Autor Thema: [CH] Basel (BVB + BLT)  (Gelesen 59342 mal)

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T1

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Re: [CH] Basel (BVB + BLT)
« Antwort #165 am: 27. Februar 2019, 23:49:21 »
Es ist aber auch (versteckt) ein Eingeständnis, welcher Schmarren unsere neuzeitlichen Fahrzeuge lauftechnisch sind!   ;)
Nicht wirklich. Das wäre genauso, wie jede Zweiachserentgleisung, die ja bei uns schon fast regelmäßig auftauchen, darauf zu begründen, welcher Schmarren die alten Fahrzeuge lauftechnisch sind ;)

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Re: [CH] Basel (BVB + BLT)
« Antwort #166 am: 28. Februar 2019, 08:47:11 »
Nur sollten zwischen den alten und den neuen Wagen gute 80 Jahre Entwicklung stehen...

T1

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Re: [CH] Basel (BVB + BLT)
« Antwort #167 am: 28. Februar 2019, 08:48:01 »
Die Physik lässt sich halt auch in 80 Jahren nicht überwinden.

hema

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Re: [CH] Basel (BVB + BLT)
« Antwort #168 am: 28. Februar 2019, 14:24:00 »
Und wieso setz(t)en dann E1, E2 usw. den Schienen wesentlich weniger zu?   ;)
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

38ger

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Re: [CH] Basel (BVB + BLT)
« Antwort #169 am: 28. Februar 2019, 15:19:41 »
Und wieso setz(t)en dann E1, E2 usw. den Schienen wesentlich weniger zu?   ;)
Steht ja eh im Beitrag davor. E1 und E2 haben die physikalischen Kräfte eben den Menschen abverlangt beim ein- und aussteigen. Moderne Schienenfahrzeuge verlangen diese Kräfte nicht mehr den Menschen ab. Der Preis dafür ist eben, dass diese physikalischen Kräfte den Schienen abverlangt werden. Und ob 70%-Niederflur DIE Lösung wäre, bin ich mir auch nicht sicher. Wenn sich die Hochflurbereiche nur auf die vordersten und letzten zwei/drei Meter erstrecken und alle Türen im NF-Bereich angebracht sind wäre das sicher ein gangbarer Kompromiss. Nur an die gleisschonende Fahrweise eines E1/E2 wird auch ein solches Fahrzeug nicht herankommen.
Das ist eben der Preis, denn man für NF zahlen muss - und Lösungen mit nur einer kurzen NF-Sänfte sind heute wirklich nicht mehr zeitgemäß.

Rodauner

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Re: [CH] Basel (BVB + BLT)
« Antwort #170 am: 28. Februar 2019, 19:24:51 »
An welche andere Stadt erinnert mich das bloß? Komisch, es will mir nicht einfallen ... >:D
So eine offene Kommunikation eigenverschuldeter Probleme erinnert mich eigentlich an keine andere Stadt, mir würde zumindest keine einfallen. Und am wenigsten an die, die du meinst…

In keiner anderen Stadt ist der zugehörige Verkehrsbetrieb derart politisch instrumentalisiert wie in jener, die partout niemandem hier einfallen will!
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Re: [CH] Basel (BVB + BLT)
« Antwort #171 am: 28. Februar 2019, 21:38:40 »
Und ob 70%-Niederflur DIE Lösung wäre, bin ich mir auch nicht sicher. Wenn sich die Hochflurbereiche nur auf die vordersten und letzten zwei/drei Meter erstrecken und alle Türen im NF-Bereich angebracht sind wäre das sicher ein gangbarer Kompromiss. Nur an die gleisschonende Fahrweise eines E1/E2 wird auch ein solches Fahrzeug nicht herankommen.

Die TFS2 in Frankreich sehe ich als fast ideal an, auch wenn die Hochflurteile etwas ungünstige Sackgassen sind. Die Tango in Basel mit ihren kurzen Hochflurteilen waren die mit Abstand laufruhigsten Straßenbahnen, mit denen ich je gefahren bin (leider wurde die Beschaffung fürs Stadtnetz von der Bevölkerung abgelehnt  >:( ) In Brünn gabs einen sehr ähnlichen Prototyp, der allerdings abgestellt ist. Insgesamt sehe ich das Konzept als sinnvoll, weil der Fahrer geschützt ist, Überblick hat und man klassische Drehgestelle verbauen kann.
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Konstal 105Na

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Re: [CH] Basel (BVB + BLT)
« Antwort #172 am: 01. März 2019, 09:23:57 »
In Brünn gabs einen sehr ähnlichen Prototyp, der allerdings abgestellt ist. Insgesamt sehe ich das Konzept als sinnvoll, weil der Fahrer geschützt ist, Überblick hat und man klassische Drehgestelle verbauen kann.

Das ist der Tatra RT6N1. In Brünn gab es eine Hand voll (4?) dieser Wagen. Neben Brünn erhielt auch Prag vier RT6N1. Mit 10 Stück hat Posen am meisten Fahrzeuge bestellt. Vier prager und ein brünner Wagen kamen später ebenfalls nach Posen. Heute sind alle posener Wagen generalüberholt relativ zuverlässig im Dienst. Ursprünglich waren die RT6N1 relativ Anfällig für Störungen.


po sygnale odjazdu nie wsiadac

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Re: [CH] Basel (BVB + BLT)
« Antwort #173 am: 01. März 2019, 10:10:09 »
In Brünn gabs einen sehr ähnlichen Prototyp, der allerdings abgestellt ist. Insgesamt sehe ich das Konzept als sinnvoll, weil der Fahrer geschützt ist, Überblick hat und man klassische Drehgestelle verbauen kann.

Das ist der Tatra RT6N1. In Brünn gab es eine Hand voll (4?) dieser Wagen. Neben Brünn erhielt auch Prag vier RT6N1. Mit 10 Stück hat Posen am meisten Fahrzeuge bestellt. Vier prager und ein brünner Wagen kamen später ebenfalls nach Posen. Heute sind alle posener Wagen generalüberholt relativ zuverlässig im Dienst. Ursprünglich waren die RT6N1 relativ Anfällig für Störungen.
Hier der Link zu einem sehr informativen Artikel über die RT6->
https://www.bmhd.cz/rt6/rt6.php

T1

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Re: [CH] Basel (BVB + BLT)
« Antwort #174 am: 01. März 2019, 13:03:51 »
Und ob 70%-Niederflur DIE Lösung wäre, bin ich mir auch nicht sicher. Wenn sich die Hochflurbereiche nur auf die vordersten und letzten zwei/drei Meter erstrecken und alle Türen im NF-Bereich angebracht sind wäre das sicher ein gangbarer Kompromiss. Nur an die gleisschonende Fahrweise eines E1/E2 wird auch ein solches Fahrzeug nicht herankommen.

Die TFS2 in Frankreich sehe ich als fast ideal an, auch wenn die Hochflurteile etwas ungünstige Sackgassen sind. Die Tango in Basel mit ihren kurzen Hochflurteilen waren die mit Abstand laufruhigsten Straßenbahnen, mit denen ich je gefahren bin (leider wurde die Beschaffung fürs Stadtnetz von der Bevölkerung abgelehnt  >:( ) In Brünn gabs einen sehr ähnlichen Prototyp, der allerdings abgestellt ist. Insgesamt sehe ich das Konzept als sinnvoll, weil der Fahrer geschützt ist, Überblick hat und man klassische Drehgestelle verbauen kann.

Ja, gottseidank wurde der fürs Stadtnetz abgelehnt. Drei Stufen (!) im Wageninneren sind keinesfalls zeitgemäß für den Stadtverkehr und nur im Überlandverkehr verkraftbar. Genauso haben sich die Zürcher Fahrgäste verständlicherweise gegen dieses Tram erfolgreich gewehrt!

Das ideale Fahrzeug für mich ist immer die Straßburger Citadis-Variante. Diese vereint Vorteile von Multigelenkern mit Drehgestellfahrzeugen (Kleinraddrehgestelle unter dem Führerstand) und hat daher auch eine ausgezeichnete Innenraumaufteilung (wobei diese im Forum sicher auch kritisiert werden würde). Leider sind Kleinraddrehgestelle nicht unproblematisch (man erinnere sich auch an Düsseldorf), der Verschleiß findet sich halt hier auf Fahrzeugseite wieder.

Die aktuellen Škoda-Fahrzeuge greifen die Idee ja auch auf (siehe ForCity Plus für Bratislava). Erfolgreich sind die Fahrzeuge aber dennoch nicht, klassische Multigelenker haben halt doch durch 100% NF eine bessere Innenraumaufteilung und sind weniger wartungsintensiv.

An welche andere Stadt erinnert mich das bloß? Komisch, es will mir nicht einfallen ... >:D
So eine offene Kommunikation eigenverschuldeter Probleme erinnert mich eigentlich an keine andere Stadt, mir würde zumindest keine einfallen. Und am wenigsten an die, die du meinst…

In keiner anderen Stadt ist der zugehörige Verkehrsbetrieb derart politisch instrumentalisiert wie in jener, die partout niemandem hier einfallen will!
Bin mir nicht sicher, in Pjöngjang könnte es ähnlich sein  >:D

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Re: [CH] Basel (BVB + BLT)
« Antwort #175 am: 08. März 2019, 16:17:20 »
Und ob 70%-Niederflur DIE Lösung wäre, bin ich mir auch nicht sicher. Wenn sich die Hochflurbereiche nur auf die vordersten und letzten zwei/drei Meter erstrecken und alle Türen im NF-Bereich angebracht sind wäre das sicher ein gangbarer Kompromiss. Nur an die gleisschonende Fahrweise eines E1/E2 wird auch ein solches Fahrzeug nicht herankommen.

Die TFS2 in Frankreich sehe ich als fast ideal an, auch wenn die Hochflurteile etwas ungünstige Sackgassen sind. Die Tango in Basel mit ihren kurzen Hochflurteilen waren die mit Abstand laufruhigsten Straßenbahnen, mit denen ich je gefahren bin (leider wurde die Beschaffung fürs Stadtnetz von der Bevölkerung abgelehnt  >:( ) In Brünn gabs einen sehr ähnlichen Prototyp, der allerdings abgestellt ist. Insgesamt sehe ich das Konzept als sinnvoll, weil der Fahrer geschützt ist, Überblick hat und man klassische Drehgestelle verbauen kann.
Ist auch bei den 5000er in Turin so, sind an sich sehr gute Fahrzeuge, wie auch die Citadis 301/401 in Dublin (da hat man echte Drehgestelle an den Wagenenden, und nur eine Stufe im Wageninneren zu den Sitzgruppen darüber). Wichtig ist bei all diesen Wagen, dass es nach dem Drehgestell nochmals zumindest eine einflügelige Türe gibt, damit man eben genau das nicht hat, was die T/T1 auf der U6 täglich zeigen: eine Sackgasse, die niemand nutzt und somit toter Raum ist.

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Re: [CH] Basel (BVB + BLT)
« Antwort #176 am: 04. Mai 2019, 11:18:27 »
,,Wagenführerin in Frankreich verletzt – Basler Trams fahren nachts nicht mehr nach Saint-Louis"

https://www.nzz.ch/panorama/wagenfuehrerin-in-frankreich-verletzt-basler-trams-fahren-nachts-nicht-mehr-nach-saint-louis-ld.1479056