Autor Thema: [PM] Wie zwei Brüder Bahnprojekte in den USA zerstören  (Gelesen 1833 mal)

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[PM] Wie zwei Brüder Bahnprojekte in den USA zerstören
« am: 01. August 2018, 22:05:53 »
Feindbild Nahverkehr
Wie zwei Brüder Bahnprojekte in den USA zerstören

Busse und Bahnen sind für sie Teufelszeug: In den USA kippen Gegner des öffentlichen Nahverkehrs ein Neubauprojekt nach dem anderen. In Deutschland formieren sich Nachahmer.


=>  Quelle/Vollständiger Artikel: spiegel.de
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Katana

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Re: [PM] Wie zwei Brüder Bahnprojekte in den USA zerstören
« Antwort #1 am: 01. August 2018, 22:46:32 »
Der Gipfel der Absurdität:
Zitat
Öffentlicher Nahverkehr sei zutiefst unamerikanisch und beschränke die Freiheit des Einzelnen, erklärten sie den Bürgern. "Wenn jemand aussuchen kann, wie er sich fortbewegen möchte, wird er sich niemals für den öffentlichen Nahverkehr entscheiden"

coolharry

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Re: [PM] Wie zwei Brüder Bahnprojekte in den USA zerstören
« Antwort #2 am: 02. August 2018, 07:47:04 »
Tja. Die machen Geld mit Autos und Straßen. Viel Geld. Da kann eine von der öffentlichkeit finanzierte Straßenbahn halt nicht gegen anstinken.

Was es bräuchte wären reiche Lobbyisten für die Tramway. Die sind aber selten.
Das Glück ist ein Vogerl. Wenns knallt ist es weg.

dalski

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Re: [PM] Wie zwei Brüder Bahnprojekte in den USA zerstören
« Antwort #3 am: 02. August 2018, 07:48:09 »
Als Europäer kann man derartige Aussagen wohl kaum nachvollziehen, in den USA herrscht ein komplett anderes Weltbild.
In den meisten Städten wird selbst für den schnellen Einkauf im Supermarkt das Auto benutzt, weil sonst müsste man ja zu Fuß gehen.
Meinen Erfahrungen nach nutzen selbst Leute ohne Auto eher Dienste wie Uber und Lyft (basiert auf dem selben Konzept wie Uber) bevor sie Öffis nutzen. Im Regelfall werden diese eher von der ärmeren Bevölkerungsschicht in Anspruch genommen.
Eigentlich ziemlich traurig, so wären unzählige US-Städte nahezu perfekt für ein Tramnetz.
Ich empfehle jedem eine Rundreise durch die USA ohne Mietwagen, nach der ersten Fahrt im Bus wird man erkennen, dass hier einiges schief läuft und vor allem durch Lobbyisten bestimmt wird...
Всё будет хорошо

13er

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Re: [PM] Wie zwei Brüder Bahnprojekte in den USA zerstören
« Antwort #4 am: 02. August 2018, 08:54:14 »
Es wird halt alles, was öffentlich ist, schief angesehen, weil es an Sozialismus erinnert. Das ist nicht nur beim ÖV so, sondern ganz arg ja auch z.B. bei der Krankenversicherung. Eine gebrochene Hand oder chronische Erkrankungen reißen viele in den Ruin. Wehwehchen werden überhaupt nicht behandelt, bis es oftmals zu spät ist. Die einzige Nation der Ersten Welt, die kein single payer Modell hat - die Lebenserwartung liegt in manchen Bundesstaaten so bei 60 Jahren... der Kongress ist halt durch und durch korrupt und erhält von den privaten Versicherern viel Geld, um da bloß ja nichts zu ändern. Obama hat es trotzdem probiert, das Ergebnis kennen wir.

Mir hat jemand dort erzählt, dass er im Rahmen seiner Freiwilligentätigkeit gebissen wurde und die Tetanusspritze über 1000 Dollar gekostet hat - die er zum Großteil selbst bezahlen musste.
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

invisible

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Re: [PM] Wie zwei Brüder Bahnprojekte in den USA zerstören
« Antwort #5 am: 02. August 2018, 13:15:11 »
Als Europäer kann man derartige Aussagen wohl kaum nachvollziehen, in den USA herrscht ein komplett anderes Weltbild.
In den meisten Städten wird selbst für den schnellen Einkauf im Supermarkt das Auto benutzt, weil sonst müsste man ja zu Fuß gehen.

In vielen Städten *muss* man das Auto benutzen, weil es schlicht überhaupt keine Fußgängerinfrastruktur gibt und man von der Polizei für "Jaywalking" angezeigt wird, wenn man es wagt über die Straße zu gehen.
Liebe Fahrgäste: Der Zug ist abgefahren.

Petersil

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Re: [PM] Wie zwei Brüder Bahnprojekte in den USA zerstören
« Antwort #6 am: 03. August 2018, 15:00:08 »
Mir hat jemand dort erzählt, dass er im Rahmen seiner Freiwilligentätigkeit gebissen wurde und die Tetanusspritze über 1000 Dollar gekostet hat - die er zum Großteil selbst bezahlen musste.

Dank "Obamacare" ist das jetzt alles ein bisschen besser geworden. Sauteuer ist es aber immer noch. Viele Versicherte mit durchschnittlichen Versicherungen zahlen bei jedem Hausarztbesuch 35 Dollar Selbstbehalt oder mehr.

38ger

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Re: [PM] Wie zwei Brüder Bahnprojekte in den USA zerstören
« Antwort #7 am: 03. August 2018, 17:46:21 »
Als Europäer kann man derartige Aussagen wohl kaum nachvollziehen, in den USA herrscht ein komplett anderes Weltbild.
In den meisten Städten wird selbst für den schnellen Einkauf im Supermarkt das Auto benutzt, weil sonst müsste man ja zu Fuß gehen.

In vielen Städten *muss* man das Auto benutzen, weil es schlicht überhaupt keine Fußgängerinfrastruktur gibt und man von der Polizei für "Jaywalking" angezeigt wird, wenn man es wagt über die Straße zu gehen.

Reden wir dabei von "Straßen", also eine Fahrspur je Richtung oder von (stadt)autobahnählnichen Gebilden mit drei oder gar mehr Fahrspuren in jede Richtung und baulicher Trennung dieser Fahrspuren? - letzteres dürfte man bei uns ja auch nicht einfach queren.

schaffnerlos

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Re: [PM] Wie zwei Brüder Bahnprojekte in den USA zerstören
« Antwort #8 am: 06. August 2018, 12:15:31 »
Als Europäer kann man derartige Aussagen wohl kaum nachvollziehen, in den USA herrscht ein komplett anderes Weltbild.
In den meisten Städten wird selbst für den schnellen Einkauf im Supermarkt das Auto benutzt, weil sonst müsste man ja zu Fuß gehen.

In vielen Städten *muss* man das Auto benutzen, weil es schlicht überhaupt keine Fußgängerinfrastruktur gibt und man von der Polizei für "Jaywalking" angezeigt wird, wenn man es wagt über die Straße zu gehen.

Reden wir dabei von "Straßen", also eine Fahrspur je Richtung oder von (stadt)autobahnählnichen Gebilden mit drei oder gar mehr Fahrspuren in jede Richtung und baulicher Trennung dieser Fahrspuren? - letzteres dürfte man bei uns ja auch nicht einfach queren.

Es geht vor allem um diese Einfamilienhauswüsten und die dazugehörigen Einkaufsgebiete. Dort sind zwischen den Gebäuden und größeren Straßen Grünstreifen, manchmal auch ein kleiner Graben. Selbst an den Kreuzungen gibt es keine Fußgängerquerungen. Ich war einmal an einer Straßenecke im Supermarkt und wollte dann ins Lokal gegenüber. War zu Fuß unmöglich, ging nur mit dem Auto.