Autor Thema: [WH] Wege aus Eisen in den Straßen von Wien  (Gelesen 701 mal)

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oldtimer

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[WH] Wege aus Eisen in den Straßen von Wien
« am: 17. August 2018, 10:08:06 »
Edition Winkler-Hermaden, 09/2018
Einband: Gebunden
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 9783950447576
Bestellnummer: 8323440
Umfang: 120 Seiten
Sonstiges: zahlreiche Abbildungen und Fahrkartenreproduktionen
Erscheinungstermin: 15.9.2018
Preis: € 19,90

Beginnend mit dem Jahr 1865 entstand in Wien ein umfangreiches Netz von Straßenbahnen. Noch 1899 waren 4691 Pferde im Einsatz. Die Tagesleistung eines Pferdes lag bei 24, 57 km. Pferdebahnbetrieb gab es vom 4. Oktober 1865 bis 23. Dezember 1903. Parallel dazu entstanden die Dampfstraßenbahnen, die in Wien vom 27. Oktober 1883 bis zum 23. Jänner 1922 im Einsatz waren.
Die erste elektrische Linie in Wien wurde im Jahr 1897 eröffnet, davor ging bereits am 22. Oktober 1883 in Mödling die erste öffentliche elektrische Bahn in Betrieb. 1894 folgten die Straßenbahnen in Gmunden und Baden. Sein Hauptaugenmerk legt Peter Wegenstein in diesem Buch auf die "elektrische" Straßenbahn. Der Ausbau und die Veränderungen im Liniennetz werden ausführlich und detailreich dokumentiert, beginnend mit den Rundlinien und der Zweierlinie bis zu jeder einzelnen der vielen Bezirks-, Radial- und Transversallinien. Der Autor erläutert die Entstehung der Straßenbahngesellschaften und Veränderungen der Technik der Bahnen. Ein eigenes Kapitel ist den Linienbezeichnungen sowie dem Güterverkehr gewidmet. Natürlich dürfen auch die elektrische Stadtbahn und die U-Bahn nicht fehlen.
Mehr als 100 historische Fotos aus dem Archiv des Autors und aus dem Fundus führender Eisenbahnfotografen zeigen elektrische Züge auf markanten Punkten in der Stadt mit den verschiedensten Fahrzeugen. Fahrkarten-Reproduktionen ergänzen das Buch.
Biografie

Ing. Peter Wegenstein, 1947 in Wien geboren, ab 1967 war er bei den Österreichischen Bundesbahnen auf dem Gebiet der Eisenbahnsicherungsanlagen beschäftigt. Viele Neuerungen auf diesem Gebiet gehen auf ihn zurück. Daneben hat er umfangreiche Forschungen auf dem Gebiet der Geschichte der Bahnstrecken durchgeführt und viele Artikel über dieses Thema veröffentlicht. er ist Autor zahlreicher Bücher zur österreichischen Eisenbahngeschichte.
"Besetzt - bitte nicht mehr zusteigen, der Zug wird abgefertigt!"

13er

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Re: [WH] Wege aus Eisen in den Straßen von Wien
« Antwort #1 am: 03. September 2018, 10:26:09 »
Ein ORF-Wien-Artikel befasst sich mit dem neuen Buch:

Zitat
...
Begonnen hat alles mit zwei Pferden und 15 Passagieren: Ab den 1850er-Jahren wurden Wiener in Pferdestraßenbahnen transportiert. Zwanzig Jahre lang bewährte sich diese Methode, vor allem große Steigungswinkel der Straßen wurden jedoch zunehmend zur Herausforderung.
...
Einige Straßen, die die Kaiserfamilie regelmäßig befuhr, bekamen auf Befehl des Kaisers keine Oberleitung.
...
Linien, die rund um die Stadt fahren, haben Nummern zwischen eins und 20, jene, die vom Stadtzentrum Richtung Stadtrand fahren, die Nummern 21 bis 82.
...
Die Nummerierung beginnt dabei beim Julius-Raab-Platz in der Inneren Stadt mit 21
...
So herrscht bei den Straßenbahnen seit 19. September 1938 zwar Rechtsverkehr, an einzelnen Haltestellen, wie etwa der Kennedybrücke, gibt es aber auch heute noch Linksverkehr.

https://wien.orf.at/news/stories/2933453/
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

nord22

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Re: [WH] Wege aus Eisen in den Straßen von Wien
« Antwort #2 am: 03. Oktober 2018, 13:22:58 »
In diesem Buch finden sich viele, bislang unveröffentlichte Aufnahmen. Das Layout ist verbesserungsfähig, denn die schönen Farbaufnahmen von der Linie 60 und 360 (Seite 86/ 87) hätten sich ein größeres Bildformat verdient so wie u. a. das Farbbild von G3 2101 + m3 am L von Seite 17.
Auf einen grob störenden Fehler sei hier hingewiesen:
Zitat von Seite 72: Type G: "Bei der ab 1930 durchgeführten Verglasung ergab sich jedoch ein Problem. Die Kurbel der Handbremse war an der Plattformwand, daher musste die Frontscheibe schräg gebaut werden, damit die Handbremse weiterverwendet werden konnte. Bei einigen Wagen wurde die Handbremskurbel aufwendig versetzt und die Frontscheibe gerade gebaut."
Die Plattformverglasung bei der Type G wurde 1926 mit der Holzverglasung unter Verlängerung der Plattformen und des Wagendachs begonnen. Es wurden nicht "einige Wagen", sondern 151 G auf Holzverglasung umgebaut. Die Handbremskurbel wurde bei keinem einzigen G versetzt.

nord22