessen bei der Diskussion darf man aber auch die technische Komponente beim Endnutzer. Mobilität wird dann ohne Smartphone bzw. Smart-Device (Tablet, Computer, Uhr, wasauchimmer) nicht möglich sein. Es erfordert eine 100 % Durchsetzung der Bevölkerung mit solchen Endgeräten - vom Schulkind bis zum Greis - damit man erst einmal seine Mobilität bestellen kann. Weiters braucht jeder ein Konto bzw. eine Kreditkarte, um diese Mobilität auch bezahlen zu können.
Das schließt von Haus aus viele Menschen von der Mobilität aus:
* Nicht technikaffine Menschen. Will kein Smartphone, kennt sich damit nicht aus o.Ä. - Gibt es nicht nur unter alten Leuten, sondern auch unter jungen.
* Psychisch oder geistig beeinträchtigte Personen: Können vielleicht mit Smartphone nicht (verantwortungsvoll) umgehen.
* Menschen ohne Bankkonto können die Fahrt nicht bezahlen: Das betrifft beispielsweise viele Arbeitslose oder überschuldete Personen, besachwalterte Personen, Minderjährige, Flüchtlinge, usw. Wenn dann die Eltern oder der Sachwalter oder sonstige gesetzliche Vertreter keine Einwilligung geben, kriegen die bei der Bank kein Konto!

Auch aus derzeitiger Sicht würde ich mich nicht zu 100 % bei meiner Mobilität aufs Smartphone verlassen wollen, da gibt es viel zu viele Schwachstellen: Akku leer, fällt runter und ist kaputt, wird gestohlen oder geht verloren usw.

Nach obrigen Punkten kann es also leicht passieren, dass 10-20 % aller Menschen von Mobilität rein aus Usability- und Rechtsgründen ausgeschlossen werden, das darf nicht sein!
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: Z-TW am 09. Mai 2017, 13:02:41
Nein, die Mobilität von morgen ist eine Mobilität der kurzen Wege und geringerem Einsatz von mechanischen Bewegungshilfen.

Dann sind wir genau dort, als es solche idealen Zustände schon einmal gab. Erst die Entflechtung von Industrie und Gewerbe, die Hand in Hand mit der individuellen Motorisierung einherging, führte zur überbordenden Zwangsmobilität, die uns heute zu schaffen macht.
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: hema am 09. Mai 2017, 15:27:11

Nach obrigen Punkten kann es also leicht passieren, dass 10-20 % aller Menschen von Mobilität rein aus Usability- und Rechtsgründen ausgeschlossen werden, das darf nicht sein!
Was interessieren solche Erwägungen einen echten Computer- und Fortschrittsfreak? Der wischt das höchstens überlegen lächelnd vom Tisch. Auch das Argument der hohen Kosten zieht nicht, zahlt ja (notfalls) eh der Steuerzahler, bzw. dessen Enkel und Urenkel.  :-\
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: 95B am 09. Mai 2017, 15:35:16
Was interessieren solche Erwägungen einen echten Computer- und Fortschrittsfreak? Der wischt das höchstens überlegen lächelnd vom Tisch. Auch das Argument der hohen Kosten zieht nicht, zahlt ja (notfalls) eh der Steuerzahler, bzw. dessen Enkel und Urenkel.  :-\

Davon haben wir hier eh nur einen – und der zählt nicht. :D
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: hema am 09. Mai 2017, 15:39:04
Na ja, ein bissl anfällig sind hier schon mehrere!   ;)  :D
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: 4463 am 22. Juni 2017, 18:20:15
Grad einen interessanten Artikel gefunden:
https://derletztefuehrerscheinneuling.com/2017/04/21/wie-sich-der-kollaps-der-deutschen-autoindustrie-abspielen-wird/
Ich denke, dass man hier die meisten genannten Zeiträume mit einem Faktor 2 multiplizieren muss.
Die Beschreibung dessen, wie Tesla seine Fahrzeuge verbreiten und die Datenbank der Infrastruktur erweitern wird, ist wohl relativ gut zutreffend. Auch wird die Verbreitung der Teslas wohl über die kommenden 5 Jahre tatsächlich exponentiell wachsen können. Mit besserer Infrastruktur (deutlich mehr Supercharger) werden diese Fahrzeuge auch die Hürde der Fernreisen meistern. Natürlich kann das drastisch anders verlaufen, wenn plötzlich irgendwelche Probleme mit den Akkus auftreten, die erst nach ein paar Betriebsjahren akut werden - ich denke hier an die Brandgefahr - oder aber die Flotte gehackt wird. Ein großes System aus identischen Produkten ist für so etwas halt anfällig - wobei man sagen muss, dass die Apple-Produkte ähnlich sind und hier sind keine Hackerangriffe bekannt, die zu einem signifikantem Imageproblem geführt hätten.

Der Niedergang der deutschen Autoindustrie wurde meiner Meinung nach mit dem Dieselskandal eingeleitet. Er wird aber nicht dermaßen rasant stattfinden, wie hier beschrieben, insbesondere da die deutsche Autoindustrie eine Produktpalette bietet, wie sie Tesla auf keinen Fall in den nächsten Jahren anbieten wird.
Die Sache mit den Fahrverboten für Verbrennungskraftfahrzeuge wird aber die deutsche Industrie, die nach wie vor kaum auf Elektromobilität setzt (die Elektrofahrzeuge, die angeboten werden, sind bestenfalls für den Stadtverkehr samt Umland geeignet), ein großes Problem werden. Bei intelligenten Fahrzeugen sehe ich hier ohne Partnerschaft mit Firmen aus Silicon Valley überhaupt keine Chance - die deutschen Konzerne haben hier viel zu starre Strukturen und deren Innoviationskraft beschränkt sich darauf, dasselbe Fahrzeug im Blechkleid von VW, Skoda, Audi und Seat parallel anzubieten.  ::)

Ich kann mir zwar gut vorstellen, dass Car-Sharing deutlich ausgeweitet wird, aber insbesondere der Ersatz des öffentlichen Verkehrs ist allein aufgrund der beschränkten Straßenkapazität völlig ausgeschlossen. Viel mehr werden eher die Kombination von Öffis und Car-Sharing interessanter werden. Dadurch wird aber eher der Besitz von eigenen Fahrzeugen vermindert - zugunsten einer deutlichen Erhöhung der Anzahl an Car-Sharing-Fahrzeugen.

Die Einführung autonomen Fahrens wird wohl zuerst auf Autobahnen stattfinden, da hier die Bedingungen dafür am geeignetsten sind. Im Stadtverkehr werden digitale Assistenten als Pflichtausstattung die Unfallzahlen signifikant senken können, aber gelenkt werden wird nach wie vor selbst.

Das schließt von Haus aus viele Menschen von der Mobilität aus:
* Nicht technikaffine Menschen. Will kein Smartphone, kennt sich damit nicht aus o.Ä. - Gibt es nicht nur unter alten Leuten, sondern auch unter jungen.
* Psychisch oder geistig beeinträchtigte Personen: Können vielleicht mit Smartphone nicht (verantwortungsvoll) umgehen.
* Menschen ohne Bankkonto können die Fahrt nicht bezahlen: Das betrifft beispielsweise viele Arbeitslose oder überschuldete Personen, besachwalterte Personen, Minderjährige, Flüchtlinge, usw. Wenn dann die Eltern oder der Sachwalter oder sonstige gesetzliche Vertreter keine Einwilligung geben, kriegen die bei der Bank kein Konto!

Auch aus derzeitiger Sicht würde ich mich nicht zu 100 % bei meiner Mobilität aufs Smartphone verlassen wollen, da gibt es viel zu viele Schwachstellen: Akku leer, fällt runter und ist kaputt, wird gestohlen oder geht verloren usw.

Nach obrigen Punkten kann es also leicht passieren, dass 10-20 % aller Menschen von Mobilität rein aus Usability- und Rechtsgründen ausgeschlossen werden, das darf nicht sein!
Das Konto für alle (ohne Überziehungsrahmen) gibt es bei uns doch schon? Prepaid-Kreditkarten auch.
Natürlich sind auch heute viele Leute von der Mobilität ausgeschlossen. Es gibt genug technikferne Leute, die keinen Führerschein haben und nur öffentlich und mit Taxis fahren.
Und Personen mit besonderen Bedürfnissen sind auch heute bereits "ausgeschlossen".

Dass für diese Gruppen Lösungen gefunden werden müssen, ist klar, aber eben nichts wirklich Neues.

Und zu, Thema "kaputtes Smartphone": wenn alles in der Cloud gespeichert ist (daran führt schon heute teilweise kein Weg vorbei), ist dieses Problem nur ein bedingtes - ungefähr so, wie wenn man heutzutage seine Geldbörse verliert, vielleicht sogar weniger schlimm, weil alle Daten sofort online verfügbar sind und man nicht erst 3 Wochen auf eine neue Bankkarte warten muss, um an Geld zu kommen.

Überdies hat hema was wichtiges gesagt: wer weiß, wie groß die Chancen sind, dass das alles wirklich so laufen können wird. Es gibt weltweit genug Idioten, die "zündeln". Und wenn es wiedermal weltweit ordentlich "bumm" macht, sind die Überlebenden wohl schneller wieder in der technologischen Steinzeit, als sie ihren Tesla aufladen können. :-\
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: Tatra83 am 29. April 2018, 15:29:39
Das Konzept der Navya-Fahrzeuge basiert auf einer fest vorgegebenen Fahrtroute, ohne, dass es, abgesehen vom Stoppen vor Hindernissen, irgendein autonomes Fahren gibt. Ein Begleiter ist stets Pflicht, der den Bus wieder in Gang bringt.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Die-Roboter-Busse-Wie-wenig-selbststaendig-autonome-Busse-noch-sind-4036565.html
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: 38ger am 29. April 2018, 15:57:14
Das Konzept der Navya-Fahrzeuge basiert auf einer fest vorgegebenen Fahrtroute, ohne, dass es, abgesehen vom Stoppen vor Hindernissen, irgendein autonomes Fahren gibt. Ein Begleiter ist stets Pflicht, der den Bus wieder in Gang bringt.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Die-Roboter-Busse-Wie-wenig-selbststaendig-autonome-Busse-noch-sind-4036565.html

Und wozu muss bzw. kann der Bus dann auf eon 3D-Modell zurückgreifen,  wenn die Route ohnehin einprogrammiert ist?
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: Tatra83 am 29. April 2018, 21:42:12
Und wozu muss bzw. kann der Bus dann auf eon 3D-Modell zurückgreifen,  wenn die Route ohnehin einprogrammiert ist?

Anhand des 3D-Modells stellt der Bordrechner stetig fest, wo er sich gerade befindet - GPS, Galileo und ähnliche Ortungssysteme sind dafür allein einfach zu ungenau. Sogar bei Differenziellem GPS beträgt die Genauigkeit 0,01 bis 5 Meter, ein zu großer Unsicherheitsfaktor für einen automatischen Betrieb. Die Automatik-Minibusse sind dabei vollgepackt mit LIDAR-Sensorik (Funktionsweise (https://www.youtube.com/watch?v=nXlqv_k4P8Q)), aber damit gelingt aufgrund der steten Veränderung des Straßenraumes (es parken andere Fahrzeuge, etc., pp) nur in Kombination mit den GPS-Daten die richtige Ortung.

Nur mal zum Vergleich, so ein 12 Personen fassender Minibus kostet ca. 250.000 EUR (Lebensdauer bis dato unbekannt), der kommt auf maximal 45 km/h.
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: hema am 30. April 2018, 01:43:07
Halt teuer, dafür aber modern!  ::)
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: 38ger am 30. April 2018, 01:52:22
Halt teuer, dafür aber modern!  ::)

Dank Innovationsförderungen und dergleichen aber womöglich mehr für's Wissenschaftsministerium, als für's Verkehrsministerium und die Wiener Linien?  ;)
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: Tatra83 am 30. April 2018, 14:22:59
Halt teuer, dafür aber modern!  ::)

Was ist daran modern? Fahrzeuge mit Elektro-Antrieb? Die waren bis zum 1. Weltkrieg eher die Regel. Autonom fahrende Fahrzeuge? Man schaue in den Logistikbereich oder gar in den Keller vom Donauspital. Dort gondelt das Automatische Transportsystem Versorgungsgüter fröhlich herum. Es ist m.E. mehr Hype als ernsthafter Forschergeist (dem die heutige "wissenschaftliche" Förderungslandschaft auch nicht mehr entspricht). Wer das Faller-Car-System kennt, wird sich angesichts des technischen Aufwands bei den "Autonomen Kleinbussen" aufs Hirn greifen...
Titel: Re: Autonomer Busbetrieb (war: [PM] Konzept bei Seestadt Aspern mangelhaft?)
Beitrag von: coolharry am 30. April 2018, 14:32:34
Halt teuer, dafür aber modern!  ::)

Was ist daran modern? Fahrzeuge mit Elektro-Antrieb? Die waren bis zum 1. Weltkrieg eher die Regel. Autonom fahrende Fahrzeuge? Man schaue in den Logistikbereich oder gar in den Keller vom Donauspital. Dort gondelt das Automatische Transportsystem Versorgungsgüter fröhlich herum. Es ist m.E. mehr Hype als ernsthafter Forschergeist (dem die heutige "wissenschaftliche" Förderungslandschaft auch nicht mehr entspricht). Wer das Faller-Car-System kennt, wird sich angesichts des technischen Aufwands bei den "Autonomen Kleinbussen" aufs Hirn greifen...

Die Dinger im Donauspital, das Faller Car System oder das Transportsystem im ehemaligen Viedeowerk (und vermutlich noch zig andere Betriebe) funktionieren aber mit einem metallischem Leiter, dem die Fahrzeuge folgen. Auch das neue Faller Car System funzt noch so allerdings mit Rückmeldung digitaler Steuerung der Fahrzeuge.