Autor Thema: [RU] Saratow  (Gelesen 1992 mal)

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dalski

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[RU] Saratow
« am: 27. August 2019, 11:25:55 »
Saratow ist eine russische Großstadt an der Wolga, die zwischen Wolgograd und Samara liegt.
In der Universitätsstadt gibt es ein größeres Straßenbahnnetz mit 10 Linien, die ausschließlich durch Fahrzeugtypen des Herstellers KTM bedient werden.
Wie in vielen anderen Städten kann man hier Mangel an der Instandhaltung des Netzes bemerken, Kursausfälle und Langsamfahrstellen sind absolut keine Seltenheit.
Im Winter war sogar eine Linie komplett eingestellt, da unter den örtlichen Witterungsverhältnissen ein Betrieb nicht möglich war.
Ich verbrachte diesen Juni ein paar Tage in der netten Stadt, die neben der Tram auch einige nette Restaurants, Cafés und andere Freizeitmöglichkeiten bietet.
Meine Abende ließ ich beispielsweise nahezu immer am örtlichen Wolgastrand ausklingen, wo man sich natürlich auch im Wasser abkühlen kann (bzw muss, da es nahezu täglich an die 35 Grad hatte).
Hier ein paar Eindrücke meines ersten Tages:
Всё будет хорошо

T1

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Re: [RU] Saratow
« Antwort #1 am: 27. August 2019, 17:58:48 »
Hach, da packt einen das Fernweh!

Der Hersteller ist aber nicht KTM (das ist ein Markenname und heißt wohl Katastrophski tramwaj motorni), sondern УКВЗ (UKWS – Ust-Katower Waggonbau)  ;)

Operator

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Re: [RU] Saratow
« Antwort #2 am: 27. August 2019, 18:25:25 »
Saratow ist eine russische Großstadt an der Wolga, die zwischen Wolgograd und Samara liegt.
In der Universitätsstadt gibt es ein größeres Straßenbahnnetz mit 10 Linien, die ausschließlich durch Fahrzeugtypen des Herstellers KTM bedient werden.
Wie in vielen anderen Städten kann man hier Mangel an der Instandhaltung des Netzes bemerken, Kursausfälle und Langsamfahrstellen sind absolut keine Seltenheit.
Im Winter war sogar eine Linie komplett eingestellt, da unter den örtlichen Witterungsverhältnissen ein Betrieb nicht möglich war.
Ich verbrachte diesen Juni ein paar Tage in der netten Stadt, die neben der Tram auch einige nette Restaurants, Cafés und andere Freizeitmöglichkeiten bietet.
Meine Abende ließ ich beispielsweise nahezu immer am örtlichen Wolgastrand ausklingen, wo man sich natürlich auch im Wasser abkühlen kann (bzw muss, da es nahezu täglich an die 35 Grad hatte).
Hier ein paar Eindrücke meines ersten Tages:
Das letzte Bild ist sehr gelungen, ganz nach meinem Geschmack!

Konstal 105Na

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Re: [RU] Saratow
« Antwort #3 am: 27. August 2019, 18:53:54 »
KTM (das ist ein Markenname und heißt wohl Katastrophski tramwaj motorni)

 :D :D

Ernsthaft, es KTM steht für Кировский Трамвай Моторный (Kirowskij Tramwaj Motornyj), was wörtlich so viel wie "Kirowsche Motorstraßenbahn" bedeutet. Gemeint ist Kirowscher Triebwagen. Das Werk ist nämlich nach Kirow benannt. Beiwägen wurden КТП (KTP) genannt, was für Кировский трамвай прицепной (Kirowski Tramwaj Prizepnoj) also Kirowscher Beiwagen steht.

Wenn man noch ganz genau sein will, ist KTM aber auch keine offizielle Bezeichnung mehr. In den 70ern wurde in der UdSSR eine einheitliche Typenbezeichnung für Schienenfahrzeuge eingeführt. Eigentlich ist die Typenbezeichnung 71-605. Ich kann aber gut mit KTM-5 leben. Das verwende ich selbst wesentlich öfter, als 71-605.

Das sowjetische Typenschema für Schienenfahrzeuge ist mir nicht zur Gänze geläufig. Beginnt die Typenbezeichnung mit 71, handelt es sich um eine Straßenbahn. Für Metrowagen ist 81 vorgesehen, daher hören die Metrowagonmaschwagen auf eine Typenbezeichnung, die mit 81 beginnt. Was die weiteren Ziffern bedeuten, weiß ich nicht.
Bei der Eisenbahn wird das Schema, soweit ich weiß ohnehin kaum bzw. gar nicht verwendet, da die einzelnen Reihen eine eigene Bezeichnung haben.
po sygnale odjazdu nie wsiadac

dalski

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Re: [RU] Saratow
« Antwort #4 am: 01. April 2020, 11:29:03 »
Weiter geht's auch hier - diesmal lege ich das Augenmerk allerdings mehr auf ''kulturelle Besonderheiten'', da man diese in den wilden Vororten mancher russischer Städte oft finden kann.
Straßenverkauf von (köstlichen) Beeren nebst der Straßenbahnstation, sonderbare und auch oftmals sehr gut aussehende Menschen auf einem Platz und mittendrin natürlich auch dalski, der vor allem dort immer wieder leicht abwertend auf seine Fotografiertätigkeit angesprochen wurde (Mолодой человек, за чем фотографируешь, ''junger Mann, wozu fotografierst du''), wobei man oftmals auch beschimpft wird und gewisse Finger zu Gesicht bekommt. Ich persönlich nehme das sehr gelassen, da es keine Sprachbarriere gibt und ich dementsprechend antworten kann und das Fotografieren von Öffis in Russland generell nichts ungewöhnliches ist. Probleme könnte man nur in der Nähe von Industrieanlagen bekommen, wobei selbst dort die zuständigen Securities oftmals ein Auge zudrücken oder die Motivwahl demensprechend anpassen.
Hier ein paar andere Eindrücke:
Всё будет хорошо