Autor Thema: Eindämmung der Mitarbeiterfluktuation  (Gelesen 16680 mal)

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HLS

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Re: Eindämmung der Mitarbeiterfluktuation
« Antwort #180 am: 06. Dezember 2018, 16:12:38 »
Betriebsanleitung für Neueinsteiger bei den WL?

 :up:  ;D
Ich habe jedenfalls meinen "Schülern" es genau so versucht auch beizubringen.
Was auch ganz wichtig war, in den ersten 2-3 Fahrten mit einem zukünftigem Kollegen, habe ich ihm alle negativen Punkte erzählt und teilweise gezeigt, was ihn in seiner Zukunft bei den WL erwartet.
Und da muß ich sagen, es ist bisher erst ein einziger Schüler, den ich am Anfang hatte(eben diese ersten 2-3 Tage), der die WL wieder verlassen hat und das auch nur, weil er mir unbedingt folgen wollte in den neuen Job.
Weiteres sind alljenen mir bis heute noch durchaus dankbar und immer wieder mal im Austausch, da sie es sich niemals vorgestellt hätten, dass es wirklich so abläuft wie ich es ihnen erzählt habe.
Problematisch war es für diejenigen daher für gewöhnlich nicht und wenn sie doch mal "Schwierigkeiten" hatten, haben sie immer drauf verwiesen, dass sie mich als Vertrauensperson hinzuziehen wollten, dann war meist das Problem viiiiiie kleiner als es anfänglich aufgebauscht wurde. 8) >:D ;D
Wichtig ist auch, dass man sich sicher ist, was man in der Ausbildung gelehrt bekommen hat oder aber mindestens weiß, wo man nachlesen oder nachfragen kann, das hilft jedenfalls ungemein,
Auch ich konnte ja nicht alles wissen, aber ich wusste ganz genau wo ich nachlesen oder nachfragen konnte und so habe ich bei meiner Entgleisung am Bhf. Rdh der netten Dame von der Funkstreifenbesatzung aufzeigen können, dass sie sich in den Bestimmungen scheinbar so gar nicht auskennt(was ihr so gar nicht gepasst hat und sie alles möglich versucht hat, doch noch irgendwas zu finden, dass ich zumindestens mal zu einem Gespräch zum Obermeister/Referatsleiter geladen werde, ohne das ich bis dahin fahre. Hat nicht so ganz geklappt, weil der zuständige Verkehrsführer genau meiner Meinung war und mich eben nicht "abgezogen" hatte.
Der Job ansich ist definitiv nicht der schlechteste, nicht umsonst war ich mehr als sieben Jahre leidenschaftlicher Fahrer, nur die Bedingungen, wurden vom Jahr zu Jahr nicht besser und daher habe ich mich irgendwann entscheiden müssen ob ich mir das noch 30 Jahre machen will oder jetzt es doch ändere. Die Entscheidung war anfänglich gar nicht leicht, dann kamen aber drei tätliche Angriffe gegen meine Person und dadurch war die Entscheidung gefallen es definitiv zu ändern(weil nicht ein einziger Fahrgast auch nur mal den Notruf geschweige eine Zeugenaussage gemach hat).
Was ich gern bei den WL noch machen würde, wären Einstellungs-, Meß- oder Überstellungsfahrten, denn da müsste ich mich nicht mit den "Lieben" rumplagen.

Aber die Mitarbeiter, die du aufzählst, die Ecken kaum an und haben aber auch kaum eine Beschwerde oder Beanstandung. Es regen sich meistens diejenigen auf, die immer wieder eine Beschwerde haben und die sich ansich auch gut dagegen wehren können.
Ist ja logisch, dass sich genau diejenigen drüber aufregen, die sich dagegen wehren können, die andere Gruppe traut es sich für gewöhnlich nicht oder will sowenig als möglich "negativ" auffallen. Wenn man dieses, bei mMn eher sinnlosen Teamleitermeetings, aber angesprochen hat, kamen doch auch die "grauen Mäuschen" immer wieder mal zu Wort bzw. gaben einem Zuspruch und haben es mit ihren Erfahrungen erweitert. Diejenigen die mit mir so ein Teamleitermeeting mitgemacht haben, haben sich oft auch noch Monate und Jahre später drüber ausgelassen, was ihnen wiederfahren ist, es sich aber nicht getraut haben es an die richtige Stelle zu tragen. Das habe ich dann oft genug übernommen, weil ich für gewöhnlich immer direkt mal den Teamleiter übersprungen habe und mindestens bis in die Verkehrskanzlei oder gar direkt mir einem Termin für Obermeister oder Referatsleiter geben hab lassen. Ich bin nämlich der festen Überzeugung, dass ich doch direkt zum Schmied gehen kann und nicht erst zum Schmiedl. Der Teamleiter wurde nur hinzugezogen, wenn ich ein Protokoll drüber haben wollte, da sich für gewöhnlich Referatsleiter und Obermeister zu schade waren dieses anzufertigen(außer als ich mich damals für den Lehrfahrer beworben habe).

Ich wünsche mir ja noch immer, dass ich irgendwann mal erfahre, dass jedes Team einem Teamsprecher bekommt(hoffentlich einer von meinem Schlag), der eben wirklich fürs Team da ist und nicht einen "C-Posten" besetzt wo man ja eher nach oben berichten soll/muss und somit nicht neutral sein kann.
Weiteres wäre es mir wichtig, dass das hoffentlich kein Gewerkschafter ist, da diese auch viiiel zu oft nur ihre eigenen Intressen durchsetzen wollen und somit wiederum nicht neutral dem ganzen gegenüber stehen können.

Aber ich glaube dazu sind die WL gar nicht bereit, da sie so sonst schwerer die "Meute" klein halten könnten.
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr

Rodauner

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Re: Eindämmung der Mitarbeiterfluktuation
« Antwort #181 am: 09. Dezember 2018, 17:37:28 »
Wem's interessiert (und wer's noch nicht kennen sollte...):

Kununu - Wr. Linien
Wenn du glaubst, alles unter Kontrolle zu haben, bist du einfach nicht schnell genug!

4463

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Re: Eindämmung der Mitarbeiterfluktuation
« Antwort #182 am: 09. Dezember 2018, 19:57:58 »
"das korrupteste Nest auf dem weiten Erdenrund"
Mark Twain über die Wienerstadt.