Autor Thema: Abschaffung der „Zählpunktsaldierung“  (Gelesen 3915 mal)

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Signalabhängigkeit

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Re: Abschaffung der „Zählpunktsaldierung“
« Antwort #15 am: 31. Januar 2019, 16:13:45 »
Auf beiden Seiten, wohlgemerkt.

Die Kritik hier richtet sich bislang aber nur gegen eine Seite......

coolharry

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Re: Abschaffung der „Zählpunktsaldierung“
« Antwort #16 am: 31. Januar 2019, 16:28:15 »
Man muss es auch so sehen: 9Mios. mehr für den Ausbau von Wind und Solarenergie.
Damit kann man schon einiges machen.

Und wie gesagt: Das sind 1% des Jahresbudget der WL. Wo da die MASSIVE Verteuerung sein soll entzieht sich mir ein klein wenig. Aber das ist eh nur ein Steinchen zwischen rotem Wien und blau-schwarzem Bund. Auch wenn letztere türkis sind so habens doch eine schwarze Seele.  >:D
Das Glück ist ein Vogerl. Wenns knallt ist es weg.

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Re: Abschaffung der „Zählpunktsaldierung“
« Antwort #17 am: 31. Januar 2019, 16:35:40 »
Seit wann werden Kosten für die WL in Millionenhöhe mit einem Schulterzucken hingenommen?  ???

Bimbim

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Re: Abschaffung der „Zählpunktsaldierung“
« Antwort #18 am: 31. Januar 2019, 18:22:20 »
Geht scho los:

Durch Umschichtungen bei Energiepauschalen entstehen den Wiener Linien enorme Mehrkosten. Dadurch könnte die Jahreskarte um 20 Euro teurer werden.

>>>Ganzer Artikel samt Polit-Hick-Hack<<<

petestoeb

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Re: Abschaffung der „Zählpunktsaldierung“
« Antwort #19 am: 31. Januar 2019, 18:51:16 »
Es ist schlichtweg egal, ob die WL die 9 Millionen von der Stadt bekommen oder nicht.

Es ist wieder eine Benachteiligung aller Wiener durch diese Bundesregierung. Klar ist das Parteipolitik. Aber es ist auch Politik gegen Wien und die Wiener. Und in diesem konkreten Fall wird es die Kosten für die WL erhöhen und so muss - wenn die Stadt nicht einspringt - die Leistungen verringern. Und springt die Stadt ein, dann ist weniger Geld für Bildung, Wohnbau, Infrastruktur etc. vorhanden.

Da hat sich Schwarz und Blau wieder einen Angriff auf Wien geleistet. Ich traue mich wetten, dass egal wie die Stadt reagiert - sofort wieder Skandal und Misswirtschaft geschrieen wird. Aber die Ursache ist die Politik gegen Wien.

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Re: Abschaffung der „Zählpunktsaldierung“
« Antwort #20 am: 31. Januar 2019, 18:57:42 »
Natürlich greift die Bundesregierung Wien wo es nur geht an - schließlich und endlich wird derartiges Verhalten von ihrer Wählerschaft goutiert und sogar befürwortet.

95B

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Re: Abschaffung der „Zählpunktsaldierung“
« Antwort #21 am: 31. Januar 2019, 20:23:02 »
Seit wann werden Kosten für die WL in Millionenhöhe mit einem Schulterzucken hingenommen?  ???

Solange Millionen und Abermillionen in den Ausbau der U-Bahn bis in die äußerste Pampa verschleudert werden, sehe ich bei den 9 Millionen auch kein sonderlich großes Problem. Der Betrieb und die Instandhaltung der peripheren, mäßig oder zwangsweise* ausgelasteten U-Bahn-Strecken verschlingt jährlich ein Vielfaches ... und das bekrittelt anscheinend niemand.

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Re: Abschaffung der „Zählpunktsaldierung“
« Antwort #22 am: 31. Januar 2019, 22:57:11 »
Two wrongs don't make a right, kommt mir da in den Sinn.......

Rodauner

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Re: Abschaffung der „Zählpunktsaldierung“
« Antwort #23 am: 01. Februar 2019, 09:17:33 »
Sima: Bundesregierung will Öffis massiv verteuern!

Nächste Attacke gegen Wien: Geplante Erhöhung der Ökostrompreise richtet sich gezielt gegen die Wiener Bevölkerung

Wien (OTS) - Als nächste Attacke von türkis-blau auf Wien wertet Wiens Öffi-Stadträtin Ulli Sima die geplante Änderung der sogenannten Ökostrompauschale

[....]

„Somit würde eine Änderung a la türkis-blau die Wiener Linien massiv treffen – und somit den öffentlichen Verkehr in der Millionenstadt“, so Sima abschließend.


Quelle: OTS

Die Wiener Genossen sollten die Opferrolle schnellstmöglich wieder ablegen. Bringt Null Wählerstimmen, eher das Gegenteil!

(Lediglich einer hat diese Strategie halbwegs erfolgreich in seine politische Taktik inkludiert - und ist 2008 in Lambichl aus der Kurve geflogen.)

EDIT:

Vielleicht ist die U7a insgeheim sehr glücklich über diesen Schritt des Bundes: Perfekte "Begründung" für eine Preiserhöhung der Jahreskarte (und eventuell nicht nur der...), welche auch die Grünen kaum widerlegen können. Was anderes glaubhaftes wäre nur mit großer Mühe aus dem Hut zu zaubern gewesen...
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60er

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Re: Abschaffung der „Zählpunktsaldierung“
« Antwort #24 am: 01. Februar 2019, 10:39:31 »
(Lediglich einer hat diese Strategie halbwegs erfolgreich in seine politische Taktik inkludiert - und ist 2008 in Lambichl aus der Kurve geflogen.)
Die heutigen Blauen verfolgen die Opfer-Taktik ("Wir sind so arm und werden von den linkslinken Medien immer absichtlich falsch dargestellt und missverstanden") nach wie vor ganz gerne und haben damit auch Wahlen erfolgreich bestritten.

Vielleicht ist die U7a insgeheim sehr glücklich über diesen Schritt des Bundes: Perfekte "Begründung" für eine Preiserhöhung der Jahreskarte (und eventuell nicht nur der...), welche auch die Grünen kaum widerlegen können. Was anderes glaubhaftes wäre nur mit großer Mühe aus dem Hut zu zaubern gewesen...
Die Jahreskarte anzupassen wäre politischer Selbstmord und vor den Wahlen 2020 wird es sowieso keine Preiserhöhungen geben.

Rodauner

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Re: Abschaffung der „Zählpunktsaldierung“
« Antwort #25 am: 01. Februar 2019, 10:47:50 »
Die heutigen Blauen verfolgen die Opfer-Taktik ("Wir sind so arm und werden von den linkslinken Medien immer absichtlich falsch dargestellt und missverstanden") nach wie vor ganz gerne und haben damit auch Wahlen erfolgreich bestritten.

...vom Bärentaler ex Oberboss abgekupfert. Den Roten nimmt das Wahlvolk ihre Herumsuderei aber nicht ab.
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Re: Abschaffung der „Zählpunktsaldierung“
« Antwort #26 am: 01. Februar 2019, 10:48:51 »
Die Jahreskarte anzupassen wäre politischer Selbstmord und vor den Wahlen 2020 wird es sowieso keine Preiserhöhungen geben.

Der Preis der Jahreskarte ist ohnehin längst erhöht worden. Die werbewirksamen 365 Euro kostet sie nur bei Einmalzahlung – genau diese Zahlungsweise können sich aber finanziell schlechter gestellte Menschen oft nicht leisten.
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60er

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Re: Abschaffung der „Zählpunktsaldierung“
« Antwort #27 am: 01. Februar 2019, 11:39:18 »
Der Preis der Jahreskarte ist ohnehin längst erhöht worden. Die werbewirksamen 365 Euro kostet sie nur bei Einmalzahlung – genau diese Zahlungsweise können sich aber finanziell schlechter gestellte Menschen oft nicht leisten.
Ja, das stimmt natürlich. Der Preis für die Ratenzahlung wurde bereits erhöht. Ich glaube aber nicht, dass man den so einfach weiter erhöhen möchte. Wäre interessant zu wissen, wieviel Prozent aller Jahreskartenbesitzer das überhaupt betrifft.

Bei den Einzeltickets, Streifen- und Zeitkarten kann man die Preisschraube dagegen sicher noch weiter anziehen. Ich rechne spätestens zur Jahresmitte 2021 mit der nächsten kräftigen Preisanpassung.

marsupialeater

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Re: Abschaffung der „Zählpunktsaldierung“
« Antwort #28 am: 01. Februar 2019, 11:44:51 »
Hier eine Erläuterung von Sima im Zuge einer Anfrage der FPÖ Penzing:
https://penzing.fpoe-wien.at/fileadmin/user_upload/www.fpoe-wien.at/Unterorganisationen/penzing.fpoe-wien.at/Dokumente/2017/BV_Sitzung_13.12.2017/Anfragen/Stellungnahmen/OEKOStrom.pdf

Hier ein Bericht des FPÖ-Freunde-Magazins Alles Roger dazu, der unterstellt, es wäre nicht korrekt abgeführt worden (damit alle Propagandaabteilungen zu Wort kommen ;D):
http://www.allesroger.at/artikel/wiener-linien-140-millionen-euro-schaden-verursacht

denond

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Re: Abschaffung der „Zählpunktsaldierung“
« Antwort #29 am: 01. Februar 2019, 13:20:31 »
Solange Millionen und Abermillionen in den Ausbau der U-Bahn bis in die äußerste Pampa verschleudert werden, sehe ich bei den 9 Millionen auch kein sonderlich großes Problem. Der Betrieb und die Instandhaltung der peripheren, mäßig oder zwangsweise* ausgelasteten U-Bahn-Strecken verschlingt jährlich ein Vielfaches ... und das bekrittelt anscheinend niemand.

*) Entfall alternativer Fahrtmöglichkeiten durch entsprechende Orientierung des Sekundärnetzes

Voll und Ganz deiner Meinung.
Auch was den Jahreskartenpreis betrifft, haben viele die versteckte Erhöhung einfach nicht gecheckt, genauso wie der Wind in der Politik, eben durch die globale EU-Politik ein bißchen rauher wird. Aus welchen Gründen, da soll sich jeder selbst sein Bild machen.
Jetzt kommt das böse Erwachen - obwohl diese Abschaffung schon seit einiger Zeit bekannt oder angekündigt - aber nicht beachtet bzw. mit einem Handwink abgetan wurde. Jetzt müssen sich halt ein paar Rote Günstlinge im Rathaus aus der Ruhestellung in die Kampfstellung begeben bzw. wechseln.

Bin gespannt, ob es ihnen irgendwie gelingt, daß es der Stadt und ihren Bürger nicht auf den Kopf fällt...