Autor Thema: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken  (Gelesen 4543 mal)

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W_E_St

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Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #60 am: 05. Januar 2026, 00:54:27 »
Aber nachdem wir hier von sehr langfristigen Umbauten reden, kann sich das auch irgendwann ändern. Am Bahnhofsgrund parken zu können ist ja ein "Gewohnheitsrecht" der aktuellen Mitarbeiter, kein naturgegebenes Grundbedürfnis aller zukünftigen.
Dann muss man halt die Bäckenbim wieder einführen.

Da wäre es wohl einfacher, die Intervalle auf einigen wichtigen Nachtbuslinien zu verdichten. Das Netz ist ja gar nicht schlecht, nur das Halbstundenintervall ist nicht ideal, wenn man zu einer fixen Zeit wo sein muss (OK, Jammern auf hohem Niveau, aber wir sind hier halt in einer Millionenstadt und nicht am flachen Land).
"Sollte dies jedoch der Parteilinie entsprechen, werden wir uns selbstverständlich bemühen, in Zukunft kleiner und viereckiger zu werden!"

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Ferry

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Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #61 am: 05. Januar 2026, 09:13:56 »
Wenn man aufgrund steigender Fahrgastzahlen auf einigen Gelenkbuslinien mehr Kapazitäten braucht wäre das aus meiner Sicht schon anzudenken.

Ich habe gehört, dass man in einer deutschen Stadt (Hamburg?) mit solchen Bussen derart schlechte Erfahrungen gemacht hat, dass man nach einiger Zeit reumütig zu einfachen Gelenkern zurückgekehrt ist. Ist allerdings schon etliche Jahre her, die Technik wird ja weiterentwickelt, vielleicht ist es heute anders.

Die Doppelgelenker in Linz sind aber Normal- und keine O-Busse, oder?
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

Der Einbügler

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Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #62 am: 05. Januar 2026, 09:44:41 »
Die mehr als unterirdischen Fahreigenschaften der Doppelgelenkbusse in Hamburg kann ich bestätigen. Ein grausames Geschaukel und Geschüttel, und das Ganze noch garniert mit heulendem Motorgeräusch. Ironischerweise auf genau der Linie, die zuletzt mit der Straßenbahn bedient wurde. Bravo, ein echter Komfortsprung. :bh: :down:

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Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #63 am: 05. Januar 2026, 10:30:38 »
Die Doppelgelenker in Linz sind aber Normal- und keine O-Busse, oder?
Es sind O-Busse. Am letzen Segment sind die Stangen angebracht. Anbei der Link zu einem Werbebild der Firma Kiepe. Ich bin 2x mal mit so einem Gefährt gefahren und muss sagen, dass es eigentlich angenehm war und ich mich nicht unwohl gefühlt habe. Einzig die 24m von hinten nach vorne zu sehen, war etwas ungewohnt.

W_E_St

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Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #64 am: 05. Januar 2026, 12:30:08 »
Bei den ersten Doppelgelenkern dürfte viel nach der Methode "Versuch und Irrtum" konstruiert worden sein. Ein entfernter Bekannter von mir hat es dann als Konstrukteur bei Hess geschafft, das Verhalten mathematisch zu modellieren und das dürfte das Ergebnis deutlich besser gemacht haben.
"Sollte dies jedoch der Parteilinie entsprechen, werden wir uns selbstverständlich bemühen, in Zukunft kleiner und viereckiger zu werden!"

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38ger

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Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #65 am: 05. Januar 2026, 13:47:42 »
Die mehr als unterirdischen Fahreigenschaften der Doppelgelenkbusse in Hamburg kann ich bestätigen. Ein grausames Geschaukel und Geschüttel, und das Ganze noch garniert mit heulendem Motorgeräusch. Ironischerweise auf genau der Linie, die zuletzt mit der Straßenbahn bedient wurde. Bravo, ein echter Komfortsprung. :bh: :down:

Die sind allerdings auch schon seit 2018 (!) Geschichte!

Der Einbügler

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Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #66 am: 05. Januar 2026, 18:43:39 »
Danke für die Info, ich war erstmals 2014 in Hamburg, da fuhren die Dinger noch. Später hab ich BUS (=Beförderung Unterste Stufe)  nach Möglichkeit vermieden bzw. einfach nicht mehr auf dieses langweilige Verkehrsmittel geachtet. Bus ist Bus, überall.

MK

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Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #67 am: 05. Januar 2026, 21:01:38 »
In Hamburg darf es aus politischen Gründen keine Straßenbahn geben - aber ab einer gewissen Auslastung ist sie einfach die billigste Lösung, wenn man berücksichtigt, dass man zwar beim Bau höhere, bei Betrieb und Wartung aber niedrigere Kosten hat.

Um zum Ausgangspost zurückzukommen:

Manche Strecken wären sicher sinnvoll, weil sie derzeit mit Autobussen betrieben werden und dafür eigentlich zu gut ausgelastet sind (11A, 13A, 26A, 48A). Manche sind durch die U-Bahn überflüssig geworden (Strecken 24, 64). Andere sind aufgrund veränderter Verkehrsbedürfnisse unnötig (Strecke 106). Umgekehrt gibt es Verbindungen, die nie Straßenbahnen waren, aber im Bereich sein könnten, wo es sich lohnt (15A, 66A).

Die Diskussion wird übrigens spannender, sobald die Informationsfreiheit die Geheimniskrämerei der WL um die Fahrgastzahlen der einzelnen Linien beendet hat.
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michael.fuerthaller

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Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #68 am: Gestern um 00:10:48 »
In Hamburg darf es aus politischen Gründen keine Straßenbahn geben - aber ab einer gewissen Auslastung ist sie einfach die billigste Lösung, wenn man berücksichtigt, dass man zwar beim Bau höhere, bei Betrieb und Wartung aber niedrigere Kosten hat.

Um zum Ausgangspost zurückzukommen:

Manche Strecken wären sicher sinnvoll, weil sie derzeit mit Autobussen betrieben werden und dafür eigentlich zu gut ausgelastet sind (11A, 13A, 26A, 48A). Manche sind durch die U-Bahn überflüssig geworden (Strecken 24, 64). Andere sind aufgrund veränderter Verkehrsbedürfnisse unnötig (Strecke 106). Umgekehrt gibt es Verbindungen, die nie Straßenbahnen waren, aber im Bereich sein könnten, wo es sich lohnt (15A, 66A).

Die Diskussion wird übrigens spannender, sobald die Informationsfreiheit die Geheimniskrämerei der WL um die Fahrgastzahlen der einzelnen Linien beendet hat.

Die ist ja eigentlich schon beendet, da das IFG schon in Geltung steht...
Alles was auf Schienen fährt gereicht mir zur Freude :-)

Cerberus2

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Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #69 am: Gestern um 17:00:39 »
Andere sind aufgrund veränderter Verkehrsbedürfnisse unnötig (Strecke 106).
Ein 106er über den Donaukanal und dann durch den Prater zur ehemaligen Endstelle Stadlauer Brücke und weiter in Richtung Endstelle 18 und 12 könnte vielleicht Potential haben, auch wenn es wichtigeres gibt.

95B

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Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #70 am: Gestern um 17:31:00 »
Ein 106er über den Donaukanal und dann durch den Prater zur ehemaligen Endstelle Stadlauer Brücke und weiter in Richtung Endstelle 18 und 12 könnte vielleicht Potential haben, auch wenn es wichtigeres gibt.

Wo nimmst du die dafür notwendige Brücke her? ;)
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Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #71 am: Gestern um 21:23:36 »
In Hamburg darf es aus politischen Gründen keine Straßenbahn geben - aber ab einer gewissen Auslastung ist sie einfach die billigste Lösung, wenn man berücksichtigt, dass man zwar beim Bau höhere, bei Betrieb und Wartung aber niedrigere Kosten hat.

Um zum Ausgangspost zurückzukommen:

Manche Strecken wären sicher sinnvoll, weil sie derzeit mit Autobussen betrieben werden und dafür eigentlich zu gut ausgelastet sind (11A, 13A, 26A, 48A). Manche sind durch die U-Bahn überflüssig geworden (Strecken 24, 64). Andere sind aufgrund veränderter Verkehrsbedürfnisse unnötig (Strecke 106). Umgekehrt gibt es Verbindungen, die nie Straßenbahnen waren, aber im Bereich sein könnten, wo es sich lohnt (15A, 66A).

Die Diskussion wird übrigens spannender, sobald die Informationsfreiheit die Geheimniskrämerei der WL um die Fahrgastzahlen der einzelnen Linien beendet hat.

Die ist ja eigentlich schon beendet, da das IFG schon in Geltung steht...
So ist es. Man könnte also anfragen...
D 3XX

Vineyard

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Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #72 am: Gestern um 22:34:05 »
Vor allem, wie die aktuellen landesgrenzenüberschreitenden Pläne sind (Auch, wenn ich mir wegen des Landbauers nichts erwarte.)

Und ob ich in das Farbenspiel im Wien Plan etwas zuviel reininterpretiere.

Cerberus2

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Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #73 am: Gestern um 23:06:55 »
Ein 106er über den Donaukanal und dann durch den Prater zur ehemaligen Endstelle Stadlauer Brücke und weiter in Richtung Endstelle 18 und 12 könnte vielleicht Potential haben, auch wenn es wichtigeres gibt.

Wo nimmst du die dafür notwendige Brücke her? ;)
Dort eine Brücke zu bauen ist genauso illosorisch wie der Rest meines Vorschlags, auch wenn die Trasse bis zur ehem. Schleife Stadlauer Brücke nicht allzu lang wäre und auch technisch nicht allzu herausfordernd. Aber die ehemalige 11er-Achse in Richtung Simmering aufzuwerten hätte schon irgendwas interessantes.