Autor Thema: Eisenbahnfernverkehr (war: Verlängerung Linie 25 Seestadt)  (Gelesen 1950 mal)

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Linie 58

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Re: Eisenbahnfernverkehr (war: Verlängerung Linie 25 Seestadt)
« Antwort #15 am: 07. Januar 2020, 08:36:02 »
Dieses "Problem" hast du aber an jedem Unterwegsbahnhof auf der gesamten Welt genauso, das ist kein wirkliches Argument.

Im Übrigen kann ich dem Hochgeschwindigkeitszug nur zustimmen.

abc

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Re: Eisenbahnfernverkehr (war: Verlängerung Linie 25 Seestadt)
« Antwort #16 am: 07. Januar 2020, 10:05:28 »
Jedenfalls bin ich viel am Hbf unterwegs und bin immer beeindruckt, wie gut dort alles funktioniert. Natürlich schimpfen trotzdem noch genug Eisenbahner alter Schule, die den Schlendrian am West- und Südbahnhof gewohnt waren, im Vergleich zum professionellen und durchgeplanten Betrieb jetzt.

Als Fahrgast mag ich die sehr knapp bemessenen stehzeiten am Bahnsteig nicht. Mit einer (oder mehreren Personen) die schlecht zu Fuß sind (nicht gehbehindert sondern schlicht alt) ist es echt anstregende rechtzeitig aus dem Zug zu kommen ohne gleich von hinten angeschubst zu werden. Wenn der Zug dann noch 2-3 Minuten zu spät dran ist, dann wirds wirklich eng. Der Zug will ja pünktlich weg. Betriebswirtschaftlich verständlich, aber als Fahrgast, wenn man nicht eine einzel Person mit leichtem Gepäck ist, stressig.

Die meisten nicht am Hbf beginnenden oder endenden Fernzüge haben doch m.E. ca. 10 min Aufenthalt, oder? Allein um z.B. bahnsteiggleiche Anschlüsse der Züge VIE - Salzburg und Prag - Graz herzustellen. Und bei Regionalzügen, die ja eher Pendlern bzw. lokalen Verkehrsbedürfnissen nutzen, hat man ja eher selten Gepäck dabei; und bei denen sind kurze Haltezeiten ja wiederum im Interesse weiterfahrender Fahrgäste, die z.B. zur U6 wollen oder von dort kommen. Außerdem werden 5-10 min Aufenthalt auf relativ kurzen Strecken im Stadt- und Regionalverkehr als deutliche Fahrzeitverlängerung wahrgenommen, im Fernverkehr sind sie jedoch relativ wurscht.

coolharry

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Re: Eisenbahnfernverkehr (war: Verlängerung Linie 25 Seestadt)
« Antwort #17 am: 07. Januar 2020, 10:37:06 »
Dieses "Problem" hast du aber an jedem Unterwegsbahnhof auf der gesamten Welt genauso, das ist kein wirkliches Argument.

Im Übrigen kann ich dem Hochgeschwindigkeitszug nur zustimmen.

Du hast aber nicht an jedem Unterwegsbahnhof so eine Fahrgastfluktuaktion.

Jedenfalls bin ich viel am Hbf unterwegs und bin immer beeindruckt, wie gut dort alles funktioniert. Natürlich schimpfen trotzdem noch genug Eisenbahner alter Schule, die den Schlendrian am West- und Südbahnhof gewohnt waren, im Vergleich zum professionellen und durchgeplanten Betrieb jetzt.

Als Fahrgast mag ich die sehr knapp bemessenen stehzeiten am Bahnsteig nicht. Mit einer (oder mehreren Personen) die schlecht zu Fuß sind (nicht gehbehindert sondern schlicht alt) ist es echt anstregende rechtzeitig aus dem Zug zu kommen ohne gleich von hinten angeschubst zu werden. Wenn der Zug dann noch 2-3 Minuten zu spät dran ist, dann wirds wirklich eng. Der Zug will ja pünktlich weg. Betriebswirtschaftlich verständlich, aber als Fahrgast, wenn man nicht eine einzel Person mit leichtem Gepäck ist, stressig.

Die meisten nicht am Hbf beginnenden oder endenden Fernzüge haben doch m.E. ca. 10 min Aufenthalt, oder? Allein um z.B. bahnsteiggleiche Anschlüsse der Züge VIE - Salzburg und Prag - Graz herzustellen. Und bei Regionalzügen, die ja eher Pendlern bzw. lokalen Verkehrsbedürfnissen nutzen, hat man ja eher selten Gepäck dabei; und bei denen sind kurze Haltezeiten ja wiederum im Interesse weiterfahrender Fahrgäste, die z.B. zur U6 wollen oder von dort kommen. Außerdem werden 5-10 min Aufenthalt auf relativ kurzen Strecken im Stadt- und Regionalverkehr als deutliche Fahrzeitverlängerung wahrgenommen, im Fernverkehr sind sie jedoch relativ wurscht.

Wenn der Zug aber 4 min. nach der Zeit ankommt hast aber nur mehr 6 min. Der will pünktlich weg. Wenn also 2/3 des Zuges raus und ebenso 2/3 des Zuges wieder rein wollen, und es ist Hauptreisezeit, d.h. viele Leute mit großen Koffern (nicht menschliche  ;) ) wollen bei den Einstiegen raus dann wird die Zeit knapp. Allein reisend mag das alles kein Problem darstellen. Mit Familie und Schwiegermutter im Anschlag ist das echt aufreibend für das Nervenkostüm. Und ich spreche sicher nicht vom Rex nach sonstwohin sondern rein vom Fernverkehr. Nahverkehrszüge haben auch meist größere Türen. Da ist es mit dem Gepäck leichter.

schaffnerlos

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Re: Eisenbahnfernverkehr (war: Verlängerung Linie 25 Seestadt)
« Antwort #18 am: 07. Januar 2020, 10:42:53 »
Der Fehler beim Hauptbahnhof ist ja nicht der Umstand, dass er als Durchgangsbahnhof mit möglichst wenig endenden Zügen geplant wurde, sondern dass er zuwenig Reserven hat, besonders im Störungsfall. Dafür funktioniert er im Moment aber sehr gut. Wenn allerdings in Zukunft das Verkehrsaufkommen noch massiv zunehmen wird, wird's aber irgendwann zum Knirschen anfangen. Denn alle Züge wird man künftig nicht durchbinden können.

@coolharry: Am Hauptbahnhof haben die meisten Fernzüge im Gegensatz zu St. Pölten & Co eh mehrere Minuten Aufenthalt – das ist nicht wirklich ein Problem.

95B

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Re: Eisenbahnfernverkehr (war: Verlängerung Linie 25 Seestadt)
« Antwort #19 am: 07. Januar 2020, 10:55:44 »
Der Fehler beim Hauptbahnhof ist ja nicht der Umstand, dass er als Durchgangsbahnhof mit möglichst wenig endenden Zügen geplant wurde, sondern dass er zuwenig Reserven hat, besonders im Störungsfall.

Man kann aber nicht alles darauf auslegen, dass es im Störungsfall auch noch funktioniert. ;)
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abc

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Re: Eisenbahnfernverkehr (war: Verlängerung Linie 25 Seestadt)
« Antwort #20 am: 07. Januar 2020, 11:14:13 »
Der Fehler beim Hauptbahnhof ist ja nicht der Umstand, dass er als Durchgangsbahnhof mit möglichst wenig endenden Zügen geplant wurde, sondern dass er zuwenig Reserven hat, besonders im Störungsfall. Dafür funktioniert er im Moment aber sehr gut. Wenn allerdings in Zukunft das Verkehrsaufkommen noch massiv zunehmen wird, wird's aber irgendwann zum Knirschen anfangen. Denn alle Züge wird man künftig nicht durchbinden können.

Eine gewisses Potential haben ja noch die Abschnitte D-E, die bisher ja noch relativ schwach genutzt werden (eigentlich nur bei doppelten Railjets und einigen Zügen Richtung bzw. aus Richtung Polen, Tschechien und Ungarn).

highspeedtrain

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Re: Eisenbahnfernverkehr (war: Verlängerung Linie 25 Seestadt)
« Antwort #21 am: 07. Januar 2020, 12:52:00 »
Der Fehler beim Hauptbahnhof ist ja nicht der Umstand, dass er als Durchgangsbahnhof mit möglichst wenig endenden Zügen geplant wurde, sondern dass er zuwenig Reserven hat, besonders im Störungsfall. Dafür funktioniert er im Moment aber sehr gut.

Eben.

Er funktioniert auch im Störungsfall eigentlich ziemlich gut. Und er bietet auch reichlich Platz für die zunehmend fahrenden Verstärkerzüge, wie man am Fahrplan sehen kann.

Der richtige Weg für Kapazitätserhöhungen vor allem im "Fern-Nahverkehr" (also "Interregionalzüge", die große Mengen an Pendler herbeikarren) wäre mMn im ersten Schritt sowieso nicht eine weitere Verdichtung, sondern eine Kapazitätserhöhung bei den bestehenden Zügen. Ein einfacher RJ hat halt nicht besonders viel Kapazität, 300m-DoSto-Züge bieten dann schon mehr...

Die Verstärkerzüge, ICE-Trassen etc zeigen eigentlich, dass sogar ein 15 Minuten-FV-Takt am Hauptbahnhof fahrbar wäre.

Auch im Nahverkehr sollte man wohl eher mit größeren Gefäßkapazitäten arbeiten, derzeit.

Insofern denke ich, der Hauptbahnhof wird für die nächsten 25 Jahre reichen; es wird ohnehin bei den Zulaufstrecken zuerst knirschen - mehr als der derzeitige S/REX-Takt ist zB auf der Ostbahn nicht drinnen; Marchegger Ast ist kapazitätsmäßig am HBf eingeplant und wird zu einem erheblichen Teil die Bahnsteige 3+4 betreffen, und auch die Pottendorfer wird nicht so viel zusätzlich an weiteren NV-Fahrten hergeben. Was dann kommt, werden wir eh sehen...

haidi

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Re: Eisenbahnfernverkehr (war: Verlängerung Linie 25 Seestadt)
« Antwort #22 am: 07. Januar 2020, 18:59:18 »
Wenn der Zug aber 4 min. nach der Zeit ankommt hast aber nur mehr 6 min. Der will pünktlich weg. Wenn also 2/3 des Zuges raus und ebenso 2/3 des Zuges wieder rein wollen, und es ist Hauptreisezeit, d.h. viele Leute mit großen Koffern (nicht menschliche  ;) ) wollen bei den Einstiegen raus dann wird die Zeit knapp. Allein reisend mag das alles kein Problem darstellen. Mit Familie und Schwiegermutter im Anschlag ist das echt aufreibend für das Nervenkostüm. Und ich spreche sicher nicht vom Rex nach sonstwohin sondern rein vom Fernverkehr. Nahverkehrszüge haben auch meist größere Türen. Da ist es mit dem Gepäck leichter.
Der Zug kann erst weiter fahren, wenn keine Türe mehr blockiert ist. Wenn noch Fahrgäste einstelgen, dann sind eben Türen blockiert und kein Triebfahrzeugführer oder Zugführer (heißt das heute Zugchef?) wird einen Schließbefehl geben, wenn vor den Türen noch Menschentrauben stehen.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging