Die ÖBB wollten ursprünglich die Station auflassen, weil sie seit der Schließung des Südbahnhofs schwach frequentiert ist und die Verlängerung sehr aufwendig. Nach heftigen Protesten (u.a. von der Bank, die ihren Campus auf dem Grund des ehemaligen Südbahnhofs errichtet hat) beißt man nun in den teuren Apfel und verlängert gezwungener Maßen die Station für die zukünftig längeren Züge. Dass man dann bei einer über 200m langen Station auch am zweiten Ende Aufgänge errichtet, erscheint zumindest mir äußerst sinnvoll.
Die Station aufzulassen, wäre ein Schildbürgerstreich gewesen, hätte doch dadurch der D-Wagen seinen Anschluss an die S-Bahn-Stammstrecke verloren. Ein Glück, dass das nicht weiter verfolgt wurde. So schlecht ist die Frequenz außerdem gar nicht.
Erstens das und einem neu entstandenen Stadtteil seinen praktischerweise bereits vorhandenen S-Bahn-Anschluss zu nehmen, wäre eine mit nichts zu rechtfertigende Frechheit gewesen!
Wir haben hier einen Schnellbahn-Stationsabstand, der genau einem normalen Straßenbahn-Stationsabstand entspricht.
Man hätte die Station Hauptbahnhof weiter nach Fahrtrichtung Norden verlagern können. Dorthin wurde eh verlängert, nur halt unter Beibehaltung des bisherigen Bahnsteigs. Bei Stillegung des alten Bahnsteigs ab dem Hauptbahnhof/U1-Eingang wäre das Quartier Belvedere ausreichend durch die Station Hauptbahnhof angebunden gewesen.
Noch dazu liegt Quartier Belevedere so in der Kurve, dass anscheinend keine "passende" Bahnsteighöhe möglich ist.
Diese 2 Stationen im Straßenbahnabstand verwundern umso mehr, wenn das gleiche Unternehmen die Station Hausfeldstraße auflässt.