Autor Thema: Verkehrspolitik der Rot-Pinken Koalition  (Gelesen 6557 mal)

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T1

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Re: Verkehrspolitik der Rot-Pinken Koalition
« Antwort #150 am: 21. November 2020, 20:48:38 »
Es liegt auch daran, dass viele den Schilderwald, Linienbemalungen, rechts vor links Vorschriften, Sonderwege etc. intelektuell nicht mehr überblicken (wollen/können). Zuviele Theoretiker und Vorschriften verderben den Brei
Diese sind nur eine Folge davon, den Schilderwald gibt es nicht wegen den Fußgängern, der Tramway oder den Radfahrern...

KSW

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Re: Verkehrspolitik der Rot-Pinken Koalition
« Antwort #151 am: 21. November 2020, 22:05:29 »
Auf der einen Seite 2 km  Hauptallee, auf der andren Seite 2 km Hauptallee, das wird wohl genug lang für Kleinkinder und für Intervalltraining sein. Die Allee ist nicht so schmal, dass das Umdrehen vor der STadionallee beim Intervalltraining eine wirkliche Unterbrechung darstellt.

Ich finde (*längerfristig) die 18er und 1er (vorbei WU und mit Lilliputbahn Unterführung) sollten bis zu U2 verlängert werden.

Dann wäre es 1km & 1km & 2km.

Mit 18er bis z Stadion gibts eine Verbindung zur Hauptbahnhof.
Also bitte, sei mir nicht böse, aber das wird ja immer absurder! Den 1er bis Krieau, warum nicht - sind gerade mal knapp 800m und schafft eine interessante Querverbindung zwischen dem östlichen Ring, dem 3. und der U2. Aber bitte, eine Unterführung für die Lilliputbahn? Was spricht dagegen, diese niveaugleich zu queren? Das wäre in Ausnahmefällen mit entsprechenden Sicherungsvorkehrungen sogar bei einer Vollbahn zulässig - aber verkehrt die Lilliputbahn nicht nach der "Ringelspielkonzession"? Ja, so etwas wäre ein rechtliches Neuland, aber wohl kaum komplexer zu lösen als z.B. die Kreuzung in Urfahr, zur Not mit Schutzweiche für die Lilliputbahn.
Auch die Probleme mit der Querung der Hauptallee mit dem 18er sehe ich ehrlich gesagt nicht. Dort fahren jetzt ja auch PKW und Bus, und ich kann nicht ohne auf den Querverkehr zu achten einfach drüber rennen. Also was ändert sich, wenn das Fahrzeug künftig auf Gleisen fährt statt auf Asphalt? Diese Wien-typische Phobie vor einem Zusammentreffen von Fußgängern und ÖV verwundert doch - schließlich bringt der ÖV die Fußgänger meist erst dorthin, wo sie sich dann frei bewegen...
Ja, die Hauptallee ist stark frequentiert, ist aber zB die Mariahilfer Straße auch, und dort quert auch der 13A. Und, der 13A fährt sogar in der Begegnungszone in der Neubaugasse, überall wuseln Fußgänger herum, und? Geht auch, weil es überall anders ebenso geht!
(Ui, jetzt hab ich Jehova gesagt!  ;D ;D ;D)

Wenn man der Meinung ist, dass es eine Unterführung braucht, ok, meinetwegen so eine, wie unter dem Praterstern zur Hauptallee hin, ca. 2,5m tief, vielleicht 6m breit, fertig. Teurer muss es nicht nicht sein, da können dann die Läufer und Radfahrer ungehindert durchlaufen und haben ebenso eine klare Verbesserung zum Ist-Zustand.

Und, wenn man in der Wunschkiste GAAAANZ weit kramen darf, dann würde ich den 1er über Kriau und den 18er über Stadion und Engerthstraße jeweils bis zum Elderschplatz führen, wo sie mit der künftigen Linie 12 verknüpft werden...  :D

darkweasel

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Re: Verkehrspolitik der Rot-Pinken Koalition
« Antwort #152 am: 21. November 2020, 22:14:30 »
Eine Straßenbahn durch Stadionallee und Meiereistraße ist natürlich völlig unproblematisch niveaugleich machbar. Dort gibt es jetzt schon Auto- und Busverkehr, also was wird dadurch anders, dass eine Straßenbahn dort dazukommt?

Rotunden- und Kaiserallee sind natürlich wegen der Liliputbahn problematischer und außerdem auch deutlich weniger sinnvoll, da eine 4A-Verlängerung mehr Verkehrswert hätte; der 1er fährt genau dorthin, wo die U2 eh auch hinfährt (oder wo man mit genau gleich viel Umsteigen von ihr auch hinkommt), also warum braucht man eine zusätzliche Umsteigemöglichkeit zwischen diesen beiden Linien? Der 4A fährt hingegen ganz woanders hin, dessen Verlängerung würde 3. mit 22. Bezirk sinnvoll verknüpfen.

Ad Legalität vom Zu-Fuß-Gehen in der Mitte der Hauptallee: Heißt das dann, dass man auch auf einer Straße mit "Fahrverbot ausgenommen Fahrräder" eigentlich als Fußgänger am linken Fahrbahnrand gehen müsste? ??? Ich glaube, das weiß niemand, dass man das tun sollte …

haidi

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Re: Verkehrspolitik der Rot-Pinken Koalition
« Antwort #153 am: 21. November 2020, 23:39:47 »
Das mit dem Links gehen steht nicht in der StVO, es wird außerhalb des Ortsgebietes empfohlen, vor allem damit man Nachts auch durch das Abblendlicht geblendet wird.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

Lerchenfelder

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Re: Verkehrspolitik der Rot-Pinken Koalition
« Antwort #154 am: 21. November 2020, 23:45:16 »
Es ist einfach nur mehr absurd, wie manche hier auf der vorangegangenen Seiten versuchen, künstlich ein großes Problem bei der Hauptallee-Querung herbeizuschreiben! Ich bin wirklich oft genug und bei jedem Wetter auf der Hauptallee laufen und Rad fahren, auch an schönen Samstagen im Sommer wo sehr viel los ist, und sehe einfach nicht das Problem, wieso es nicht möglich sein sollte, wie sonst auch bei der Querung von Kreuzungen nach links uns rechts zu schauen und - OH MEIN GOTT! - ggf. 5-10 Sekunden die querende Straßenbahn abzuwarten...

KSW

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Re: Verkehrspolitik der Rot-Pinken Koalition
« Antwort #155 am: Gestern um 00:09:48 »
Es ist einfach nur mehr absurd, wie manche hier auf der vorangegangenen Seiten versuchen, künstlich ein großes Problem bei der Hauptallee-Querung herbeizuschreiben!
Mich erinnert es eher ein wenig an die  Bedenken betreffend der Tram-Querung im Englischen Garten in München, wo die Straßenbahn mit Rasengleis anstatt der bestehenden Busstraße angeblich den Park zerstören soll und die Natur dadurch nachhaltig zerstört sein soll... :fp:

darkweasel

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Re: Verkehrspolitik der Rot-Pinken Koalition
« Antwort #156 am: Gestern um 00:19:33 »
Das mit dem Links gehen steht nicht in der StVO, es wird außerhalb des Ortsgebietes empfohlen, vor allem damit man Nachts auch durch das Abblendlicht geblendet wird.
OK, nein, wir haben beide Unrecht gehabt. § 76 (1) sagt:

Sind Gehsteige oder Gehwege nicht vorhanden, so haben Fußgänger das Straßenbankett und, wenn auch dieses fehlt, den äußersten Fahrbahnrand zu benützen; hiebei haben sie auf Freilandstraßen, außer im Falle der Unzumutbarkeit, auf dem linken Straßenbankett (auf dem linken Fahrbahnrand) zu gehen.

Dann ändere ich meine Frage: Ist es in solchen Straßen dann wirklich streng genommen verboten, in der Mitte zu gehen? Ich kann es mir kaum vorstellen, kann es aber auch nicht widerlegen.

moszkva tér

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Re: Verkehrspolitik der Rot-Pinken Koalition
« Antwort #157 am: Gestern um 07:37:29 »
Man könnte die Hauptallee natürlich als Begegnungszone mit Fahrverbot für Motorfahrzeuge ausschildern.
Aber: repariere nicht, was nicht kaputt ist!

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Re: Verkehrspolitik der Rot-Pinken Koalition
« Antwort #158 am: Gestern um 08:29:18 »
Dann ändere ich meine Frage: Ist es in solchen Straßen dann wirklich streng genommen verboten, in der Mitte zu gehen? Ich kann es mir kaum vorstellen, kann es aber auch nicht widerlegen.
Aus dem Gesetz lese ich eindeutig heraus: Ja, Du hast am Fahrbahnrand zu gehen. Warum da nicht ein Geh-und Radweg ausgeschildert ist, verstehe ich nicht.

In der Praxis ist es halt so, dass jede Verkehrsfläche, die frei von Kraftfahrzeugen ist, sofort von Fußgängern in Beschlag genommen wird.

Umgekehrt wird jede Verkehrsfläche, auf der KFZ-Verkehr erlaubt ist, von Fußgängern gemieden wird - siehe Wohnstraßen und Begegnungszonen: Wenn ich in der Straßenmitte die untere Mariahilfer Straße raufgehe, bin ich so gut wie immer der einzige.

Man könnte die Hauptallee natürlich als Begegnungszone mit Fahrverbot für Motorfahrzeuge ausschildern.
Aber: repariere nicht, was nicht kaputt ist!
Begegnungszone gibt es mit maximal 30 km/h vmax. Das wäre blöd für die Hauptallee. Auch hier: Warum nicht: Geh- und Radweg?

coolharry

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Re: Verkehrspolitik der Rot-Pinken Koalition
« Antwort #159 am: Gestern um 08:29:44 »
Dann ändere ich meine Frage: Ist es in solchen Straßen dann wirklich streng genommen verboten, in der Mitte zu gehen? Ich kann es mir kaum vorstellen, kann es aber auch nicht widerlegen.
Ja. Interessiert aber seit Jahrzehnten genau niemanden, weil Mangels MIV auch nicht notwendig. Weiteres gibt es auf der Hauptallee vier Nebefahrbahnen (Reitalleen) auf denen man auch gehen kann. Aber ich muss Moskva tér anschliessen: Einfach in Ruhe lassen. Da braucht keine andere Regelung weil es eben funktioniert.

38ger

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Re: Verkehrspolitik der Rot-Pinken Koalition
« Antwort #160 am: Gestern um 14:03:34 »
Abgesehen davon, dass ich eine Änderung der Situation nicht für notwendig erachte, eben weil's ja eh funktioniert:
Auf einem Geh- und Radweg dürften Einsatzfahrzeuge nur mit Blaulicht (und/oder?) Folgetonhorn unterwegs sein und nicht einfach ohne Einsatz patroullieren. Auf einem Geh- und Radweg gibt es (wie ich vermute) keine Ausnahmemöglichkeiten für Müllabfuhr, Einsatzfahrzeuge, Sondertransporte bzw. Liefertätigkeiten (etwa füe Events auf der Kaiserwiese oder auch auf der Hauptallee).
Im Grunde stellt sich dasselbe "Problem" beim Donaukanal...der ist in den meisten Bereichen ja auch ein Geh- und Radweg... ist das Patroulieren der Polizei, Ladetätigkeit für Bauarbeiten usw. dort rechtlich zulässig?

Und wenn wir schon bei solchen Spitzfindigkeiten sind: Welche Fahrzeuge dürfen eigentlich auf Gehsteigen sein? Einsatzfahrzeuge im Einsatz und Straßenreinigung sicher, aber wie sieht es mit Müllsammelfahrzeugen aus? Dürfen letztere Wohnstraßen durchfahren um Mülltonnen einzusammeln?
Was ist mit Fahrzeugen der Gartengestaltung...ist das rechtlich zulässig, dass diese in alle möglichen Parks fahren oder teilweise doch illegal?

hema

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Re: Verkehrspolitik der Rot-Pinken Koalition
« Antwort #161 am: Gestern um 14:39:14 »
Ein Fahrzeug mit Orange-Licht im (genehmigten) Arbeitseinsatz ist eine Arbeitsmaschine und fällt bei dieser Tätigkeit nicht unter die StVO. Für Polizeifahrzeuge ohne Blaulicht gelten die selben Bestimmungen wie für jedermann. (Nur wer soll einen Polizisten strafen?  >:D  )

Das Befahren von Gehsteigen mit Lkw ist grundsätzlich verboten, Gehsteige sind nicht für hohe Radlasten gebaut!
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

T1

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Re: Verkehrspolitik der Rot-Pinken Koalition
« Antwort #162 am: Gestern um 14:44:40 »
Abgesehen davon, dass ich eine Änderung der Situation nicht für notwendig erachte, eben weil's ja eh funktioniert:
Auf einem Geh- und Radweg dürften Einsatzfahrzeuge nur mit Blaulicht (und/oder?) Folgetonhorn unterwegs sein und nicht einfach ohne Einsatz patroullieren. Auf einem Geh- und Radweg gibt es (wie ich vermute) keine Ausnahmemöglichkeiten für Müllabfuhr, Einsatzfahrzeuge, Sondertransporte bzw. Liefertätigkeiten (etwa füe Events auf der Kaiserwiese oder auch auf der Hauptallee).
Im Grunde stellt sich dasselbe "Problem" beim Donaukanal...der ist in den meisten Bereichen ja auch ein Geh- und Radweg... ist das Patroulieren der Polizei, Ladetätigkeit für Bauarbeiten usw. dort rechtlich zulässig?

Und wenn wir schon bei solchen Spitzfindigkeiten sind: Welche Fahrzeuge dürfen eigentlich auf Gehsteigen sein? Einsatzfahrzeuge im Einsatz und Straßenreinigung sicher, aber wie sieht es mit Müllsammelfahrzeugen aus? Dürfen letztere Wohnstraßen durchfahren um Mülltonnen einzusammeln?
Was ist mit Fahrzeugen der Gartengestaltung...ist das rechtlich zulässig, dass diese in alle möglichen Parks fahren oder teilweise doch illegal?
Und spätestens hier wird die absurde Autozentrierung der Gesetze und Verordnungen deutlich (die ich auch in #147 gemeint habe). Ein autofreier Raum ist laut StVO der Ausnahmefall, es sollte aber der Regelfall sein. Umgekehrt ist der Fußgänger per se beschränkt und darf sich in der Regel nur dort bewegen, wo es ihm explizit zugesprochen wird. Traurig, genau das Gegenteil sollte der Fall sein.

martin8721

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Re: Verkehrspolitik der Rot-Pinken Koalition
« Antwort #163 am: Gestern um 20:07:17 »
Wenn dann im Bereich Stadion alle paar Minuten ein Straßenbahn quert ist es halt nicht optimal.
Und wenn alle paar Minuten Autobusse kommen, ist das besser? Sorry, aber ich sehe keinen Unterschied – in beiden Fällen quert ein öffentliches Verkehrsmittel. Dass das eine 20 m länger ist als das andere, kann nicht wirklich ausschlaggebend sein, dass es plötzlich unzumutbar wird.

Vor allem sollte man auch bedenken, dass der 18er die Hauptallee dann nicht mehr so oft queren wird, da er nicht so ein dichtes Intervall braucht, wie derzeit der 77A.
Zum Vergleich:
Aktuell fährt der 77A in der Spitzenstunde zwischen 07:00-08:00 sowie am Nachmittag ein 5-Minuten-Intervall, das heißt in 1 Stunde 12 Fahrten pro Richtung, somit in beiden Fahrtrichtungen 24 Fahrten, also 24 Querungen pro Stunde.
Der 18er fährt ein Intervall von 5-6 Minuten in der Früh und kommt zwischen 07:00-08:00 auf 10 Fahrten pro Stunde, am Nachmittag sogar nur auf 9 Fahrten pro Stunde, das heißt in beiden Fahrtrichtungen 18 Fahrten, also 18 Querungen pro Stunde.

T1

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Re: Verkehrspolitik der Rot-Pinken Koalition
« Antwort #164 am: Gestern um 21:16:05 »
Schlechtes Argument. Die Intervalle des 18ers, die erst vor wenigen Jahren gestreckt wurden, sind eine Zumutung und gehören wieder verdichtet.