Autor Thema: Historische oder kuriose Verkehrszeichen  (Gelesen 6970 mal)

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WVB

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Re: Historische oder kuriose Verkehrszeichen
« Antwort #15 am: 26. Februar 2020, 14:46:41 »
Aber gibt es in Wien noch Straßen die noch nie eine weiße Farbe gesehen haben?
Auf Anhieb fällt mir nur der getrennte Geh-/Radweg beim Nussdorfer Steg (19. Bez.) ein, da dürfte nie drübergepinselt worden sein.
Ich habe heute die Methode angewandt nach quasi aufgelassenen Straßen zu suchen und bin öfters fündig geworden:

.) Simmeringer Lände hinter der Müllverbrennungsanlage (siehe Foto vom Vormittag)

.) Alte Klederinger Straße von Kledering nach Kaiserebersdorf: https://goo.gl/maps/6MGqMdhLf9CrUMGm9 (aufgelassen durch den Bau des Zentralverschiebebahnhofs)

.) Alte A23 ASt Favoriten: https://goo.gl/maps/zEFzWiepv65361uZ6

.) Ein Hauch von gelber Farbe befindet sich am Ende der gesperrten Ausfahrt Simmering: https://goo.gl/maps/8EaggosJaQ79Wm7P8

hema

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Re: Historische oder kuriose Verkehrszeichen
« Antwort #16 am: 26. Februar 2020, 15:23:17 »

Dort hatte der 58er stadteinwärts Abbiegen bei Rot, stadtauswärts Abbiegen bei Grün (wenn ich mich noch richtig erinnere)
Ehe die Anlage automatisch war, stadtauswärts bei Grün, Richtung Ring bei Gelb. Der Wachmann ließ solange Gelb, bis der Zug mindestens in der Mitte der Kreuzung war.
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

RobertK

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Re: Historische oder kuriose Verkehrszeichen
« Antwort #17 am: 26. Februar 2020, 15:34:21 »
Zur 12(?)-Sekunden-Gelbphase: ich glaube, ich habe das irgendwann mal irgendwo gelesen, es könnte im Fahrschul-Buch meines Vaters aus den frühen 1970ern gewesen sein. Das Buch existiert noch, ich werde mal dort nachsehen.

@WVB: Danke für die Forschungsarbeit!

.) Simmeringer Lände hinter der Müllverbrennungsanlage (siehe Foto vom Vormittag)
Dort finden sich übrigens auch noch Bodenmarkierungen der 1984 eingestellten Busstrecke des 79B. Ich habe mal im GummiradlstinkerAutobus-Forum ein Rätsel dazu gepostet:
http://www.autobusforum.at/index.php?topic=440.0

.) Alte A23 ASt Favoriten: https://goo.gl/maps/zEFzWiepv65361uZ6
Jetzt bin ich baff, ich dachte, ich kenne alle "abandoned places" in Wien. Wann war diese Ausfahrt in Betrieb? Vor der Fertigstellung des Verteilerkreises?

WVB

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Re: Historische oder kuriose Verkehrszeichen
« Antwort #18 am: 26. Februar 2020, 15:41:56 »
Jetzt bin ich baff, ich dachte, ich kenne alle "abandoned places" in Wien. Wann war diese Ausfahrt in Betrieb? Vor der Fertigstellung des Verteilerkreises?
Die Inbetriebnahme erfolgte am 19. Dezember 1970 im Zuge der Eröffnung der Tangente. Die Auflassung fand wohl im Zuge der nächsten Teilstreckeneröffnung am 12. Mai 1978 statt.

Katana

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Re: Historische oder kuriose Verkehrszeichen
« Antwort #19 am: 27. Februar 2020, 21:42:46 »
Ich habe mich übrigens immer gefragt, warum die Zeichen "Straßenbahn biegt bei ..." ein in der StVO referenziert werden. Das sind doch Zeichen für die Straßenbahn und nicht für die anderen. Das zeigt auch der Anbringungsort (Abspanndraht).
Waren die nicht früher an der Ampel montiert?

haidi

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Re: Historische oder kuriose Verkehrszeichen
« Antwort #20 am: 27. Februar 2020, 23:36:33 »
Zur 12(?)-Sekunden-Gelbphase: ich glaube, ich habe das irgendwann mal irgendwo gelesen, es könnte im Fahrschul-Buch meines Vaters aus den frühen 1970ern gewesen sein. Das Buch existiert noch, ich werde mal dort nachsehen.
DAs war die Zeit, in der ich auch den Führerschein gemacht habe. Da habe weder derartiges gelesen noch derartiges gesehen. Es kann allerdings sein, dass an großen Kreuzungen die Zeit von Umschalten von Grün auf Gelb bis zum Umschalten von gelb-rot auf Grün bei der Querstraße 12 Sekunden gedauert hat. Man darf dabei nicht vergessen, dass es damals auf vielen Kreuzungen keine Ampeln für die Fußgänger gab. Da mussten die Fußgängerräumzeiten auch untergebracht werden.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

RobertK

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Re: Historische oder kuriose Verkehrszeichen
« Antwort #21 am: 28. Februar 2020, 20:34:33 »
Zur 12(?)-Sekunden-Gelbphase: ich glaube, ich habe das irgendwann mal irgendwo gelesen, es könnte im Fahrschul-Buch meines Vaters aus den frühen 1970ern gewesen sein. Das Buch existiert noch, ich werde mal dort nachsehen.

Ich habe gerade nachgesehen: in diesem Buch von 1973 ist das doch nicht gestanden. Ich habe das aber definitiv irgendwo gelesen, nur weiß ich nicht mehr wo.

Vielleicht war ja die Gelbphase früher in alle Richtungen gleichzeitig aktiv (und nicht wie heute gestaffelt), dann wären 12 Sekunden auch wieder nicht so lang.

Katana

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Re: Historische oder kuriose Verkehrszeichen
« Antwort #22 am: 29. Februar 2020, 08:32:47 »
Vielleicht war ja die Gelbphase früher in alle Richtungen gleichzeitig aktiv (und nicht wie heute gestaffelt), ....
Das war vor 50 Jahren definitiv so. Über die Dauern habe ich aber keine bezifferbaren Erinnerungen.

WVB

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Re: Historische oder kuriose Verkehrszeichen
« Antwort #23 am: 29. Februar 2020, 11:22:21 »
Bezüglich Ampelregelungen gibt es sogar einen eigenen Thread: https://www.tramwayforum.at/index.php?topic=656.0

W_E_St

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Re: Historische oder kuriose Verkehrszeichen
« Antwort #24 am: 29. Februar 2020, 17:26:33 »
"Laterne leuchtet nicht die ganze Nacht" dürfte auch vom Aussterben bedroht sein...
Gibt es in Trandanubien noch häufiger z.b.: Niklas-Eslarn-Straße, Naufahrtweg, Herrenholzgasse

Die Halteverbotsschilder gibt es auch noch haufenweise auf der Baumgartner Höhe. Eventuell wird man auch noch auf anderen Spitalsgründen (Wilhelminenspital, KH Hietzing) fündig.

Das alte Gefahrenzeichen "Andere Gefahr" mit dem schwarzen Strich ist mir auch vor kurzem irgendwo untergekommen, wenn ich mich richtig erinnere am Gelände vom Kraftwerk Leopoldau bei der Petrischgasse in Kombination mit der Zusatztafel "Achtung Verschub" oder so.

Was man hingegen noch häufig findet sind gelbe Bodenmarkierungen, bei denen die darübergepinselte weiße Farbe schon lange das Zeitliche gesegnet hat.
Aber gibt es in Wien noch Straßen die noch nie eine weiße Farbe gesehen haben?

In Hietzing gab es im Herbst definitiv noch diverse alte Halteverbote!

Zu gelben Markierungen ist die Rustenschacherallee ein heißer Tipp, die wirkt, als hätte sie in den letzten 30 Jahren nie Bauarbeiten gesehen!
"Sollte dies jedoch der Parteilinie entsprechen, werden wir uns selbstverständlich bemühen, in Zukunft kleiner und viereckiger zu werden!"

(aus einer Beschwerde über viel zu weit und kurz geschnittene Pullover in "Good Bye Lenin")

Pat1305

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Re: Historische oder kuriose Verkehrszeichen
« Antwort #25 am: 29. Februar 2020, 20:43:38 »
In der Stromstraße gibt es auch noch gelbe Sperrflächen.

Ferry

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Re: Historische oder kuriose Verkehrszeichen
« Antwort #26 am: 02. März 2020, 09:24:23 »
Zur 12(?)-Sekunden-Gelbphase: ich glaube, ich habe das irgendwann mal irgendwo gelesen, es könnte im Fahrschul-Buch meines Vaters aus den frühen 1970ern gewesen sein. Das Buch existiert noch, ich werde mal dort nachsehen.

Ich habe gerade nachgesehen: in diesem Buch von 1973 ist das doch nicht gestanden. Ich habe das aber definitiv irgendwo gelesen, nur weiß ich nicht mehr wo.

Vielleicht war ja die Gelbphase früher in alle Richtungen gleichzeitig aktiv (und nicht wie heute gestaffelt), dann wären 12 Sekunden auch wieder nicht so lang.

Das war ganz sicher so. Die Staffelung kam m.W. erst Anfang/Mitte der 80er.

Ich kann mich noch gut an die Ampelanlage am Schwedenplatz erinnern, die mit einer extra langen Gelbphase dem O das Einbiegen von der Schwedenbrücke in den Kai ermöglicht hat. Dieses lange Gelb im Vergleich zu "normalen" Ampeln ist sogar mir als Kind damals schon aufgefallen.

Es gab auch Ampeln, bei denen statt rot-gelb nur gelb angezeigt wurde. Die Ampeln Prinz-Eugen-Straße/Gußhausstraße und Rennweg/Zaunergasse waren eine Zeitlang so geschalten.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

pascal

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Re: Historische oder kuriose Verkehrszeichen
« Antwort #27 am: 02. März 2020, 09:38:50 »
Das war ganz sicher so. Die Staffelung kam m.W. erst Anfang/Mitte der 80er.

Ja, und sie wurde im Laufe der Zeit immer länger.

Als ich ein Kind war (Anfang der 70er-Jahre), erfolgte der Wechsel von rot-gelb auf grün üblicherweise gleichzeitig mit dem Wechsel von Gelb auf Rot beim Querverkehr. Bald wurde bei immer mehr Anlagen ein Versatz um 1 Sekunde eingebaut (die erste, bei mir das auffiel, war an der Kreuzung Landstraßer Hauptstraße / Vordere Zollamtsstraße), später dann 2 Sekunden (d.h. Rot -> Rot-Gelb gleichzeitig mit Gelb -> Rot beim Querverkehr). Und heute haben wir bei den meisten Ampeln mehrere "Gedenksekunden" mit Rot auf allen Seiten.

An die langen Gelbphasen für abbiegende Straßenbahnen kann ich mich auch erinnern.

Anrew Wiggin

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Re: Historische oder kuriose Verkehrszeichen
« Antwort #28 am: 02. März 2020, 11:03:40 »

.) Alte A23 ASt Favoriten: https://goo.gl/maps/zEFzWiepv65361uZ6

Witzig, bin erst vor wenigen Wochen auf Maps über dieses Asphaltstück gestolpert und hab mich gefragt was das ist. Hab an eine alte Straße zwischen Laxemburger Straße und Favoritenstraße gedacht, die der Tangente zum Opfer gefallen ist.

Kann jemand mit Grundbuchszugang nachschauen, wem das gehört? Gemeinde oder Republik bzw wenn Republik wär interessant ob das beim Fruchtgenußrecht der ASFINAG an den Autobahnen mitumfasst ist.
Irgendwer benützt das verbliebene Asphaltstück jedenfalls als Lagerplatz, wie die Satellitenaufnahme zeigt.
Eigentlich wäre das ein sehr guter Platz für Wohnraumschaffung.

coolharry

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Re: Historische oder kuriose Verkehrszeichen
« Antwort #29 am: 02. März 2020, 11:12:10 »

.) Alte A23 ASt Favoriten: https://goo.gl/maps/zEFzWiepv65361uZ6
Kann jemand mit Grundbuchszugang nachschauen, wem das gehört? Gemeinde oder Republik bzw wenn Republik wär interessant ob das beim Fruchtgenußrecht der ASFINAG an den Autobahnen mitumfasst ist.
Irgendwer benützt das verbliebene Asphaltstück jedenfalls als Lagerplatz, wie die Satellitenaufnahme zeigt.
Eigentlich wäre das ein sehr guter Platz für Wohnraumschaffung.

Der Grund wird dem Bund gehören. Desweiteren ist geplant die gesamte Grünfläche hinter der FH zu verbauen. Könnten ja sonst echt zu viel Grün in Wien haben.