Autor Thema: Umgestaltung Taborstraße  (Gelesen 2309 mal)

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haidi

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Re: Umgestaltung Taborstraße
« Antwort #15 am: 20. April 2026, 13:29:52 »
Der Wegfall von selbständigen Gleiskörpern, die ausschließlich dazu dienen, damit sich der MIV vor der Bim wieder einreihen kann, ist sehr zu begrüßen.

Nur mal so aus Neugier, aber bei welchen anderen Linien gibt es Beispiele, dass soetwas passiert?
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Re: Umgestaltung Taborstraße
« Antwort #16 am: 20. April 2026, 13:52:59 »
Nur mal so aus Neugier, aber bei welchen anderen Linien gibt es Beispiele, dass soetwas passiert?

Da fällt mir noch die 49er Haltestelle Satzberggasse FR Ring ein. Hier wird um die Haltestelleninsel überholt und man verliert hin und wieder die Phase bei der Rosentalgasse aufgrund des Rückstaus und der Linksabbieger. Oder die Ampel war rot und man steht direkt ab der Haltestelle in der Kolonne und wartet, bis diese sich auflöst, obwohl die Ampel schon 20 Sekunden vorher auf grün geschalten hat. Nebenbei sind die Autos (die einen an mehreren Stellen überholen können) von dort bis zur Ecke Bahnhofsstraße ziemlich harakirimäßig unterwegs, um auch ja vor dem 49er zu bleiben.

Die Haltestelle Gruschaplatz FR Baumgarten am 52er ist auch noch so ein Kandidat. Dort umfährt der MIV den 52er, nur um dann unmittelbar nach der Haltestelle in die Guldengasse abzubiegen. In Kombination mit der roten Ampel bei der Kreuzung mit der Waidhausenstraße ist das oft ein ziemlicher Pflanz (-> Wobei die Ampelphase dort gefühlt verbessert wurde).

Dann gibts noch die Schottenfeldgasse am 46er FR Ring. Dort gibt es ein befahrbares Haltestellenkap was für viele Autofahrer ja die "perfekte Überholmöglichkeit" darstellt. Viele überholen den 46er dort nur um entweder: Kurz danach einzuparken oder um mit gemütlichen 25kmh vorherzufahren. Hin und wieder passiert es auch, dass in Folge die Haltestelle Strozzigasse zugestaut ist und man nicht einfahren kann (passsiert aber recht selten). -> Tatsächlich wäre es ohne das befahrbare Kap suboptimal, da man auf dem Weg zur Schottenfeldgasse in der Regel zahlreiche Autos vor sich her schiebt, die beim Fehlen des Haltestellenkaps dem 46er die Einfahrt in die Haltestelle blockieren würden. Eine Ampelphasenanpassung wie in einem späteren Kommentar von mir beschrieben wäre hier die „beste“ Lösung.

haidi

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Re: Umgestaltung Taborstraße
« Antwort #17 am: 20. April 2026, 20:07:53 »
Dann gibts noch die Schottenfeldgasse am 46er FR Ring. Dort gibt es ein befahrbares Haltestellenkap was für viele Autofahrer ja die "perfekte Überholmöglichkeit" darstellt. Viele überholen den 46er dort ...
In der Haltestelle darf an der Straßenbahn vorbeigefahren werden, wenn die Türen wieder geschlossen sind, d.h. ohne Fahrgastwechsel darf überhaupt nicht vorbeigefahren werden.
Meine Überlegung: An Arbeitswagen dürfte somit nie vorbeigefahren werden
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Re: Umgestaltung Taborstraße
« Antwort #18 am: 20. April 2026, 20:23:21 »
In der Haltestelle darf an der Straßenbahn vorbeigefahren werden, wenn die Türen wieder geschlossen sind, d.h. ohne Fahrgastwechsel darf überhaupt nicht vorbeigefahren werden.

Bitte diese Information an die Autofahrer weiterleiten, herumgesprochen scheint sich dies nämlich noch nicht zu haben ::)

An der dortigen Stelle könnte die Situation übrigens einfach dadurch entschärft werden, dass die Ampel der Autofahrer erst auf grün springt, wenn der 46er losgefahren ist. Es gibt bereits einen Versatz von einigen Sekunden zwischen Straßenbahnsignal und Autos, jedoch ist die Ampel zu gewissen Tageszeiten so geschalten, dass das Freisignal (und ca. 5 Sekunden später die Grünphase für die Autos) relativ zu Beginn des Fahrgastwechsels kommt.

Floster

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Re: Umgestaltung Taborstraße
« Antwort #19 am: 20. April 2026, 22:56:22 »
Weil ich so ein Desaster wie auf der Thaliastraße und in Gersthof befürchte. Durch die Umleitung des IV auf die Schienen staut es sich wieder.
Welches Desaster gibt es auf der Thaliastraße? ???

Der Wegfall von selbständigen Gleiskörpern, die ausschließlich dazu dienen, damit sich der MIV vor der Bim wieder einreihen kann, ist sehr zu begrüßen. Beispielsweise war ich anfangs sehr skeptisch, als in Breitensee der MIV auf das Gleis kam. Im Endeffekt war es aber eine Wohltat für den 49er: Einerseits dank der exzellenten Ampelschaltung, andererseits kommt es fast nie mehr mehr dazu, dass ein 49er bei der Hütteldorfer Straße nicht in die Haltestelle einfahren kann, da zehn Autos (die einen in Breitensee überholt haben) vor der roten Ampel stehen.
Daran sieht man, dass ein eigener Gleiskörper nicht in allen Fällen von Nutzen für die Straßenbahn ist und manchmal sogar kontraproduktiv sein kann. Bei unmittelbar vor ampelgeregelten Kreuzungen befindlichen Haltestellen ist natürlich ein entscheidender Vorteil der getrennten Führung, dass die Straßenbahn nicht durch einen Rückstau von Kfz vor der roten Ampel an der Einfahrt in die Haltestelle gehindert werden kann. Bei Kreuzungen mit geringer Komplexität wie jener der Hütteldorfer Straße mit der Kendlerstraße kann man die behinderungsfreie Einfahrt der Straßenbahn in die Haltestelle aber auch durch eine vernünftige Ampelschaltung sicherstellen.

Auf der Linie 49 ist ja aufgrund der Errichtung des Radwegs in der Hütteldorfer Straße auch im Abschnitt zwischen Huglgasse und Kannegasse die getrennte Führung des Kfz-Verkehrs in Richtung stadtauswärts entfallen (siehe hier). Wie sind hier nach bald zwei Jahren deine Erfahrungen in der Praxis? Kommt es dadurch zu Problemen?

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Re: Umgestaltung Taborstraße
« Antwort #20 am: Gestern um 03:37:59 »
Auf der Linie 49 ist ja aufgrund der Errichtung des Radwegs in der Hütteldorfer Straße auch im Abschnitt zwischen Huglgasse und Kannegasse die getrennte Führung des Kfz-Verkehrs in Richtung stadtauswärts entfallen (siehe hier). Wie sind hier nach bald zwei Jahren deine Erfahrungen in der Praxis? Kommt es dadurch zu Problemen?

Dort wäre meiner Meinung nach das Beibehalten des selbständigen Gleiskörpers und stattdessen ein Entfall der Parkspur die bessere Lösung gewesen: Beim gleichzeitigen Abbiegen eines 49ers stadteinwärts und eines 12A stadtauswärts kommt es zu einem Konflikt. Auch wird die Parkspur von vielen Kurzparkern genützt, die einen 49er hin & wieder durch ihre Einparkvorgänge aus ausbremsen. Für so manchen Kastenwagen/Klein-LKW (die dort häufig parken) ist die Parkspur auch sehr schmal -> Es ist oft relativ knapp. Das Problem von überholenden KFZ gab es dort nie, da die Ampel bei der Johnstraße immer auf „rot“ umspringt, bevor der 49er/die Autos dort ankommen - Die Freiphase bekam/bekommt der 49er dann immer vor den Autos. Alles in allem ist es eine Verschlechterung für den 49er (die einzige Umgestaltung der letzten vier Jahre, die eine Verschlechterung hervorgerufen hat - zumindest im Westen)

Alex

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Re: Umgestaltung Taborstraße
« Antwort #21 am: Gestern um 08:37:34 »
Die wichtigste Frage ist: Werden die Gleise für den 29er gleich mitgebaut?
Nur wenn der definitive Beschluss für die Linie getätigt wurde. Also eher NEIN. Deshalb werden beim Stadion auch noch keine Weichen für die Linien 12 eingebaut. Auch wenn diese Verlängerung schon geplant ist.
Weichen nur in einer Stellung zu befahren schädigt die Weiche. Daher wäre es nicht sinnvoll, sie jetzt schon einzubauen.
In Aspern Nord hat man die Weichen für die 25er-Anbindung ja auch schon gebaut.

Sorry, aber wo gibt es da schon Weichen für die Linie 25?

Es gibt lediglich eine Weiche, dass man im Kreis fahren kann.
Dann hab ich das falsch in Erinnerung. Ich war der Meinung, es wäre beides da gewesen, die Weichen zum im Kreis fahren und die Abzweigung/Einmündung.

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Re: Umgestaltung Taborstraße
« Antwort #22 am: Gestern um 09:33:18 »
Auf der Linie 49 ist ja aufgrund der Errichtung des Radwegs in der Hütteldorfer Straße auch im Abschnitt zwischen Huglgasse und Kannegasse die getrennte Führung des Kfz-Verkehrs in Richtung stadtauswärts entfallen (siehe hier). Wie sind hier nach bald zwei Jahren deine Erfahrungen in der Praxis? Kommt es dadurch zu Problemen?

Dort wäre meiner Meinung nach das Beibehalten des selbständigen Gleiskörpers und stattdessen ein Entfall der Parkspur die bessere Lösung gewesen: Beim gleichzeitigen Abbiegen eines 49ers stadteinwärts und eines 12A stadtauswärts kommt es zu einem Konflikt. Auch wird die Parkspur von vielen Kurzparkern genützt, die einen 49er hin & wieder durch ihre Einparkvorgänge aus ausbremsen. Für so manchen Kastenwagen/Klein-LKW (die dort häufig parken) ist die Parkspur auch sehr schmal -> Es ist oft relativ knapp. Das Problem von überholenden KFZ gab es dort nie, da die Ampel bei der Johnstraße immer auf „rot“ umspringt, bevor der 49er/die Autos dort ankommen - Die Freiphase bekam/bekommt der 49er dann immer vor den Autos. Alles in allem ist es eine Verschlechterung für den 49er (die einzige Umgestaltung der letzten vier Jahre, die eine Verschlechterung hervorgerufen hat - zumindest im Westen)

Ich sehe das weniger kritisch. Dass 12A und 49er im Bogen aneinander nicht gleichzeitig vorbeikommen, sollte beiden Beteiligten klar sein. Dann wartet halt einer die paar Sekunden, bis der andere vorbei ist. Das ist völlig unabhängig davon, ob in der Hütteldorfer Straße eine Parkspur ist oder nicht, denn die Breite der Huglgasse wird dadurch ja nicht verändert.

Was mich eher stört, ist, dass das Spitzenhalteverbot in der Hütteldorfer Straße stadteinwärts nicht kontrolliert wird. Der Bereich ist in der verbotenen Zeit ständig zumindest teilweise verparkt und dann bremst sich die Straßenbahn durch ihre eigene Beschleunigung aus, da die angeforderte Abbiegephase von der Hütteldorfer Straße in die Huglgasse die Auflösung des Rückstaus im Gleisbereich verhindert. Das wäre ein guter Anwendungsfall für eine KI-gestützte Ampelsteuerung – vorausgesetzt, man lässt die WL bei der Einrichtung der Software nicht mitreden ...
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!
Entklumpertung des Referats West am 02.02.2024 um 19.45 Uhr planmäßig abgeschlossen!

Ferry

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Re: Umgestaltung Taborstraße
« Antwort #23 am: Gestern um 09:44:21 »
Die wichtigste Frage ist: Werden die Gleise für den 29er gleich mitgebaut?

Nur wenn der definitive Beschluss für die Linie getätigt wurde. Also eher NEIN. Deshalb werden beim Stadion auch noch keine Weichen für die Linien 12 eingebaut. Auch wenn diese Verlängerung schon geplant ist.
Weichen nur in einer Stellung zu befahren schädigt die Weiche. Daher wäre es nicht sinnvoll, sie jetzt schon einzubauen.

Da hätte man die Weiche für den 18er Richtung Stadion in der Schnirchgasse aber auch nicht schon jetzt einbauen dürfen...
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

haidi

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Re: Umgestaltung Taborstraße
« Antwort #24 am: Gestern um 09:50:12 »
Kommt auf die Liegedauer an.
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60er

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Re: Umgestaltung Taborstraße
« Antwort #25 am: Gestern um 10:09:55 »
Da hätte man die Weiche für den 18er Richtung Stadion in der Schnirchgasse aber auch nicht schon jetzt einbauen dürfen...
Wegen ein paar Monaten, bis der 18er verlängert wird?

Die Linie 12 wird nicht mehr in diesem Jahrzehnt zum Stadion verlängert werden. Daher hat es wenig Sinn, schon jetzt dort Weichen einzubauen.

EinfallsreicherName

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Re: Umgestaltung Taborstraße
« Antwort #26 am: Gestern um 17:39:29 »

Ich sehe das weniger kritisch. Dass 12A und 49er im Bogen aneinander nicht gleichzeitig vorbeikommen, sollte beiden Beteiligten klar sein. Dann wartet halt einer die paar Sekunden, bis der andere vorbei ist. Das ist völlig unabhängig davon, ob in der Hütteldorfer Straße eine Parkspur ist oder nicht, denn die Breite der Huglgasse wird dadurch ja nicht verändert.

Was mich eher stört, ist, dass das Spitzenhalteverbot in der Hütteldorfer Straße stadteinwärts nicht kontrolliert wird. Der Bereich ist in der verbotenen Zeit ständig zumindest teilweise verparkt und dann bremst sich die Straßenbahn durch ihre eigene Beschleunigung aus, da die angeforderte Abbiegephase von der Hütteldorfer Straße in die Huglgasse die Auflösung des Rückstaus im Gleisbereich verhindert. Das wäre ein guter Anwendungsfall für eine KI-gestützte Ampelsteuerung – vorausgesetzt, man lässt die WL bei der Einrichtung der Software nicht mitreden ...

Vor der Errichtung der Parkspur war es dem Bus problemlos möglich, beim Abbiegen auf die dedizierte Spur für den MIV auszuholen. Ein 49er und ein 12A konnten sich dort immer relativ gedankenlos begegnen. Das ist nicht mehr möglich. Aber ja, Weltuntergang ist es sicher keiner.

Zum Halteverbot: Das gehört in der Tat rigoros abgestraft. Aber das Hauptproblem ist der „fließende“ Verkehr, der trotz der Fahrstreifenanzeiger NICHT auf der (meist eh freien) rechten Spur fährt sondern sich halbherzig in der Mitte der Spuren anordnet, natürlich noch halb auf dem Gleis. Die Ampelphase wurde diesbezüglich vor einigen Monaten angepasst, ein ewiges Freihalten der Phase trotz Rückstau ist mir schon seit Monaten nicht mehr untergekommen (früher ist mir sowas bei fast jedem Dienst passiert)

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Re: Umgestaltung Taborstraße
« Antwort #27 am: Heute um 22:05:30 »
Das Thema dieses Threads lautet "Umgestaltung Taborstraße", daran sei hiermit freundlich erinnert.