Autor Thema: Type C, 201 ff.  (Gelesen 5946 mal)

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Type C, 201 ff.
« am: 08. Dezember 2016, 14:45:59 »
Mir kam zu Ohren, dass ernsthaft überlegt wird, ältere Kurzulfe um ein Modul zu verlängern (Type C, als Nummern ist 201 ff. vorgesehen). Es gibt in Erdberg aber auch Widerstände dagegen. Indiz dafür ist, dass der Flexity Type D werden soll.

Kann das wer bestätigen/falsifizieren?
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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nord22

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #1 am: 08. Dezember 2016, 15:04:35 »
Die Komponenten für die bis zu 20 Jahre alten A werden nicht mehr erzeugt. Eine Verlängerung der Type A1 um ein Modul wäre grundsätzlich möglich, weil die Fertigung der B1 bei Siemens VT gerade im Auslaufen ist und die erforderlichen Komponenten noch lieferbar sind. So weit zur technischen Seite und auch grundsätzlich keine schlechte Idee.
Es handelt sich meiner Meinung nach um ein Gerücht; nächstes Jahr gibt es bei den W.L. einen verschärften Sparkurs und in den ungeliebten Betriebsbereich Straßenbahn wird nur ganz wenig oder nahezu nichts investiert...

nord22

4463

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #2 am: 08. Dezember 2016, 15:45:41 »
Dass die Komponenten der A nicht mehr erzeugt werden, spricht aus meiner Sicht sogar dafür, dass die Fahrzeuge eine erweiterte HU und damit ein Upgrade bekommen. Die Gelenke wird man wohl nachbauen können und die elektrische Inneneinrichtung muss man dann wohl sowieso quasi neu machen. Wenn es keine Ersatzteile mehr gibt, kann man ja auch keine HU mehr machen (außer man "opfert" einige Fahrzeuge als Ersatzteilspender, das wäre allerdings noch "teurer").
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Werner1981

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #3 am: 08. Dezember 2016, 16:19:32 »
Es geht um die A1 und dieses Thema gab es bei Siemens schon länger. Vor ein paar Wochen hieß es dann, das Projekt ist gestorben, da man sich preismäßig nicht einigen konnte.


13er

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #4 am: 08. Dezember 2016, 17:30:16 »
das Projekt ist gestorben, da man sich preismäßig nicht einigen konnte.
Stimmt! Es wäre preismäßig fast auf einen Neubau hinausgelaufen.

Dass der Flexity Type D wird, hat damit zu tun, dass man sich die Type C für einen möglicherweise irgendwann zu beschaffenden etwas kürzeren Flexity offenhalten möchte.
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hema

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #5 am: 08. Dezember 2016, 18:09:23 »
. . . .  zu beschaffenden etwas kürzeren Flexity offenhalten möchte.
Wie soll das funktionieren? Bei dem Konzept kannst du kein Glied rausnehmen, außer du machst einen Sechsachser nach Kölner Muster draus oder einen E-Nachfolger mit Jacobsdrehgestell in der Mitte.
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

öffi-dude

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #6 am: 08. Dezember 2016, 18:23:05 »
Wozu sollte man jemals einen kurzen Flexity brauchen?  ???

4463

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #7 am: 08. Dezember 2016, 22:02:28 »
Abgesehen davon: wenn man die Ax verlängert, dann bitte auf B-Länge. Keine  :luck: braucht 3 unterschiedliche Gefäßgrößen. ::)
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38ger

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #8 am: 09. Dezember 2016, 00:50:18 »
Wozu sollte man jemals einen kurzen Flexity brauchen?  ???

Ablöse der kurzen ULFe ... ob diese dann tatsächlich durch Flexity erfolgen wird sei jedoch dahingestellt ...

@4463: Hätte man einen deutlich geringeren Schadstand und wäre es bei den WL üblicher auf die Verteilung von Fahrzeugen zu achten wäre es auch kein Problem 24 Meter, 30 Meter, 36 Meter und 42 Meter lange Straßenbahnen zu haben, vor dem Hintergrund, dass man nicht ein Mal eine vernünftige ULF-Verteilung zustandebringt hast Du bezogen auf die WL natürlich Recht, dass eine dritte Fahrzeuggröße nicht unbedingt vorteilhaft wäre. Nur bei der Größe des WL-Fuhrparks dürften eigentlich auch fünf verschiedene Fahrzeuggrößen kein Problem darstellen, schließlich gibt es auch Straßenbahnbetriebe mit einer Hand voll Fahrzeugen, das sollte man bei einem Betrieb von der Größe der WL dann eigentlich also schon entsprechend umsetzen können. Aber ja, den WL trau ich das auch nicht wirklich zu.
Einsatzmöglichkeiten würde ich durchaus sehen, 30 Meter-Fahrzeuge etwa auf den Linien 38, 40, 62 und O / 42-Meter-Fahrzeuge auf den Linien 6 und 43 usw.

öffi-dude

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #9 am: 09. Dezember 2016, 11:41:32 »
15 bis 20 Jahre lang sollten die A aber schon noch ihren unzuverlässigen Dienst verrichten können oder?  ???

nord22

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #10 am: 09. Dezember 2016, 11:50:56 »
Wegen Ersatzteilmangels müssen die ersten A und B ab 2024 zeitgleich mit den E2 und c5 ausgemustert werden.

nord22

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #11 am: 09. Dezember 2016, 11:56:28 »
Wegen Ersatzteilmangels müssen die ersten A und B ab 2024 zeitgleich mit den E2 und c5 ausgemustert werden.

Das kann ich mir nicht vorstellen. Das wird eher auf eine erweiterte Hu mit Einbau neuer Komponenten hinauslaufen, unsere nördlichen Nachbarn würden dazu "Zweiterstellung" sagen.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

nord22

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #12 am: 09. Dezember 2016, 12:02:41 »
Es wird sich weisen, ob ein derartiger Umbau überhaupt wirtschaftlich ist. Es ist auch zu beachten, dass der mechanische Teil der A und B durch die schlechteren Laufeigenschaften seit dem Ausbau der Niveauregulierung stärker verschlissen wird. Abwarten, was die Zukunft da bringen wird ...

nord22

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #13 am: 09. Dezember 2016, 12:26:21 »
Kann mich mal jemand aufklären wie sowas wie "Ersatzteilmangel" zustandekommt? Jeder Teil wird irgendwie hergestellt, was spricht dagegen diesen Teil 20 Jahre später neu herzustellen?

Bin kein Fahrzeugtechniker, kenn mich da gar nicht aus, also bitte köpft mich nicht falls ich mir die Welt da gerade zu schwarz/weiß vorstell. ;)

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #14 am: 09. Dezember 2016, 13:17:46 »
Ist es denn möglich, Module der ULFe untereinander zu tauschen, also Mittelmodul des A 10 in den A 9 statt seines zu bauen, aufgrund von z.B. Unfallschaden?
Oder könnte man sogar aus 3 A einen B machen? Die Frage zur Verwertung der restlichen A-Module lasse ich mal außen vor?  ;)
(außer evtl. einen Baby-A zu erstellen, womöglich als angetriebenen Beiwagen - jedoch hierbei wieder die Kupplung als Herausforderung)