Autor Thema: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken  (Gelesen 1183 mal)

Dersim62, B.B und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Linie 25/26

  • Expeditor
  • **
  • Beiträge: 1469
  • Und nun folge: 18 Stadion U
Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #15 am: Gestern um 17:55:21 »
Durchstich im Nordwestbahnviertel kommen.
Sagt man wirklich Durchstich dazu? Klingt irgendwie komisch-seltsam für den Schienenverkehr.
Linie 25/26/27 Aspern - Ring Kai
Als nächstes 27 Siemensstraße S


Vineyard

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 712
Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #17 am: Gestern um 18:07:50 »
Ich war eigentlich nur irritiert wofür die Abkürzung ZW steht.

Aber es stimmt, neue Abstellkapazitäten sind aktuell praktisch nur für Transdanubien geplant.

N1

  • Verkehrsführer
  • *
  • Beiträge: 2524
Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #18 am: Gestern um 18:10:19 »
- ZW
???
Bild
Und die Argumente, die gegen eine Reaktivierung des Bahnhofs Koppreiter ins Treffen geführt werden, gelten hier nicht?
"Der Raum, wo das stattfand, ist ziemlich groß."
Hans Rauscher

t12700

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 9154
Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #19 am: Gestern um 18:15:55 »
Ich war eigentlich nur irritiert wofür die Abkürzung ZW steht.
Zentralwerkstätte

60er

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 9094
Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #20 am: Gestern um 18:57:31 »
Ich war eigentlich nur irritiert wofür die Abkürzung ZW steht.
ZW steht für Zentralwerkstätte und ist die alte Bezeichnung der Hauptwerkstätte Simmering (HW).

tramway.at

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 8385
    • www.tramway.at
Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #21 am: Gestern um 20:12:10 »
Ich war eigentlich nur irritiert wofür die Abkürzung ZW steht.
ZW steht für Zentralwerkstätte und ist die alte Bezeichnung der Hauptwerkstätte Simmering (HW).
Sorry, ist bei mir so archiviert, um nicht alles umbenennen zu müssen und auch zur Unterscheidung der HW RDH.

Aber ja klar, KOPP steht auch zur Disposition, müsste aber defacto in einem denkmalgeschützten Umfeld neu gebaut werden und hätte nicht allzuviel Kapazität,
Harald A. Jahn, www.tramway.at

Floster

  • Fahrer
  • ***
  • Beiträge: 223
Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #22 am: Gestern um 20:16:15 »
Für mich fallen viele der ehemals vorhandenen Strecken in die Kategorie "nice to have". Wenn es sie heute noch gäbe wären sie nicht einstellungsgefährdet, aber sie drängen sich unter den heutigen Rahmenbedingungen auch nicht gerade für einen Neubau auf. Es ist völlig illusorisch, dass irgendwer mehrere Milliarden in die Hand nimmt, um das Streckennetz des Jahres 1950 wieder vollständig aufzubauen. Es wird auch eher schwierig zu rechtfertigen sein, warum man Strecken auf denen man heute mit einem Normalbus alle 10 Minuten das Auslangen findet dringend auf Straßenbahn umstellen muss, vor allem wenn es entlang der Strecke keine nennenswerten Entwicklungen gibt. Da werden Kosten und Nutzen in keinem sonderlich günstigen Verhältnis stehen. Abgesehen davon müssten auch entsprechende Planungs- und Bauressourcen aufgestellt werden, viele neue Fahrzeuge beschafft werden und die nötigen Abstellkapazitäten geschaffen werden.

Wien hätte dann wohl das größte Straßenbahnnetz der Welt. Da stellt sich schon die Frage, ob das unter Berücksichtigung der Größe der Stadt wirklich effizient wäre.

Zu den einzelnen Strecken hätte ich folgende Einschätzung:

- Zweierlinie (Strecke 2)
Wäre als Umleitungsstrecke für die Ringlinien nicht so uninteressant, aber man bräuchte auch ein sinnvolles Linienkonzept für den Regelbetrieb. Man steckt gerade Milliarden in die U5, die weite Teile der ehemaligen Linie H2 abdecken wird und mit der Station Arne-Karlsson-Park auch für Fahrgäste aus dem 18. und 19. Bezirk erhebliche Verbesserungen bringen wird. Außerdem hat die U-Bahn im Abschnitt zwischen Frankhplatz und Karlsplatz so kurze Stationsabstände, dass eine zusätzliche Straßenbahn an der Oberfläche auch für Kurzstreckenfahrgäste keine wirklichen Verbesserungen bringen würde.

- 13A (Strecke 3)
Das wäre eine nette Sache und wurde ja vor 15 Jahren aufgrund der Forderung der Grünen konkret untersucht. Allerdings wäre die Umsetzung nicht gerade einfach und mit der neuen U2 wird der Bedarf am 13A eher abnehmen.

- Rochusgasse - Kundmanngasse bzw. Rasumofskygasse - Sechskrügelgasse (Strecke 4)
Dafür kann ich keinen dringenden Bedarf erkennen. Man müsste die gesamte Buslinie 4A auf Straßenbahn umstellen, aber da kann man bei Bedarf noch Gelenkbusse einsetzen und in dichteren Intervallen fahren.

Linie 6 via Reinprechtsdorfer Straße / 14A (Strecke 6)
Eine Straßenbahn in der Reinprechtsdorfer Straße wäre aus meiner Sicht wünschenswert, allerdings würde ich eher den 14A auf Straßenbahn umstellen als den 6er umlegen. Mit der Einbahnführung der Reinprechtsdorfer Straße und der neuen U2-Station Reinprechtsdorfer Straße ist das allerdings nicht besonders realistisch. Bei einer Führung an der Oberfläche gäbe es am Matzleinsdorfer Platz keine Gleisverbindung mit den anderen Straßenbahnstrecken.

- Linie 6 via Gudrunstraße / 14A (Strecke 6)
Eine Straßenbahn in der Gudrunstraße hätte aus meiner Sicht Potenzial, auch zur Entlastung der Linie 6 in der Quellenstraße. Es wäre zu überlegen, durch welche Linie diese Strecke am besten bedient werden könnte.

- Krausegasse - Rappachgasse - Wachthausgasse - Lautenschlägergasse - 1. Haidequerstraße bis Simmeringer Lände (Linie 106)
Dafür kann ich keinen dringenden Bedarf erkennen, insbesondere für den Abschnitt nordöstlich der Haidestraße.

- Linie 8 entlang der Gürtel von Nußdorfer Straße U über Ullmannstraße nach Meidling S U (Strecke 8 )
Dazu ist schon viel geschrieben worden. Ich bin mir nicht sicher, wie viel die Straßenbahn zur Entlastung der U6 beitragen könnte. Verkehrlich am interessantesten fände ich persönlich den Abschnitt zwischen Gumpendorfer Straße und Meidling, aber der Neubau einer Straßenbahnstrecke durch die Fußgängerzone Meidlinger Hauptstraße ist eher unrealistisch.

Linie 9 Felberstraße (Strecke 9)
Wäre nicht ganz uninteressant, insbesondere falls es am Areal des Westbahnhofs noch zu irgendwelchen Entwicklungen kommen sollte. Allerdings würde sich die Umsteigesituation zur U3 und zum 49er bei der Station Schweglerstraße verschlechtern.

- 11A oder 11B (Strecke 11)
Hier gäbe es aus meiner Sicht sehr hohes Potenzial und zumindest für Teilstrecken ist eine Umsetzung ja auch immer wieder in Diskussion.

- Linie 5 über Lazarettgasse (Strecke 15)
Hier kann ich keinen dringenden Bedarf erkennen. Würdest du den 5er auf die alte 15er-Strecke legen und die bestehende 5er-Strecke nur noch durch den 12er bedienen?

- Ehemalige 317 bzw. heute 22A+26A (Strecke 17)
Eine Umstellung des 26A ist ja offiziell geplant. Für eine Umstellung des 22A kann ich keinen dringenden Bedarf erkennen.

- 29A von Leopoldauer Platz nach Floridsdorf S U (Strecke 117)
Das wäre sicher eine feine Sache, allerdings müsste man den gesamten 29A bis zur U1 auf Straßenbahn umstellen.

- Linie 21 von Aspernbrücke nach Elderschplatz (Strecke 21)
Die Strecke bis zum Praterstern gibt es ja noch, allerdings ist sie aus meiner Sicht nur für die lokale Erschließung interessant. Für die Führung einer Straßenbahn in der Ausstellungsstraße parallel zur U2 kann ich keinen dringenden Bedarf erkennen.

- Abzweigung Messe Richtung Rotunde (Strecke 121)
Nur wenn die Rotunde wieder aufgebaut wird. :))

- Praterstraße und Lassallestraße (Strecke 22)
Ähnlich wie beim 8er wäre hier für mich auch fraglich, wie viele Fahrgäste die Straßenbahn hier von der U1 abziehen könnte.

- Kaisermühlen (Strecke 24)
Wäre eine nette Sache, aber die Strecke ist relativ kurz und wäre ohne Anschluss an das übrige Straßenbahnnetz, sofern man nicht eine relativ lange Betriebsstrecke in der Wagramer Straße errichten würde.

- Wagramer Straße mit Anbindung Kagran U nach Leopoldau S U (Strecke 25)
Für eine Straßenbahn parallel zur U1 nach Leopoldau kann ich keinen Bedarf erkennen.

- Obere Augartenstraße zwischen Untere Augartenstraße und Taborstraße (Strecke 27)
Die Wiedererrichtung dieser Strecke ist ohnehin offiziell geplant.

- Innstraße (Strecke 28)
Evtl. könnte man eine Verstärkerlinie zur Linie 2 in die Innstraße führen. Priorität hätte allerdings aus meiner Sicht zunächst eindeutig die Wiedererrichtung der Straßenbahn in der Engerthstraße.

- Obere Donaustraße-Gaußplatz-Jägerstraße (Strecke 31/32)
Dafür kann ich keinen dringenden Bedarf erkennen, außerdem halte ich eine Straßenbahnstrecke auf der Oberen Donaustraße eher für utopisch.

- Wexstraße ab Jägerstraße - Klosterneuburger Straße - Brigittenauer Lände - Heiligenstädter Brücke - Gunoldstraße - Barawitzkagasse bis Hohe Warte (Strecke 34) bzw. Teile 10A/11A/5B
Die Verbindung vom 20. Bezirk nach Heiligenstadt fände ich durchaus interessant, allerdings müsste man prüfen wie die Trasse am besten geführt werden sollte. Den Abschnitt in der Barawitzkagasse halte ich für verzichtbar.

- D durch Liechtensteinstraße (Strecke 35)
- Straßenbahn durch gesamten Liechtensteinstraße (Strecke 36)
Von einer Verlegung der Linie D halte ich nichts. Generell sehe ich da angesichts der Straßenbahnstrecken im Nahbereich der Liechtensteinstraße eher eine geringe Priorität.

- 39A (Strecke 39)
Das wäre schwierig umzusetzen, vor allem was den Platz für die Schleife betrifft. Der Abschnitt in der Agnesgasse bietet sich weder topographisch noch hinsichtlich des Fahrgastpotenzials sonderlich toll für eine Straßenbahn an und auch bei der restlichen Strecke kann ich keinen dringenden Bedarf für eine Straßenbahn erkennen.

- 40A (Strecke 40)
Wäre eine nette Sache, aber nachdem man wohl auch mit Gelenkbussen das Auslangen findet wird sich da wohl niemand darum bemühen.

- 48A von Baumgartner Höhe bis Bhf. Ottakring (Strecke 47)
Für diesen Streckenabschnitt kann ich keinen dringenden Bedarf erkennen.

- 48A von Gürtel Richtung Ring (Strecke 48)
Der Bedarf wäre hier sicherlich gegeben, allerdings stellt sich die Frage nach der idealen Streckenführung.

- Innere Mariahilfer Straße
[...]
- 60 zur Schwarzenbergplatz über innere Mariahilfer Straße (Strecke 60)
Aufgrund der hohen Auslastung der U3 und der starken Frequentierung der Mariahilfer Straße wäre die Straßenbahn sicherlich gut genutzt. Allerdings halte ich eine Führung durch die Fußgänger- und Begegnungszone für ziemlich unrealistisch.

- Felberstraße (Strecke 51)
Wäre nicht ganz uninteressant, insbesondere falls es am Areal des Westbahnhofs noch zu irgendwelchen Entwicklungen kommen sollte.

- Winckelmannstraße und Linke Wienzeile
Dafür kann ich keinen dringenden Bedarf erkennen, außerdem halte ich eine Straßenbahnstrecke auf der Linken Wienzeile eher für utopisch.

- 57A (Strecke 57)
Wäre eine nette Sache, aber so lange am 57A nicht einmal Gelenkbusse fahren wird da wohl auch niemand das Geld für eine neue Straßenbahnstrecke in die Hand nehmen.

- Straßenbahnendstation innerhalb Ring (z.B. Neuer Markt)
Das halte ich für ziemlich unrealistisch, vor allem angesichts des Platzbedarfs für eine Schleife und Endstation. Eine Straßenbahn innerhalb des Rings kann ich mir eigentlich nur in Form eines Tunnels zwischen Schottentor und Oper vorstellen, aber dafür wird wohl niemand so schnell einen zehnstelligen Eurobetrag in die Hand nehmen.

- 53A ab Schranke Verbindungsbahn (Strecke 58)
Wäre eine nette Sache, aber wie soll die Straßenbahn umdrehen? Der westliche Teil des 53A ist nicht wirklich toll für eine Straßenbahn geeignet. Und so lange man dort mit Normalbussen das Auslangen findet wird wohl niemand das Geld für eine neue Straßenbahnstrecke in die Hand nehmen. Außerdem wäre im 13. Bezirk sicher mit einer besonders lauten Bürgerinitiative gegen die Straßenbahn zu rechnen.

- 60 ab Rodaun nach Mödling (Strecke 60)
Für die Neuerrichtung einer Straßenbahnstrecke ist der Bedarf hier aus meiner Sicht zu gering.

- 59A (Strecke 61)
Wäre eine nette Sache, aber nachdem man wohl auch mit Gelenkbussen das Auslangen findet wird sich da wohl auch niemand darum bemühen.

- Schönbrunner Straße (Strecke 63)
Den Bedarf für eine Straßenbahnstrecke parallel zur U4 ist meines Erachtens zu gering, außerdem halte ich eine Straßenbahnstrecke auf der Schönbrunner Straße eher für utopisch.

- Alterlaa - Siebenhirten (Strecke 64) (eigentlich sinnlos zu überlegen, da U6 denselben Trasse benutzt   )
Wieso nur Alterlaa - Siebenhirten und nicht Bhf. Meidling - Siebenhirten? Ich kann keinen Bedarf dafür erkennen, parallel zur U6 eine zweite Trasse für eine parallelführende Straßenbahn zu errichten.

- Triester Straße bis WLB Inzersdorf Lokalbahn (Strecke 65)
Das könnte man als neue Strecke für die WLB andenken.

- Favoritenstraße bis Oberlaa (Strecke 67)
Ich kann keinen Bedarf für eine Straßenbahn parallel zur U1 erkennen, abgesehen davon steht die Trasse zwischen der Favoritenstraße und Oberlaa nicht mehr zur Verfügung.

- 71A (Strecke 72)
Das war ja offiziell geplant und ist bekanntermaßen an Niederösterreich gescheitert.

- 73A (Strecke 73)
Wäre eine nette Sache, aber so lange man mit Gelenkbussen das Auslangen findet wird sich da wohl niemand darum bemühen.

- 74A (Strecke 74)
Wäre eine nette Sache, aber ich fürchte die Strecke wird es auch eher schwierig haben finanziert zu werden, so lange man mit Gelenkbussen das Auslangen findet.

- Erdbergstraße (Strecke 75)
Für die Strecke parallel zur U3 kann ich keinen dringenden Bedarf erkennen. Da sollte man als ersten Schritt eher über die Wiedereinführung einer durchgängigen Busverbindung in der Erdbergstraße nachdenken.

- Marxergasse (Strecke 78)
Dafür kann ich keinen dringenden Bedarf erkennen. Welche Linie sollte diese Strecke befahren?

- Schüttelstraße zur Lusthaus oder Freudenau (Strecke 80/81)
Dafür kann ich heutzutage keinen dringenden Bedarf erkennen.

- USTRAB wieder oberirdisch (betrifft 1, 6, 18, 62, WLB)
Das wäre im Rahmen einer großen städtebaulichen Transformation des Südgürtels durchaus interessant, allerdings halte ich es auch eher für utopisch, dass man dafür in absehbarer Zeit viel Geld in die Hand nehmen wird.

Insgesamt gibt es in Wien mehr als genug Potenzial für Erweiterungen des Straßenbahnnetzes, aber dabei sollte man sich meiner Meinung nach eher am heute vorhandenen Netz (vor allem in Zusammenhang mit der U-Bahn) und den aktuellen Verkehrsbedürfnissen als an den historisch vorhandenen Strecken orientieren.

Bei diversen Buslinien könnte man auch andenken, ob nicht eine Umstellung auf Doppelgelenkbusse in Form von Batterie-Trolleybussen mit nur teilweiser Ausstattung der Strecken mit Fahrleitung eine interessante Option sein könnte. In Prag wird das aktuell umgesetzt.

Linie 25/26

  • Expeditor
  • **
  • Beiträge: 1469
  • Und nun folge: 18 Stadion U
Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #23 am: Gestern um 20:20:53 »
Danke an Floster für die große Analyse!
Linie 25/26/27 Aspern - Ring Kai
Als nächstes 27 Siemensstraße S

Klingelfee

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 16022
Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #24 am: Gestern um 20:31:06 »
Bezüglich U-Strab an die Oberfläche holen: man könnte den 18er bereits zwischen Kliebergasse und Blechturmgasse an die Oberfläche holen. Die Station am Hauptbahnhof wäre dann gemeinsam mit dem O situiert. Mit einem dortigen Gleisdreieck liesse sich dann der 6er auch im Störfall besser umleiten. (Bedarfshaltestelle unter der Bahnbrücke
Anstatt der unterirdischen Station vom 18er könnte man einen dritten Bahnsteig für die S-Bahn Stammstrecke errichten.

Sorry, aber das halte ich für nicht sinnvoll. Denn wie willst du gewährleisten, dass die Linie 18 dann nicht ewig am Südtiroler Platz steht. Oder aber es gibt dann eine Verschlechterung für die Linien O und  13A.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

michael.fuerthaller

  • Fahrgast
  • *
  • Beiträge: 98
Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #25 am: Gestern um 22:36:14 »
- ZW

???

Bzw. @Fahrgastverlust:

Es ist wahrscheinlich noch zu früh hier Schlussfolgerungen zu ziehen, aber hatet die Einführung des 12ers irgendwelche Einflüsse auf das Nutzungsverhaltens des 11A?

Im Schülerverkehr ist er eine brauchbare Verbindung zum Schulcampus im Nordbahnviertel, ansonsten sorgen die nach wie vor dichten Intervalle des 11A und das Linienende im Nirgendwo für eine eher endenwollende Inanspruchnahme der neuen Strecke. Eine Aufwertung wird erst mit dem Durchstich im Nordwestbahnviertel kommen. Die dichteren Intervalle entlang der Dresdner Straße sind auch mehr kosmetischer Natur, da es gerade dort kaum Kurzstreckenfahrgäste gibt.

Wer hat sich dieses Linienende im Nirgendwo eigentlich überlegt^^
Alles was auf Schienen fährt gereicht mir zur Freude :-)

Vineyard

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 712
Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #26 am: Gestern um 22:50:45 »
Danke an Floster für die große Analyse!

Ditto.

Ansonsten:

Die aktuellen Pläne der Stadt Wien sind bekannt und auf die nächsten 10 Jahre auslegt. Und sie sind ja gar nicht mal so schlecht.
Und was Geld betrifft, darüber mach ich mir, wenn ich ehrlich bin, wenig Sorgen.

@Hillerstraße:

Sie war ein Kompromiss und auf jeden Fall besser als die vorherige Lösung, durch welche das Stuwerviertel nicht angebunden gewesen wäre.

michael.fuerthaller

  • Fahrgast
  • *
  • Beiträge: 98
Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #27 am: Gestern um 22:56:23 »
Zu den Doppelgelenkbussen: In Linz haben wir sie seit einigen Jahren und ich bin mäßig davon begeistert... Vor allem im hintersten Wagen ist der Fahrkomfort eher überschaubar... Und in Wien wieder OBUS-Fahrleitungen, wenn auch nur teilweise zu installieren... Ob das Sinn macht...
Alles über dem einfachen Gelenk finde ich für Straßenfahrzeuge eher unpraktisch...
Alles was auf Schienen fährt gereicht mir zur Freude :-)

michael.fuerthaller

  • Fahrgast
  • *
  • Beiträge: 98
Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #28 am: Gestern um 22:59:36 »
Für mich fallen viele der ehemals vorhandenen Strecken in die Kategorie "nice to have". Wenn es sie heute noch gäbe wären sie nicht einstellungsgefährdet, aber sie drängen sich unter den heutigen Rahmenbedingungen auch nicht gerade für einen Neubau auf. Es ist völlig illusorisch, dass irgendwer mehrere Milliarden in die Hand nimmt, um das Streckennetz des Jahres 1950 wieder vollständig aufzubauen. Es wird auch eher schwierig zu rechtfertigen sein, warum man Strecken auf denen man heute mit einem Normalbus alle 10 Minuten das Auslangen findet dringend auf Straßenbahn umstellen muss, vor allem wenn es entlang der Strecke keine nennenswerten Entwicklungen gibt. Da werden Kosten und Nutzen in keinem sonderlich günstigen Verhältnis stehen. Abgesehen davon müssten auch entsprechende Planungs- und Bauressourcen aufgestellt werden, viele neue Fahrzeuge beschafft werden und die nötigen Abstellkapazitäten geschaffen werden.

Wien hätte dann wohl das größte Straßenbahnnetz der Welt. Da stellt sich schon die Frage, ob das unter Berücksichtigung der Größe der Stadt wirklich effizient wäre.

Zu den einzelnen Strecken hätte ich folgende Einschätzung:

- Zweierlinie (Strecke 2)
Wäre als Umleitungsstrecke für die Ringlinien nicht so uninteressant, aber man bräuchte auch ein sinnvolles Linienkonzept für den Regelbetrieb. Man steckt gerade Milliarden in die U5, die weite Teile der ehemaligen Linie H2 abdecken wird und mit der Station Arne-Karlsson-Park auch für Fahrgäste aus dem 18. und 19. Bezirk erhebliche Verbesserungen bringen wird. Außerdem hat die U-Bahn im Abschnitt zwischen Frankhplatz und Karlsplatz so kurze Stationsabstände, dass eine zusätzliche Straßenbahn an der Oberfläche auch für Kurzstreckenfahrgäste keine wirklichen Verbesserungen bringen würde.

- 13A (Strecke 3)
Das wäre eine nette Sache und wurde ja vor 15 Jahren aufgrund der Forderung der Grünen konkret untersucht. Allerdings wäre die Umsetzung nicht gerade einfach und mit der neuen U2 wird der Bedarf am 13A eher abnehmen.

- Rochusgasse - Kundmanngasse bzw. Rasumofskygasse - Sechskrügelgasse (Strecke 4)
Dafür kann ich keinen dringenden Bedarf erkennen. Man müsste die gesamte Buslinie 4A auf Straßenbahn umstellen, aber da kann man bei Bedarf noch Gelenkbusse einsetzen und in dichteren Intervallen fahren.

Linie 6 via Reinprechtsdorfer Straße / 14A (Strecke 6)
Eine Straßenbahn in der Reinprechtsdorfer Straße wäre aus meiner Sicht wünschenswert, allerdings würde ich eher den 14A auf Straßenbahn umstellen als den 6er umlegen. Mit der Einbahnführung der Reinprechtsdorfer Straße und der neuen U2-Station Reinprechtsdorfer Straße ist das allerdings nicht besonders realistisch. Bei einer Führung an der Oberfläche gäbe es am Matzleinsdorfer Platz keine Gleisverbindung mit den anderen Straßenbahnstrecken.

- Linie 6 via Gudrunstraße / 14A (Strecke 6)
Eine Straßenbahn in der Gudrunstraße hätte aus meiner Sicht Potenzial, auch zur Entlastung der Linie 6 in der Quellenstraße. Es wäre zu überlegen, durch welche Linie diese Strecke am besten bedient werden könnte.

- Krausegasse - Rappachgasse - Wachthausgasse - Lautenschlägergasse - 1. Haidequerstraße bis Simmeringer Lände (Linie 106)
Dafür kann ich keinen dringenden Bedarf erkennen, insbesondere für den Abschnitt nordöstlich der Haidestraße.

- Linie 8 entlang der Gürtel von Nußdorfer Straße U über Ullmannstraße nach Meidling S U (Strecke 8 )
Dazu ist schon viel geschrieben worden. Ich bin mir nicht sicher, wie viel die Straßenbahn zur Entlastung der U6 beitragen könnte. Verkehrlich am interessantesten fände ich persönlich den Abschnitt zwischen Gumpendorfer Straße und Meidling, aber der Neubau einer Straßenbahnstrecke durch die Fußgängerzone Meidlinger Hauptstraße ist eher unrealistisch.

Linie 9 Felberstraße (Strecke 9)
Wäre nicht ganz uninteressant, insbesondere falls es am Areal des Westbahnhofs noch zu irgendwelchen Entwicklungen kommen sollte. Allerdings würde sich die Umsteigesituation zur U3 und zum 49er bei der Station Schweglerstraße verschlechtern.

- 11A oder 11B (Strecke 11)
Hier gäbe es aus meiner Sicht sehr hohes Potenzial und zumindest für Teilstrecken ist eine Umsetzung ja auch immer wieder in Diskussion.

- Linie 5 über Lazarettgasse (Strecke 15)
Hier kann ich keinen dringenden Bedarf erkennen. Würdest du den 5er auf die alte 15er-Strecke legen und die bestehende 5er-Strecke nur noch durch den 12er bedienen?

- Ehemalige 317 bzw. heute 22A+26A (Strecke 17)
Eine Umstellung des 26A ist ja offiziell geplant. Für eine Umstellung des 22A kann ich keinen dringenden Bedarf erkennen.

- 29A von Leopoldauer Platz nach Floridsdorf S U (Strecke 117)
Das wäre sicher eine feine Sache, allerdings müsste man den gesamten 29A bis zur U1 auf Straßenbahn umstellen.

- Linie 21 von Aspernbrücke nach Elderschplatz (Strecke 21)
Die Strecke bis zum Praterstern gibt es ja noch, allerdings ist sie aus meiner Sicht nur für die lokale Erschließung interessant. Für die Führung einer Straßenbahn in der Ausstellungsstraße parallel zur U2 kann ich keinen dringenden Bedarf erkennen.

- Abzweigung Messe Richtung Rotunde (Strecke 121)
Nur wenn die Rotunde wieder aufgebaut wird. :))

- Praterstraße und Lassallestraße (Strecke 22)
Ähnlich wie beim 8er wäre hier für mich auch fraglich, wie viele Fahrgäste die Straßenbahn hier von der U1 abziehen könnte.

- Kaisermühlen (Strecke 24)
Wäre eine nette Sache, aber die Strecke ist relativ kurz und wäre ohne Anschluss an das übrige Straßenbahnnetz, sofern man nicht eine relativ lange Betriebsstrecke in der Wagramer Straße errichten würde.

- Wagramer Straße mit Anbindung Kagran U nach Leopoldau S U (Strecke 25)
Für eine Straßenbahn parallel zur U1 nach Leopoldau kann ich keinen Bedarf erkennen.

- Obere Augartenstraße zwischen Untere Augartenstraße und Taborstraße (Strecke 27)
Die Wiedererrichtung dieser Strecke ist ohnehin offiziell geplant.

- Innstraße (Strecke 28)
Evtl. könnte man eine Verstärkerlinie zur Linie 2 in die Innstraße führen. Priorität hätte allerdings aus meiner Sicht zunächst eindeutig die Wiedererrichtung der Straßenbahn in der Engerthstraße.

- Obere Donaustraße-Gaußplatz-Jägerstraße (Strecke 31/32)
Dafür kann ich keinen dringenden Bedarf erkennen, außerdem halte ich eine Straßenbahnstrecke auf der Oberen Donaustraße eher für utopisch.

- Wexstraße ab Jägerstraße - Klosterneuburger Straße - Brigittenauer Lände - Heiligenstädter Brücke - Gunoldstraße - Barawitzkagasse bis Hohe Warte (Strecke 34) bzw. Teile 10A/11A/5B
Die Verbindung vom 20. Bezirk nach Heiligenstadt fände ich durchaus interessant, allerdings müsste man prüfen wie die Trasse am besten geführt werden sollte. Den Abschnitt in der Barawitzkagasse halte ich für verzichtbar.

- D durch Liechtensteinstraße (Strecke 35)
- Straßenbahn durch gesamten Liechtensteinstraße (Strecke 36)
Von einer Verlegung der Linie D halte ich nichts. Generell sehe ich da angesichts der Straßenbahnstrecken im Nahbereich der Liechtensteinstraße eher eine geringe Priorität.

- 39A (Strecke 39)
Das wäre schwierig umzusetzen, vor allem was den Platz für die Schleife betrifft. Der Abschnitt in der Agnesgasse bietet sich weder topographisch noch hinsichtlich des Fahrgastpotenzials sonderlich toll für eine Straßenbahn an und auch bei der restlichen Strecke kann ich keinen dringenden Bedarf für eine Straßenbahn erkennen.

- 40A (Strecke 40)
Wäre eine nette Sache, aber nachdem man wohl auch mit Gelenkbussen das Auslangen findet wird sich da wohl niemand darum bemühen.

- 48A von Baumgartner Höhe bis Bhf. Ottakring (Strecke 47)
Für diesen Streckenabschnitt kann ich keinen dringenden Bedarf erkennen.

- 48A von Gürtel Richtung Ring (Strecke 48)
Der Bedarf wäre hier sicherlich gegeben, allerdings stellt sich die Frage nach der idealen Streckenführung.

- Innere Mariahilfer Straße
[...]
- 60 zur Schwarzenbergplatz über innere Mariahilfer Straße (Strecke 60)
Aufgrund der hohen Auslastung der U3 und der starken Frequentierung der Mariahilfer Straße wäre die Straßenbahn sicherlich gut genutzt. Allerdings halte ich eine Führung durch die Fußgänger- und Begegnungszone für ziemlich unrealistisch.

- Felberstraße (Strecke 51)
Wäre nicht ganz uninteressant, insbesondere falls es am Areal des Westbahnhofs noch zu irgendwelchen Entwicklungen kommen sollte.

- Winckelmannstraße und Linke Wienzeile
Dafür kann ich keinen dringenden Bedarf erkennen, außerdem halte ich eine Straßenbahnstrecke auf der Linken Wienzeile eher für utopisch.

- 57A (Strecke 57)
Wäre eine nette Sache, aber so lange am 57A nicht einmal Gelenkbusse fahren wird da wohl auch niemand das Geld für eine neue Straßenbahnstrecke in die Hand nehmen.

- Straßenbahnendstation innerhalb Ring (z.B. Neuer Markt)
Das halte ich für ziemlich unrealistisch, vor allem angesichts des Platzbedarfs für eine Schleife und Endstation. Eine Straßenbahn innerhalb des Rings kann ich mir eigentlich nur in Form eines Tunnels zwischen Schottentor und Oper vorstellen, aber dafür wird wohl niemand so schnell einen zehnstelligen Eurobetrag in die Hand nehmen.

- 53A ab Schranke Verbindungsbahn (Strecke 58)
Wäre eine nette Sache, aber wie soll die Straßenbahn umdrehen? Der westliche Teil des 53A ist nicht wirklich toll für eine Straßenbahn geeignet. Und so lange man dort mit Normalbussen das Auslangen findet wird wohl niemand das Geld für eine neue Straßenbahnstrecke in die Hand nehmen. Außerdem wäre im 13. Bezirk sicher mit einer besonders lauten Bürgerinitiative gegen die Straßenbahn zu rechnen.

- 60 ab Rodaun nach Mödling (Strecke 60)
Für die Neuerrichtung einer Straßenbahnstrecke ist der Bedarf hier aus meiner Sicht zu gering.

- 59A (Strecke 61)
Wäre eine nette Sache, aber nachdem man wohl auch mit Gelenkbussen das Auslangen findet wird sich da wohl auch niemand darum bemühen.

- Schönbrunner Straße (Strecke 63)
Den Bedarf für eine Straßenbahnstrecke parallel zur U4 ist meines Erachtens zu gering, außerdem halte ich eine Straßenbahnstrecke auf der Schönbrunner Straße eher für utopisch.

- Alterlaa - Siebenhirten (Strecke 64) (eigentlich sinnlos zu überlegen, da U6 denselben Trasse benutzt   )
Wieso nur Alterlaa - Siebenhirten und nicht Bhf. Meidling - Siebenhirten? Ich kann keinen Bedarf dafür erkennen, parallel zur U6 eine zweite Trasse für eine parallelführende Straßenbahn zu errichten.

- Triester Straße bis WLB Inzersdorf Lokalbahn (Strecke 65)
Das könnte man als neue Strecke für die WLB andenken.

- Favoritenstraße bis Oberlaa (Strecke 67)
Ich kann keinen Bedarf für eine Straßenbahn parallel zur U1 erkennen, abgesehen davon steht die Trasse zwischen der Favoritenstraße und Oberlaa nicht mehr zur Verfügung.

- 71A (Strecke 72)
Das war ja offiziell geplant und ist bekanntermaßen an Niederösterreich gescheitert.

- 73A (Strecke 73)
Wäre eine nette Sache, aber so lange man mit Gelenkbussen das Auslangen findet wird sich da wohl niemand darum bemühen.

- 74A (Strecke 74)
Wäre eine nette Sache, aber ich fürchte die Strecke wird es auch eher schwierig haben finanziert zu werden, so lange man mit Gelenkbussen das Auslangen findet.

- Erdbergstraße (Strecke 75)
Für die Strecke parallel zur U3 kann ich keinen dringenden Bedarf erkennen. Da sollte man als ersten Schritt eher über die Wiedereinführung einer durchgängigen Busverbindung in der Erdbergstraße nachdenken.

- Marxergasse (Strecke 78)
Dafür kann ich keinen dringenden Bedarf erkennen. Welche Linie sollte diese Strecke befahren?

- Schüttelstraße zur Lusthaus oder Freudenau (Strecke 80/81)
Dafür kann ich heutzutage keinen dringenden Bedarf erkennen.

- USTRAB wieder oberirdisch (betrifft 1, 6, 18, 62, WLB)
Das wäre im Rahmen einer großen städtebaulichen Transformation des Südgürtels durchaus interessant, allerdings halte ich es auch eher für utopisch, dass man dafür in absehbarer Zeit viel Geld in die Hand nehmen wird.

Insgesamt gibt es in Wien mehr als genug Potenzial für Erweiterungen des Straßenbahnnetzes, aber dabei sollte man sich meiner Meinung nach eher am heute vorhandenen Netz (vor allem in Zusammenhang mit der U-Bahn) und den aktuellen Verkehrsbedürfnissen als an den historisch vorhandenen Strecken orientieren.

Bei diversen Buslinien könnte man auch andenken, ob nicht eine Umstellung auf Doppelgelenkbusse in Form von Batterie-Trolleybussen mit nur teilweiser Ausstattung der Strecken mit Fahrleitung eine interessante Option sein könnte. In Prag wird das aktuell umgesetzt.

Was hier nicht angesprochen wurde ist die Strecke zwischen Stubentor und Sankt Marx (also die ehemalige Linie T)...
Alles was auf Schienen fährt gereicht mir zur Freude :-)

Streuner

  • Fahrgast
  • *
  • Beiträge: 9
  • "Mit Technik lässt sich alles machen"-Ich der Noob
Re: Wiedererrichtung/Reaktivierung ehemaliger Strecken
« Antwort #29 am: Gestern um 23:06:52 »
@Floster
Vielen Dank für die Analyse!  :up: :up: :up:

Habe schon eine Weile nach so diesen Thema gesucht. Wie es vielleicht merkbar ist, beinhaltet diese Liste der Ideen sehr viel "nice to have"-Vorstellungen historischer Strecken. Ich glaube, dass wenn überhaupt, nur einige von diesen Vorschlägen mittelfristig (5-10 Jahre) umgesetzt werden. Die (Nicht-)Realisierung vieler dieser Strecken hängen stark davon ab, wie stark zukünftig die U-Bahn in den betreffenden Abschnitten be/über/unterlastet sein wird. Andere können aktuell gut mit Gelenkbussen abgedeckt werden.

Einige (teilweise Off-Topic) Fragen:
-Ein elektrischer Doppelgelenkbus (mit eigener Fahrbahn) vs eine Straßenbahn (mit eigener Gleiskörper), wo liegen die Unterschiede abseits von Gleisen oder Reifen? Was ist wann und wo zu bevorzugen?
-Was wäre euer Vorschläge für die routengebundenen CapaCity-Linien 11A, 26A und 48A? Weiter auf diese Busse setzen (laut Stadtverkehr-Wiki wurden 2025 neue Busse gleicher Typ gekauft) oder Umstellung auf Straßenbahn? Der bloße Existenz dieser routengebundenen Busse ist an sich für mich der Verkehrspolitik-Neuling etwas komisch (keine Flexibilität wie bei anderen Busse bei Ausweichen, kein eigener Busspur zumindestens bei 26A)

Man muss aber auch sagen, dass wir innerhalb 2 Jahren 2 neue Strecken bekommen haben und eine aktuell in Bau ist. Wobei eine der jetzige Linie 12 teilweise die Umgebung der ehemalige 11 abdeckt (verläuft parallel in Vorgartenstraße) und der 18-er Verlängerung die Stadion wieder an Straßenbahnnetz anschließen wird (aber von Schlachthausgasse statt von Praterstern). Wäre der politische Kluft zwischen NÖ und W nicht so breit, hätten wir wahrscheinlich auch den 72 in Bau.

Wie einige schon herausgestrichen haben, liegen die Prioritäten zuerst aber dort, wo diese gebraucht werden. Zum Beispiel Erschließung von Neubaugebieten, Befriedigung von aktuellen Verkehrsströmen oder Erhaltung bestehender Strecken. Auch hat Stadt Wien offenbar immer eigene ("interessante") Ideen für neue Strecken.

Hoffen wir, dass in Zukunft Stadtverkehr in Wien für allen Beteiligten ideal geplant wird.

Nochmals vielen Dank für die Analyse! :)) :up: :up: