Autor Thema: [PM] Bildungs-Bim fürs Volksbegehren  (Gelesen 5622 mal)

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moszkva tér

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[PM] Bildungs-Bim fürs Volksbegehren
« am: 05. Oktober 2011, 09:57:42 »
Der Standard, 4. Oktober 2011
http://derstandard.at/1317019215722/Bildungs-Bim-fuers-Volksbegehren

Zitat
Bildungs-Bim fürs Volksbegehren
Reportage | Lisa Aigner, 04. Oktober 2011 14:36

Während einer Straßenbahnfahrt diskutierten die Grünen über das Bildungsvolksbegehren und anstehende Schulreformen


"Wir bilden das Gesindel von morgen." Die Flüchtlingshelferin Ute Bock ist bekannt dafür, sich kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Auch zum Thema Bildungspolitik hat sie etwas zu sagen. "Wer keine gute Ausbildung hat, ist kein netter Mitbewohner", sagt Ute Bock. Die Fahrgäste lauschen ihren Erklärungen am Weg vom Karlsplatz zum Prater in der Straßenbahn.

Die Grünen haben zur Fahrt mit der "Bildungs-Bim" geladen. Unter dem Motto "Bildung in Bewegung" fährt die Straßenbahn am Montagabend durch den ersten und zweiten Wiener Bezirk. Die Grünen wollen mit der Fahrt für das Bildungsvolksbegehren werben. Es soll über das österreichische Bildungssystem diskutiert werden. Geladen sind neben Ute Bock, der Vizerektor der Wiener Wirtschaftsuniversität (WU), Michael Meyer, und Angie Rattay vom "Neongreen Network" - ein Verein zur Förderung umweltrelevanter Designprojekte.

Unzufriedene sollen unterschreiben

"Viele sind unzufrieden mit den Schulen und den Universitäten", sagt die Grünen-Klubchefin Eva Glawischnig im Gespräch mit derStandard.at. Nun müsse man das Zeitfenster bis zum Bildungsvolksbegehren nutzen, um die Menschen zum Unterschreiben zu motivieren. "Je näher der Wahltag rückt, umso offener werden die Ohren der Regierungsparteien", glaubt Glawischnig. Sie hofft, dass viele "Unzufriedene die Chance ergreifen" und unterschreiben.

Blumenstock und grüner Teppich


Die Grünen-Chefin nimmt in der Straßenbahn Platz. An den Fenstern kleben Kinderzeichnungen der "Bildungs-Bim". Zwei grüne Teppiche und ein Blumenstock sorgen für ein wenig "Grünen-Flair" in der Straßenbahn. Auch die Nationalratsabgeordneten Kurt Grünewald und Daniela Musiol steigen ein. Überhaupt scheinen die Fahrgäste - bis auf die geladenen Diskussionsteilnehmer - hauptsächlich Anhänger der Grünen zu sein. Man kennt sich.

Rund um Glawischnig haben die Teilnehmer der Diskussion zur österreichische Bildungspolitik Platz genommen. Ute Bock hat selbst als Erzieherin gearbeitet. "Wir sollten den Asylwerbern wenigstens eine gescheite Bildung mitgeben, auch wenn sie abgeschoben werden, ob sie die dann in Belgien oder Deutschland anwenden können, ist wurscht", ist sie überzeugt. Es sei immer schwieriger für ihre Schützlinge, einen Ausbildungsplatz, zu finden.

Über Fächerkanon hüpfen

Michael Meyer von der WU erzählt von Studien seiner Uni, die belegen, dass die soziale Herkunft in Österreich noch immer den Bildungsweg bestimmt. "In Österreich ist das schärfer als in anderen europäischen Ländern", sagt er. Die gemeinsame Schule sei zwar kein Allheilmittel, würde hier aber sicher Abhilfe schaffen. Meyer kritisiert, dass es in Österreich schwer sei, über den Fächerkanon "drüberzuhüpfen" und darüber hinaus zu unterrichten. Die Hörigkeit gegenüber Autoritäten sei im Land sogar so groß, dass sich Eltern in der Schule die Direktorin nicht zu kritisieren trauen, aus Angst, so ihren Kindern die Schulkarriere zu verbauen.

Während der Fahrt ist es inzwischen dämmrig geworden. An den Stationen, an denen die "Bildungs-Bim" vorbeifährt, werfen einige Passanten  einige neugierige Blicke in die Straßenbahn, aber niemand steigt ein. Am Prater macht die Bim Halt. "Rauchpause", tönt Glawischnig ins Mikrophon. "Und das aus deinem Munde", antwortet ein Fahrgast verschmitzt. Bei der Rückfahrt steigen an der einzigen Haltestelle zwei verirrte Touristinnen zu, die den Fahrer bitten, stehen zu bleiben, um wieder aussteigen zu können.

Die perfekte Schule

"Wie sähe die perfekte Schule aus?", fragt Glawischnig, die sich nicht aus der Ruhe bringen lässt, in die Diskussionsrunde. "Das ist eine Schule, die keinen Unterschied zwischen Arm und Reich, Ausländern und Inländern und Schülern mit engagierten und nicht engagierten Eltern macht", sagt Ute Bock. Ihre Eltern seien nämlich nie zum Elternsprechtag gegangen, was bei den Lehrern und Lehrerinnen wohl nicht gern gesehen war. "Die Kinder sollen mehr eingebunden werden und den Unterricht mitbestimmen können, das fördert die Kreativität", wünscht sich Angie Rattay vom Neongreen Network. "Das wichtigste sind hochmotivierte Lehrer", glaubt Vizerektor Meyer.

Nicht auf Lehrer hinhauen


Die Lehrer melden sich auch gleich zu Wort. Glawischnig hätte zwar fast vergessen, Statements aus dem Publikum zu erfragen, wird aber noch auf ihr Versäumnis aufmerksam gemacht. In der Bim fahren auch jene Lehrer mit, die sich für das Bildungsvolksbegehren engagieren. Die ehemalige Direktorin Heidi Schrodt warnt davor, "undifferenziert auf die Lehrer hinzuhauen". Es gäbe viele, die trotz der Schwierigkeiten des Systems gute arbeiten leisten. Lehrer Daniel Landau appelliert an die Fahrgäste, das Volksbegehren zu unterschreiben, sobald man einen Punkt für gut befindet und nicht nur dann zu unterschreiben, wenn man mit allen Punkten einverstanden ist.

"Nicht in Schublade verschwinden lassen"

Landau wird darin sofort von Glawischnig unterstützt. Sie verspricht, dass die Grünen im Parlament dafür sorgen werden, dass jeder Punkt des Begehrens tatsächlich diskutiert wird und nicht "in der Schublade verschwindet".

Es ist dunkel geworden. Die Bim fährt wieder am Gleis der Badner Bahn am Karlsplatz ein. In einer viertel Stunde startet die zweite Runde mit neuen Diskussionsteilnehmern. Vielleicht steigen diesmal auch Bürger ein, die nicht bei den Grünen engagiert sind. (Lisa Aigner, derStandard.at, 4.10.2011)

Fotos und Bildtexte aus dem Artikel:


Ute Bock fuhr gemeinsam mit Eva Glawischnig und dem Wiener-Grünen-Klubchef David Ellensohn in der Bildungs-Bim.


Abfahrt am Karlsplatz in Wien.


Glawischnig fordert Unzufriedene auf, das Bildungsvolksbegehren zu unterschreiben.


Die Flüchtlingshelferin Ute Bock war selbst auch als Erzieherin tätig.


Nette Idee... Synergien nutzen!

pronay

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Re: [PM] Bildungs-Bim fürs Volksbegehren
« Antwort #1 am: 05. Oktober 2011, 10:33:28 »
Dass sich die Bildungs-Bim nicht einmal selber richtig schreiben kann (Deppenleerzeichen, schaut's oba!), das ist schon eher peinlich.

13er

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Re: [PM] Bildungs-Bim fürs Volksbegehren
« Antwort #2 am: 05. Oktober 2011, 10:37:51 »
Dass sich die Bildungs-Bim nicht einmal selber richtig schreiben kann (Deppenleerzeichen, schaut's oba!), das ist schon eher peinlich.
Das dürfte aber m.E. am ULF liegen, der ja laufend Rechtschreibfehler aus den meistens vermutlich korrekten Eingaben produziert.
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pronay

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Re: [PM] Bildungs-Bim fürs Volksbegehren
« Antwort #3 am: 05. Oktober 2011, 10:47:36 »


Dass sich die Bildungs-Bim nicht einmal selber richtig schreiben kann (Deppenleerzeichen, schaut's oba!), das ist schon eher peinlich.

Das dürfte aber m.E. am ULF liegen, der ja laufend Rechtschreibfehler aus den meistens vermutlich korrekten Eingaben produziert.

Was aber nichts an der offenkundlichen Peinlichkeit ändert.

13er

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Re: [PM] Bildungs-Bim fürs Volksbegehren
« Antwort #4 am: 05. Oktober 2011, 11:05:20 »
Was aber nichts an der offenkundlichenigen Peinlichkeit ändert.
Sorry, musste sein 8)
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95B

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Re: [PM] Bildungs-Bim fürs Volksbegehren
« Antwort #5 am: 05. Oktober 2011, 11:19:14 »
Das dürfte aber m.E. am ULF liegen, der ja laufend Rechtschreibfehler aus den meistens vermutlich korrekten Eingaben produziert.
Nein, die Deppenleerzeichen müssen schon manuell eingegeben worden sein. Seien wir doch froh, dass am Display nicht "Bildung´s Bim" steht...
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Re: [PM] Bildungs-Bim fürs Volksbegehren
« Antwort #6 am: 05. Oktober 2011, 11:56:40 »
Eigentlich müßte ein simples "Bildungsbim" ja völlig ausreichen. Es gibt hier überhaupt keinen Grund das Wort zu trennen.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

moszkva tér

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Re: [PM] Bildungs-Bim fürs Volksbegehren
« Antwort #7 am: 05. Oktober 2011, 12:02:26 »
Eigentlich müßte ein simples "Bildungsbim" ja völlig ausreichen. Es gibt hier überhaupt keinen Grund das Wort zu trennen.
Bimdung  ;D

95B

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Re: [PM] Bildungs-Bim fürs Volksbegehren
« Antwort #8 am: 05. Oktober 2011, 12:06:06 »
Eigentlich müßte ein simples "Bildungsbim" ja völlig ausreichen. Es gibt hier überhaupt keinen Grund das Wort zu trennen.
Grund gibt es keinen, aber der Bindestrich erhöht in diesem Fall die Lesbarkeit, da Bildungsbim ja kein üblicher Begriff ist. Aber ich weiß schon, du stehst mit den Bindestrichen generell ein bisserl auf Kriegsfuß.

Wie sagte Peppone zu Don Camillo, als er ihn um eine Revision seines Tätigkeitsberichts an die KPI bat: "Aber übertreiben Sie's nicht mit den Kommas. Sie wissen, ich setze immer sehr wenige." :D
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Re: [PM] Bildungs-Bim fürs Volksbegehren
« Antwort #9 am: 05. Oktober 2011, 12:22:33 »
Aber ich weiß schon, du stehst mit den Bindestrichen generell ein bisserl auf Kriegsfuß.
Der war gemein, aber nicht mal OT in einem Bildungs-Bim-Thread :D
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pronay

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Re: [PM] Bildungs-Bim fürs Volksbegehren
« Antwort #10 am: 05. Oktober 2011, 12:49:39 »


Was aber nichts an der offenkundlichenigen Peinlichkeit ändert.

Sorry, musste sein 8)

Wo Du Recht hast, hast Du Recht. Danke für die Korrektur!  :up:

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Re: [PM] Bildungs-Bim fürs Volksbegehren
« Antwort #11 am: 05. Oktober 2011, 14:59:54 »
Aber ich weiß schon, du stehst mit den Bindestrichen generell ein bisserl auf Kriegsfuß.
Ja, ich halte zugegebenermaßen das Durchbinden von jedem Schaß und Furz für völlig unnötig.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

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Re: [PM] Bildungs-Bim fürs Volksbegehren
« Antwort #12 am: 05. Oktober 2011, 15:18:18 »
Ja, ich halte zugegebenermaßen das Durchbinden von jedem Schaß und Furz für völlig unnötig.
Gott Lob ist es aber nicht Maß geblich was du hin sichtlich Recht Schreibung für not wendig oder un nötig hältst. :P
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
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Re: [PM] Bildungs-Bim fürs Volksbegehren
« Antwort #13 am: 05. Oktober 2011, 18:50:15 »
Mit Durchbinden war nur das Bindestrichdurchbinden wie bei den Straßennamen gemeint. Gegen Zusammenschreibung habe ich überhaupt nichts.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.