Autor Thema: Sperre Maxingstraße und Auswirkungen auf die Straßenbahn  (Gelesen 1723 mal)

MK und 2 Gäste betrachten dieses Thema.

DaedalusBC304

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Re: Sperre Maxingstraße und Auswirkungen auf die Straßenbahn
« Antwort #15 am: Gestern um 12:30:53 »
Stimmt, die Fahrzeiten wurden durch Übernahme der WL verdoppelt. 30 kmh Zonen auf Busstrecken sind auch sehr förderlich für den ÖV.

Fahrzeiten wurden dann auch noch für eine sehr entspannte Fahrweise ausgewählt (ergo wird gerne vor allem am WE/Nebenzeiten dann sehr gemächlich gefahren und an entsprechend passenden Haltestellen kurz gestoppt), die Schleifenfahrt zum ORF statt direkt zur Maxingstraße, sowie keinerlei Bevorzugungen an Ampeln und noch immer 360° Umkreisung der Station Hietzing tragen mit der entsprechenden Fahrzeit wahrlich nicht zur Attraktivtät dieser Linien bei.

Wien Mobil schlägt gerne auch mal vor, man solle in Speising doch vom 56A/B in den 60er umsteigen, wenn man nach Hietzing will, Fahrzeittechnisch ist es so meist schneller, auch wenn man 3-5min auf die Bim warten muss  ::)

Bus

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Re: Sperre Maxingstraße und Auswirkungen auf die Straßenbahn
« Antwort #16 am: Gestern um 12:50:11 »
Ja leider war es früher umgekehrt. Wenn man beim 60er wartete und es kam DR, war man gleich mal 5 min schneller in Hietzing. Aber ja, die WL waren u.a. treibende Kraft in der EU, das alle Linienkonzessionen an die Stadt fallen müssen. Im ersten Entwurf sah die Privatisierung (auch Straßenbahn) noch anders aus.

MK

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Re: Sperre Maxingstraße und Auswirkungen auf die Straßenbahn
« Antwort #17 am: Gestern um 12:56:55 »
Ja leider war es früher umgekehrt. Wenn man beim 60er wartete und es kam DR, war man gleich mal 5 min schneller in Hietzing. Aber ja, die WL waren u.a. treibende Kraft in der EU, das alle Linienkonzessionen an die Stadt fallen müssen. Im ersten Entwurf sah die Privatisierung (auch Straßenbahn) noch anders aus.

Weder war das Fallen der Linienkonzessionen an die Stadt eine EU-Vorgabe, noch hätte Dr. Richard mit eigener Konzession realistisch etwas gegen die Umlegung tun können (natürlich hätten theoretisch sie bei ihrem bisherigen Linienverlauf bleiben können, dafür hätte es aber keine Ausgleichszahlungen der Stadt mehr gegeben, womit es ein Verlustgeschäft geworden wäre).
o_O

Bus

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Re: Sperre Maxingstraße und Auswirkungen auf die Straßenbahn
« Antwort #18 am: Gestern um 14:09:05 »
Ja leider war es früher umgekehrt. Wenn man beim 60er wartete und es kam DR, war man gleich mal 5 min schneller in Hietzing. Aber ja, die WL waren u.a. treibende Kraft in der EU, das alle Linienkonzessionen an die Stadt fallen müssen. Im ersten Entwurf sah die Privatisierung (auch Straßenbahn) noch anders aus.

Weder war das Fallen der Linienkonzessionen an die Stadt eine EU-Vorgabe, noch hätte Dr. Richard mit eigener Konzession realistisch etwas gegen die Umlegung tun können (natürlich hätten theoretisch sie bei ihrem bisherigen Linienverlauf bleiben können, dafür hätte es aber keine Ausgleichszahlungen der Stadt mehr gegeben, womit es ein Verlustgeschäft geworden wäre).

Da liegst du aber komplett falsch mit dieser Annahme.

MK

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Re: Sperre Maxingstraße und Auswirkungen auf die Straßenbahn
« Antwort #19 am: Gestern um 14:25:21 »
Da liegst du aber komplett falsch mit dieser Annahme.

Dann zeige mir bitte die EU-Vorgabe, die die Übernahme der Konzession erfordert hat.
o_O

maybreeze

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Re: Sperre Maxingstraße und Auswirkungen auf die Straßenbahn
« Antwort #20 am: Gestern um 18:29:04 »
Die Konzessionsvergabe ist im Kraftfahrliniengesetz geregelt. Der Landeshauptmann/die Landeshauptfrau ist für die Vergabe der Linienkonzession zuständig.

Der Landeshauptmann von Wien betreibt in Personalunion als Bürgermeister einen Busbetrieb. Dieser Wiener Busbetrieb hat als Konzessionsinhaber (Bestbieter) in einem Versteigerungsverfahren das operative Geschäft an Subunternehmer vergeben.

haidi

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Re: Sperre Maxingstraße und Auswirkungen auf die Straßenbahn
« Antwort #21 am: Gestern um 20:02:33 »
Na gut, dann betreibt der Landeshauptmann einen Busbetreib, warum sollen aber deswegen andere keinen Busbetrieb betreifen dürfen?
Microsoft is not the answer. It's the question and the answer is NO.

MK

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Re: Sperre Maxingstraße und Auswirkungen auf die Straßenbahn
« Antwort #22 am: Gestern um 21:55:30 »
Es gibt sogar heute noch zwei Linien, die rein innerhalb Wiens fahren, bei denen die WL nicht die Konzession halten, und einige mehr, die innerhalb Wiens mehrere Stationen haben (aber auch außerhalb).

Der Bürgermeister von Wien betreibt auch keinen Busbetrieb, sondern die Stadt Wien besitzt 100% der Anteile der Wiener Stadtwerke GmbH, wobei der Eigentümer (Stadt Wien) von Ulli Sima als zuständiger Stadträtin vertreten wird. Dieser gehört wiederum die Wiener Linien GmbH & Co. KG (teilweise direkt, teilweise über die Wiener Linien GmbH), welche u.a. einen Busbetrieb hat. Ebenso gehört ihr (teilweise direkt, teilweise über die Wiener Stadtwerke Vermögensverwaltung GmbH) die Wiener Lokalbahnen GmbH, welche ebenfalls u.a. einen Busbetrieb hat. Dieser gehört wiederum die Wiener Lokalbahnen Verkehrsdienste GmbH, welche ebenfalls u.a. einen Busbetrieb hat.
o_O

Bus

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Richtig, detto passiert das mit der STB, mit Stern & Hafferl, Planai Bahnen, Verkehrsbetriebe Burgenland etc.
alles im Staatsbesitz.

Übrig bleibt Postbus, GKB etc... ist eine andere Geschichte.

Natürlich kann man Eigenwirtschaftlich Linien betrieben, passiert ja bei den Vienna Airport Bussen etc.

Die Krux an der Geschichte ist, dass sich Staatsbetriebe die Rosinen herauspicken, die Privaten ausschreibungsbedingt das billige Stück vom Kuchen bekommen. Unvorstellbar bei der Straßenbahn, war aber anfangs angedacht.

Der daraus resultierende Fachkräftemangel ist eine Folge davon. Die EU Vorgabe, der Personenverkehr muss billiger werden, betrifft vor allem die Arbeitnehmer. Bei der ÖBB / Westbahn hat es sicherlich Vorteile, also im Schienenverkehr.

abc

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Richtig, detto passiert das mit der STB, mit Stern & Hafferl, Planai Bahnen, Verkehrsbetriebe Burgenland etc.
alles im Staatsbesitz.

Übrig bleibt Postbus, GKB etc... ist eine andere Geschichte.

Der Postbus ist bekanntlich auch im Staatsbesitz, Stern & Hafferl hingegen nicht.

Die Krux an der Geschichte ist, dass sich Staatsbetriebe die Rosinen herauspicken, die Privaten ausschreibungsbedingt das billige Stück vom Kuchen bekommen.

Was sollen denn diese angeblichen Rosinen sein, nachdem die meisten Fahrgäste eine Zeitkarte haben und somit nicht jede Fahrt einzeln bezahlen?

MK

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Es ist eh wieder von vorne bis hinten Blödsinn. Eigenwirtschaftliche Linien im ÖV sind in Österreich sehr selten, die erwähnten VAL gehören dazu und der Fernverkehr auf der Westbahn. Die EU hat keine Vorgabe gegeben, dass der ÖV billiger werden muss, das ist der Budgetlage des Staates geschuldet. Wenn sich die Ausschreibungen für ihre Gewinner nicht üblicherweise lohnen würden, würden sie nicht teilnehmen, weil sie natürlich nicht Verluste einfahren wollen. Und die erwähnten Verkehrsbetriebe Burgenland wurden von den privaten Unternehmen dafür kritisiert, dass sie Lenkern mehr zahlen und sie daher abwerben, von "auf Kosten der Arbeitnehmer" kann also keine Rede sein.
o_O

Katana

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Helft mir bitte mal, ich habe den Überblick verloren. Was bitte haben die Bus-Konzessionen mit den Auswirkungen der Sperre der Maxingstraße auf den Straßenbahnverkehr zu tun?

haidi

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Helft mir bitte mal, ich habe den Überblick verloren. Was bitte haben die Bus-Konzessionen mit den Auswirkungen der Sperre der Maxingstraße auf den Straßenbahnverkehr zu tun?
So etwas kommt halt aus der Diskussion heraus, willst für jedes Posting, das nicht perfekt zu dem Thread passt, einen neuen  Thread eröffnen? Da wird das Forum dann wirklich unübersichtlich. Nein das Forum passt so wie es ist, es ist nur eine kleine Minderheit, die sich darüber ausweint.
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