Autor Thema: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')  (Gelesen 147 mal)

Signalabhängigkeit, Speedjones1 und 5 Gäste betrachten dieses Thema.

T1

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ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« am: 21. Juni 2026, 12:32:42 »
Denn die Faktoren Stationen und Fahrgastwechsel werden hier in Wien auf der S-Bahn-Stammstrecke genauso bestehen bleiben und sind verantwortlich für eine Flüssigkeit des Betriebes.
Am besten den fahrgastlosen Betrieb einführen, dann gibt es einen stabilen und flüssigen Betrieb. ::)

Auch wenn ich ETCS in dieser Form vor allem als Gelddruckmaschine der Industrie wahrnehme, denke ich schon, dass es in dem konkreten Fall der Stammstrecke schon ordentlich etwas bringen wird, da damit die Schleicherei auf weiten Strecken durch die dichtere Blockteilung aufhört.

denond

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Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #1 am: 21. Juni 2026, 13:11:36 »
Denn die Faktoren Stationen und Fahrgastwechsel werden hier in Wien auf der S-Bahn-Stammstrecke genauso bestehen bleiben und sind verantwortlich für eine Flüssigkeit des Betriebes.
Am besten den fahrgastlosen Betrieb einführen, dann gibt es einen stabilen und flüssigen Betrieb. ::)

Auch wenn ich ETCS in dieser Form vor allem als Gelddruckmaschine der Industrie wahrnehme, denke ich schon, dass es in dem konkreten Fall der Stammstrecke schon ordentlich etwas bringen wird, da damit die Schleicherei auf weiten Strecken durch die dichtere Blockteilung aufhört.

Die dichtere Blockteilung wird zukünftig zu Brems-/ Anfahrverzögerungen mit Halten auf freier Strecke zusätzlich führen und daher noch mehr Schleichfahrten produzieren als bisher.
Eigenartig war, daß in den 60er/70er-Jahren überwiegend ein zügigerer, schnellerer Schnellbahnverkehr als Heute zu beobachten. MMn ist das gefahrene Intervall von 3 Min. Heute für eine Eisenbahn kontraproduktiv. Ein Minimum von 5' bis 8' wären MMn für die Stammstrecke - egal mit welcher Signalisierung - anzustreben um einen stabilen Verkehr mit adäquater Geschwindigkeit durchführen zu können.

MK

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Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #2 am: 21. Juni 2026, 13:50:05 »
Die dann jeden Tag eintretende massive Überfüllung zur HVZ führt zu einem instabilen, langsamen und unattraktiven Betrieb.
o_O

haidi

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Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #3 am: 21. Juni 2026, 14:15:48 »
Ich erinnere mich an eine Veröffentlichung, dass man die Geschwindigkeit auf der Stammstrecke herunter gesetzt hat, um die Blockabstände verringern zu können und damit mehr Züge durchschleusen zu können.

Mich beschäftigt im Zusammenhang mit den ETCS die Frage, ob man nicht ein ETCS-fähiges Gerät anbringen kann, das auf die Bremsen einwirken kann den Zug automatisch bremsen kann und somit die Abstände zum Vorderzug einzuhalten und auch punktgeau anzuhalten
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Signalabhängigkeit

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Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #4 am: 21. Juni 2026, 15:28:13 »
Ein Minimum von 5' bis 8' wären MMn für die Stammstrecke - egal mit welcher Signalisierung - anzustreben um einen stabilen Verkehr mit adäquater Geschwindigkeit durchführen zu können.

Na klar, reduzieren wir die Leistungsfähigkeit einfach mal um 40, oder noch besser 60 %.  ;D

MK

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Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #5 am: 21. Juni 2026, 15:36:21 »
Mich beschäftigt im Zusammenhang mit den ETCS die Frage, ob man nicht ein ETCS-fähiges Gerät anbringen kann, das auf die Bremsen einwirken kann den Zug automatisch bremsen kann und somit die Abstände zum Vorderzug einzuhalten und auch punktgeau anzuhalten

Mit ETCS Level 3 und Moving Blocks kann man im relativen Bremswegabstand fahren, wurde aber m.W. noch nirgendwo so umgesetzt. Größtes Problem dürfte die exakte Berechnung des Bremsverhaltens insbesondere bei Umwelteinflüssen sein.
o_O

Nulltarif

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Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #6 am: 21. Juni 2026, 20:02:34 »
Eigenartig war, daß in den 60er/70er-Jahren überwiegend ein zügigerer, schnellerer Schnellbahnverkehr als Heute zu beobachten.
Die derzeitigen vielen Schleichfahrten sind dem restriktiven Modus der PZB90 (zwecks größerer Sicherheit) geschuldet. Genau das soll ETCS ja überflüssig machen.

Die dichtere Blockteilung wird zukünftig zu Brems-/ Anfahrverzögerungen mit Halten auf freier Strecke zusätzlich führen und daher noch mehr Schleichfahrten produzieren als bisher.
Warum sollte das so sein?

Insgesamt frage ich mich nach Deinen Beiträgen, wie gut Du die Zugbeeinflussungssysteme der Vollbahn kennst.
Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. (Dalai Lama)

Kurzzug

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Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #7 am: 21. Juni 2026, 20:49:27 »
Mich beschäftigt im Zusammenhang mit den ETCS die Frage, ob man nicht ein ETCS-fähiges Gerät anbringen kann, das auf die Bremsen einwirken kann den Zug automatisch bremsen kann und somit die Abstände zum Vorderzug einzuhalten und auch punktgeau anzuhalten

Das wäre ATO (=automatic train operation). Auf einer S-Bahn ohne Bahnsteigtüren müsste aber trotzdem ein Lokführer mitfahren und aus diesem Grund treibt man den technischen Aufwand dafür nicht. Blockverdichtung mit ETCS L2 reicht für das aus was man fahren will, weitere Kapazitätserhöhungen würden wohl über die Zuglänge geregelt werden. Für 30 Züge pro Stunde würde man um sowas aber nicht herumkommen.

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Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #8 am: 21. Juni 2026, 21:04:49 »
30 Züge in der Stunde sind meines Erachtens auch mit ETCS L3 völlig illusorisch, da man hierfür Fahrgastwechselzeiten benötigen würde, die mit Doppelstockzügen nicht zu erzielen sind.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!
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T1

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Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #9 am: 21. Juni 2026, 21:09:01 »
Eigenartig war, daß in den 60er/70er-Jahren überwiegend ein zügigerer, schnellerer Schnellbahnverkehr als Heute zu beobachten.
Die derzeitigen vielen Schleichfahrten sind dem restriktiven Modus der PZB90 (zwecks größerer Sicherheit) geschuldet. Genau das soll ETCS ja überflüssig machen.

Die dichtere Blockteilung wird zukünftig zu Brems-/ Anfahrverzögerungen mit Halten auf freier Strecke zusätzlich führen und daher noch mehr Schleichfahrten produzieren als bisher.
Warum sollte das so sein?

Insgesamt frage ich mich nach Deinen Beiträgen, wie gut Du die Zugbeeinflussungssysteme der Vollbahn kennst.
Den Eindruck habe ich nach diesem Beitrag von denond auch, wenn er nicht ironisch gemeint war.

MK

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Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #10 am: 21. Juni 2026, 21:23:59 »
30 Züge in der Stunde sind meines Erachtens auch mit ETCS L3 völlig illusorisch, da man hierfür Fahrgastwechselzeiten benötigen würde, die mit Doppelstockzügen nicht zu erzielen sind.

Wenn man die S-Bahn Zürich als Vorbild nimmt: Wäre möglich, aber man bräuchte bei deutlich mehr Stationen zwei Gleise pro Richtung mit einem Mittelbahnsteig.
o_O

Katana

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Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #11 am: 22. Juni 2026, 06:17:06 »
Wieso sollte man mit dem 4030.210 in einem S-Bahn-HVZ-Takt mit FG-Wechsel mitfahren wollen?
Erstens gibt es bei Sonderfahrten wenig FG-Wechsel (nur an Knotenpunkten Ein- oder(!) Aussteiger) und zweitens finden die Sonderfahrten eh nicht in der Mo-Fr-HVZ statt.

Welches Intervall ist man mit den 4030ern damals gefahren? War die Beschleunigung nicht noch schwächer als bei den 4020ern? Oder täusche ich mich da? Die letzten Male meiner Benutzung war vermutlich in den 90ern zwischen Unterpurkersdorf und Hütteldorf, und da sind sie mir ziemlich anachronistisch vorgekommen. Das war natürlich primär dem Schaltwerk zuzuschreiben.

haidi

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Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #12 am: 22. Juni 2026, 15:57:29 »
30 Züge in der Stunde sind meines Erachtens auch mit ETCS L3 völlig illusorisch, da man hierfür Fahrgastwechselzeiten benötigen würde, die mit Doppelstockzügen nicht zu erzielen sind.

Wenn man die S-Bahn Zürich als Vorbild nimmt: Wäre möglich, aber man bräuchte bei deutlich mehr Stationen zwei Gleise pro Richtung mit einem Mittelbahnsteig.
meinst du nicht, Stationen mit Mittel- und Seitenbahnsteige, damit verdoppelt sich die Türenanzahl
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denond

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Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #13 am: 22. Juni 2026, 16:25:33 »
Eigenartig war, daß in den 60er/70er-Jahren überwiegend ein zügigerer, schnellerer Schnellbahnverkehr als Heute zu beobachten.
Die derzeitigen vielen Schleichfahrten sind dem restriktiven Modus der PZB90 (zwecks größerer Sicherheit) geschuldet. Genau das soll ETCS ja überflüssig machen.

Die dichtere Blockteilung wird zukünftig zu Brems-/ Anfahrverzögerungen mit Halten auf freier Strecke zusätzlich führen und daher noch mehr Schleichfahrten produzieren als bisher.
Warum sollte das so sein?

Insgesamt frage ich mich nach Deinen Beiträgen, wie gut Du die Zugbeeinflussungssysteme der Vollbahn kennst.
Den Eindruck habe ich nach diesem Beitrag von denond auch, wenn er nicht ironisch gemeint war.

...erklärt es mir Bitte aus eurer Sicht!   Danke!

Katana

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Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #14 am: 22. Juni 2026, 17:15:05 »
30 Züge in der Stunde sind meines Erachtens auch mit ETCS L3 völlig illusorisch, da man hierfür Fahrgastwechselzeiten benötigen würde, die mit Doppelstockzügen nicht zu erzielen sind.

Wenn man die S-Bahn Zürich als Vorbild nimmt: Wäre möglich, aber man bräuchte bei deutlich mehr Stationen zwei Gleise pro Richtung mit einem Mittelbahnsteig.
meinst du nicht, Stationen mit Mittel- und Seitenbahnsteige, damit verdoppelt sich die Türenanzahl
Was er wahrscheinlich meint, sind die Konstellationen wie in Wien Mitte, Praterstern und Floridsdorf. Also je ein Mittelbahnsteig für die Züge jeder Richtung.