Autor Thema: Alt Wien um 1900 - Fotografien von August Stauda - untergegangene Stadtwelten  (Gelesen 77729 mal)

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h 3004

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Noch eine Anmerkung zu Bild "Im Werd 5" im ersten Beitrag von nord22: dieses Haus existiert am Karmelitermarkt auch heute noch, die Branntwein/Weinausschank ist allerdings ein Haus nach links weiter "übersiedelt": in das im Bild sichtbare Gebäude "Im Werd 3" (das heute auch noch existiert).

nord22

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Danke für die Hinweise auf die von August Stauda fotografierten Gebäude, welche heute noch existieren. Es wurden ja zwischenzeitlich schon etliche Gründerzeitbauten, welche anstelle der Alt Weiner Häuser errichtet wurden, abgerissen oder im bereits zweiten Weltkrieg zerstört.
Alt Erdberg - Teil 3:

nord22

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Wien Erdberg - Teil 1
Anmerkung: alle Bilder wurden nachbearbeitet (Überbelichtung korrigiert) und auf eine Normgröße gebracht.

nord22

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Wien Erdberg - Teil 2
Bei den Bildern der Hainburgerstraße 57 ff ist sehr schön die "Baufluchtkorrektur" zu sehen, welche eine Verbreiterung der Straßen bewirkte. Ist dieser Begriff hier im Forum noch jemanden geläufig? Die Gründerzeitbauten überragen die Alt Erdberger Häuser, was von August Stauda gut im Bild festgehalten wurde.

nord22

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Super. Alt-Erdberg muss ja legendär malerisch gewesen sein, das wurde bei den großen Sanierungen Gründerzeit / 1920er / 1950er immer wieder erwähnt.
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Hawk

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Echt klasse wie viel Gewerbebetriebe es damals noch gab, und das sogar nebeneinander!  :up:
Das leben zwingt einen oft in die Knie,jedoch ein jeder kann selbst entscheiden ob er liegen bleibt oder wieder aufsteht! :-)

nord22

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Wien Erdberg - Teil 3
Interessant sind die an der Außenmauer des Gründerzeitbaus hochgezogenen Kaminrohre.

nord22

N1

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Bei dem Anblick der Bilder fragt man sich unweigerlich, ob Alt-Wien bzw. Alt-Erdberg einfach binnen kürzester Zeit verkommen ist, oder ob die Fotografen nach Stauda bewusst den Blick weg von den Schmuckkästchen hin zu den Ratzenstadeln gelenkt haben. 8) Der Kontrast zwischen den Jahrhundertwende-Aufnahmen und denen ab etwa Mitte der 20er Jahre ist jedenfalls beträchtlich.
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nord22

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Anbei ein besonders interessanter Themenkreis: Wieden und das Freihaus; besonders schön ist das Motiv vom Anfang der Wiedner Hauptstraße mit der Gaslaterne - untergegangene Stadtwelten eben ....

nord22

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Wieden - Goße Neugasse, Karlsplatz/ Karlsgasse:

nord22

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Bei dem Anblick der Bilder fragt man sich unweigerlich, ob Alt-Wien bzw. Alt-Erdberg einfach binnen kürzester Zeit verkommen ist, oder ob die Fotografen nach Stauda bewusst den Blick weg von den Schmuckkästchen hin zu den Ratzenstadeln gelenkt haben. 8) Der Kontrast zwischen den Jahrhundertwende-Aufnahmen und denen ab etwa Mitte der 20er Jahre ist jedenfalls beträchtlich.

Naja, zwischen 1900 und 1920 liegen ein paar Ereignisse, die sich auch auf den Zustand der Häuser ausgewirkt haben...

Vor dem ersten Weltkrieg beherrschte ein glanzvolles Dreigestirn an Städten – Wien, Prag, Budapest – die
Mitte des Kontinents, eingebettet in einen Wirtschaftsraum, der stärker integriert war als die heutige Europäische
Union. Nur wenige Jahre später war „Deutschösterreich“ der arme Mann an der Donau, in dem
die politischen Lager nur Misstrauen für Andersdenkende übrig hatten.


(Aus: "Das Wunder des Roten Wien"  ;) )
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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haidi

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Zitat
4 - Hoyosgasse - Technikerstraße 9 - 1904.jpg
Das Haus muss ja verdammt alt gewesen sein - die Stützmauern zeugen davon.

Die Firma Stölzle-Glasfabrik existiert heute noch - ich kenn sie vom Laborglas.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

nord22

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Wien Erdberg - Teil 3
Interessant sind die an der Außenmauer des Gründerzeitbaus hochgezogenen Kaminrohre.

nord22
Danke für die tollen Bilder.
Meine erste Wohnung war in der Hainburgerstraße, das sind besonders schöne Erinnerungen, in den späten 80er Jahren hat es hier natürlich schon anders ausgesehen und der U-Bahn Bau war gerade im vollen Gange!