Autor Thema: Lastentransporte bei der Wiener Straßenbahn  (Gelesen 198047 mal)

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Erich Mladi

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Re: Lastentransporte bei der Wiener Straßenbahn
« Antwort #345 am: 03. Januar 2026, 17:40:11 »
Das ist mir alles bekannt. Meine Verwunderung bezog sich auf die Tatsache das die Beiwagen ja unbesetzt waren. Da gab es nur den Fahrer und den Beimann beim vordersten Türl. Da gabs nur Vorwärts und im Notfall: "hearst Karl brems di!"

haidi

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Re: Lastentransporte bei der Wiener Straßenbahn
« Antwort #346 am: 03. Januar 2026, 21:15:55 »
Musste nicht der letzte Wagen auch besetzt sein - zwengs Zugtrennung warats.
Microsoft is not the answer. It's the question and the answer is NO.

Schaltkurbel

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Re: Lastentransporte bei der Wiener Straßenbahn
« Antwort #347 am: 03. Januar 2026, 23:34:30 »
Musste nicht der letzte Wagen auch besetzt sein - zwengs Zugtrennung warats.

Wenn alle Wagen eine Elin-Dose hatten und mit dem Kupplungskabel auch elektrisch gekuppelt waren, war es zulässig (aber nicht gern gesehen).
Sollte jemand einen Tipp- oder Rechtschreibfehler finden darf er diesen behalten!

Erich Mladi

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Re: Lastentransporte bei der Wiener Straßenbahn
« Antwort #348 am: 05. Januar 2026, 02:14:39 »
Obwohl es Sonntags schon Garnituren mit Elindosen gab, K oder M die dann mit m2,3 verstärkt wurden) gab es aber auch in dieser Zeit noch (Werktags sowieso noch ohne Elindose, G2, oder H1 mit k2,3,4) Sonntage wo derartige Garnituren am Schüttauplatz verstärkt wurden. Umgekehrt wurden ja abends so um 19Uhr herum die Garnituren wieder täglich am Schüttauplatz verkürzt und die Leerwagen vom Sonderwagen mit den Werkstattlern verschlossen als Sonderwagen nach Vorgarten geführt. Da gabs es aber auch nur zwei Mann am Führerstand.

Ferry

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Re: Lastentransporte bei der Wiener Straßenbahn
« Antwort #349 am: 05. Januar 2026, 09:23:15 »
BH 6395 ex B 86 wurde am 5. November 1979 durch Umnummerierung in den Arbeitswagenstand übernommen und anschließend in der Hauptwerkstätte Simmering für seine weitere Verwendung Zweck entsprechend umgebaut.

Was wurde da groß "umgebaut"? M.W. wurde nur die Niederspannungsanlage, pneumatische Türsteuerung und Dachsignale ausgebaut und die Wagen mit neuer Nummer gelb lackiert.

Gab es da noch etwas, was geändert wurde?
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Ferry

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Re: Lastentransporte bei der Wiener Straßenbahn
« Antwort #351 am: 05. Januar 2026, 13:15:09 »
https://www.strassenbahnjournal.at/wiki/index.php?title=Type_BH

Danke! Eine Frage: was ist der Unterschied zwischen den im Artikel erwähnten "Stromsolenoid" und "Spannungssolenoid"?
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

Schaltkurbel

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Re: Lastentransporte bei der Wiener Straßenbahn
« Antwort #352 am: 05. Januar 2026, 18:00:41 »
https://www.strassenbahnjournal.at/wiki/index.php?title=Type_BH
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Erwähneneswert wäre noch, dass der Umformer im Wageninneren anstelle der Einzelsitze und ein Schalterschrank (Kupplungsschalter, Batterieschalter, ..) anstelle der Doppelsitze installiert wurde.
Sollte jemand einen Tipp- oder Rechtschreibfehler finden darf er diesen behalten!

MK

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Re: Lastentransporte bei der Wiener Straßenbahn
« Antwort #353 am: 05. Januar 2026, 20:37:16 »
Danke! Eine Frage: was ist der Unterschied zwischen den im Artikel erwähnten "Stromsolenoid" und "Spannungssolenoid"?

Ich weiß nicht, ob die Bezeichnungen richtig sind, aber bei den Solenoidbremsen gab es zwei Steuerungsvarianten:

  • konstante Spannung, Steuerung der Bremskraft über Stromstärke
  • konstante Stromstärke, Steuerung der Bremskraft über Spannung

Die Holzkastenwagen hatten alle Steuerung über Stromstärke (das ist wohl mit "Stromsolenoid" gemeint), alles ab E/c Steuerung über Spannung ("Spannungssolenoid"). Unsicher bin ich mir bei den F und L: Soweit ich weiß, hatten die F, L4 und l3 Steuerung über Stromstärke, beim Umbau auf L und l erfolgte auch der Umbau auf Steuerung über Spannung. Bei den Arbeitswagen: keine Ahnung.
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Re: Lastentransporte bei der Wiener Straßenbahn
« Antwort #354 am: Gestern um 19:47:14 »
Ich weiß nicht, ob die Bezeichnungen richtig sind, aber bei den Solenoidbremsen gab es zwei Steuerungsvarianten:

  • konstante Spannung, Steuerung der Bremskraft über Stromstärke
  • konstante Stromstärke, Steuerung der Bremskraft über Spannung

Die Holzkastenwagen hatten alle Steuerung über Stromstärke (das ist wohl mit "Stromsolenoid" gemeint), alles ab E/c Steuerung über Spannung ("Spannungssolenoid"). Unsicher bin ich mir bei den F und L: Soweit ich weiß, hatten die F, L4 und l3 Steuerung über Stromstärke, beim Umbau auf L und l erfolgte auch der Umbau auf Steuerung über Spannung. Bei den Arbeitswagen: keine Ahnung.

Das ist korrekt, die F behielten die Stromsolenoide bis zur Ausmusterung und konnten daher nur l3 Beiwagen ziehen, die L3 (Umbau) und L erhielten ein Spannungssolenoid (Bremsschaltung E), damit sie auch Großraumbeiwagen ziehen konnten. Die l3 hatten die alte Bremsschaltung, die l Bremsschaltung E.
Die c2 und c3 hatten natürlich solange sie in den halbstarken Garnituren eingesetzt wurden die alte Bremsschaltung, dann natürlich die Bremsschaltung E.
Areitswagen hatten oft Umschalter, damit sie beide Beiwagenarten ziehen konnten, ebenso hat das der VEF beim L 548 gemacht, damit der alle Beiwagen ziehen kann.
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60er

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Re: Lastentransporte bei der Wiener Straßenbahn
« Antwort #355 am: Heute um 00:19:39 »
Das ist korrekt, die F behielten die Stromsolenoide bis zur Ausmusterung und konnten daher nur l3 Beiwagen ziehen, die L3 (Umbau) und L erhielten ein Spannungssolenoid (Bremsschaltung E), damit sie auch Großraumbeiwagen ziehen konnten.
Lediglich der FR 6161 (ex F 749) wurde umgerüstet, um den cg 7161 (ex c2 1034) ziehen zu können.