Autor Thema: 24.5.2012: Brand im U3-Tunnel  (Gelesen 5777 mal)

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coolharry

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Re: 24.5.2012: Brand im U3-Tunnel
« Antwort #15 am: 25. Mai 2012, 06:48:22 »
@38er: Eine ganz erstaunliche Meldung, die ich zwar auch gelesen habe, aber leider nicht in Wien war, um es zu verifizieren.

Zur Zigarette: Wie gesagt, das übliche Gschichtl. Schuld ist immer wer anders, diesmal konnte man es halt wieder mal einem bösen anonymen Beförderungsfall in die Schuhe schieben... kann ja jeder von euch mal probieren, mit einer Zigarette einen Griller anzuzünden und wie lange das dann brennt, selbst mit Sogwirkung durch diese aufsetzbaren Kamine braucht man da eine ganz schöne Menge Papier. Da reicht nicht eine einfache Kebabverpackung. Da muss schon ein ganzer Stapel Heute-Zeitungen dort liegen (um den's, nebenbei, wirklich nicht schad wär :D ), um auch nur ein einigermaßen erkennbares Feuer zu gestalten, das selbst mit Sogwirkung höchstens eine Lebenszeit von wenigen Minuten besitzt. Aber nach wenigen Minuten fährt dort schon der nächste Zug, dessen Fahrer die Gefahr unmittelbar erkennen kann, so er vorne beim Fenster rausschaut.

Nebenbei wird so eine Weichenabdeckung sicher nicht so leicht brennen wie ein Blatt Papier. Also ohnen einen Kurzschluss kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Weichenantrieb zu brennen beginnt.
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luki32

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Re: 24.5.2012: Brand im U3-Tunnel
« Antwort #16 am: 25. Mai 2012, 07:17:03 »
Kann jemand die folgende, gegen 21 Uhr veröffentlichte Qando-Störungsmeldung verifizieren?

Zitat
Aufgrund einer Betriebsstörung ist derzeit ein Fahrbetrieb der Linie U3 zwischen Rochusgasse und Erdberg nicht möglich. Wir ersuchen die Fahrgäste ersatzweise auf die Linien 74A und 71 auszuweichen. Ein Ersatzverkehr mit Straßenbahnen wurde zwischen Schlachthausgasse und Simmering eingerichtet. Bitte auch auf 77A ausweichen.


Das kann ich nicht ganz glauben, was soll dieser Ersatzverkehr bringen, wenn die U3 nicht zwischen Erdberg und Rochusgasse fährt? Die Bim endet dann in der nicht bedienten Station Schlachthausgasse, und das nur für die 77A Fahrgäste? Da könnte man den doch gleich besser bis St. Marx führen.

mfg
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IbisMaster

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Re: 24.5.2012: Brand im U3-Tunnel
« Antwort #17 am: 25. Mai 2012, 07:43:38 »
Das kann ich nicht ganz glauben, was soll dieser Ersatzverkehr bringen, wenn die U3 nicht zwischen Erdberg und Rochusgasse fährt? Die Bim endet dann in der nicht bedienten Station Schlachthausgasse, und das nur für die 77A Fahrgäste? Da könnte man den doch gleich besser bis St. Marx führen.

mfg
Luki
Nein, der fährt weiter in den zweiten Bezirk.

haidi

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Re: 24.5.2012: Brand im U3-Tunnel
« Antwort #18 am: 25. Mai 2012, 08:29:12 »
Du hast offensichtlich noch nie etwas von der Sogwirkung gehört. Die Zeitungen, Kebalpapier, Zigarettenreste u.ä. der Fahrgäste findest du bis zu 100m nach einer Station. Und die Sogwirkung ist auch der Grund, wieso eine weggeworfene Zigarette so gefährlich ist. Würde sie im Gleistrog einfach liegen und abbrennen, dann wäre die Temperatur nie so hoch, dass sich andere Gegenstände daran entzünden. Erst durch den Luftzug einer vorbei fahrenden U-Bahn läßt eine Zigarette wiede so stark aufklimmen, dass sich andere Stoffe daran entzünden (Kamineffekt). Das nennt sich angewandte Physik.

Beim Mitreißen von Gegenständen gibt es Unterschiede. IN der Hauptsache ist das abhängig von Gewicht und Oberfläche. Papier hat die maximal mögliche Oberfläche und wird leicht mitgerissen. Zigarettenstummeln sind ziemlich kompakt, d.h. haben eine kleine Oberfläche im Verhältnis zum Gewicht und bei STummeln ist der leichtere Teil der Zigarette abgebrannt, d.h. die fliegen noch schlechter mit. Zu Zeiten wo noch geraucht werden durfte, sind die Zigaretten übrigens im Gleistrog in der Station gelegen, würden sie so leicht mitgerissen, wären der Bereich sauber gewesen.

Hannes
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Re: 24.5.2012: Brand im U3-Tunnel
« Antwort #19 am: 25. Mai 2012, 09:45:25 »
Nebenbei wird so eine Weichenabdeckung sicher nicht so leicht brennen wie ein Blatt Papier. Also ohnen einen Kurzschluss kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Weichenantrieb zu brennen beginnt.
In Weichenbereichen sind bekanntlich die Stromschienen unterbrochen. Da liegt es doch nahe, dass ein Stromabnehmer einen Funken gerissen hat, der dann zur Brandentwicklung geführt hat.

Würden Zigarettenreste tatsächlich ein derart hohes Brandrisiko in sich bergen, wie das die WL immer wieder zu transportieren versuchen, wäre das Rauchen schon längst feuerpolizeilich generell verboten...
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
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