Die Busse selbst sind nicht das Problem, die können sicher irgendwo zusammengekratzt werden, aber genügend Lenkerinnen und Lenker (kurzfristig) aufzutreiben schon. Das sind ja nicht nur fünf, sondern in Schichten deutlich mehr. Wissen tu ich es natürlich mangels Kenntnisse über den aktuellen Personalstand etc. nicht, aber ich habe auch keinen Grund hier den Aussagen der Wiener Linien weniger zu glauben als der reinen Annahme, dass es schon irgendwie gehen wird.
Ich würde es ihnen hoch anrechnen, wenn sie zumindest mal für den SEV irgendwen gefragt hätten, aber ich vermute, dass das einfach gänzlich unterblieb. Und ja, für diesen Fall, der seit mehr als vier Wochen bekannt war, hätte man mehrere kleine Betreiber anfragen können, die jeweils ein bis zwei Fahrzeuge plus Personal stellen könnten. Gab es auch z.B. auf dem SEV für die S45, wo neben Postbus auch kleinere Unternehmen zum Einsatz kamen. Und selbst wenn man diese Leistungen nicht fristgerecht ausschreiben kann, steht einem immernoch die Möglichkeit einer Notvergabe offen, die ebenfalls gesetzeskonform ist.
Und selbst, wenn man sich fürs Unterlassen des SEV in der Tintenburg wieder mal kräftig auf die Schultern klopft, warum wurde kein Rufbus für Rollstuhlfahrer oder kostenlose WienMobil-Räder entlang der Strecke eingerichtet?
Abgesehen davon, hätte man mit den ZR-Fahrzeugen der WLB und einer simplen Kletterweiche südlich der Johann-Strauß-Gasse die Wiedner Hauptstraße nicht komplett ÖV-mäßig entblößen müssen.

- verdient!