Autor Thema: Organisation des Südbahnverkehrs  (Gelesen 36651 mal)

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B. S. Agrippa

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #60 am: 06. Februar 2013, 19:56:05 »
Das Problem hast Du aber jetzt auch schon, wenn Du in einem ICE oder RJ bist, die halten nämlich nicht in Hütteldorf, allerdings ist man mit der U3 dann wesentlich schneller bei der S45 als mit U6+Straßenbahn (und von Meidling ist es halt noch länger).
Genau das sage ich ja, dass man beim ICE und RJ den S45-Anschluss nicht hat und gezwungenermaßen die U3 oder U6 (oder den langsamen 9er) nehmen muss, um in die nordwestlichen Bezirke zu kommen. Mit der S45 ginge das in wenigen Minuten bei einem Umsteigezwang weniger. ;)

Apropos, folgendes wurde noch nicht beantortet: Warum dürfen die ÖBB IC mit ihren Eurofirma-Wagen in Hütteldorf halten und die ICE und RJ nicht, wenn der Grund für das Durchfahren der Station die Bahnsteighöhe ist? Im Internet habe ich nur gefunden, dass die Einstiegshöhe beim ICE (in Deutschland) 76cm beträgt, beim Railjet 55cm. Zu den "normalen" Fernverkehrswagen habe ich leider nichts gefunden, aber geschätzt müsste die Bodenhöhe hier ähnlich hoch wie beim RJ sein.

Linie 41

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #61 am: 06. Februar 2013, 20:38:30 »
Zwischen normalen FV-Wagen und dem Railjet besteht praktisch kein Unterschied.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

Linie 58

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #62 am: 06. Februar 2013, 22:53:14 »
Außerdem wird bei Störungen sehr wohl auch mit RJ/ICE in Hütteldorf gehalten/gewendet.

invisible

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #63 am: 06. Februar 2013, 23:02:40 »
Das Problem hast Du aber jetzt auch schon, wenn Du in einem ICE oder RJ bist, die halten nämlich nicht in Hütteldorf, allerdings ist man mit der U3 dann wesentlich schneller bei der S45 als mit U6+Straßenbahn (und von Meidling ist es halt noch länger).
Genau das sage ich ja, dass man beim ICE und RJ den S45-Anschluss nicht hat und gezwungenermaßen die U3 oder U6 (oder den langsamen 9er) nehmen muss, um in die nordwestlichen Bezirke zu kommen. Mit der S45 ginge das in wenigen Minuten bei einem Umsteigezwang weniger. ;)

Ja, stimmt schon, aber worauf ich hinaus wollte: es ist keine Veränderung zum Status Quo, ob man jetzt nicht aussteigen kann weil durchgefahren wird oder nächstes Jahr nicht aussteigen kann weil vorbeigefahren wird. Folglich entsteht kein Nachteil durch die Umlegung der ICE und RJ zum Hauptbahnhof.

Zitat
Apropos, folgendes wurde noch nicht beantortet: Warum dürfen die ÖBB IC mit ihren Eurofirma-Wagen in Hütteldorf halten und die ICE und RJ nicht, wenn der Grund für das Durchfahren der Station die Bahnsteighöhe ist?

Das halte ich auch für ein Gerücht; ich denke wie gesagt, dass es eher eine Kapazitätsfrage ist, weil man zwei Bahnsteigkanten weniger hat als in Meidling und auf zwei der verbleibenden auch noch Züge wenden. Macht also halb so viele Kanten bei deutlich mehr Fernverkehr - da ist es naheliegend die hochrangigsten Züge nicht halten zu lassen. Die Zahl der betroffenen Personen dürfte sich in überschaubaren Grenzen halten, und wer wirklich in Hütteldorf raus will hat mit EC/IC/West/REX200 mehr als genug Alternativen zu ICE und RJ.
Liebe Fahrgäste: Der Zug ist abgefahren.

highspeedtrain

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #64 am: 07. Februar 2013, 10:09:46 »
Das halte ich auch für ein Gerücht; ich denke wie gesagt, dass es eher eine Kapazitätsfrage ist, weil man zwei Bahnsteigkanten weniger hat als in Meidling und auf zwei der verbleibenden auch noch Züge wenden.

Aus meiner Sicht ist es keine Kapazitätsfrage; man will die schnellen Züge schlicht und einfach nicht in Hf halten lassen. Bis vor wenigen Jahren sind ja *alle* ankommenden Züge stehengeblieben, mit der Umstellung auf RJ wurde der Halt dann aufgelassen. Die Proteste dürften sich in Grenzen gehalten haben und die Züge sind trotzdem knackevoll. Auch wenn es in Österreich jeder gerne so hätte: Es kann halt nicht jeder Zug überall stehenbleiben. Der Westbahnhof ist ausreichend angebunden und man kann von ihm aus auch - worauf schon hingewiesen wurde - die S45 und die U4 ohne Probleme erreichen.

schaffnerlos

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #65 am: 07. Februar 2013, 10:29:45 »
Apropos, folgendes wurde noch nicht beantortet: Warum dürfen die ÖBB IC mit ihren Eurofirma-Wagen in Hütteldorf halten und die ICE und RJ nicht, wenn der Grund für das Durchfahren der Station die Bahnsteighöhe ist? Im Internet habe ich nur gefunden, dass die Einstiegshöhe beim ICE (in Deutschland) 76cm beträgt, beim Railjet 55cm. Zu den "normalen" Fernverkehrswagen habe ich leider nichts gefunden, aber geschätzt müsste die Bodenhöhe hier ähnlich hoch wie beim RJ sein.

Die TSI HGV bzw. TSI PRM schreiben die 55 cm vor. Natürlich gilt bis zu einem gewissen Grad der Bestandsschutz, da aber ICE und Railjet für einen gewissen Komfortlevel stehen sollen, vermeidet man Halte an 38 cm-Bahnsteigen (auch die WESTbahn hält meines Wissens außer in Hütteldorf planmäßig nur an 55 cm-Bahnsteigen).

highspeedtrain

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #66 am: 07. Februar 2013, 10:49:16 »
Die TSI HGV bzw. TSI PRM schreiben die 55 cm vor. Natürlich gilt bis zu einem gewissen Grad der Bestandsschutz, da aber ICE und Railjet für einen gewissen Komfortlevel stehen sollen, vermeidet man Halte an 38 cm-Bahnsteigen (auch die WESTbahn hält meines Wissens außer in Hütteldorf planmäßig nur an 55 cm-Bahnsteigen).

Ich würde einiges darauf verwetten, dass man in Hf auch bei 55 cm-Bahnsteigen mit RJ und ICE nicht halten würde. Und der Halt fehlt auch kaum jemandem. Mit derselben Berechtigung könnte man auch fragen, warum der RJ in Wels, Kufstein oder Wörgl nicht hält. Die Züge sind extrem gut angenommen, das ist es doch, was zählt.

schaffnerlos

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #67 am: 07. Februar 2013, 10:53:22 »
Ich würde einiges darauf verwetten, dass man in Hf auch bei 55 cm-Bahnsteigen mit RJ und ICE nicht halten würde.

Die Frage stellt sich eh nimmer. In Hütteldorf sollen die Bahnsteige zwar angehoben werden, aber dann fahren ICE und RJ eh schon durch den Wildscheintunnel.

haidi

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #68 am: 07. Februar 2013, 12:11:08 »
Kann es denn sein, dass man die IC und RJ nicht mehr in Hütteldorf halten lässt, damit den Fahrgästen der Halt nicht abgeht, wenn man zum Bahnhof Europa Zentrum fährt?

Hannes
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

schaffnerlos

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #69 am: 07. Februar 2013, 12:34:00 »
Kann es denn sein, dass man die ICE und RJ nicht mehr in Hütteldorf halten lässt, damit den Fahrgästen der Halt nicht abgeht, wenn man zum Bahnhof Europa Zentrum fährt?

Nein, weil diese Züge in Hütteldorf nie fahplanmäßig gehalten haben (außer wenn der Westbahnhof wieder einmal zu war).

highspeedtrain

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #70 am: 07. Februar 2013, 14:06:09 »
Nein, weil diese Züge in Hütteldorf nie fahplanmäßig gehalten haben (außer wenn der Westbahnhof wieder einmal zu war).

Aber ihre Vorgängerzüge haben Richtung Ws gehalten. Die Umstellung hat man dann genutzt, um dann Halt zu streichen und möglichst kurz wirkende Fahrzeiten Salzburg - Wien anbieten zu können.

B. S. Agrippa

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #71 am: 07. Februar 2013, 20:58:53 »
Nein, weil diese Züge in Hütteldorf nie fahplanmäßig gehalten haben (außer wenn der Westbahnhof wieder einmal zu war).

Aber ihre Vorgängerzüge haben Richtung Ws gehalten. Die Umstellung hat man dann genutzt, um dann Halt zu streichen und möglichst kurz wirkende Fahrzeiten Salzburg - Wien anbieten zu können.
Wobei genau das Gegenteil passiert ist. Westbhf-Salzburg per RJ 2h 45min, per ÖBB EC 2h 37min, trotz Durchfahrt in Hü'dorf.  ::)

Linie 41

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #72 am: 07. Februar 2013, 23:02:49 »
Wobei genau das Gegenteil passiert ist. Westbhf-Salzburg per RJ 2h 45min, per ÖBB EC 2h 37min, trotz Durchfahrt in Hü'dorf.  ::)
Die Münchner (und ähnliche Züge, die näherungsweise in dem Takt fuhren) zählen natürlich nicht, denn die blieben in Hütteldorf nicht stehen.

Länger als bis 2007/2008 reicht meine Bibliothek leider nicht zurück.

Richtung Westen:

Kursbuch 2007/2008: EC 160 Wien 7:40, Salzburg 10:27, Fahrzeit 2:47 (kein Halt in Hütteldorf)
Kursbuch 2008/2009: EC 160 Wien 7:40, Salzburg 10:27, Fahrzeit 2:47 (kein Halt in Hütteldorf)
Kursbuch 2009/2010: RJ 160 Wien 7:20, Salzburg 09:59, Fahrzeit 2:39 (kein Halt in Hütteldorf)
Kursbuch 2010/2011: RJ 160 Wien 7:14, Salzburg 09:59, Fahrzeit 2:45 (kein Halt in Hütteldorf)
Kursbuch 2011/2012: RJ 160 Wien 7:14, Salzburg 09:59, Fahrzeit 2:45 (kein Halt in Hütteldorf)
Kursbuch 2012/2013: RJ 160 Wien 7:36, Salzburg 09:58, Fahrzeit 2:22 (kein Halt in Hütteldorf)

Richtung Osten:

Kursbuch 2007/2008: EC 161 Salzburg 19:34, Wien 22:28, Fahrzeit 2:54 (Halt in Hütteldorf)
Kursbuch 2008/2009: EC 161 Salzburg 19:32, Wien 22:24, Fahrzeit 2:52 (Halt in Hütteldorf)
Kursbuch 2009/2010: RJ 169 Salzburg 20:02, Wien 22:40, Fahrzeit 2:38 (kein Halt in Hütteldorf)
Kursbuch 2010/2011: RJ 169 Salzburg 20:01, Wien 22:44, Fahrzeit 2:43 (kein Halt in Hütteldorf)
Kursbuch 2011/2012: RJ 169 Salzburg 20:01, Wien 22:44, Fahrzeit 2:43 (kein Halt in Hütteldorf)
Kursbuch 2012/2013: RJ 169 Salzburg 20:02, Wien 22:24, Fahrzeit 2:22 (kein Halt in Hütteldorf)
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #73 am: 08. Februar 2013, 00:40:12 »
Außerdem wird bei Störungen sehr wohl auch mit RJ/ICE in Hütteldorf gehalten/gewendet.
Am Westbahnhof hab ich auch schon öfters RJ bei den alten, niedrigen Bahnsteigen halten gesehen. Dass die Bahnsteighöhe in Hütteldorf ein Problem darstellt, halte ich für eine Ausrede bzw. einen Schmäh. Der Ausstieg hat in dem Fall nur eine zusätzliche kleine Stufe.

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #74 am: 08. Februar 2013, 10:00:33 »
Wobei genau das Gegenteil passiert ist. Westbhf-Salzburg per RJ 2h 45min, per ÖBB EC 2h 37min, trotz Durchfahrt in Hü'dorf.  ::)
Die Münchner (und ähnliche Züge, die näherungsweise in dem Takt fuhren) zählen natürlich nicht, denn die blieben in Hütteldorf nicht stehen.

Länger als bis 2007/2008 reicht meine Bibliothek leider nicht zurück.


Es gab IIRC sogar eine Fahrplanperiode lang einen EC München - Wien, der Sb - Ws in 2:35 fuhr. Aber wie schon festgestellt wurde, auch diese Züge hielten nicht in Hf.

Die RJ-Fahrzeit war ursprünglich 2:39, das war nicht stabil, also wurde sie auf 2:45 verlängert, was sehr gut funktioniert hat. Einzelne Zugpaare mit einem Stundentakt zu vergleichen ist immer unfair...es ist leichter, einzelne besonders rasche Züge durchzuschleusen, als das jede Stunde zu tun. Und es fällt erheblich weniger negativ auf, wenn diese einzelnen Züge (was in meiner Erinnerung oft der Fall war) unpünktlich sind, als wenn das Basisangebot unzuverlässig ist.