Autor Thema: Stillgelegter U6-Ast nach Heiligenstadt  (Gelesen 3616 mal)

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N1

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Stillgelegter U6-Ast nach Heiligenstadt
« am: 13. September 2025, 19:01:30 »
Die Stadtbahnbögen in der Heiligenstädter Straße sind derzeit ab Rampengasse nordwärts eingerüstet:
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Desweiteren befinden sich auf der Trasse Baucontainer und -fahrzeuge. Man darf gespannt sein, was die Stadt mit den Bögen vorhat.
"Der Raum, wo das stattfand, ist ziemlich groß."
Hans Rauscher

N1

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Re: Stillgelegter U6-Ast nach Heiligenstadt
« Antwort #1 am: 16. April 2026, 12:50:52 »
Update: Die aktuellen Bauarbeiten stehen in keinem Zusammenhang mit einem etwaigen Nachnutzungskonzept. Für den vom Bezirk gewünschten "Highline-Park" nach New Yorker Vorbild gibt es noch keine konkreten Umsetzungspläne, geschweige denn ein Budget, wie die Bezirkszeitung berichtet.
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Hans Rauscher

Nulltarif

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Re: Stillgelegter U6-Ast nach Heiligenstadt
« Antwort #2 am: 16. April 2026, 19:42:34 »
Meinen dürftigen Informationen nach sind diese Bögen ein großes Problem für die WiLi:
  • Sie stehen unter Denkmalschutz, man kann sie daher nicht abreißen und den Platz anders nutzen.
  • Sie stehen auf ÖBB-Grund; die Bögen sind vermietet oder verpachtet, die Miete bzw. Pacht bekommt die ÖBB.
  • Da in den Bögen teilweise Schäden durch von oben eintretende Nässe entstanden sind, müssen die WiLi das Bauwerk sanieren, also Kosten ohne irgend einen Nutzen für die WiLi.
  • Die Idee mit dem "Highline-Park" scheitert (nicht nur, aber vor allem) an der Brücke des Autohändlers. Durch die Zwangspunkte zur Eisenbahn geht sich eine Querung - zumindest barrierefrei und für Radfahrer - nicht aus. (Wer hat dieses auch jede Ästhetik störende Bauwerke eigentlich seinerzeit genehmigt?)
Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. (Dalai Lama)

N1

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Re: Stillgelegter U6-Ast nach Heiligenstadt
« Antwort #3 am: 16. April 2026, 20:01:24 »
  • Die Idee mit dem "Highline-Park" scheitert (nicht nur, aber vor allem) an der Brücke des Autohändlers. Durch die Zwangspunkte zur Eisenbahn geht sich eine Querung - zumindest barrierefrei und für Radfahrer - nicht aus. (Wer hat dieses auch jede Ästhetik störende Bauwerke eigentlich seinerzeit genehmigt?)
Wenn es gelänge, einen etwaigen "Highline-Park" an den Wertheimsteinpark, den verlängerten Döblinger Steg ("Franz-Ippisch-Steg") und den Skywalk Spittelau anzuschließen, dann wäre das verschmerzbar. Und die genannte Brücke sollte eigentlich auch kein unüberwindbares Hindernis darstellen, wenn man den Park wirklich will. Man könnte sie etwa durch ein großzügigeres Bauwerk ersetzen, das auch Radfahrern und Fußgängern dient, und selbiges sowohl an die Stadtbahnbögen als auch an die Heiligenstädter Lände anschließen.
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Hans Rauscher

coolharry

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Re: Stillgelegter U6-Ast nach Heiligenstadt
« Antwort #4 am: 17. April 2026, 07:20:19 »
Meinen dürftigen Informationen nach sind diese Bögen ein großes Problem für die WiLi:
  • Sie stehen unter Denkmalschutz, man kann sie daher nicht abreißen und den Platz anders nutzen.
  • Sie stehen auf ÖBB-Grund; die Bögen sind vermietet oder verpachtet, die Miete bzw. Pacht bekommt die ÖBB.
  • Da in den Bögen teilweise Schäden durch von oben eintretende Nässe entstanden sind, müssen die WiLi das Bauwerk sanieren, also Kosten ohne irgend einen Nutzen für die WiLi.
  • Die Idee mit dem "Highline-Park" scheitert (nicht nur, aber vor allem) an der Brücke des Autohändlers. Durch die Zwangspunkte zur Eisenbahn geht sich eine Querung - zumindest barrierefrei und für Radfahrer - nicht aus. (Wer hat dieses auch jede Ästhetik störende Bauwerke eigentlich seinerzeit genehmigt?)

Das stört die ÖBB auch nicht daran die Bögen der Verbindungsbahn im zweiten Bezirk abzureißen. Die sind genau so "hübsch" und waren vermietet. Alles nur ein Frage des wollens und des Geldes.
Weil ein menschlicher Hühnerstall nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann.

Klingelfee

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Re: Stillgelegter U6-Ast nach Heiligenstadt
« Antwort #5 am: 17. April 2026, 07:43:08 »
Meinen dürftigen Informationen nach sind diese Bögen ein großes Problem für die WiLi:
  • Sie stehen unter Denkmalschutz, man kann sie daher nicht abreißen und den Platz anders nutzen.
  • Sie stehen auf ÖBB-Grund; die Bögen sind vermietet oder verpachtet, die Miete bzw. Pacht bekommt die ÖBB.
  • Da in den Bögen teilweise Schäden durch von oben eintretende Nässe entstanden sind, müssen die WiLi das Bauwerk sanieren, also Kosten ohne irgend einen Nutzen für die WiLi.
  • Die Idee mit dem "Highline-Park" scheitert (nicht nur, aber vor allem) an der Brücke des Autohändlers. Durch die Zwangspunkte zur Eisenbahn geht sich eine Querung - zumindest barrierefrei und für Radfahrer - nicht aus. (Wer hat dieses auch jede Ästhetik störende Bauwerke eigentlich seinerzeit genehmigt?)

Das stört die ÖBB auch nicht daran die Bögen der Verbindungsbahn im zweiten Bezirk abzureißen. Die sind genau so "hübsch" und waren vermietet. Alles nur ein Frage des wollens und des Geldes.

Ist halt die Frage, ob die Bögen im 2. Bezirk unter Denkmalschutz stehen und vor allem in welchen Zustand sie sind und auch wie lange eine Denkmalgerechte Sanierung dauern und vor allem kosten würde.

Denn ich glaube kaum, dass es im Sinne der Fahrgäste wäre, wenn die Strecke zwar dekmalkonform saniert wird, aber die Strecke dann nicht 13 Monate sondern 3-4 Jahre gesperrt wird und auch das mehrfache von einem Neubau kostet. Denkmalschutz in allen Ehren. Aber man sollte auch abwägen, ob es auch sinnvoll ist, wenn man diese Objekte erhält.

Und bei Bahntrassen bezweifle ich es stark.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

luki32

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Re: Stillgelegter U6-Ast nach Heiligenstadt
« Antwort #6 am: 17. April 2026, 08:22:05 »
Ist halt die Frage, ob die Bögen im 2. Bezirk unter Denkmalschutz stehen und vor allem in welchen Zustand sie sind und auch wie lange eine Denkmalgerechte Sanierung dauern und vor allem kosten würde.

Denn ich glaube kaum, dass es im Sinne der Fahrgäste wäre, wenn die Strecke zwar dekmalkonform saniert wird, aber die Strecke dann nicht 13 Monate sondern 3-4 Jahre gesperrt wird und auch das mehrfache von einem Neubau kostet. Denkmalschutz in allen Ehren. Aber man sollte auch abwägen, ob es auch sinnvoll ist, wenn man diese Objekte erhält.

Und bei Bahntrassen bezweifle ich es stark.

Zum Glück bist Du nicht der Denkmalschutz! Und um die Fahrgäste schert sich gerade Dein Arbeitgeber nicht, siehe den wieder fehlenden SEV auf der Wiedner Hauptstraße, ist ja eine unwichtige Verkehrsachse, fahren ja nur zwei Straßenbahnlinien und die Lokalbahn dort.
Vorsicht, Bösuser!
Militanter Gegner der Germanisierung der österreichischen Sprache!

WVB

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Re: Stillgelegter U6-Ast nach Heiligenstadt
« Antwort #7 am: 17. April 2026, 09:02:47 »
Sie stehen unter Denkmalschutz, man kann sie daher nicht abreißen und den Platz anders nutzen.
Den Irrglaube scheint man wirklich nicht aus den Köpfen zu bekommen. Denkmalschutz kann man natürlich aufheben und passiert auch regelmäßig.

(5) Die Zerstörung eines geschützten Denkmals ist nur zu bewilligen, wenn
1. die weitere Erhaltung aus technischen, statischen oder sonstigen substanziellen Gründen ausgeschlossen ist,
2. die weitere Erhaltung wirtschaftlich unzumutbar ist,
3. vom Denkmal eine anders nicht abwendbare Gefahr für Leib und Leben ausgeht, oder
4. dies aus anderen, deutlich überwiegenden öffentlichen Interessen geboten ist.

(7) Geschützte Denkmale, die etwa durch Unglücksfälle, einen zeitbedingten und nicht aufhaltbaren Verfall oder widerrechtliche Veränderungen soweit ihre Bedeutung verloren haben, dass ihre Erhaltung nicht mehr im öffentlichen Interesse gelegen ist und die nicht wiederhergestellt werden können (§ 36), sind von Amts wegen oder über Antrag (§ 26 Abs. 2) durch Bescheid aus dem Denkmalschutz zu entlassen.

https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10009184&FassungVom=2024-10-26&Artikel=&Paragraf=5&Anlage=&Uebergangsrecht=

95B

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Re: Stillgelegter U6-Ast nach Heiligenstadt
« Antwort #8 am: 17. April 2026, 09:16:50 »
Ist halt die Frage, ob die Bögen im 2. Bezirk unter Denkmalschutz stehen

Nach meiner Recherche: nein.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!
Entklumpertung des Referats West am 02.02.2024 um 19.45 Uhr planmäßig abgeschlossen!

60er

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Re: Stillgelegter U6-Ast nach Heiligenstadt
« Antwort #9 am: 17. April 2026, 09:50:11 »
Nach meiner Recherche: nein.
Und selbst wenn sie es wären, würden sich da sicher Lösungen finden. Da würden öffentliche Interessen (Weiterbetrieb einer Bahnstrecke) den Denkmalschutz aushebeln.