Autor Thema: Neos: Öffi-Konzept für Westen Wiens  (Gelesen 7932 mal)

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Kanitzgasse

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Signalabhängigkeit

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Re: Neos: Öffi-Konzept für Westen Wiens
« Antwort #1 am: 07. Mai 2019, 11:09:59 »
Durchaus interessantes Konzept, wo sich viel findet, was beispielsweise hier oft gefordert wird.

Ein paar Gedanken dazu:

  • Die Seilbahn ist Schwachsinn
  • 8 Züge pro Stunde nach Meidling bringt man dort unmöglich unter, auf der Verbindungsbahn wird auch lange Zeit kein Bedarf danach bestehen
  • 3 zusätzliche Stationen zwischen Westbahnhof und Hütteldorf sind jedenfalls zu viele
  • Durchbindungen von der Westbahn Richtung Verbindungsbahn entsprechen nicht den Verkehrsströmen und sind auch betrieblich problematisch
  • Purkersdorf (Zentrum) als Endstation ist nicht möglich

Deswegen mein Vorschlag, basierend auf dem NEOS-Konzept:

  • Ersatzloser Entfall der "S80+"
  • Verlängerung der "S46+" nach Aspern Nord als Ersatz S80 im 15'-Takt
  • Umsetzung Westbahn laut VdV
  • Reduktion Stationen Westbahnhof - Hütteldorf

Aber grundsätzlich wie gesagt ein durchaus gelungenes Konzept, dass man sich durchaus auch betriebliche Gedanken gemacht hat zeigen die beiden unterschiedlichen Endpunkte der Vorortelinie im Norden.

Also entweder echt gut recherchiert, oder kompetente Leute angeheuert, oder gut abgeschrieben.  8)

Klingelfee

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Re: Neos: Öffi-Konzept für Westen Wiens
« Antwort #2 am: 07. Mai 2019, 11:37:02 »
Da kann ich mich nur anschließen.

Man merkt das wir nächstes Jahr Wahlen haben.

Jetzt wirst du von den einzelnen Fraktionen sicherlich noch andere Verkehrskonzepte präsentiert bekommen. Nur ob sie sinnvoll oder umsetzbar sind, ist halt die Frage.

@Signalabhängigkeit: Das du deinen Vorschlag bezüglich der S46+ nach Aspern Nord zieht. Das würde mich auf der einen Seite freuen. Auf der anderen Seite müsstest du nur die Ostbahn zwischen Simmering und Stadlau umbauen, damit du die zusätzlichen Züge noch unterbringst. Ausserdem hast du die Regionalzüge nach Marchegg, die jetzt schon auf der Trasse für die zusätzlichen Schnellbahnzügen. Was machst du dann mit diesen Zügen. Das kann man andenken, wenn die Strecke bis Marchegg elektrifiziert und zweigleisig ist. Denn dann würde ich diese Züge eben durch die S80 ersetzen.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

60er

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Re: Neos: Öffi-Konzept für Westen Wiens
« Antwort #3 am: 07. Mai 2019, 12:05:57 »
Reduktion Stationen Westbahnhof - Hütteldorf
Die Station Baumgarten könnte man durchaus wieder errichten. Cumberlandstraße und Technisches Museum halte ich dagegen für unsinnig.

highspeedtrain

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Re: Neos: Öffi-Konzept für Westen Wiens
« Antwort #4 am: 07. Mai 2019, 12:47:59 »
8 Züge pro Stunde nach Meidling bringt man dort unmöglich unter

Würde man endlich die Stammstrecke für 24 Züge/h/Richtung ertüchtigen, wäre das schon möglich.

In einem ersten Schritt bin ich aber bei dir: S46+ als einzige Linie auf der Verbindungsbahn, dafür bis Aspern.

Signalabhängigkeit

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Re: Neos: Öffi-Konzept für Westen Wiens
« Antwort #5 am: 07. Mai 2019, 13:06:35 »
@Klingelfee: eine (notwendige) Kapazitätserweiterung zwischen Simmering und Stadlau bringt aber keine einzige zusätzliche Trasse zwischen Meidling und Hbf 3/4. Und dort würde es sich bei 8 Zügen pro Stunde spießen, die 4 Züge pro Stunde Verbindungsbahn - Matz - Aspern Nord werden fix kommen und sind auch machbar, auch ohne Umbauten.

Und wie gesagt, auf der Verbindungsbahn wird es viele Jahre dauern bis das 15'-Intervall nicht ausreicht.

Aber ohne Durchbindung Verbindungsbahn - Vortortelinie wird das alles kein Thema werden, ich bezweifle stark, dass die derzeit geplante S80 nach Hütteldorf jemals ähnlich attraktiv werden wird wie die derzeitige S45.

Signalabhängigkeit

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Re: Neos: Öffi-Konzept für Westen Wiens
« Antwort #6 am: 07. Mai 2019, 13:15:34 »
@HST:

Wohin in Meidling mit den 8 Zügen pro Stunde? 4x Aspern Nord ist klar, aber sonst? Sowohl Meidling als auch Hbf sind keine geeigneten Endpunkte, noch mehr Züge Richtung Simmering ohne Kapazitätserweiterungen geht nicht, und ob eine S15 neu der große Schuss ist weiß ich auch nicht.

Außerdem wären wir dann max. bei 16 durchgehenden Trassen auf der Stammstrecke.......

schaffnerlos

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Re: Neos: Öffi-Konzept für Westen Wiens
« Antwort #7 am: 07. Mai 2019, 13:48:30 »
Ich würde es im NEOS-Konzept so machen:
  • S80 Aspern Nord – Hütteldorf alle 30 Minuten
  • S48 Aspern Nord – Heiligenstadt alle 30 Minuten
  • S48 Unter St. Veit – Heiligenstadt alle 30 Minuten
  • S45 Handelskai – Hütteldorf alle 15 Minuten
Die S-Bahn-Station Unter St. Veit muss dann für eine Wende tauglich sein.

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Re: Neos: Öffi-Konzept für Westen Wiens
« Antwort #8 am: 07. Mai 2019, 14:08:29 »
Gut, dass es Parteien gibt, die sich entsprechend positionieren. Die Details des Vorschlages sind relativ egal, weil sich die im politischen Prozess noch 25-mal ändern. Aber derartige Themen weiterhin am köcheln zu halten, hilft, Bewusstsein zu schaffen und vielleicht auch die (teilweise) Umsetzung realistischer zu machen. Das ist vor Beginn des Umbaues der Verbindungsbahn sehr wichtig - vor allem bezogen auf die „S46“, die als Verbindung über das Wiental wirklich dringend notwendig wäre. Dort ist derzeit eine ziemliche Öffi-Barriere vorhanden (de facto gibt es nur die U6 und den 10er).
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Re: Neos: Öffi-Konzept für Westen Wiens
« Antwort #9 am: 07. Mai 2019, 14:26:56 »
Der politische Prozess für eine geänderte Planung bei der Verbindungsbahn kommt aber reichlich spät.

WVB

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Re: Neos: Öffi-Konzept für Westen Wiens
« Antwort #10 am: 07. Mai 2019, 14:29:06 »
Gut, dass es Parteien gibt, die sich entsprechend positionieren.
Das ist alles nur heiße Luft. Wenn man sich anschaut was die Grünen vor ihrer Regierungsbeteiligung alles kritisiert und vorgeschlagen haben und wie viel dann in den kommenden Jahren verbessert wurde kann man nur den Kopf schütteln. Blöd, dass das Internet nie vergisst: https://web.archive.org/web/20080920044441/http://wien.gruene.at/verkehr/

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Re: Neos: Öffi-Konzept für Westen Wiens
« Antwort #11 am: 07. Mai 2019, 14:38:50 »
Der politische Prozess für eine geänderte Planung bei der Verbindungsbahn kommt aber reichlich spät.
Besser spät als nie. Solange es die Streitigkeiten mit den Anrainern in Hietzing gibt, ist sowieso noch nichts fix.

Das ist alles nur heiße Luft. Wenn man sich anschaut was die Grünen vor ihrer Regierungsbeteiligung alles kritisiert und vorgeschlagen haben und wie viel dann in den kommenden Jahren verbessert wurde kann man nur den Kopf schütteln. Blöd, dass das Internet nie vergisst: https://web.archive.org/web/20080920044441/http://wien.gruene.at/verkehr/
Ich fände auch besser, hätten die Grünen mehr durchsetzen können, aber sie sind dennoch „nur“ Juniorpartner und die SPÖ hatte auch ein bis zwei andere Optionen zu koalieren. :lamp:
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Re: Neos: Öffi-Konzept für Westen Wiens
« Antwort #12 am: 07. Mai 2019, 14:56:25 »
Und wie gesagt, auf der Verbindungsbahn wird es viele Jahre dauern bis das 15'-Intervall nicht ausreicht.

Daraus, und aus der fehlenden überregionalen Bedeutung, ergibt sich, dass eine Umwandlung zur Straßenbahnstrecke die weit bessere Option wäre. Hätte natürlich genauso für die Vorortelinie gegolten. Mit dem Argument der Güterzug-Umleitungsstrecke sollte sich die Bahn in einem zivilisierten Land eigentlich verstecken müssen.

schaffnerlos

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Re: Neos: Öffi-Konzept für Westen Wiens
« Antwort #13 am: 07. Mai 2019, 15:01:33 »
Daraus, und aus der fehlenden überregionalen Bedeutung, ergibt sich, dass eine Umwandlung zur Straßenbahnstrecke die weit bessere Option wäre. Hätte natürlich genauso für die Vorortelinie gegolten. Mit dem Argument der Güterzug-Umleitungsstrecke sollte sich die Bahn in einem zivilisierten Land eigentlich verstecken müssen.

Wo wäre der Vorteil eines Straßenbahnbetriebs auf diesen Strecken?
Und wie leitest du die Züge um, wenn der Wildschweintunnel gesperrt ist?

Signalabhängigkeit

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Re: Neos: Öffi-Konzept für Westen Wiens
« Antwort #14 am: 07. Mai 2019, 15:04:28 »
Solche Postings braucht man nicht ernst nehmen.....