Autor Thema: Straßenbahn St. Pölten  (Gelesen 42334 mal)

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h 3004

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Re: Straßenbahn St. Pölten
« Antwort #30 am: 16. November 2014, 15:36:58 »
Das war der N 2703  (St. Pölten 006), jetzt bei der Museumstramway Mariazell.

haidi

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Re: Straßenbahn St. Pölten
« Antwort #31 am: 16. November 2014, 15:37:53 »
Mein Vater hat mir vor Jahren erzählt, dass mehr oder weniger regelmäßig Fahrzeugwechsel stattgefunden hat und zwar ein kleineres Fahrzeug richtung Zentrum gefahren ist, an einer Weiche (bei der Remise?) der größere Wagen gwartet hat und dann die Fahrzeuge rechte vordere Türe und linke hintere Türe so nebeneinader standen, dass die Fahrgäste direkt umsteigen konnten.
Originalton in etwa: "Der Fahrer rauscht da ganz schon hin, wenn sich das einmal nicht ausgeht, dann steht der Betrieb, dann habens nur mehr einen Wagen"
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

oldtimer

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Re: Straßenbahn St. Pölten
« Antwort #32 am: 16. November 2014, 16:01:13 »
War 2703 bzw. 006 dort auch im Personenverkehr eingesetzt oder wurde er nur buchmäßig geführt? Er kam ja wieder im äußerlichen Zustand als 2703 nach Mariazell.
"Besetzt - bitte nicht mehr zusteigen, der Zug wird abgefertigt!"

GS6857

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Re: Straßenbahn St. Pölten
« Antwort #33 am: 16. November 2014, 16:18:53 »
Ja, der war von 1963 - 1974 im Einsatz. Erst mit Stadtbahn-Scherenbügel, später mit Lyrabügel. Dann kam er zum WTM und wurde wieder in den Stadtbahnzustand versetzt. Später wurde er nach Mariazell abgegeben.

Hier mehr zur St. Pöltner Straßenbahn:
http://de.m.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenbahn_St._P%C3%B6lten

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Re: Straßenbahn St. Pölten
« Antwort #34 am: 16. November 2014, 18:03:46 »
Mein Vater hat mir vor Jahren erzählt, dass mehr oder weniger regelmäßig Fahrzeugwechsel stattgefunden hat und zwar ein kleineres Fahrzeug richtung Zentrum gefahren ist, an einer Weiche (bei der Remise?) der größere Wagen gwartet hat und dann die Fahrzeuge rechte vordere Türe und linke hintere Türe so nebeneinader standen, dass die Fahrgäste direkt umsteigen konnten.

Das hing damit zusammen, daß die kleinen Triebwagen (1-3) einmännig gefahren werden durften, während die großen Triebwagen (5, 006, 7) mit einem Schaffner besetzt sein mußten. So wurde eben nach der Frühspitze, vor der Nachmittagsspitze und vor dem Abendverkehr bei der Remise der Wagen getauscht.

Ferry

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Re: Straßenbahn St. Pölten
« Antwort #35 am: 17. November 2014, 09:22:07 »
Danke für die Info´s  :). Warum hat man diese Wagen nur für so kurze Zeit beschafft  :-\?

Die "kurze Zeit" ergab sich aus der Stromabschaltung im Februar 1976, weil die Straßenbahn die Stromrechnung nicht mehr zahlen konnte. Natürlich war usrprünglich ein längerer Betrieb der Wagen geplant, sie sollten letztlich die alten Wagen (und auch den beim Personal extrem unbeliebten Stadtbahnwagen) ablösen. Bei der Beschaffung war ja noch nicht absehbar, dass es je zu einer derartigen finanziellen Situation kommen würde (angeblich waren es nur wenige tausend Schilling, die fehlten. Hätte damals die Gemeinde der Straßenbahn unter die Arme gegriffen, gäbe es die Straßenbahn vielleicht heute noch, wenngleich durch die Schließung der Glanzstofffabrik der Güterverkehr wegfallen würde).
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

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Re: Straßenbahn St. Pölten
« Antwort #36 am: 17. November 2014, 09:59:32 »
Die "kurze Zeit" ergab sich aus der Stromabschaltung im Februar 1976, weil die Straßenbahn die Stromrechnung nicht mehr zahlen konnte. Natürlich war usrprünglich ein längerer Betrieb der Wagen geplant, sie sollten letztlich die alten Wagen (und auch den beim Personal extrem unbeliebten Stadtbahnwagen) ablösen. Bei der Beschaffung war ja noch nicht absehbar, dass es je zu einer derartigen finanziellen Situation kommen würde (angeblich waren es nur wenige tausend Schilling, die fehlten. Hätte damals die Gemeinde der Straßenbahn unter die Arme gegriffen, gäbe es die Straßenbahn vielleicht heute noch, wenngleich durch die Schließung der Glanzstofffabrik der Güterverkehr wegfallen würde).

Der Stadtbahnwagen war vor allem sehr störanfällig und wurde daher nach einem Schaden am Kompressormotor fast zwei Jahre vor dem Eintreffen der beiden T1 404 und 407 bereits betriebsuntauglich abgestellt.

hema

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Re: Straßenbahn St. Pölten
« Antwort #37 am: 17. November 2014, 12:48:23 »

Die "kurze Zeit" ergab sich aus der Stromabschaltung im Februar 1976, weil die Straßenbahn die Stromrechnung nicht mehr zahlen konnte wollte.
>:(



Zitat
Hätte damals die Gemeinde der Straßenbahn unter die Arme gegriffen, gäbe es die Straßenbahn vielleicht heute noch . . . .
Gerade die Stadt war eine der treibenden Kräfte hinter der Einstellung! Als dann die Harlander Fabrik nach einem Brückenneubau die Möglichkeit bekam, ihre Wagen mittels Straßenroller zugestellt zu bekommen und Salzer als Miteigentümer wegfiel, war das Schicksal besiegelt
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

Hawk

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Re: Straßenbahn St. Pölten
« Antwort #38 am: 22. November 2014, 13:34:35 »
Der Stadtbahnwagen entgleiste auch mehrmals, als Grund dafür wurde angegeben das höhere Eigengewicht des Triebwagens.
Das leben zwingt einen oft in die Knie,jedoch ein jeder kann selbst entscheiden ob er liegen bleibt oder wieder aufsteht! :-)

WIENTAL DONAUKANAL

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Re: Straßenbahn St. Pölten
« Antwort #39 am: 20. Februar 2015, 01:15:39 »
Ein Fundstück aus meiner Stadtbahn Sammlung.

Ferry

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Re: Straßenbahn St. Pölten
« Antwort #40 am: 20. Februar 2015, 08:43:54 »
Ein Fundstück aus meiner Stadtbahn Sammlung.

Ja, der steht heute in Mariazell und hat auch wieder den roten Anstrich bekommen. Ob der defekte Kompressormotor zwischenzeitlich getauscht wurde und der Wagen wieder fahrtauglich ist, weiß ich allerdings nicht. Es wäre überhaupt interessant zu wissen, welche Fahrzeuge der IGMT fahrbereit sind.
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WIENTAL DONAUKANAL

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Re: Straßenbahn St. Pölten
« Antwort #41 am: 20. Februar 2015, 09:09:32 »
Ein Fundstück aus meiner Stadtbahn Sammlung.

Ja, der steht heute in Mariazell und hat auch wieder den roten Anstrich bekommen. Ob der defekte Kompressormotor zwischenzeitlich getauscht wurde und der Wagen wieder fahrtauglich ist, weiß ich allerdings nicht. Es wäre überhaupt interessant zu wissen, welche Fahrzeuge der IGMT fahrbereit sind.

Der Wagen war vorbildlich restauriert und ist nun in einen beklagenswertem Zustand und sicher nicht mehr fahrfähig.

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Re: Straßenbahn St. Pölten
« Antwort #42 am: 20. Februar 2015, 09:35:06 »
Die vorbildliche Restaurierung erfolgte 1975/76 durch damalige Mitarbeiter des WTM, der Neulack in Rot wurde durch die ZW ausgeführt. Er war halt auch einer der Wagen, der, bedingt durch die immer schon etwas realitätsferne Sammelleidenschaft des WTM, über Auftrag der WVB 1982 wegen Platzmangel an die Museumstramway Mariazell abgegeben werden mußte. Einen Sieben- bzw allenfalls sogar Achtwagenzug der alten Stadtbahn museal erhalten zu wollen, wäre ja durchaus nett gewesen, wenn dafür auch die entsprechenden räumlichen Voraussetzungen, am besten unabhängig von der Gnade der WVB, geschaffen hätten werden können. In Mariazell verfiel der meist im Freien abgestellte Wagen bis zum heutigen Zustand.

Ferry

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Re: Straßenbahn St. Pölten
« Antwort #43 am: 20. Februar 2015, 09:48:57 »
Mariazell verfiel der meist im Freien abgestellte Wagen bis zum heutigen Zustand.

Warum eigentlich? War dort auch zuwenig Platz? Es gibt dort doch auch ein Remisengebäude, wie Fotos belegen. Oder ist es dort auch so, dass es mehr Fahrzeuge als Platz auf Hallengleisen gibt?
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Re: Straßenbahn St. Pölten
« Antwort #44 am: 20. Februar 2015, 09:57:54 »
Warum eigentlich? War dort auch zuwenig Platz? Es gibt dort doch auch ein Remisengebäude, wie Fotos belegen. Oder ist es dort auch so, dass es mehr Fahrzeuge als Platz auf Hallengleisen gibt?

Sicher gab es dort auch immer mehr Fahrzeuge als Hallenplätze.