Autor Thema: Bahnhof Vorgarten  (Gelesen 163146 mal)

32er und 3 Gäste betrachten dieses Thema.

Erich Mladi

  • Fahrer
  • ***
  • Beiträge: 272
Re: Bahnhof Vorgarten
« Antwort #210 am: Gestern um 12:39:34 »
Der offene SP war wohl zum üben ein geeignetes Fahrzeug, gab es doch Sicht auf Lehrenden, Bügel und Oberleitung!

N1

  • Verkehrsführer
  • *
  • Beiträge: 2551
Re: Bahnhof Vorgarten
« Antwort #211 am: Gestern um 12:56:03 »
Bügel umlegen ist jetzt auch keine stereotyp dem weiblichen Geschlecht zuzuordnende Tätigkeit.
Aber waren Schaffnerinnen damals nicht voll en vogue? Und war mit dem Job nicht auch das Bügelumlegen verbunden?
Wer hat das eigentlich für gewöhnlich gemacht? Der Zugführer (= Triebwagenschaffner)? Oder ein x-beliebiger Schaffner? Der Zugführer war ja die "Nummer 1" eines Zuges und somit auch dem Fahrer übergeordnet. Wenn man Frauen die Fahrertätigkeit verwehrt, sie aber als Zugführer einsetzt, wäre das sogar reichlich inkonsequent.

"en vogue" ist wohl nicht ganz der passende Begriff. Während des Krieges waren viele Männer leider anderweitig beschäftigt.
Während des Zweiten Weltkrieges wurden Frauen, anders als im Weltkrieg davor, nicht als Fahrerinnen eingesetzt. Deshalb fand ich das Bild von der Dame, in unpassender Montur auf der Arbeitsfläche eines SP stehend, bemerkenswert. Als Fahrerin nicht, aber das schon?
"Der Raum, wo das stattfand, ist ziemlich groß."
Hans Rauscher

Katana

  • Verkehrsführer
  • *
  • Beiträge: 2824
Re: Bahnhof Vorgarten
« Antwort #212 am: Gestern um 13:09:11 »
"en vogue" ist wohl nicht ganz der passende Begriff. Während des Krieges waren viele Männer leider anderweitig beschäftigt.
Man kann auch sagen "im Aufwärtstrend" oder so ähnlich, jedenfalls waren sie kein vernachlässigbarer Teil der Beschäftigten. Der Auslöser für diese Entwicklung war jedenfalls in erster Linie ein beklagenswerter.
Ab wann hat es denn die ersten Schaffnerinnen gegeben? In der Ersten Republik oder schon in der Monarchie?

Der Zugführer war ja die "Nummer 1" eines Zuges und somit auch dem Fahrer übergeordnet.
Wenn ich auf meine etwas verstaubten Informationen aus ÖBB-Kreisen zurückgreifen darf, war der Zugführer nur in mancher Hinsicht der Chef. Was auf der Lok geschieht, hat(te) ihn angeblich nicht zu interessieren.

Wenn man Frauen die Fahrertätigkeit verwehrt, sie aber als Zugführer einsetzt, wäre das sogar reichlich inkonsequent.
Außer man hat (an den Haaren herbeigezogene) Argumente.

N1

  • Verkehrsführer
  • *
  • Beiträge: 2551
Re: Bahnhof Vorgarten
« Antwort #213 am: Gestern um 13:20:00 »
"en vogue" ist wohl nicht ganz der passende Begriff. Während des Krieges waren viele Männer leider anderweitig beschäftigt.
Ab wann hat es denn die ersten Schaffnerinnen gegeben? In der Ersten Republik oder schon in der Monarchie?
Seit dem Ersten Weltkrieg. Nach dessen Ende wurde also an der Beschäftigung von Frauen im Schaffnerdienst festgehalten.
"Der Raum, wo das stattfand, ist ziemlich groß."
Hans Rauscher

Erich Mladi

  • Fahrer
  • ***
  • Beiträge: 272
Re: Bahnhof Vorgarten
« Antwort #214 am: Heute um 02:28:32 »
Soweit ich es erlebt habe waren auch Schaffnerinnen als auch Schaffner zum Zugführen (abfertigen) sowie auch das Kuppeln ausgebildet. Man bedenke das es damals Gang und Gebe war, Züge Solo zu führen, verstärken oder verkürzen, umzukuppeln oder nur mit einem Schaffner + schaffnerlosen Beiwagen. Den Zug fahren und führen sind halt Tätigkeiten die sich erst mit der entsprechenden Technik vereinen lassen.

haidi

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 15754
Re: Bahnhof Vorgarten
« Antwort #215 am: Heute um 09:42:07 »
Den Zug fahren und führen sind halt Tätigkeiten die sich erst mit der entsprechenden Technik vereinen lassen.
Heißt das, dass Frauen mit den damaligen Triebwagen nicht fahren konnten?
Microsoft is not the answer. It's the question and the answer is NO.