Autor Thema: Linie 57 (1907-1966)  (Gelesen 96586 mal)

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95B

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Re: Linie 57 (1907-1966)
« Antwort #270 am: 26. Dezember 2020, 20:40:44 »
Auch für die Fahrschalter war das ständige Ausschalten bei hohen Strömen wenig bekömmlich.
Das lässt sich aber mit vorausschauender Fahrweise weitestgehend vermeiden, gerade weil man ja nicht nur das Auto vor sich sieht, sondern das Verhalten der gesamten Kolonne.

Wenn so ein starker Verkehr herrscht, dass alles verstopft ist, muss man trotzdem immer wieder stückerlweise fahren. Lässt man die Lücke vor sich zu groß werden, wird sie durch Autofahrer aus den Quergassen aufgefüllt und man kommt noch weniger weit.
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nord22

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Re: Linie 57 (1907-1966)
« Antwort #271 am: 20. Juni 2021, 19:24:51 »
Kein Straßenbahnfoto, trotzdem mit Bezug zur späteren Linie 57: ein Emailleschild der Stadtbahn "GUMPENDORFERLINIE" (dieses Schild fand gerade in ebay wegen des hohen Startpreises keinen Käufer).

nord22 

95B

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Re: Linie 57 (1907-1966)
« Antwort #272 am: 20. Juni 2021, 20:04:57 »
Die Gumpendorfer Linie würde ich eher mit dem Linienwall in Verbindung bringen als mit der Stadtbahn oder Straßenbahn.
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hema

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Re: Linie 57 (1907-1966)
« Antwort #273 am: 20. Juni 2021, 21:31:02 »
Das war die heutige Kreuzung Gumpendorfer-/Sechshauser Straße mit dem Gürtel.

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Quelle ÖNB-Bildarchiv
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Erdberg

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Re: Linie 57 (1907-1966)
« Antwort #274 am: 20. Juni 2021, 22:17:13 »
Ich nehme an, das obere Bild ist der Blick Richtung Stadt, links die Linienkapelle, das Eckhaus hinten vermutlich am Eck Wallgasse...

Und die Stadtbahnüberbauung kommt dann vermutlich mitten durchs Bild (von links nach rechts).

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Re: Linie 57 (1907-1966)
« Antwort #275 am: 20. Juni 2021, 22:25:47 »
Kein Straßenbahnfoto, trotzdem mit Bezug zur späteren Linie 57: ein Emailleschild der Stadtbahn "GUMPENDORFERLINIE"

Was kann das denn für ein Schild sein? Es ist für damalige Verhältnisse äußerst einfach, fast schlampig ausgeführt, bzw. passt mir die Schrift nicht recht zur Epoche. Sonst wurde sowas ja immer von Schildermalern gemacht, aber diese Tafel sieht "selbstgemacht" aus (unterschiedliche Buchstaben). Ich würde das ja aus dem Bauch eher als Beschriftung eines Bezirksmuseum-Exponats der 1950er Jahre einordnen. Interessant wäre das Material (ans Email glaube ich auch nicht recht).
Harald A. Jahn, www.tramway.at

nord22

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Re: Linie 57 (1907-1966)
« Antwort #276 am: 20. Juni 2021, 22:32:42 »
Es ist eindeutig ein Emailleschild (in ebay ist auch die Rückseite abgebildet).

nord22

WIENTAL DONAUKANAL

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Re: Linie 57 (1907-1966)
« Antwort #277 am: 20. Juni 2021, 22:41:37 »
Es ist Normschrift, 75° Neigung, wie man sie auch zum Beschriften von Werkzeichnungen vorgeschrieben hat, nur die Schriftform passt nicht recht.

Erdberg

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Re: Linie 57 (1907-1966)
« Antwort #278 am: 21. Juni 2021, 08:23:37 »
Es ist Normschrift, 75° Neigung, wie man sie auch zum Beschriften von Werkzeichnungen vorgeschrieben hat, nur die Schriftform passt nicht recht.
Die Schrift erscheint mir händisch gemalt.

Katana

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Re: Linie 57 (1907-1966)
« Antwort #279 am: 21. Juni 2021, 21:07:34 »
Es ist Normschrift, 75° Neigung, wie man sie auch zum Beschriften von Werkzeichnungen vorgeschrieben hat, nur die Schriftform passt nicht recht.
Die Schrift erscheint mir händisch gemalt.
Die beiden unterschiedlichen "R" sprechen dafür.

hema

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Re: Linie 57 (1907-1966)
« Antwort #280 am: 22. Juni 2021, 01:00:37 »
Ich nehme an, das obere Bild ist der Blick Richtung Stadt, links die Linienkapelle, das Eckhaus hinten vermutlich am Eck Wallgasse...

Ich habe mir das noch einmal kritisch angesehen, die Bilder sind in der ÖNB falsch beschriftet gewesen! Es handelt sich nicht um die Gumpendorfer Linie sondern um die Schönbrunner Linie. Das obere ist stadteinwärts gesehen, das große Haus gibt es heute noch, es steht an der Ecke Schönbrunner Straße/Mauthausgasse. Das untere zeigt die Ansicht stadtauswärts.
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Halbstarker

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Re: Linie 57 (1907-1966)
« Antwort #281 am: 23. Juni 2021, 09:58:32 »
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Re: Linie 57 (1907-1966)
« Antwort #282 am: 24. Juni 2021, 09:00:17 »
Ich nehme an, das obere Bild ist der Blick Richtung Stadt, links die Linienkapelle, das Eckhaus hinten vermutlich am Eck Wallgasse...

Ich habe mir das noch einmal kritisch angesehen, die Bilder sind in der ÖNB falsch beschriftet gewesen! Es handelt sich nicht um die Gumpendorfer Linie sondern um die Schönbrunner Linie. Das obere ist stadteinwärts gesehen, das große Haus gibt es heute noch, es steht an der Ecke Schönbrunner Straße/Mauthausgasse. Das untere zeigt die Ansicht stadtauswärts.

Trotzdem,  denke ich mir,  wollte ich damals dort nicht wohnen - der Gestank von der Fabrik (weiß vielleicht irgendwer was das genau für eine Fabrik war?) und auch von der Straße war sicher nicht so toll - aber wahrscheinlich ist der Gestank heute dem Verkehrslärm gewichen und die Wohnqualität auch nicht viel besser  8).
Aber immer wieder interessant solche alte Ansichten zu sehen!!! Danke dafür  :)

nord22

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Re: Linie 57 (1907-1966)
« Antwort #283 am: 13. Mai 2022, 21:21:56 »
Der Zug G1 791 + o 1399 + p 1172 wurde 1945 durch einen Bombentreffer in der Eschenbachgasse zerstört (Quelle: Archiv ÖGB, Foto vermutlich WStW - VB). Die Skartierungsdaten der Fahrzeuge lt. Wiki: G1 791 09.03.1946; o 1399 16.02.1946 und p 1172 erst per 07.07.1947. p 1172 war typischerweise schwer beschädigt abgestellt, wurde 1947 aber als nicht reparaturwürdig kassiert.

LG nord22

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Re: Linie 57 (1907-1966)
« Antwort #284 am: 13. Mai 2022, 21:53:11 »
Der Zug G1 791 + o 1399 + p 1172 wurde 1945 durch einen Bombentreffer in der Eschenbachgasse zerstört (Quelle: Archiv ÖGB, Foto vermutlich WStW - VB). Die Skartierungsdaten der Fahrzeuge lt. Wiki: G1 791 09.03.1946; o 1399 16.02.1946 und p 1172 erst per 07.07.1947. p 1172 war typischerweise schwer beschädigt abgestellt, wurde 1947 aber als nicht reparaturwürdig kassiert.

LG nord22
Frage; wo siehst du da einen G Triebwagen mit der Nummer 791?